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Alle Möglichkeiten um Zahnstein bei Katzen zu entfernen

Viele Katzen leiden gerade mit dem Alter unter zunehmendem Zahnstein, der zu Zahnausfall und beträchtlichen Beschwerden im Mundbereich führen kann. Um eine optimale Zahnhygiene so lang wie möglich zu erhalten, ist es lohnenswert, von Anfang an auf eine professionelle Zahnstein-Entfernung bei Katzen zu setzen. Wir informieren im folgenden Ratgeber über die Kosten, den Ablauf und die Möglichkeiten der Zahnsteinentfernung beim Tierarzt und der Zahnpflege zuhause.

Warum entwickelt sich bei meiner Katze Zahnstein?

Katze auf dem Arm
© mma23 – Fotolia.com

In den häufigsten Problemen ist die Zahnsteinentwicklung von Katzen vor allen Dingen in der Ernährung zu suchen. Insbesondere Katzen, die ausschließlich über Büchsenfutter und Weichfutter ernährt werden, haben nur wenig Möglichkeiten, auf natürliche Art und Weise über die Nahrungsaufnahme Zahnrückstände abzuschaben. So kommt es oftmals vor, dass Freigänger im Vergleich zu Wohnungskatzen oftmals saubere Zähne haben.

Um einer vorzeitigen Entwicklung von unsauberen Zähnen entgegenzuwirken, sollten Katzenhalter der Fütterung auf einen Mix aus Dosenfutter und Trockenfutter setzen. Entscheiden Sie sich, Ihre Katze zu barfen, raten wir Ihnen, auch hier auf unterschiedliche Konsistenzen, wie zum Beispiel auf Knochen zu achten. Auf diese Weise werden sich die Rückstände ganz natürlich abreiben und Sie können mögliche Entwicklungen von Zahnstein weitestgehend vermeiden.

Gerade im Alter entwickeln viele Katzen dunklen und unschönen Zahnstein. Möchten Sie die Zähne schützen und diese vor dem Ausfall bewahren, sollten Sie schnellstmöglich einen Termin beim Zierarzt machen. Sie werden zuerst einmal die Zähne und den Mundraum der Katze untersuchen. Manchmal haben sich schon weitreichende Entzündungen ergeben und Ihrem Tierarzt bleibt nichts anderes übrig, als den betroffenen Zahn zu entfernen. Insbesondere wenn Ihre Katze wählerisch zu sein scheint, sind oftmals langwierige Zahnschmerzen daran schuld.

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Zahnsteinentfernung: Muss meine Katze unter Narkose gesetzt werden?

Katzen sind äußerst sensibel und reagieren nicht immer verständnisvoll auf die Eingriffe vom Tierarzt. Gerade bei der Zahnsteinentfernung handelt es sich um einen aufwändigen und durchdringenden Eingriff. Von daher ist es nicht zu vermeiden, Ihre Katze unter Narkose zu setzen. Das ist für viele Katzenhalter gerade im Alter ein Grund, warum die älteren Katzen sich diesem Eingriff nicht mehr unterziehen sollten. Schließlich besteht ein gewisses Narkoserisiko.

 

Schritt für Schritt – medizinische Zahnstein Entfernung

Mithilfe eines Ultraschallgeräts wird der Arzt den Zahnstein und Belag zertrümmern und entfernen. Allein über diese Geräuschkulisse würde sich Ihre Katze unbändig aufregen. Nach der Behandlung mit dem Ultraschallgerät, kommen mechanische Instrumente zum Einsatz, die die Zähne polieren. Auf diese Weise möchte der Tierarzt einen Langzeiteffekt erreichen, sodass die Zähne möglichst auf Dauer sauber bleiben. Insbesondere an glatteren Zahnoberflächen können sich nur schwerlich Rückstände festsetzen.

In einigen Fällen werden bei Entzündungen bei sensiblen oder älteren Katzen noch Antibiotika Kuren verabreicht. Gerade wenn es sich um Wunden oder Entzündungen im Maulbereich handelt, möchte jeder Tierarzt über Antibiotika einer Infektion entgegenwirken. In diesem Zusammenhang verweisen wir sich darauf, dass eine Blutvergiftung für jedes Tier zu einem lebensbedrohlichen Zustand wird.

 

Die Prognose bei Zahnstein?

An dieser Stelle können wir Sie beruhigen, Zahnstein lässt sich rückstandsfrei entfernen. Achten Sie im Nachhinein auf eine abtriebsintensive Ernährung im Alltag und behalten Sie die Zahnpflege und Zahnhygiene im Griff. Dann sollte es wohl bei der einmaligen Entfernung von Zahnstein bleiben.

Alternative Methoden: Zahnstein von Anfang an vorbeugen

Die beste Methode, Ihre Katze vor diesem Eingriff zu bewahren, ist die Prävention. Nicht nur für Hunde gibt es mittlerweile spezialisierte Zahnbürsten, auch für unsere Stubentiger erhalten Sie im Fachhandel spezifische, kleine Bürsten. Eines können wir an dieser Stelle schon versprechen, Ihre Katze wird von der Behandlung mit Zahnpasta und Zahnbürste nicht begeistert sein. Von daher empfiehlt es sich, erst einmal zur Eingewöhnungszeit nur ein paar Augenblicke zu üben.

  1. Fahren Sie zum Beispiel sanft mit den Fingern über die Lippen,
  2. später dann über die Zähne und
  3. dann über das Zahnfleisch,
  4. bevor sie schlussendlich zu Zahnpasta und Zahnbürste greifen.

Insbesondere wenn Sie ältere Katzen zum ersten Mal mit diesen Versuchen konfrontieren, haben Sie nur wenig Aussicht auf Erfolg. Sie sollten Ihre Katze niemals zur Mundhygiene zwingen, wenn sie sich mit allem was sie hat dagegen wehrt, lassen Sie es lieber.

 

Tipp der Redaktion:

Gesunde Ernährung für Katzen gegen Zahnsteinbildung

Langzeitstudien und Tests haben ergeben, dass Katzen, die mit Trockenfutter gefüttert wurden, weitaus seltener zu Zahnstein neigen, als Katzen, die Nassfutter fressen. Um nun nicht die gesamte Ernährung einer Katze umstellen zu müssen, sollten Sie nur ein paar Prozente des Nassfutters durch Trockenfutter ersetzen.

Alternativ dazu gibt es Knabberartikel im Futterhandel, die den Abrieb begünstigen. In regelmäßigen Abständen sollten Sie überdies das Maul kontrollieren. So haben Untereinheiten, Entzündungen oder faule Stellen keine Chance. Die deutlichsten Anzeichen für erheblichen Zahnstein sind dunkle Stellen an den Zähnen. Stellen Sie diese Anzeichen fest, sollten Sie auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen.

 

Zahnsteinentfernungen bei der Katze, was beachten?

Nicht gerade selten kommt es bei Katzen zur Ausbildung von Zahnstein. In den meisten Fällen sind die gelblichen und dunklen Flecken an den Zähnen auf eine Fütterung mit Weichfutter zurückzuführen. Ihre Katze hat in diesem Fall keinerlei Gelegenheit, sich ihre Zahnrückstände durch das Futter oder andere Gegenstände abzureiben. Hier sollten Sie die Ernährung der Katze so abwechslungsreich wie möglich gestalten.

Kontrollieren Sie in regelmäßigen Abständen das Maul und versuchen Sie, wenn möglich, von Anfang an über eine Mundhygiene und spezialisierte Katzenzahnbürsten sowie Zahnpasta Zahnsteinrückständen entgegenzuwirken. Haben Sie weiterführende Fragen oder auffällige Stellen im Maul Ihrer Katze festgestellt, ist der Tierarzt der erste Ansprechpartner. Er wird bei einer Zahnsteinentfernung Ihre Katze auf jeden Fall narkotisieren müssen. Die aufwändigen Arbeiten mit dem Ultraschallgerät würden sie zu sehr aufregen. Das mag ein Grund sein, warum man bei älteren Katzen von einer Entfernung von Zahnstein oftmals absieht.

 

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Vertiefende Ressourcen und Quellen:

Nachschlagewerke (Hintergrundrecherche)
  • Krankheiten der Katze: Begründet von Vera Schmidt und Marian C. Horzinek, Enke; Auflage: 5., vollständig überarbeitete und erweiterte (19. November 2014) ISBN-10: 3830412428 erreichbar↑
  • Turners Katzenbuch: Wie Katzen sind, was Katzen wollen von Dennis C Turner (Autor), Verlag: Kosmos; Auflage: 2 (11. Januar 2010) ISBN-10: 3440121364 erreichbar↑