Hund abwehren
Hund abwehren Copyright: vizland bigstockphoto

Wie Du dich und deinen Hund vor Angriffen anderer Hunde schützen kannst:

Die Horrorvorstellung schlechthin ist für die meisten Hundehalter ein Angriff auf den Vierbeiner oder die eigene Person. Die Meisten sind völlig überfordert und wissen nicht, wie sie sich im ersten Moment verhalten sollen. Dabei können wir mit der richtigen Reaktion einen schlimmen Ausgang einer Beißerei auf jeden Fall vermeiden.

Was tun, wenn dein Hund angegriffen wird?

Du solltest auf keinen Fall, in das Handgemenge hineingreifen und dich womöglich noch selbst in Gefahr bringen. Im Prinzip macht es einen Unterschied, ob der andere Hund schon zugebissen hat oder gerade im Angriff ist.

Der beste Schutz vor dem Angriff eines anderen freilaufenden Hundes ist das Mitführen eines Hundeabwehrsprays.

Ansonsten versuche den gegnerischen Hund möglichst vehement mit deinem Körper abzuwehren und ihn auf keinen Fall in Kontakt mit deinen Hund kommen zu lassen. Ist es schon passiert und hat der andere zugebissen, zieht auf keinen Fall an einem der Hunde. Das kann schwerwiegende Ursachen haben, da sich so große Wunden öffnen.

Tierabwehrgeräte und Hundeabwehrsprays schützen bei einem Hundeangriff

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Warum beißen Hunde zu?

Bevor wir uns fragen, was wir tun, wenn unser Hund angegriffen wird, sollten wir auf Ursachensuche gehen. Hunde sind nicht in jedem Augenblick die sozialisten Wesen. Sie funktionieren nach einem ganz einfachen Prinzip ranghöherer und rangniedrigerer Tiere. Sind die Verhältnisse zwischen zwei Hunde noch nicht geklärt, kommt es zu einer Auseinandersetzung. Auch wenn wir es gerne hätten, kann unser Hund nicht jeden Artgenossen leiden. Er möchte seine Position behaupten und diese mit Nachdruck verteidigen.

Warum unser Verhalten Angriffe und Aggression provozieren kann

Für uns Menschen ist dieses kläffende, knurrende und jaulende Verhalten nicht angenehm. Dennoch ist keinem Tier damit geholfen, wenn wir nun wie verrückt an der Leine ziehen und unsere innere Anspannung auf den Vierbeiner übertragen.

Dir bleibt nichts anderes übrig, als unverzüglich und ruhig aus der Situation zu gehen. Unterbinde solche Konfrontationen mit gelassener Selbstsicherheit.

In der Praxis ist das nicht einfach. Hundebesitzer, die ganz genau wissen, dass sie einen Raufbold an der Leine haben, verkrampfen sich, wenn sie von Weitem nur die Haarspitze eines anderen Hundes sehen. Glaubt ihr, euer Hund merkt das nicht?

Der größte Fehler der Hundehalter bei einem Angriff

Zurück zu der Gefahr und der Frage: Was tun, wenn dein Hund angegriffen wird. Ist es nun zu der Extremsituation gekommen und ein fremder Hund hat zugebissen, gilt es ruhig und effektiv vorzugehen. In einigen Fällen kann es helfen, wenn du einen großen, kalten Eimer Wasser über die Hunde schüttest. Reflexartig lassen einige Tiere los. Du solltest in diesem Moment deinen Hund aus der Situation nehmen.

Ist das Maul des gegnerischen Hundes geöffnet, kann es helfen, einen Stock genau in diese Lücke zu schieben und somit den Kiefer auszuhebeln.

Der größte Fehler ist das gutgemeinte Wegziehen des Hundes aus der Angriffssituation. Was du damit machst, ist eine Wunde, die sich im Fell durch die Zähne des gegnerischen Hundes gebildet hat, nur noch weiter zu vergrößern. Komm in dieser Situation auch nicht auf die Idee, den anderen Hund zu schlagen, ihm ins Maul zu fassen oder mit den Fingern die Zähne zu öffnen. Du setzt dich damit einer enorme Gefahr aus, die du so in der Situation nicht einschätzen kannst.

Wie reagiere ich nach einem Angriff?

An dieser Stelle möchte ich nochmals deutlich machen, dass es sich nicht um Ratschläge für Anfänger handelt. Eigentlich sind nur erfahrene Hundehalter in der Lage, auf solch eine Beißsituation folgerichtig zu reagieren.

Aus diesem Grund solltest du dir unbedingt Hilfe holen von anderen Menschen in deiner Umgebung. Egal wie tief eine Wunde ist, gehe mit deinem Hund nach einem Angriff sofort und unverzüglich zu einem Tierarzt. Das Maul der Tiere ist nämlich ein Herd für Bakterien, Viren und Pilze.

Hat ein anderer Hund deinen Vierbeiner angegriffen und ihn gebissen, kann er über die Zähne die Bakterien in den Blutkreislauf bringen. Aus diesem Grund verschreiben die meisten Tierärzte sicherheitshalber eine Antibiotikakur, um eine Infektion im Nachhinein zu vereiteln.

Im Nachhinein gilt es nicht als überzogen, die Polizei zurate zu ziehen, um den Fall zu klären. Lass dich auf keinen Fall von anderen Leuten überreden, das Ganz auf sich beruhen zu lassen. Die meisten gefährlichen Hunde, habe nicht das erste Mal zugebissen. Mit einer durchdachten Reaktion kannst du spätere Unfälle für andere Hundehalter vermeiden.

Was tun, wenn die Hunde sich anknurren?

Ein altes Sprichwort heißt, bellende Hunde beißen nicht. Ich würde es nicht darauf ankommen lassen. Doch ein bisschen Wahrheit ist dran. Hunde gebärden sich voreinander lautstark und zeigen sich ihre Antipathie deutlich. Dabei neigen die Tiere zu Übertreibungen, um ihren Gegner in die Flucht zu schlagen. Ein Zeichen von negativer Energie sind auch zurückgestreckte Ohren, aufgestelltes Fäll (Kamm auf dem Rücken) und das Zeigen der Zähne.

Noch extremer reagieren da Katzen. Wenn ich daran denke, wie oft ich schon aus dem Haus in den Garten gerannt bin, da ich ein jämmerliches Geschrei meiner Katzen hörte, muss ich schmunzeln. In den meisten Fällen hat sich herausgestellt, dass sich zwei Kater gegenübersaßen, die sich über alle Maßen hinaus anschrien. Passiert ist im Endeffekt überhaupt nichts.

 

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