Was tun bei Blähungen beim Hund?

Wenn sich unsere Vierbeiner über einen äußerst unangenehmen Geruch bemerkbar machen, ist schnelle Hilfe gefragt. Blähungen beim Hund können auch krankhafte Ursache haben und sind nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Wir gehen den Symptomen und Ursachen auf den Grund, um euch praktische Tipps zu liefern. Wir müssen wohl nicht weiter darauf eingehen, woran du Blähungen beim Hund erkennst. In dem Moment, wo es passiert ist, steigt uns der unangenehme Geruch schon in deine Nase. Oftmals helfen die Ursachen, Blähungen beim Hund konsequent auszuschalten.

Blähungen beim Hund
Blähungen beim Hund nach dem Fressen Copyright: chalabala bigstockphoto

Blähungen bei Hunden – Das Wichtigste in der Übersicht:

  1. Blähungen beim Hund können auf eine falsche Fütterung zurückführen
  2. unangenehme Düfte mit krankhaften Ursachen: Infektion des Magens
  3. andauernde Blähungen vom Tierarzt untersuchen lassen
  4. Antibiotika und Allergien als häufigster Auslöser
  5. Futterumstellung und Verzicht auf Leckerlis

Was passiert bei den Blähungen im Bauch?

Medizinisch ist von Flatulenzen die Rede. Das ist der lateinische Begriff für Blähung oder Winde. Das Unangenehme ist der Flatus. Diese Gase setzen sich aus bestimmten Schwefelverbindungen und Methan zusammen, wodurch der symptomatisch unangenehme Geruch entsteht. Tatsächlich kann es bei starken Blähungen zu Verkrampfungen und Magenproblemen sowie Bauchbeschwerden kommen.

Die häufigsten Ursachen für Blähungen beim Hund

In den meisten Fällen liegt die Ursache in dem, was wir unseren Hunden in die Schüssel tun. Liegt zum Beispiel eine Futterunverträglichkeit vor, macht sich dies in Magenbeschwerden bemerkbar, die mit Blähungen einhergehen. Das Ganze kann bis zu einer Futtermittelallergie ausarten.

Tatsächlich gibt es nicht gerade wenige Hunde, die Milchprodukte nicht vertragen. Wir sollten unbedingt bei der Ernährung auf eine ausgewogene und hundefreundliche Fütterung achten.

Krankhafte Ursachen führen auf eine Infektion des Magen- und Darmtrakts, eine Magenentzündung, Darmentzündung oder chronische Colitis zurück.

Schlussendlich können zum Beispiel Antibiotika oder bestimmte Medikamente bei unserem Hund Blähungen hervorrufen, die mit chronischem Durchfall und Magenschmerzen einhergehen.

Eine weitere Ursache wäre ein Parasiteninfekt, eine Magenentzündung, das Reizdarmsyndrom oder Giardien. Diese Parasiten machen sich im Dünndarm des Hundes breit und führen zu unangenehmen Beschwerden.

Einige der Ursachen sind ganz simpler Natur und liegen auf der Hand. Denn schluckt ein Hund jede Menge Luft, muss diese auch auf irgendeine Art und Weise wieder nach draußen gelangen. Gerade die Hunderassen mit einer sehr kurzen Schnauze, wie zum Beispiel Bulldoggen und Boxer, schlucken beim Fressen und beim Saufen sehr viel Luft hinunter. Das ist ein Grund, warum Bulldog-Rassen vermehrt zu Blähungen neigen.

Der erste Schritt ist die Kontrolle des eigenen Futters. Hier sollte es sich nicht um minderwertiges Hundefutter handeln. Zudem gilt es, die Beigabe der Leckerlies nach unten zu schrauben.

An dieser Stelle dürfte deutlich geworden sein, dass Blähungen beim Hund vielseitige Ursachen haben. So ziemlich jede Erkrankung beim Hund hat als Symptome, wie Blähungen und Durchfall. Da ist es eigentlich gar nicht so einfach, die krankhafte Ursache einzuschränken. Du solltest den gesamten Gesundheitszustand deines Hundes bewerten, um dann auf die folgerichtige Erkrankung zu kommen.

In jedem Fall kann der Tierarzt weiterhelfen, denn er wird deinen Hund gründlich untersuchen, um der eigentlichen Ursache der Blähungen auf den Grund zu kommen. Diese Ursachensuche kann oftmals einen langen Zeitraum in Anspruch nehmen, aber den Allgemeinzustand auf lange Sicht verbessern.

Diese Lebensmittel verursachen Blähungen beim Hund

Hier ein paar Beispiele für schwerverdauliche Lebensmittel, die dein Hund auf keinen Fall fressen sollte:

  • Milchprodukte,
  • Essensreste vom Tisch,
  • Zucker,
  • Fette,
  • Hühnereier und
  • Abfälle vom Tisch.

Auch wenn der Hund vom Wolf abstammt und damals eigentlich nur rohes Fleisch zu sich genommen hat, sind viele Haushunde daran gar nicht gewöhnt. Möchtet ihr also euren Vierbeiner auf die natürliche Fleischfütterung umstellen, sollte dies nur schrittweise erfolgen.

Andernfalls reagiert der Hund mit Blähungen, Durchfall und Verdauungsbeschwerden auf die ungewohnte Fütterung.

Wann handelt es sich um krankhafte Blähungen beim Hund?

Stutzig solltest du werden, wenn dein Hund nicht nur unter Blähungen leidet, sondern einen dicken, aufgeblähten Bauch hat, zusätzlich unter Magenkrämpfen leidet, der Kot äußerst übel riecht und besonders laute Geräusche im Magen und Darm zu hören sind. Dann steigt die Gefahr, dass eine medizinische Ursache vorliegt, die unbedingt von einem Tierarzt untersucht und abgeklärt werden sollte.

Verhält sich dein Hund auch ungewöhnlich und weißt der Kot eine ungewöhnliche Konsistenz auf, solltest du unbedingt dran bleiben und mit einer Behandlung nicht länger warten.

Mein FAZIT – Was dir bei Blähungen beim Hund weiterhilft

Blähungen sind nicht nur für deinen Vierbeiner äußerst unangenehm, sondern auch für die Menschen in seiner Umgebung. Die meisten Ursachen sind oftmals harmloser Natur, wie zum Beispiel zu viel Luft im Magen oder schlechtes oder unpassendes Futter. Einige Hunde nehmen zum Beispiel Kot oder Aas beim Freilauf und Spaziergang auf, was wenig später als Blähungen deutlich wird.

Dauert eine Behandlung mit Antibiotika an oder entwickelt sich zu einer chronischen Darmentzündung, kann dies in Form von Blähungen zu Tage treten. Du hilfst deinem Hund damit, erst einmal auf eine nüchterne Diät umzuschalten und alle Extras und Leckerlies wegzulassen. Krankhafte Ursachen, wie Infektion und Magenentzündungen, sollten unbedingt von einem Tierarzt abgeklärt werden.

⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster
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