Die Deutsche Bracke

Einer der klassischen Jagdhunde ist die Deutsche Bracke. Diese Rasse wird aber auch bei Familien beliebter. Treu und folgsam sind diese Hunde ihren Haltern ein Leben lang ergeben und versuchen die Wünsche von ihren Augen abzulesen.

Es gibt kaum einen besseren Begleithund als die Bracke, die einst vornehmlich für den Jagdgebrauch gezüchtet wurde. Aus diesem Grund solltet ihr einige wichtige Punkte beachten, wenn ihr euch mit dem Gedanken tragt, eine Deutsche Bracke anzuschaffen.

Deutsche Bracke Hunde
Hunderasse Deutsche Bracke Copyright: Radomir Rezny bigstockphoto

Erscheinungsbild der Deutschen Bracke

Werfen wir zunächst einen Blick auf die äußere Erscheinung, ist die deutsche Bracke eleganter und leichter. Sie steht hoch auf den Läufen und zeigt einen stolze Kopfhaltung. Ihr Fell ist äußerst dicht und kurzhaarig.

Weit verbreitet sind roten bis gelben Farben mit einem charakteristischen schwarzen Sattel oder Mantel auf dem Rücken. Die Züchter und Bracken-Fans sprechen vom Mantel und weißen Brackenabzeichen.

Gemeint ist damit die durchgehende Blässe und der weiße Fang direkt am Halsring, an der Rutenspitze und an der Brust. Die Ohren kommen auf eine Länge von 14 cm und bilden eines der deutlichsten Merkmale im Gesicht. Sie sollten abgerundet auf eine Breite von bis zu 9 cm kommen und anliegen.

Das Wesen und der Charakter der Deutschen Bracke

Diese Hunderasse ist mit einem unermüdlichen Spürwillen und mit einer sehr guten Nase ausgestattet. In der gesamten Bestehenszeit der Bracke wird sie als Jagdhund geführt. Die Tiere besitzen ein wesensfestes und sehr anhängliches, aber auch sensibles Wesen.

Aufgrund ihrer sensiblen Art benötigen die Hunde eine enge Verbindung zu ihrem Hundeführer, der sich mit ihnen ausgiebig beschäftigt und ihnen die notwendige Zuneigung zukommen lässt.

Die Deutsche Bracke kann draußen in der Anlage, aber auch im Haus gehalten werden. Die Fans wissen vor allen Dingen ihr besonders ruhiges Wesen zu schätzen, das den Alltag recht einfach macht. Darüber hinaus zeichnet die Deutsche Bracke Wachsamkeit, Sauberkeit, Treue und Kinderliebe aus.

Möchtet ihr einen Rassehund in eure Familie aufnehmen, solltet ihr euch nur an zertifizierte VDH Züchter wenden. Hier geht ihr auf Nummer sicher, dass die Züchter strenge Kontrollen durchlaufen haben, bis sie mit ihren Hunden züchten dürfen. Zudem ist die Ahnenstafel der Nachweis der Reinrassigkeit. Oftmals erkennt nicht einmal ein Profi, ob sich in den nachfolgenden Generationen andere Rassen tummeln und zu späteren Problemen führen.

Haltung der Deutschen Bracke

Die Deutsche Bracke hat einen hohen Bewegungsdrang. So muss diese Hunderasse regelmäßig bewegt werden. Andernfalls kann auf lange Sicht ihre Gesundheit einen Schaden nehmen.

Sorgt unbedingt für täglichen Auslauf in der nahen Umgebung und gebt eurem Hund genügend Möglichkeit, seinen sehr guten Orientierungssinn und Spurwillen auszuüben. Schließlich handelt es sich in erster Linie um einen ausdauernden und leidenschaftlichen Spürhund, der insbesondere im Wald im Einsatz ist. Das mag ein Grund sein, warum viele Jäger sich für die Deutsche Bracke als Rasse entscheiden.

Die Deutsche Bracke ist der perfekte Begleithund. In der Zucht steht der Jagdgebrauch als oberstes Zuchtziel an erster Stelle. Die Fachleute sprechen von einem „lauten“ Jagdgebrauch, d.h. die Hunde stöbern Fuchs, Hase, Kaninchen oder Wildschwein auf und verbellen diese Wildtiere.

Geschichte und Entwicklung der Rasse

Die Geschichte der Hunderasse führt zurück auf die alten Germanen. Schon damals setzt man die Hunde für die Jagd ein. Später verbreitete sich die Deutsche Bracke als Rasse in der Alpenregion bis nach Skandinavien. Anfangs gab es noch sehr viele unterschiedliche Bracken-Rassen.

In der Stadt Olpe wurde 1896 der deutsche Bracken Club gegründet. Er begründete die Nordwest deutschen Brackentypen, die schon bald das gesamte Rassebild prägten. Den heutigen Rassetyp mit der offiziellen Bezeichnung der deutschen Bracke, wie wir sie kennen, gibt es erst seit 1900.

Hundehalter erkennen die Tiere entsprechend ihrer Herkunft als Olper Bracke oder als Sauerländer sowie Westfale.

Einsatz in der Jagd: Die Deutsche Bracke in Aktion

Der heutige Jagdeinsatz umfasst eigentlich alle Jagdbereiche vom Schalenwild über den Hasen bis hin zum Fuchs. Der Referenzwert beim Einsatz auf einer Fläche von 1000 ha bezieht sich nur auf das Brackieren. Gemeint ist damit, dass der verfolgende Hund ein Tier fährtenlaut verfolgt, bis es wieder in das ANfangsgebiet zurückgekommen ist. In der Regel jagen die Bracken als Solotiere und nicht in der Meute.

Die heutigen Bewegungsjagden in großen Räumen positionieren diverse Drückjadgstände in einem Revier. Ein Hundeführer positioniert sich auf einem der Drückjagdstände und führt seinen Hund an diesem Stand. An einem festen Zeitpunkt beginnt die Bewegungsjagd auf das jeweilige Schalenwild. Grundsätzlich arbeiten sich die Hunde selbstständig durch die umliegenden Wälder. In Abhängigkeit von der jeweiligen Einarbeitung ist die deutsche Bracke weitjagend oder kurzjagend.

Die Deutsche Bracke als Familienhund

Für diese Rasse besonders wichtig ist die Nähe zum Hundeführer und zur Familie. Mit Liebe und einem unmittelbaren Familienanschluss erfolgt die Ausbildung zum Jagdhund. Dennoch sollten Herrchen und Frauchen die notwendige Konsequenz nicht vermissen lassen.

Die Rede ist nicht von besonders harten Erziehungsmethoden, sondern von der notwendigen Konsequenz und einem Strang, an dem alle ziehen. Schließlich haben wir es mit einer äußerst liebenswerten Jagdhunderasse zu tun, die viele als ruhigen Familienbegleiter und als ausgezeichneten Jagdhund zu schätzen wissen. Im Einsatz können die Hunde hervorragende Leistungen erbringen und glänzen mit einer hohen Zuverlässigkeit.

Haltung der Deutschen Bracke in der Familie

Sorgt dafür, dass der Auslauf gepflegt und sauber ist. Widmet euch regelmäßig der Pflege mit großer Zuneigung. Am besten schafft ihr euch dafür einen Striegel für das regelmäßige Bürsten an und eine Krallenzange für die Krallenpflege.

Achtung: Die Deutsche Bracke ist nicht damit zufrieden, ein paar Gassirunden um den Block zu drehen. Diese Hunderasse eignet sich nicht für die Stadtwohnung. Die Tiere brauchen jede Menge Auslauf. Ihr solltet mindestens einen gut gesicherten Garten zuhause haben und euch tagtäglich mit dem Hund beschäftigen. Am besten bindet ihr von Anfang an die Fährtenarbeit in die Erziehung mit ein. Dann habt ihr einen glücklichen und treuen Hund zuhause.

 

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