Blutdruck bei Hunden messen – Anleitung

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    Um den Druck in den Blutgefäßen und im Herz zu bestimmen, messen wir bei unserem Hund Blutdruck. Wir können auf diese Weise erfahren, wie leistungsstark das Hundeherz ist und untersuchen die Elastizität der Gefäßwände.

    Der Tierarzt misst den Blutdruck um eine entsprechende Diagnose zu stellen und unterscheidet den diastolischen vom systolischen Blutdruck.

    Blutdruckmessung beim Hund

    Blutdruckmessung bei Hunden – 4 Fakten

    1. direktes und indirektes Verfahren, um Blutdruck zu messen bei Hunden
    2. Bluthochdruck – häufiges Symptom für Diabetes, Herzerkrankung, Niereninsuffizienz oder Schilddrüsenprobleme
    3. Blutdruck bei Hunden wird am Schwanz oder Bein vorgenommen – im Ruhezustand
    4. Abweichungen von den Normwerte je nach Rasse normal

    Blutdruck bei Hunden messen und unterscheiden

    Der höhere Wert ist der systolische Blutdruck beim Hund, wenn sich das Herz zusammenzieht, um das Blut herauszupressen. Im Gegensatz dazu messen wir den diastolischen Blutdruck, wenn der Herzmuskel schlaff wird und das Blut einströmt.

    Grundsätzlich lassen sich verschiedene Methoden unterscheiden, Blutdruck bei Hunden zu messen. Die Tierärzte nutzen sehr gerne ein indirektes Verfahren, da es sich unkompliziert durchführen lässt.

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    Was verstehen wir unter dem Blutdruck beim Hund?

    Mit jedem Schlag pumpt das Herz Blut durch die Arterien des Organismus. Dadurch kann es alle Körperzellen mit Nährstoffen versorgen. Ganz automatisch baut sich ein gewisser Druck gegen die Arterien auf. Dieser Druck wird als Blutdruck bezeichnet. Je höher die Leistung des Herzens und die Menge Blut ist, die es in der Minute durch die Hauptschlagader pumpt, desto höher steigt auch der Blutdruck.

    Welcher Blutdruck ist bei Hunden normal?

    Für Tierärzte ist es äußerst schwierig, zuverlässige Werte bei den Hunden zu bekommen, so dass sich die meisten Ärzte an den oberen Blutdruckwerten orientieren.

    Blutdruckwerte beim Hund

    Ein gesunder Hund hat also einen durchschnittlichen Blutdruck von 134 mmHg. Wobei bestimmte Rassen von dieser Norm abweichen, wie zum Beispiel der Greyhound mit einem normalen Blutdruck um die 149 mmHg oder der Labrador mit einem normalen Blutdruck um die 118 mmHg.

    Im Prinzip müssen sich Herrchen und Frauchen noch keine Sorgen machen, wenn der Blutdruck um die 10-20 mmHg schwankt.

    Leidet der Hund dauerhaft unter Bluthochdruck, sollten die Besitzer mit dem Tierarzt mögliche Behandlungsmethoden besprechen. Schlussendlich ist ein zu hoher oder zu niedriger Blutdruck bei den Hunden auf Dauer negativ.

    So misst der Tierarzt den Blutdruck!

    Der Tierarzt legt dem Hund eine aufblasbare Manschette um den Schwanz oder um das Bein. Dabei wird kurzzeitig der Blutstrom unterbrochen. Anschließend geht der Druck der Manschette nach unten, so dass das Blut hineinströmen kann. Über einen Druckmesser, den so genannten Manometer, können wir dann ganz einfach den Blutdruck bei Hunden messen.

    Bei dem Aufpumpen der Manschette unterbricht der Blutstrom und beim Ablassen ertönt ein spezielles Geräusch, was der erneute Blutdurchfluss bewirkt. Dieses Geräusch wird dem systolischen Wert zugeordnet.

    In dem Moment, in dem das Geräusch ausbleibt, lässt der Druck ab und der diastolische, untere Wert kann gemessen werden. An dieser Stelle dürftig deutlich werden, dass es einer fachgerechten Ausbildung und Know-how bedarf, um Blutdruck bei Hunden messen zu können.

    Blutdruck bei sehr kleinen und jungen Hunden messen

    Bei sehr kleinen und sehr jungen Hunden oder auch bei Katzen wird die auskultatorische Messung jedoch nicht durchgeführt.

    Das ertönen der Geräusche, das auch als Korotkow Geräusch nach seinem Erfinder bezeichnet wird, ist viel zu leise und lässt sich kaum hören. Hier bleibt dem Tierarzt nichts weiter übrig, als die oszillatorische Messung durchzuführen.

    Wir haben es hier mit einer modernen Methode der Blutdruckmessung bei Hunden zu tun, die mithilfe von Überwachungsmonitoren in Tierkrankenhäusern durchgeführt werden. Mittlerweile werden digitale, kleinere Geräte entwickelt, die im Vergleich zur Humanmedizin die Handgelenksmessung umsetzen.

    Das bildet nicht nur für den Tierarzt eine zeitsparende Möglichkeit, genaue Ergebnisse zu bekommen, sondern auch für das Tier eine schonende Möglichkeit, Blutdruck zu messen.

    Im Gegensatz zur indirekten Methode, entnimmt der Tierarzt bei der direkten Blutdruckmessung mit einer Nadel Flüssigkeit, um diese im Anschluss in die Arterie einzubringen. An diesem Punkt dürfte deutlich werden, dass damit ein viel größeres Risiko und eine unangenehme Situation für den Hund verbunden sind. So wird in der Praxis häufig die indirekte Methode angewendet. Lediglich wenn es sich um einen Notfall handelt, greifen Tierärzte auf den direkten Weg der Blutdruckmessung zurück.

    Ohne ein Blutdruckmessgerät es ist äußerst schwierig, einen genauen Blutdruck festzustellen. Bluthochdruck wird über unterschiedliche Symptome deutlich, wie zum Beispiel Appetitlosigkeit, Nasenbluten, Kurzatmigkeit oder starker Durst. Diese Erkrankungen verweisen oftmals auf anderes Fehlverhalten, wie Krämpfe, ständiges Bellen oder Antriebslosigkeit.

    Blutdruck: zuverlässige Werte erhalten

    Eine der wichtigsten Grundkomponenten ist eine hohe Zuverlässigkeit der Blutdruckmessung, die keinesfalls bei einem aufgeregten und genommen werden soll. Hast du also einen Termin beim Tierarzt, bei dem Blutdruck gemessen werden soll, nimm dir vorher ein paar Minuten. Dann kann sich der Hund an die Umgebung gewöhnen und wird sich beruhigen.

    Für eine präzise Blutdruckmessung muss der Hund möglichst ruhig bleiben. So wird der Tierarzt mit der Tierarzthelferin eine schonende Fixierung vorbereiten, die für das Tier keinesfalls unangenehm sein darf. Außerdem kommen wir zur präziseren Ergebnissen, wenn wir den Blutdruck möglichst häufig, bis zu fünfmal messen.

    Zudem weichen die jeweiligen Normwerte vom Alter und von den Hunderassen ab. Tierärzte messen bei Hunden Blutdruck, um den Allgemeinzustand zu untersuchen und Aufschlüsse sowie Symptome auf weitere Erkrankungen zu bekommen.

    Bluthochdruck bei Hunden behandeln

    Wer ungewöhnlichen Verhaltensveränderungen bei seinem Hund feststellt oder aber zunehmende Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder Nervosität beobachtet, sollte unbedingt zum Tierarzt gehen.

    Oftmals messen Tierärzte Blutdruck bei Hunden, um weiteren Aufschluss über vorliegende Krankheiten zu bekommen. Dafür steht Ihnen ein schonendes indirektes Messverfahren zur Auswahl oder ein direktes über eine Nadel.

    Versucht beim Tierarztbesuch euren Hund so ruhig wie möglich zu halten. Dann bekommt ihr später zuverlässige Werte. Häufig erkennen Tierbesitzer bei ihrem Vierbeiner Bluthochdruck schon an seinem Verhalten, wie Nervosität, apathisches Bellen oder Appetitlosigkeit sowie Kurzatmigkeit.

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    Oftmals kann Bluthochdruck auf chronische Erkrankungen, wie Niereninsuffizienz, Diabetes, Schilddrüsenprobleme oder Herzerkrankungen, verweisen.

    Quellen:
    Dr.Stephan, das Portal zu Blutwerten, Richtig Blutdruck messen, Anleitung