Ursachen & Behandlungsmöglichkeiten

Hatschi – prustet, schnieft und niest eure Katze unentwegt? Dann solltet ihr keinen Augenblick mehr warten und sofort einen Tierarzt aufsuchen. Schlussendlich kann sich nicht nur eine gewöhnliche Erkältung, sondern auch der gefährliche Katzenschnupfen hinter dem eigentlich doch harmlosen Niesen stecken. Es handelt sich um eine der häufigsten Erkrankungen von Katzen, Freigängern und Stubentigern. Um Ihnen weiterhin auf die Sprünge zu helfen, liefern wir in dem folgenden Ratgeber praktische Tipps, was Sie tun können, wenn meine Katze niest. Wir analysieren die Ursachen und liefern hilfreiche Behandlungsmöglichkeiten.

Was ist zu tun, wenn meine Katze nießt?

Katze niest
Katze niest ständig? Urheber: kayco / 123RF.com

Bei dem kleinsten Wehwehchen und Nieser direkt zum Tierarzt zu fahren, ist vielleicht übertrieben. Schließlich stellt ein Nieser nicht gleich das Leben eurer Katze aufs Spiel. Das Niesen kann ganz unterschiedliche Ursachen haben. Sie werden verblüfft sein, wenn Sie einen Blick auf unsere Auflistung werfen. Zumeist ist es ähnlich wie bei Menschen, tritt ein Reiz in die empfindliche Nase, verursacht man ein kribbelndes Gefühl, mit einem Nieser entgegenzuwirken.

Das muss nicht zwangsläufig an einer krankhaften Ursache liegen, sondern kann ganz einfach auf ein bestimmtes Parfüm, einen ungewöhnlichen Geruch oder eine Blume sowie auf Staub zurückführen. Dabei sollten wir als Katzenhalter keinesfalls die sensiblen Nasen unser Stubentiger unterschätzen. Stellen Sie immer wieder fest, dass Ihre Katze mit einem kräftigen Niesen auf bestimmte Gerüche und Gegenstände reagiert? Dann sollten Sie diese aus dem Katzenhaushalt am besten entfernen.

Wenn Niesen zu einer Frage von Hygiene und Sauberkeit wird

Tatsächlich gibt es immer mehr allergische Katzen, die gerade auf Hausstaub mit einem Schnupfen und Niesen reagieren. Darüber hinaus können die Reize auch aus zu trockener Luft entstehen. Hier bietet es sich an, einen Luftbefeuchter in die Wohnung zu stellen.

Sie werden in diesen Fällen bemerken, dass sich die Niesattacken bei Ihrer Katze schnell verbessern. Hierbei handelt es sich nicht zwangsläufig um eine Unverträglichkeit. Anders sieht das bei Allergien aus – gegenüber Blumen, Pollen oder Staub. Hier gilt es, konsequent auf Hygiene zu setzen, wenn der Stubentiger äußerst sensibel auf diese Umweltreize reagiert.

Wann meine Katze erkältet ist?

Oftmals handelt es sich beim Niesen viel mehr um eine Begleiterscheinung einer Erkältung, die unsere Hauskatzen ebenso wie uns Menschen heimsuchen. Hierbei spielt es eine Rolle, ob der Schnupfen und das Niesen die heftigsten Anzeichen bleiben. Dann haben wir es in den meisten Fällen mit ganz ungefährlichen Erkältungen zu tun. Dennoch ist es ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen. Denn er wird Ihrer Katze mit entsprechenden Medikamenten schnell Erleichterung verschaffen.

Wann hat meine Katze Katzenschnupfen?

Viel gefährlicher ist der Katzenschnupfen als Infektionskrankheit zu bewerten. Dieser kann in Windeseile gerade bei ungeprüften und ungeschützten Katzen weitergegeben werden. Schlimmstenfalls verläuft er sogar tödlich. Gerade junge Katzen & Kitten haben einem gefährlichen Katzenschnupfen nichts entgegenzusetzen.

So sollten Sie gerade bei einer schwangeren Katze darauf achten, dass diese über entsprechende Impfungen gegen die schlimmsten Katzenkrankheiten geschützt ist. Darüber hinaus schwächen Katzenschnupfen das gesamte Immunsystem Ihres Stubentigers. Der Organismus ist dann anderen Erkrankungen und Infektionen nahezu schutzlos ausgesetzt.

Was tun mit erkrankten Tieren?

Katzenhalter sollten besonders aufmerksam sein und direkt die ersten Symptome richtig deuten. Umso eher Sie einen Katzenschnupfen erkennen, umso besser können Sie Ihrer Katze helfen. Die Ursache für die Nieser können unterschiedliche Bakterien und Viren sein. Sie verursachen im Organismus Ihrer Katze eine Infektion. Auf jeden Fall sollte ein betroffenes und erkranktes Tier von anderen Katzen ferngehalten werden. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass sich die Infektionen bzw. der Katzenschnupfen auf die gesamte Katzenfamilie überträgt. Ebenso sieht es aus, wenn Sie bei der Katze des Nachbarns oder bei anderen Anwohnern eben genau diese Symptome erkannt haben. Behalten Sie über die Zeit Ihre eigene Katze im Haus und informieren Sie den Besitzer über die auffälligen Symptome.

Die häufigsten Symptome für Katzenschnupfen ist ein doch recht schleimige Nasen- und Augenausfluss, der später eitrig wird. In einem fortgeschrittenen Stadium sind die Katzen nicht mehr in der Lage, einfach durch die Nase zu atmen. Sie müssen ihren Mund zu Hilfe nehmen. Darüber hinaus kann es zu enormen Schluckbeschwerden kommen. Ihre Katze wird doch weniger Appetit auf ihr Futter haben. Was schlussendlich auf eine entzündete Maulschleimhaut zurückführt. Schlimmstenfalls bilden sich im späteren Verlauf Geschwüre direkt in den Augen und in der Zunge aus.

Wie schütze ich meine Katze vor Katzenschnupfen?

Der sicherste Schutz ist die Vorbeugung über die Impfung. Diese sollte in der achten, in der zwölften 16. Woche bei den kleinen Katzen vorgenommen werden. Gerade die jungen Katzenkinder haben ein geschwächtes und noch nicht vollständig entwickeltes Immunsystem und können sich so schneller anstecken. Mit einer Impfung machen Sie ganz ohne Probleme die Herpes Viren und das Calicivirus unschädlich.

Kommt es trotz der Impfung dennoch zu einer Infektion und zu einem Ausbruch von Katzenschnupfen, sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Er wird der Katze eine Antibiotikakur verschreiben, um die Viren und die Infekte im Körper zu bekämpfen. Diese Antibiotika werden zumeist oral verabreicht und entweder durch den Katzenhalter selbst oder in das Katzenfutter hinein gegeben. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass die Katze die Tabletten vollständig zu sich nimmt. Andernfalls können sie ihre Wirkung nicht vollends entwickeln.

Darüber hinaus sollten die betroffenen Stellen an der Nase und an den Augen immer wieder mit etwas Kamillen-Flüssigkeit sauber gehalten werden. Richten Sie Ihrer Katze einen gemütlichen und ordentlichen sowie sauberen und warmen Schlafplatz ein. Auch nach einer Erkrankung wird eine Katze weiterhin die Erreger in sich tragen und somit eine Gefahr für ihre Artgenossen ausbilden, vor allen Dingen wenn diese nicht geimpft sind.

Fazit: Was tun, wenn meine Katze niest?

Bei dem leisesten Nieser müssen Sie noch nicht in Panik verfallen. Zumeist handelt es sich um Empfindlichkeiten oder eine Reaktion auf Staub, Schmutzpartikel oder unangenehme Gerüche. Alles was für tierische Nasen ungewöhnlich ist, wird mit einem kräftigen Hatschi quittiert. Andere Katzen können besonders empfindlich auf Staub oder andere Allergene reagieren. Hier gilt es, einen Allergietest beim Tierarzt zu machen. Darüber hinaus sind einige Rassen wie zum Beispiel der Perser ganz häufig von wässrigen Nasenausfluss betroffen.

Die äußerst kleine Nasenlöcher müssen von daher immer sauber gehalten werden, sodass Ihre Katze so mühelos wie nur möglich atmen kann. Besonders gefährlich wird es, wenn ein Katzenschnupfen ausgebrochen ist. Hier kommt es zu wässrigen Nasenausfluss und Augenausfluss und zu Verhaltensveränderungen der Katze. In jedem Fall sollten Sie mit einer jährlichen Impfung vorbeugen und vor allen Dingen kleinere Katzen & Kitten gleich mehrere Male impfen. Entsprechende Programme und Beratungen gibt es bei Ihrem Tierarzt, der Ihrer Katze auch nach einem Ausbruch eines Katzenschnupfens mit Antibiotika helfen wird.

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Vertiefende Ressourcen und Quellen:

Nachschlagewerke (Hintergrundrecherche)
  • Krankheiten der Katze: Begründet von Vera Schmidt und Marian C. Horzinek, Enke; Auflage: 5., vollständig überarbeitete und erweiterte (19. November 2014) ISBN-10: 3830412428 erreichbar↑
  • Turners Katzenbuch: Wie Katzen sind, was Katzen wollen von Dennis C Turner (Autor), Verlag: Kosmos; Auflage: 2 (11. Januar 2010) ISBN-10: 3440121364 erreichbar↑