Rassestandarts und Infos zur Hunderasse: Dogo Argentino

Dogo ArgentinoDer Dogo Argentino stammt ursprünglich aus Argentinien. Er gilt als Jagdhund für Großwild. Du findest ihn in der Kategorie Molosser, doggenartige Hunde. Rüden erlangen eine Größe von 62 bis 68 Zentimeter und Hündinnen von 60 bis 65 Zentimeter. Exemplare dieser Rasse wiegen im ausgewachsenen Zustand um 40 Kilogramm. Ihr rein-weißes Fell ist kurz, glatt und weich. Ein schwarzer Fleck um das Auge zeichnet einige Tiere aus. Der Molosser begleitet Dich über einen Zeitraum von etwa 13 Jahren.

 

Wo kommst Du her Dogo Argentino? – Zur Geschichte des Molossers

Dogo Argentino
Dogo Argentino Urheber: Isselee / 123RF

In Argentinien halten ihn Besitzer seit vielen Jahrzehnten als Gebrauchshund. Der Dogo Argentino dient dort in erster Linie als Jagdhelfer und Wächter. Ursprünglich stammt er aus der Provinz Córdoba im ländlichen Zentral-Argentinien. Noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts züchteten ihn die Argentinier vorrangig für Hundekämpfe. Die Züchter fokussierten die Entwicklung von Stärke und Mut. Eine niedrige Reizschwelle galt als vorteilhaft. Hundehalter legten Wert darauf, dass die Hunde keine erhöhten Aggressionen gegenüber Menschen zeigen.

Den ersten einheitlichen Standard für die Rasse Dogo Argentino legte Dr. Antonio Nores Martinez 1928 fest. Der Arzt kreuzte dazu erlesene Exemplare des Córdoba-Kampfhundes mit anderen Rassen wie Mastiffs, Pointern und Bulldoggen. Heraus kam die erste Argentinische Dogge mit stabilen vererbbaren Eigenschaften. Das Ziel von Martinez war es, eine Rasse zu schaffen, die Halter vielseitig als Gebrauchshund nutzen. Besonderen Wert legte er darauf, dass der Hund ein ausdauernder, mutiger und wehrhafter Partner bei der Großwildjagd ist.

Die sanfte Dogo Argentino
Die sanfte Dogo Argentino – ein Familienhund Urheber: jackf / 123RF

Seine athletische Muskulatur ist ideal um lange Wege mit differierenden klimatischen Bedingungen zu überstehen. Dienlich ist sie bei harten Kämpfen mit den gejagten Beutetieren. Damit sich der Hund vom Jagdwild unterscheidet, ist die Färbung seines Fells wesentlich. Die weiße Kolorierung des Dogo Argentino ist optimal für einen Jagdhund. So schießt der Jäger nicht versehentlich auf das Tier. Über seine Funktion als Jagdhund hinaus, schätzt Du als Liebhaber dieser Rasse sein enormes Potenzial als unerschrockenen Wächter.

Der Dogo Argentino ist heute in Argentinien ein Allzweck-Gebrauchshund. Er hat dort denselben Stellenwert, wie in Deutschland der Deutsche Schäferhund. 1968 tritt die Rasse erstmals in Europa auf. Seit 1964 ist die Argentinische Dogge als solche anerkannt. Seither findest Du sie in der Liste der Argentinischen Agronomischen Gesellschaft.

Dr. August Nores Martinez tritt in die Fußstapfen seines Bruders und setzt sein Werk fort. Am 31. Juli 1973 erkennt die Internationale Kynologische Vereinigung (FCI) den Dogo Argentino als einzige und erste argentinische Rasse an. Wohnst Du in Deutschland siehst Du sie selten. Ursächlich dafür ist, dass er in vielen Bundesländern auf der Liste potenziell gefährlicher Hunde steht. Hier gibst Du als Halter desselben ihm nur unter Auflagen ein Zuhause.

 

Das Erscheinungsbild des Dogo Argentino

Der Molosser tritt Dir groß gewachsen aber nicht riesig entgegen. Er imponiert Dir mit einer kräftigen, harmonischen Statur. Du siehst seine mächtigen Muskeln durch die elastische, feste Haut hindurchscheinen. Der Gang des Hundes ist selbstsicher und ruhig. Er zeichnet sich durch gezielte, rasche Reaktionen aus. In seiner Bewegung strahlt er Freude aus. Der Charakter des Tieres überzeugt durch ein liebenswürdiges Gemüt. Das weiße Fell ist auffällig. Sein gesamtes Erscheinungsbild wirkt athletisch.

Dogo Argentino Rasse
Dogo Argentino Urheber: Isselee / 123RF

Das Haarkleid des Kampfhundes

Die Argentinische Dogge weist ein kurzes, glattes und weiches Fell auf. Das Haar ist eineinhalb bis zwei Zentimeter lang. Bei unterschiedlichen klimatischen Bedingungen variiert es in Dicke und Dichte. Unter tropischen Bedingungen ist es dünner und weniger dicht, was die pigmentierten Stellen der Haut durchscheinen lässt. Bei kälterem Klima weist das Tier eine dichtere und dickere Behaarung auf. Es bildet sich Unterwolle.

Wesen und Verhalten des Dogo Argentino

Der Molosser ist freundlich, anspruchslos, natürlich und fröhlich. Er ist kraftvoll und beweist dies nicht durch auffälliges Bellen. Nimm Abstand vom Kauf eines Hundes mit einem aggressiven Charakter. Ihn kontrollierst Du nur schwer. Rüden fallen Dir durch ihre Lust, zu raufen auf. Sie kämpfen oft mit gleichgeschlechtlichen Hunden. Daher ist eine Haltung im Rudel nicht ratsam. Er ist Einzelgänger und mit seinem menschlichen Halter durchaus zufrieden. Der Molosser ist ein Jäger mit starkem Jagdtrieb, der seine Beute auch tötet. Die Argentinische Dogge ist besonders kampfbereit und mutig. Er gibt das Eroberte nur widerwillig frei.

Der Dogo Argentino ist Dir ein wahrer Beschützer. Er gibt sich überaus selbstbewusst, ausdauernd und mutig. Der Molosser ist seiner Familie gegenüber treu und überaus loyal. Er gilt als unbestechlich, verfügt über einen starken Schutztrieb, ist eigenwillig und bestrebt, im Ernstfall anzugreifen. Das macht seine Haltung in Deutschland besonders schwierig.

Obgleich des starken Wachtriebes des Jagdhundes brauchst Du auf den Besuch Deiner Freunde nicht zu verzichten. Dieser wirkt sich nicht negativ auf die Begegnung mit Fremden aus. Die Argentinische Dogge ist gegenüber anderen Menschen meist desinteressiert und gutmütig. Kommt es zu Streit und er sieht seine Familie in Gefahr, ändert sich das schnell. Der Dogo Argentino gibt selten Laut und gilt als leiser Mitbewohner. Bellt der Hund, sei Dir sicher: Er hat einen guten Grund dafür. Nicht umsonst ist er ein beliebter Wachhund.

Der Molosser ist ein Spät-Entwickler. Sein gesamtes Potenzial zeigt sich erst im Laufe der Zeit. Circa drei Jahre dauert es, bis er die vollständige geistige Reife entwickelt. Halter beachten diese Tatsache unbedingt bei der Ausbildung. Der Dogo Argentino langweilt sich schnell, sofern Du nicht für viel Bewegung und Beschäftigung sorgst. Eine angemessene Aufgabe wäre die Jagd oder die Bewachung von Objekten. Das fordert seine Aufmerksamkeit.

Haltung und Erziehung des Jagdhundes

Gegenüber seinem Herrchen ist der Dogo Argentino liebevoll und treu. Er benötigt daher einen engen Familienanschluss. Für die Haltung im Zwinger eignet er sich nicht. Eine frühzeitige konsequente Erziehung des Dogo Argentino ist notwendig. Sie erfolgt ohne Härte, mit Geduld und Liebe, jedoch mit Nachdruck. Die richtige Sozialisierung ab der Welpenstube erspart später viel Ärger. Der Molosser ist gegenüber Kindern sehr nachsichtig und gutmütig. Haustiere erkennt er nur an, wenn er bereits als Welpe daran gewöhnt war. Kleintiere und Katzen bringst Du daher in Sicherheit, denn er betrachtet diese anderenfalls als Beute.

In der Regel verhält sich der Molosser Fremden gegenüber freundlich bis desinteressiert, es sei denn diese bedrohen seine Familie. Hüte Dich davor, den Wachtrieb zu fördern. Keinesfalls machst Du ihn scharf. Im Ernstfall tut der Dogo Argentino alles, um Gefahr von Dir und Deiner Familie abzuwenden. Sein Wach- und Schutztrieb macht den Hund zum optimalen Beschützer.

Der Dogo Argentino ist selbstbewusst wie Du und trifft im Ernstfall Entscheidungen eigenständig. Übermäßige Gewalt und Strenge benötigt er nicht, um ein guter Wachhund zu sein. Vielmehr verlangt es ihm nach einem Halter, der sich ihm gegenüber als gerecht, selbstsicher und konsequent erweist. Schätzt Du einen Hund, der mitdenkt, interessiert Dich diese Rasse besonders. Bist Du grob zu ihm und behandelst ihn ungerecht, zieht sich der Hund zurück und reagiert störrisch. Bei diesen Tieren ist eine sehr gute Erziehung unausweichlich.

Der Dogo Albertino ist trotz seiner Härte sehr sensibel und wissbegierig. Er benötigt viel Bewegung und eine rege geistige Auslastung. Er verfügt über einen ausgezeichneten Geruchssinn. Du als Halter nutzt ihn bei der Arbeit als Rettungshund oder, um Fährten oder Zielobjekte zu suchen. Durch seine Schnelligkeit und Wendigkeit eignet er sich bestens für den Turnier-Hundesport oder Agility. Die Ausbildung zum Schutzhund oder die Eignung für den Vielseitigkeits-Sport für Gebrauchshunde ist typabhängig.

Die Rasse verfügt über eine große Eigenständigkeit in Kämpfen. Seine Beute lässt er im Ernstfall widerwillig los. Der Dogo Argentino findet Unterordnungs-Übungen aufgrund des immer gleichen Ablaufs langweilig und reagiert mit Verweigerung. In der Öffentlichkeit bist Du mit ihm nicht gern gesehen. Rechne daher mit Anfeindungen und ängstlichen Reaktionen von Passanten. Durch die kritische Betrachtung von außen ist es umso wichtiger, auf eine gute Erziehung des Hundes zu achten. Bist Du an dieser Rasse interessiert, sei Dir bewusst, was auf Dich zukommt.

Der Dogo Argentino mit seinem kurzen Fell ist robust auch gegen widrige Witterungen. Die Rasse ist wenig anfällig für Krankheiten. Die Tiere sind langlebig. Die Gefahr besteht, wie bei den meisten Hunden mit weißem Fell, dass die Welpen taub sind. Seriöse Züchter testen die Hörfähigkeit vor dem Verkauf des Tieres.

 

Pflege und Ernährung des Dogo Argentino

Der Dogo-Argentino benötigt aufgrund seines kurzen Fells wenig Körperpflege. Du bürstest ihn zwei- bis dreimal wöchentlich mit einer Noppenbürste aus Gummi und reinigst alle vierzehn Tage die Gehörkanäle. Im Winter empfehlen Züchter, den Molosser einmal im Monat mit handwarmem Wasser abzuduschen. Im Sommer erledigt sich das Baden durch das Herumtollen im See. Die Krallen hält der Tierhalter möglichst kurz, um ein Splittern der Nägel zu vermeiden.

Die Zähne des Hundes neigen zu Zahnstein, daher kontrollierst Du das Gebiss regelmäßig. Alle drei Monate machst Du mit Deiner Dogge eine Wurmkur und unterstützt ihre Gesundheit durch eine Impf-Prophylaxe ab dem Welpen-Alter.

Der Dogo Argentino verlangt nach einer ausgewogenen, hochwertigen Kost. Im Welpenalter reicht der Halter Futter mit hohem Eiweißgehalt und mit Mineralien angereichertes Trockenfutter. Wegen seiner Anfälligkeit für Hautallergien gibst Du ihm ab dem sechsten Monat Trockenfutter mit 20-prozentigem Proteingehalt. Frisches Wasser stellst Du Deinem Hund jederzeit zur Verfügung. Drei- bis viermal im Monat fütterst Du ihn mit einer reinen Fleischmahlzeit.

 

Kein Kampfhund aber sanfte Pfoten

Der Dogo Argentino ist in Deutschland selten zu sehen, da Tierbesitzer verschiedenen Auflagen für die Haltung unterworfen sind. Trotz seiner starken und wilden Natur ist Dir der Hund bei guter Pflege ein treuer und loyaler Begleiter. Du setzt ihn aufgrund seines guten Geruchssinnes hervorragend als Spürhund ein. Sein ursprüngliches Revier ist die Jagd. Bei der Erbeutung ist die Argentinische Dogge gewissenhaft und unnachgiebig. Sie ist der optimale Wachhund für Familien. Bei artgerechter Haltung stellt er keine Gefahr für Kinder und Fremde dar.

 

Dogo Argentino Eigenschaften und Wesen

Hundehalter loben den Dogo Argentino für seinen Mut und seine Hartnäckigkeit. Gezüchtet als Mischung aus Jagd- und Familienhund verbindet er sportliche und kämpferische Charakterzüge mit Geduld und Ausgeglichenheit. Als reiner Zuchthund besitzt der Dogo Argentino einen Charakter, der sich in vielerlei Hinsicht optimiert zeigt. Sein komplexes Wesen macht ihn zu einem Hund, der ausführlicher Beschäftigung und Beachtung bedarf. In einer Umwelt, die ihn fördert und benötigt, profitierst Du von den zahlreichen positiven Eigenschaften des Dogo Argentino.

 

Intension des Züchters

Bei seiner Züchtung war der argentinische Hundehalter Dr. Antonio Norez Martinez darauf bedacht, einen vielseitigen Hund zu züchten. Der Dogo Argentino war bestimmt für die Jagd und, um als Wach- und Familienhund zum Einsatz zu kommen. Daher versuchte Martinez, Charakterzüge verschiedener Rassen zu verbinden. Als Grundlage der Züchtung diente ihm der Córdoba-Kampfhund. Diese Kreuzung aus Bullterrier, Bulldog, Mastín und Pointer war eine aggressive sowie körperliche Rasse. Als Haupteinsatzort des Córdoba galten illegale Hundekämpfe.

 

Der Jäger

Um dem unausgeglichenen Wesen des Kampfhundes entgegenzuwirken, kreuzte Martinez den Córdoba erst mit verschiedenen reinrassigen Arten. Der erste stabile Wurf des Dogo Argentino zählte noch einige Zeit als reiner Kampfhund. Der erfolgreiche Einsatz bei der Großwildjagd zeigte, dass dieses Tier andere Qualitäten hatte, als seine körperliche Beschaffenheit.

Sein großer Mut und seine Hartnäckigkeit prädestinierten den Dogo Argentino für die Jagd. Durch diese Qualitäten verfolgt er das Wild über lange Strecken und stellt sich tapfer weit größeren Gegnern. Der ausgeprägte Geruchssinn macht den Dogo Argentino zu einem praktischen Jagdbegleiter. Durch diese Fähigkeit und einem feinen Instinkt, eignet er sich ebenfalls als Spürhund. Seine zahlreichen Fähigkeiten und sein muskulöser Körperbau kennzeichnen den Dogo Argentino als vollkommenen Athleten.

 

Der Hütehund

Durch weitere Kreuzungen mit anderen Rassen entwickelte sich der Dogo Argentino zu einem Gesellschaftshund. Die ursprüngliche Unausgeglichenheit und die Blutlust des Kampfhundes, aus dem er entstand, wich einem stolzen und gediegenem Temperament. Dennoch bleibt das Wesen des Dogo Argentino zuweilen eigenbrötlerisch und kompliziert.

Im historischen Kontext findet die gediegene Argentinische Dogge als Hütehund Verwendung. Ihr kraftvolles und körperliches Äußeres ist durch den beruhigten Charakter nicht beschränkt. Nach wie vor erweist sie sich als ein starker Gegner. Von den Argentiniern hoch geschätzt, diente sie als Verteidiger der Viehherden, da sie vor wilden Tieren wie Wildschweinen oder Pumas nicht zurückschreckte.

 

Der Familienhund

In der modernen Welt, und vor allem in Europa, ist der Bedarf an Hunden für die Großwild-Jagd gering. Der Dogo Argentino erfreut sich ungeachtet dessen großer Beliebtheit bei Hundehaltern. Dazu trägt sein ausgeglichenes Verhalten bei. Der Dogo Argentino ist im Wesen fröhlich und freundlich. Er ist sich seiner Stärke dauerhaft bewusst und gibt sich daher oft gelassen. Seine charakterliche Anspruchslosigkeit ist kein Garant für leichten Umgang oder Erziehung und nicht mit Einfachheit seiner Wesenszüge gleichzusetzen.

Aggressivität ist eine Eigenschaft, die der Dogo Argentino besser nicht aufweist. Hier gilt es, stark am Verhalten des Hundes zu arbeiten und ihn richtig zu erziehen. Ist der Dogo Argentino aggressiv, stimmt etwas mit seinem Umfeld, seiner Sozialisation oder seinen Lebensbedingungen nicht. Ein solches Verhalten liegt nicht in der Natur des Hundes. Sein Temperament und sein selbstsicheres, dominantes Auftreten machen ihn für Dich ungeeignet als Haustier, wenn Du selbst die Charakterzüge nicht aufweist.

 

Verhalten gegenüber anderen Hunden

Durch seine dominante Veranlagung verwickelt sich der Dogo Argentino oft in Kämpfe und Keilereien mit anderen Hunden. Vor allem die Rüden drängt es, sich in ihrem Revier zu beweisen – insbesondere gleichgeschlechtlichen Rivalen gegenüber. Greife erst ein, wenn die Situation außer Kontrolle gerät und der Dogo Argentino aggressiv reagiert. Ein rivalisierendes Verhalten unter Rüden ist normal.

Um den Dogo Argentino an den Umgang mit Hunden zu gewöhnen, wächst er am besten mit anderen Hunderassen gemeinsam auf. Auf diese Weise lernt er das richtige Verhalten. Seine dominante Art entwickelt sich zurück. Als Einzelhund ist der Dogo Argentino nicht zu empfehlen, weil die Gesellschaft von anderen Hunden sein Sozialverhalten maßgeblich beeinflusst. Allein-erzogene Hunde sind oft beim Kontakt mit ihnen überfordert. Im Falle des Dogo Argentino gilt dann die Flucht nach vorn: Schlecht sozialisiert neigt er zur Aggressivität und Kampflust.

 

Erziehung und Charakterbildung

Als anspruchsvoller Hund ist der Dogo Argentino nicht für Dich geeignet, wenn Du keine oder wenig Erfahrung im Umgang mit Hunden hast. Sein komplizierter Charakter bedarf einer konsequenten und strukturierten Erziehung. Schon als Welpe ist eine Sozialisation wichtig.

Durch seine Kraft ist er für Dich ebenfalls schlecht geeignet, wenn du körperlich schwach bist. In diesem Fall hast Du Probleme, ihn in seine Schranken zu weisen. Gewalt und körperliche Bestrafung vermeidest Du bei der Erziehung zwingend, da diese den Charakter des Dogo Argentino nachhaltig schädigen. Optimalerweise bist Du sportlich und aktiv und bedienst den Bedarf des Hundes nach Auslauf und Bewegung. Ob beim Joggen, Radfahren, Wandern oder Hundesport: Die Argentinische Dogge begeistert sich für viele bewegungs-intensive Sportarten, die ihre körperliche Beschaffenheit fördern. Ihn im Zwinger oder in einer kleinen Wohnung zu halten, widerstrebt seiner Natur und führt zu psychischen Schäden.

 

Verhalten gegenüber dem Menschen

Der Charakter des Dogo Argentino zeichnet sich durch große Treue und Anhänglichkeit gegenüber seiner menschlichen Bezugsperson aus. Er ist äußerst selbstbewusst und zielstrebig. Das Tier weiß genau, wonach es verlangt und verwirklicht seinen Willen hartnäckig. Andererseits ist die Argentinische Dogge gutmütig und stellt keine hohen Ansprüche.

Genau wie der Dogo Argentino bist Du als sein Besitzer ebenfalls selbstsicher und konsequent im Umgang mit ihm. Der Argentinier ist aufgrund seines Temperamentes veranlagt, sich selbst als dominanten Partner in Eurer Beziehung zu sehen. Mach ihm durch eindeutiges und sicheres Handeln klar, dass es sich umgekehrt verhält. Wichtig ist, dass Du ihn förderst und forderst, da er als Jagdhund viel Beschäftigung verlangt.

 

Fazit: herzlicher Hund für geübte Hände

Der Dogo Argentino hat einige Eigenschaften, die ihn zu einem liebenswürdigen und praktischen Partner machen. Sei es sein Mut und seine Tapferkeit im Kampf und auf der Jagd oder seine Gelassenheit und Gutmütigkeit in der Familie – der Dogo Argentino ist ein Allrounder. Bist Du geübt im Umgang mit Hunden und suchst einen speziellen Begleiter für sportliche Aktivitäten? In dem Fall ist das Tier für Dich das geeignete. Du erziehst es konsequent und zeigst ihm seine Grenzen auf. Auf diese Weise sozialisierst Du den Dogo Argentino erfolgreich.

Für einen Jäger auf der Suche nach einem Begleiter im Forst, ist die Argentinische Dogge ebenfalls ein idealer Kandidat, da sie sich als Jagd-, Spür- und Schweißhund eignet. Ihre kraftvolle Art, ihre Geduld und Selbstsicherheit und ihr ausgesprochen guter Geruchssinn machen sie zum optimalen Gefährten in der Natur.

Themen zum Dogo Argentino:

Dogo Argentino – Charakter und Wesen – Rassestandard

Haltung des Dogo Argentino in der Familie

Ernährung: Das richtige Futter für Deinen Dogo Argentino

Wie groß wird ein Dogo Argentino

Erziehung des Dogo Argentino

Fellpflege und Pflegetipps zum Dogo Argentino

 

weiterführend:

http://www.vdh.de/welpen/mein-welpe/dogo-argentino

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Hat Dir dieser Artikel gefallen?
Loading...