Welche Katzenrasse ist für Allergiker geeignet?

Katzen-Liebhabern fällt es schwer, sich wegen einer Allergie von ihrem Tier zu trennen. Wer das Leben mit dem Stubentiger mag, findet keinen Gefallen beim Gedanken, ohne den geliebten Kompagnon auszukommen. Für Katzen-Allergiker ist ein Tier, das weniger Allergene produziert, die Lösung des Problems.

Nacktkatze
Sphynx & Nacktkatzen © Сергей Чирков – Fotolia.com

Was ist der Auslöser für die Allergie?

Das Protein Fel d 1 ist der Grund für die Allergie. Nicht alle Katzen produzieren dieselbe Menge davon. Erfahrungen zeigten schwächere Beschwerden bei Allergikern, die eine Katze mit einer geringeren „Fel d 1“-Produktion halten. Laut Prof. Dr. rer. pharm. Jeroen Buters vom Zentrum Allergie & Umwelt in München löst das Allergen bei 80 bis 90 Prozent der Katzen-Allergiker die Symptome aus. Auf die anderen Minorallergene reagieren die wenigsten Menschen.

Die Bezeichnung Fel d 1 stammt aus dem Lateinischen. Sie ist die Abkürzung für „Felis domesticus“, was zu Deutsch Hauskatze bedeutet. Die Nummer eins steht für das erste entdeckte Allergen. Die Talgdrüsen der Katze sind seine Hauptproduzenten. Sie befinden sich unter den Haaren und produzieren Fett. Dieses gelangt auf das Fell des Tieres. Lösen sich Hautschuppen oder fallen Haare aus, verteilen sich die Proteine in der Umwelt.

Die Produktion des Allergens ist nicht an allen Stellen des Körpers gleich groß. Die Bestimmung mit immunologischen Methoden am Nacken der Katze zeigt die realistische Menge des produzierten Allergens. Sie darf nicht dort stattfinden, wo sich die Katze leckt oder wo sich unterdurchschnittlich viele Allergene befinden. Für Katzen-Allergiker spielt das Geschlecht eine Rolle: Haare männlicher Tiere weisen einen deutlich größeren Allergen-Gehalt auf als die der Weibchen. Nach der Kastration sinkt er bei den Männchen um 50 Prozent. Bei Weibchen hat die Operation auf die Produktion der Allergene keinen Einfluss.

 

Geeignete Katzen für Allergiker

Die ideale Katze für Menschen mit Allergien existiert nicht. Einige Rassen produzieren weniger Fel d 1 als andere:

  • Cornish Rex,
  • Sphinx,
  • Sibirische Katze,

Eine Untersuchung von Prof. Jeroen Buters ergab, dass die Cornish Rex im Vergleich zu der europäischen Kurzhaarkatze nicht weniger Protein Fel d 1 absondern. Allerdings ist innerhalb der diversen europäischen Kurzhaarkatzen signifikante Unterschiede zu erkennen.

Auch die oben genannten Rassen lösen bei Katzen-Allergikern unter Umständen Allergien aus. Die Wahrscheinlichkeit ist geringer. Bei der Allergen-Produktion spielt das Alter eine Rolle. In der Pubertät steigt der Allergen-Gehalt der Hormone wegen.

 

Informationen über geeignete Rassen

Die Cornish-Rex-Katze stammt ursprünglich aus England. Sie ist mittelgroß und erreicht ein Gewicht von bis zu viereinhalb Kilogramm. Vom Charakter her ist sie liebenswert und aktiv. Da sie wenige Haare verliert, eignet sie sich besser für Allergiker als andere Katzen. Die Sphynx verfügt über einen feinen Haarflaum. Sie ist muskulös und mit großen Ohren und einem starken Kinn.

Aus Russland stammt die sibirische Katze. Sie hat einen guten Charakter und ist trotz ihrer halblangen Haare allergenarmer als eine gemeine Hauskatze. Sie fühlt sich nur im Rudel wohl und ist deshalb als einzelnes Haustier nicht geeignet. Im Sommer betreibt sie ihre Fellpflege selbst, im Winter ist einmal Bürsten in der Woche besonders für Katzen-Allergiker notwendig.

Die energiegeladene Bengal-Katze klettert gerne. Sie ist klug und lernt gerne Kunststücke. Außerdem liebt sie das Jagen. Beschäftigung ist allgemein wichtig. Ihr glänzendes, kurzes Fell schimmert in goldorangefarbenen Tönen. Da sie ihren Freiraum liebt, sind im Haushalt genügend Platz und Möglichkeiten zum Klettern und Toben vonnöten.

 

Die ideale Katze für Allergiker gibt es nicht?

Bis jetzt ist nicht erwiesen, dass es Stubentiger gibt, die keine Allergene produzieren. Einige Rassen produzieren weniger als andere. Außerdem spielt das Alter dabei eine Rolle. Die Produktion von Fel d 1 ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Deshalb gibt es keine Garantie für ein Ausbleiben der Allergie, auch wenn die Katze zu einer Rasse gehört, die weniger Allergene produziert.

⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster

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Vertiefende Ressourcen und Quellen:

Nachschlagewerke (Hintergrundrecherche)
  • Krankheiten der Katze: Begründet von Vera Schmidt und Marian C. Horzinek, Enke; Auflage: 5., vollständig überarbeitete und erweiterte (19. November 2014) ISBN-10: 3830412428 erreichbar↑
  • Turners Katzenbuch: Wie Katzen sind, was Katzen wollen von Dennis C Turner (Autor), Verlag: Kosmos; Auflage: 2 (11. Januar 2010) ISBN-10: 3440121364 erreichbar↑
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