Geschwollene Lymphknoten bei Katzen

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    Geschwollene Lymphknoten bei Katzen führen in den meisten Fällen auf eine vorliegende Infektion oder Erkältung zurück. Neben der Schwellung der Lymphknoten treten Husten und Schnupfen auf. Zudem fühlt sich die Katze schlapp und matt. Darüber hinaus können weitere Katzenkrankheiten für diese Anzeichen verantwortlich sein.

     geschwollene Lymphknoten bei Katzen

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    Die Schwellung der Lymphknoten ist nicht als Erkrankung an sich anzusehen. Wir haben es vielmehr mit einem Krankheitsanzeichen zu tun, das meist auf eine infektiöse Ursache verweist. In diesem Ratgeber geht um geschwollene Lymphknoten bei Katzen und um die wichtigsten Krankheitsanzeichen.

    Lymphknoten bei Katzen

    • Schwellung der Lymphknoten bei Katzen als Reaktion auf Bakterien und Viren
    • Zumeist harmlose Ursachen: Erkältung oder Infektion
    • Andere Krankheiten vom Tierarzt ausschließen lassen
    • Krankheitsanzeichen für Feline Leukose oder malignes Lymphom
    • Behandlung durch Antibiotikum oder Homöopathie

    Was steckt hinter geschwollenen Lymphknoten bei Katzen?

    Die Lymphknoten gehören auch bei den Katzen zu den Organen, die uns anzeigen, dass etwas nicht in Ordnung ist. Sie gelten als Signale für den Kampf des Körpers gegen Viren und Bakterien. Nicht immer muss eine bösartige Krankheit der Verursacher sein. Dennoch sollten wir geschwollene Lymphknoten bei Katzen unbedingt von einem Tierarzt abklären lassen.

    Erkältung

    In den meisten Fällen sind die Ursachen vollkommen harmlos. Leidet die Katze unter einer Infektion oder unter einer Erkältung, treten Bakterien und Viren in Kontakt mit den Schleimhäuten und nehmen das Immunsystem für sich ein. Zu den häufigsten Symptomen für die Erkältung bei Katzen gehören geschwollene Lymphknoten ebenso wie Niesen, Husten und Schnupfen.

    Erkrankte Tiere verweigern die Nahrungsaufnahme und schlafen fast über den gesamten Tag hinweg. Sie machen einen müden und abgeschlagenen Eindruck. Ihr solltet bei eurer Katze Fieber messen. Schließlich gehören die hohen Temperaturen zu den häufigsten Anzeichen einer klassischen Erkältung bei Katzen. Keinesfalls ist es empfehlenswert, zuhause herumzudoktern. Am besten geht es für das kranke Tier im Katzenkorb zum Tierarzt. Dort könnt ihr andere Krankheiten ausschließen und die entsprechende Behandlung einleiten.

    TIPP: Leiden die Katzen unter einer Erkältung, schwellen zumeist die Halslymphknoten an. Bei Verdacht führt der Tierarzt eine Tupferprobe durch und kann die Viren/Bakterien diagnostizieren, um das passende Antibiotikum zu verschreiben.

    Wie erfolgt die Behandlung geschwollener Lymphknoten bei Katzen?

    Eine zielführende Behandlung steht in Verbindung mit der Ursache und der Ausgangssituation. So lassen sich Erkältungen am besten durch ein Antibiotikum lindern. Verabreicht eurer Katze über die gesamte Dauer die verschriebene Menge der Antibiotika. Nur dann lassen sich wirklich alle Viren und Bakterien ausschalten. Wird ein Antibiotikum nur kurz oder zeitweise eingenommen, tötet ihr nur einen Teil der Bakterien ab. Die kleinen Plagegeister sind widerstandsfähig und können gefährlichere und resistentere Formen im Organismus ausbilden.

    Hauskatze Anatomie

    Angeschwollene Lymphknoten beim Malignen Lymphom

    Das Maligne Lymphom bei Katzen wird als Feline Lymphosarkom bezeichnet. Gemeint ist damit eine bösartige Tumorerkrankungen in Verbindung mit einzelnen Tumoren in den lymphatischen Organen. Wir haben es hier mit der häufigsten Tumorerkrankung zu tun, unter der Hauskatzen leiden. Parallelen erkennen wir zum Non-Hodgkin-Lymphome beim Mensch. Dennoch ist von einem recht undifferenzierten, klinischen Bild auszugehen.

    Der jeweilige Verlauf und die Prognose der Erkrankung steht in Verbindung mit der Lage der Tumore sowie der Größe. Lagern sich Maligne Lymphome im Wirbelkanal der Katzen ein, ist von einer wenig befriedigenden Prognose auszugehen. Werfen wir einen Blick auf das Einteilungsschemata des malignen Lymphoms, treffen wir auf das periphere, maligne Lymphom, das die Lymphknoten befällt und sich in erster Instanz als Anschwellung zeigt.

    Feline Leukose – FeLV

    Diese Virusinfektion greift in den meisten Fällen die Lymphknoten an. In diesem Zusammenhang kann es zu einer Vergrößerung des Thymus kommen. Gemeint ist ein lymphdrüsenähnliches Organ, das sich im Großhirn befindet. In einem fortgeschrittenen Stadium leiden die Tiere unter akuter Atemnot.

    Die Katzenkrankheit (KKK) und angeschwollene Lymphknoten

    Die Katzenkrankheit kann auch für den Menschen gefährlich werden und Folgeerkrankungen hervorrufen. Die Rede ist von der globalen Katzenkrankheit – kurz KKK. Zu den häufigsten Anzeichen gehören stark geschwollene Lymphknoten sowie rotbraune Hautbläschen, die sich auf der Haut zeigen. Neben der Schwellung der Lymphknoten treten weitere Begleitsymptome auf, wie Erbrechen, Fieber und Kopfschmerzen.

    In Deutschland ist diese Infektionskrankheit weniger bekannt, dabei tragen 13 % aller Hauskatzen den Erreger in sich und 70 % aller Freigänger. Auch wenn die Krankheit in den meisten Fällen ohne antibiotische Behandlung harmlos verläuft, kann sie in seltenen Fällen lebensgefährliche Hirnhautentzündungen hervorrufen. Von daher solltet ihr auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

    Quellen und Literatur:

    • Malignes Lymphom der Katze, Erklärung auf wikipedia, mehr ↑
    • Uwe Gille: Herz-Kreislauf- und Abwehrsystem, Angiologia.
    • Leistenlymphknoten (Lymphonodi [Lnn.] inguinales), mehr ↑
    ⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster, Redaktion
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