Hunde

Hunde, die sich für die Wohnung eignen

Welche Hunde eignen sich für die Wohnung?

Tragt ihr euch mit dem Gedanken, einen Hund in eurer Familie aufzunehmen, solltet ihr euch zunächst über die rassespezifischen Merkmale informieren. Denn nicht alle Hunde sind für die Wohnung geeignet. Es gibt einige Rassen, die einen sehr hohen Bewegungsbedarf haben und in einer Wohnung einfach nicht die richtige Auslastung erfahren.

Hunde, die sich für die Wohnung eignen, gehören zumeist zu den kleineren Rassen, da sich diese Tiere einfach besser handeln lassen.

Hunderassen für die Wohnung

Hunde eignen sich für die Wohnung Copyright: Javier Brosch, bigstockphoto

 

Hunde in der Wohnung -ja, aber bitte nicht alleine!

Grundsätzlich ist es möglich, in einer Wohnung einem Hund eine artgerechte Umgebung und Haltung zu ermöglichen. Dennoch solltet ihr in diesem Fall einige Voraussetzungen erfüllen. Wir sind uns darüber bewusst, dass nicht jeder Hundehalter die Möglichkeit hat, 24 Stunden am Tag bei seinem Vierbeiner zu bleiben. Doch ist es nicht sinnvoll, über mehr als 7 Stunden täglich außer Haus zu sein und den Hund alleine in der Wohnung zurückzulassen. Ihr werdet vermutlich nicht begeistert sein, wie ihr eure Wohnungseinrichtung und die Möbel wiederfindet. Schließlich muss der Hund sich in der Zeit der Abwesenheit mit irgendetwas beschäftigen.

Viele Neulinge sind der Meinung, mit zwei kleinen Gassirunden würden sie dem Hund die entsprechende Auslastung zukommen lassen. Es gibt aber selbst kleine Rassen, die sich für die Wohnung eignen, aber eine entsprechende Auslastung über Spiele, Übungen, Lektionen und Ausflüge verlangen. Insbesondere Terrier-Rassen neigen dazu, ihrem Unwillen lautstark Ausdruck zu geben und bei einer fehlerhaften Ausbildung vor allen Dingen die Nerven der Nachbarn zu strapazieren.

An dieser Stelle muss nicht erwähnt werden, dass eine Dogge, ein Husky oder ein ausgewachsener Jagdhund nicht die richtige Wahl für eine kleine Wohnung sind. Zudem sollten Hundehalter über mehr als eine 1- bis 2-Raum-Wohnung verfügen, um sich selbst und dem Vierbeiner den nötigen Freiraum und Rückzugsort zu geben.

 

Kleiner Hund, kleine Wohnung?!

Das ist lediglich eine Faustformel, die wir nicht gesetzmäßig auf alle Hunderassen anwenden. Schließlich ist jeder Vierbeiner mit einem individuellen und unverwechselbaren Charakter ausgestattet. Es gibt viele kleinere und halbgroße Hunderassen, die sehr temperamentvoll und intelligent sind. Sie verlangen von Herrchen und Frauchen eine entsprechende Beschäftigung.

Grundsätzlich gibt es neben der Größe eine weitere Empfehlung, um auf die richtige Rasse zu kommen. Der Vierbeiner sollte ein ausgeglichenes und ruhiges Wesen mitbringen und weniger häufig zum Bellen neigen. Zudem gibt es Hunderassen, die nur sehr wenig Auslauf benötigen und als Gesellschaftshunde vor allen Dingen die Zuneigung und das Beisammensein ihrer Familie genießen.

 

Für viele ältere Hunde aus dem Tierheim ist eine reine Wohnungshaltung eine wirklich sinnvolle Chance, endlich ihre Familie zu finden. Sie agieren zumeist viel ruhiger und souveräner als Junghunde und Welpen in verschiedenen Situationen. Ihr solltet euch also gründlich mit der Thematik der Auswahl des passenden Familien-Mitglieds befassen und vielleicht auch eine Beratung von einem Fachmann in einem Tierheim in Anspruch nehmen. Hier gibt es oftmals das Angebot, dass die Tiere über einzelne Nachmittage und Tage auf Probe in das neue Zuhause kommen, um sich dort zu bewähren. So bewahrt ihr eure Familie und den Vierbeiner vor einer schmerzhaften Trennung, wenn die Chemie doch nicht stimmt.

 

Hier eine Übersicht zu ausgeglichenen Anfängerhunden, die zum Teil geduldig und freundlich sind und sich ohne weiteres für die Haltung in der Wohnung eigenen:

  • Bulldogge (die englische Bulldogge sollte aber keine Treppen steigen)
  • Staffordshire Bullterrier
  • Miniatur Bullterrier
  • Bolonka Zwetna
  • Chihuahua
  • Dackel
  • Malteser
  • Mops
  • Pudel
  • Shiba Inu
  • Französische Bulldogge
  • Bichon Frise

 

Nicht zu vernachlässigen ist der Pflegeaufwand, der durch Hunde mit extrem langem Fell entsteht. Wer zum ersten Mal die Fellbüschel auf dem Teppich zusammengekehrt hat, wird schon bald die Vorteile der Kurzhaarrassen in der Wohnung zu schätzen wissen.

Nun wollen wir nicht grundsätzlich von größeren Hunden abraten. Es gibt es eine Möglichkeit, mittelgroße Hunde in Wohnungen zu halten, wenn diese eine entsprechende Quadratmeter-Fläche von über 100 m² mitbringen und die Vierbeiner genug Auslastung erfahren. Von Anfang an solltet ihr die Aufgaben und Pflichten fair untereinander aufteilen und diese von Anfang an einhalten.

 

Einen jungen Hund in der Wohnung halten

Wer einen jungen Hund oder einen Welpen in die Wohnung holt, sollte sich darüber bewusst sein, dass dieser alle 2-3 Stunden nach draußen muss, um sein Geschäft zu verrichten. Hier bewähren sich vor allen Dingen Wohnungen im Untergeschoss und im Erdgeschoss, da die Treppen entfallen. Gerade bei Rassen mit schweren Knochen ist davon abzuraten, mit ihnen Treppen zu steigen, da dies zu frühzeitiger Arthrose und Abnutzung der Knochengelenke führen kann.

Viele Züchter fragen bei ihren Interessenten die Lebensbedingungen ab, um dann verantwortungsbewusst zu entscheiden, ob diese Rasse wirklich die richtige Wahl ist. In der Anfangszeit ist es hilfreich, wenn sich jeweils ein Familienmitglied und die erste Bezugsperson ein bis zwei Wochen Urlaub nimmt, um sich voll und ganz der Eingewöhnung zu widmen.

Prinzipiell sollten die Futterzeiten auf die eigenen Arbeitszeiten und eure Abwesenheit abgestimmt werden. Es wäre also keine gute Idee, den Hund vor dem Verlassen der Wohnung zu füttern, denn das Malheur wäre dann schon vorprogrammiert.

 

To Top