Durch das Bellen bringen Hunde zahlreiche Emotionen zum Ausdruck. Sie nutzen es als Drohgebärde oder als Aufforderung zum Spielen. In der Wohnung wünschen die meisten Besitzer nicht, dass das Haustier Laut gibt. Daher gibst Du Deinem Vierbeiner die Möglichkeit, im Freien nach Herzenslust zu bellen und zu jaulen. Spezielle Kommandos sorgen dafür, dass der Hund auf Aufforderung bellt. Durch dieses Training stellst Du sicher, dass Dein Haustier nicht bei fremden Menschen oder anderen Hunden Laut gibt.Tierwissen weiterlesen

Hund bellt auf Kommando
Bellen auf Kommando Urheber: jirousova / 123RF

Bellen auf Befehl – wie geht das?

Das Bellen stellt bei Hunden einen natürlichen Instinkt dar. Du hörst es, wenn Dein Tier sich aufgeregt oder gestresst zeigt. Des Weiteren bildet diese Äußerung ein Zeichen von Freude oder Ausgelassenheit. Obwohl das Bellen eine normale Verhaltensweise ist, verhinderst Du das Anbellen anderer Menschen. Diese interpretieren das Verhalten Deines Hundes unter Umständen falsch und halten ihn für aggressiv. Um das zu verhindern, lehrst Du ihn, ausschließlich in bestimmten Situationen Laut zu geben.

In einem Hundepark oder auf einer Wiese bellt Dein Haustier nach Belieben. Hier bringst Du dem Vierbeiner ungestört bei, auf ein bestimmtes Signal hin zu bellen. Dein tierischer Begleiter sieht das Training als Spiel an. Er genießt die ausgelassene Zeit mit Dir. Damit der Hund auf Aufforderung bellt, nutzt Du am besten sein favorisiertes Spielzeug. Dieses hältst Du ihm vor die Nase und deutest ein paar Würfe an. Vorerst gibst Du dem Hund das Objekt seiner Bedürfnisse nicht.

Nachdem das Interesse Deines Haustieres geweckt ist, gibst Du den Befehl: „Laut.“ Alternativ eignet sich die Aufforderung: „Gib Laut“. Wiederhole diese Worte in regelmäßigen Abständen, während Du das Tier mit dem Spielzeug reizt. Nach einer Zeit beginnt der Hund, seine Ungeduld zu zeigen. Dein Vierbeiner sehnt sich nach seinem Spielzeug und beginnt zu bellen. In diesem Moment lobst Du Dein Haustier. Du wirfst ihm sein Bällchen oder Stöckchen zu, streichelst ihn oder verabreichst ihm ein Leckerchen.

 

Wiederholung sorgt für Erfolge

Eine einmalige Übung merkt sich Dein Hund nicht. Daher erhält die Wiederholung dieses Spiels Priorität. Nimm Deinem Vierbeiner das Spielzeug ab und zögere ein Werfen erneut heraus. Auch diesmal begleitet der Befehl: „Gib Laut“ Deine Tätigkeit. Bellt der Hund, erhält er das Objekt seiner Begierde. Nach mehreren Anläufen begreift Dein tierischer Freund, was Du mit dem Training bezweckst. Er bringt Deine Aufforderung zum Bellen automatisch mit seinem Spielzeug in Verbindung.

Nun reagiert der Hund auf den Befehl, selbst wenn sich sein Bällchen nicht in Reichweite befindet. Bei diesem Verhalten handelt es sich um eine klassische Konditionierung. Fachleute sprechen vom „Pawlowschen Effekt“. Nach der Verinnerlichung des Bell-Trainings vergisst Dein Hund den Befehl nicht.

Das ausgelassene Jaulen und Kläffen sorgt bei vielen Hunden für einen gesteigerten Adrenalin-Spiegel. Die Tiere verhalten sich aufgedreht und kommen unter Umständen nicht mehr zur Ruhe. Daher benötigt Dein Vierbeiner ein Signal, auf das er mit dem Bellen aufhört. Bestimmte Aufforderungen prägen sich Hunde schnell ein. Dazu zählen:

  • „Ruhe!“,
  • „Aus!“
  • oder „Still!.

Das Bellen in der Wohnung gewöhnen Besitzer ihren Hunden ab. Trotzdem braucht der Vierbeiner die Möglichkeit, Laut zu geben. Diese bietest Du ihm in der freien Natur oder in einem Hundepark. Hier übst Du ein Bell-Training mit Deinem Haustier. Damit der Hund auf Aufforderung bellt, benutzt Du sein Lieblings-Spielzeug, das Du ihm vorerst vorenthältst. Dabei wiederholst Du den Befehl: „Gib Laut!“ Sobald der Hund bellt, lobst Du ihn. Danach beginnt die Übung von vorn.

Quellen und weiterführende Ressourcen

⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 1 Bewertungen
Loading...