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Arthrose beim Hund

Arthrose beim Hund erkennen und behandeln

Entgegen der geläufigen Meinung können Hunde jeder Rasse und Größe unter Arthrose leiden. Oftmals liegt es an der Veranlagung und an ganz spezifischen Krankheitsbildern, die zum Ausbruch der Arthrose beim Hund führen. Wir klären euch über die Symptome der Arthrose beim Hund, die Ursachen, Anzeichen und eine schnellstmögliche Behandlung auf. Im besten Fall kann ein Hund mit Arthrose viele Jahre sehr gut leben.

Arthrose beim Hund

Arthrose beim Hund Urheber: rarin / 123RF

Was ist eine Arthrose beim Hund?

So ganz einfach lässt sich das Krankheitsbild gar nicht erklären. Es handelt sich bei der Arthrose beim Hund um einen Oberbegriff, der eine ganze Gruppierung degenerativer Gelenkerkrankungen zusammenfasst. Doch eines haben alle Krankheitsbilder gemeinsam, an den betroffenen Gelenken kommt es zu Verschleißerscheinungen.

Im direkten Vergleich haben wir es bei der Arthritis mit einer Entzündung der Gelenke zu tun. Wird diese Entzündung nicht erkannt, kann sie zu einem chronischen Prozess werden, der im Krankheitsbild immer weiter voranschreitet.

So kann sich tatsächlich aus einer Gelenkentzündung, die unbehandelt blieb, später auch eine Arthrose beim Hund entwickeln. Für die Hunde macht es keinen Unterschied, da auch die Kombinationen aus beiden als äußerst schmerzhaft gelten.

 

Schauen wir uns zunächst einmal ein ganz normales und gesundes Gelenk an. Es setzt sich aus

  • Knochen,
  • Knorpelgewebe,
  • einer Gelenkwelle und
  • Gelenkkapseln ebenso wie
  • aus der Synovialmembran zusammen.

 

Eben genau an dieser Membran kommt es zu einer Verdickung, die sich wiederum zum Knorpel aufbaut. Bleiben diese Verdickung und Entzündung unbehandelt, greift sie das Knorpelgewebe an und wirkt auch der Neubildung der Knochen entgegen.

 

Was die Ursachen von Arthrose beim Hund?

Um eine nachvollziehbare Übersicht über die Arthrose beim Hund zu erhalten, macht es Sinn, die sekundäre von der primären Arthrose zu unterscheiden. Bei der primären Arthrose liegt als eine der Ursachen zumeist eine schlechte Ernährung in Kombination mit ungenügenden Durchblutung vor. Tatsächlich kann eine jahrelange und andauernde Fehlernährung genau zu diesen Krankheiten an den Gelenken führen.

Studien haben ergeben, dass ein dominanter und überwiegender Verzehr von Knorpel und Knochen eben genau diese Gelenk ungesunde Unterernährung begünstigt. Im Bereich der sekundären Arthrose haben wir es mit einer Verschleißerkrankung zu tun, die infolge von Überlastungen der Gelenke auftritt. Die Überforderung oder ein Übermaß an Bewegung und ein oftmals zu hohes Tempo machen sich unwiderruflich am Knochenapparat bemerkbar.

 

Einzelne Rassen neigen vielmehr zur Arthrose als andere. Folglich sind zum Beispiel die Ellenbogen der englischen Bulldogge von Natur anders ausgebildet, was schon von Anfang an auf einen potentiellen Gelenkverschleiß hinweist. Aber auch der lange Rücken des Dackels ist für die Gelenke nicht gerade schonend. Viele solcher Rassen haben sogar schon ab zwei Jahren mit anfänglichen Gelenkerkrankungen zu tun.

 

Symptome und Krankheitsanzeichen von Arthrose beim Hund

Oftmals ist die Rede von so genannten Anlaufschwierigkeiten, unter denen der Hund leidet. So kommen die meisten Hunde schlechter aus der Schlafposition in Bewegung und benötigen erst ein paar Schritte, bis sie vollkommen rund laufen. Oftmals spricht man hier von einer Steifheit in der Bewegung und einer periodischen Lahmheit. Einige Hunde beißen sogar in die betroffenen Gelenke. Darüber hinaus kann es sein, dass die Hunde bei verschiedenen Bewegungen Schmerz verspüren. Kommt es zu einer Entzündung eines besonderen Gelenkes, kann an dieser Stelle eine Schwellung auftreten. Gerade aus den oben besprochenen Gründen kann die Arthrose beim Hund nicht nur eine Erkrankung im Alter sein.

 

Behandlung von Arthrose beim Hund

Eine der ersten Schritte führen zum Tierarzt, der zunächst einmal eine gründliche Behandlung durchführt. Mittlerweile stehen aufgrund zahlreicher Forschungsarbeiten und Studien viele verschiedene Methoden und ein ganzer Komplex der Behandlung von Arthrose zur Verfügung. Zunächst einmal erfolgt eine symptomatische Behandlung der Schmerzen. Dann sollten die Hundehalter auf die Ernährung eingehen. So ist es sinnvoll, ähnlich wie bei Menschen den BMI des Hundes festzustellen. Keinesfalls sollten Hunde mit Arthrose Übergewicht mit sich herumtragen.

Umso früher der Tierarzt die Arthrose feststellt, umso besser können die Hunde damit leben. Gerade bei Rassen, die zur Arthrose neigen, erkennen Hundehalter diesen Scherz von Anfang an. Die Tierärzte können über Entlastungen und über Röntgenbilder Veränderungen in den Gelenken diagnostizieren.

 

Der Fokus liegt auf der Linderung der Schmerzen für den Vierbeiner und auf einer Ausheilung an den Gelenken. Natürlich muss sich die Behandlung immer an den jeweiligen Stand der Erkrankung orientieren. Oftmals verschreiben Tierärzte Analgetika, wobei diese Medikamente den Magen belasten können.

Sind die Hunde über eine längere Zeit auf diese Medikamente angewiesen, wird parallel dazu auch ein magenschützendes Medikament verschrieben. Bei der akuten Gelenkentzündung wird sogar Cortison verschrieben – als Spritze oder Tablette.

 

Naturheilkunde und Homöopathie: Behandlung von Arthrose beim Hund

Es gibt neben der Schulmedizin naturheilkundliche Behandlungen, die ergänzend einzusetzen sind, wie zum Beispiel die Goldakupunktur. Hier injizieren Tierheilpraktiker Hyaluronsäure, um die Gleichwertigkeit der Gelenke zu fördern. Oftmals spritzt der behandelnde Therapeut das Mittel direkt in das Gelenk hinein. Geht es um Implantate, hat sich gerade Gold als besonders wirksam erwiesen, da es die Arthrose beim Hund hemmt in ihrer Entwicklung. So nutzt man dieses auch in Form der Goldakupunktur.

Zu den klassischen homöopathischen Schmerzmitteln gehören unter anderem Komplexmittel wie zum Beispiel Traumeel und in einem besonders akuten Schmerzfall 5 Globuli. Nebenbei sollten Hundehalter auf Physiotherapie für den Vierbeiner bauen. Es macht Sinn, selbst im Krankheitsverlauf die Gelenke so lang wie nur möglich beweglich zu halten. In den Futterergänzungsmitteln empfehlen sich zum Beispiel Weihrauch, Glucosamin und Teufelskralle. Sie fördern die Entkalkung der Knorpel, die Stabilität und die Regeneration sowie die Leitfähigkeit.

 

Fazit: Was hilft wirklich bei Arthrose beim Hund?

Bei Verdacht auf Arthrose beim Hund sollten Sie schnellstmöglich zum Tierarzt gehen. Nach gründlicher Behandlung und Röntgenbildern wird der Tierarzt zu einer sicheren Diagnose kommen und einen Komplex der Behandlungen empfehlen. Oftmals setzt sich die Behandlung aus Schmerzmitteln, Magenmitteln ebenso wie aus Physiotherapie und einer Umstellung der Ernährung zusammen.

Neben der Schulmedizin ist es ratsam, einen Blick auf die naturheilkundlichen und homöopathischen Behandlungen zu werfen, die einem Hund die Arthrose leichter machen. Zu den häufigsten Ursachen gehören Überlastung, falsche Ernährung und Präferenzen seitens verschiedener Rassen. Umso wichtiger, den Hund gesund, ausgewogen zu ernähren und niemals über längere Zeit zu überlasten. Darüber hinaus kann sich eine einstweilige Gelenkentzündung zur chronischen Arthrose entwickeln. Bei der kleinsten Auffälligkeit sollten Sie Ihren Tierarzt einschalten.

 

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