Mein Hund bellt andere Hunde an

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    Warum bellen Hunde?

    Bellt Dein Hund einen anderen Hund an, motivieren ihn unterschiedliche Gründe dazu. Neben Unsicherheit gelten Unwohlsein und Aggression als häufige Auslöser des beschriebenen Verhaltens.

    Für Dich als Besitzer gilt es in dieser Situation, Ruhe zu bewahren und angemessen zu reagieren. Dank einiger Verhaltensweisen gelingt es, den Hund zu beruhigen und schwerwiegende Raufereien zu unterbinden.

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    Bellender Hund
    Warum bellen Hunde? Urheber : Anna Yakimova
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    Der tägliche Spaziergang ist ein aufregendes Ereignis für den Hund. Bellt er einen Hund an, signalisiert er ihm damit seine Kontakt-Bereitschaft. Da er sich an der Leine nicht frei bewegen kann, fühlt sich der Vierbeiner seinem Artgenossen gegenüber unterlegen und schwach. Folglich steigt seine Aggressivität, um die eigene Unsicherheit zu überspielen.

    Die Leine hindert den Hund daran, sich anderen Tieren zu nähern und sie zu beschnuppern. Die daraus resultierende Wut äußert sich häufig in kräftigem Bellen. Gleichzeitig zerrt der Hund an der Leine und signalisiert Dir seinen Wunsch, dem Artgenossen näherzutreten.

    Bellen als Nachahmung der menschlichen Sprache

    Indem ein Hund bellt, ahmt er die Sprache seines Besitzers nach. Während er mit anderen Tieren über seine Körpersprache kommuniziert, gewinnt er durch das Bellen die Aufmerksamkeit des Menschen. Bei einem Spaziergang bellt der Hund beispielsweise einen anderen an, um Dir zu sagen, dass er den Kontakt mit ihm wünscht.

    Die Tierpsychologin Bettina Baumgart betont, dass das Bellen eines Hundes nichts mit einem Fehlverhalten des Besitzers zu tun habe. Vielmehr fühle sich das Tier an der Leine unsicher und versuche, seine empfundene Schwäche durch lautes Bellen zu verdecken. Darüber hinaus sei es möglich, dass der Hund Deine Bedenken spüre und darauf mit aggressivem Verhalten reagiere. Für einen stressfreien Spaziergang empfiehlt es sich, die Begegnung des Hundes mit anderen Artgenossen frühzeitig zu üben.

    Umgang mit anderen Hunden lernen

    Treffen sich zwei unsichere Hunde, führt das häufig zu heftigen Raufereien mit Verletzungs-Risiko. Aus diesem Grund ist es bedeutend, den direkten Kontakt zwischen den Tieren zu üben. Wichtig ist, dass der Hund Dich als seinen Rudel-Führer akzeptiert und er auf Dich hört. Signale wie „Sitz“ und „Platz“ helfen, eine gefährliche Situation schnell und effektiv zu entschärfen und bieten Sicherheit für den Hund. Bellt der Hund vermehrt, ist es wichtig, nicht mit Wut und Stress zu reagieren.

    Für den ersten Kontakt des Tieres mit Artgenossen eignen sich Welpen. Dabei lernt der Vierbeiner den Umgang mit anderen Tieren, ohne dass eine Gefahren-Situation entsteht. Achte darauf, dass Dein Hund die Freiheit hat, sich dem Gegenüber in seinem eigenen Tempo zu nähern. Ein ständiges Ziehen an der Leine verunsichert ihn zusätzlich und führt zu einer erhöhten Gewalt-Bereitschaft.

    Übe die erste Begegnung Deines Hundes mit einem anderen Tier in Ruhe und ohne Leine. Hierfür wählst Du einen geeigneten Ort aus, an dem die Gefahr einer Verletzung gering ist. Nicht zuletzt redest Du ruhig mit Deinem Hund. Bellt er den Hund an, ist es wichtig, nicht zu schimpfen. Stattdessen gilt es, Ruhe zu bewahren und Deinen besten Freund liebevoll an dem anderen Tier vorbeizuführen.

    So reagierst Du auf Deinen bellenden Hund

    Bellt Dein Hund einen Hund an, ist es wichtig, nach den Gründen zu suchen und entsprechend zu reagieren. Fühlt er sich unsicher, rede beruhigend auf ihn ein. Ein neugieriger Hund benötigt mehr Freiraum, um den Artgenossen in Ruhe zu beschnuppern.

    Falls Dein Hund häufig aggressiv auf andere Tiere reagiert, ist es ratsam, den Kontakt mit ihnen zu vermeiden. Bei einem Spaziergang bemerkst Du einen baldigen Konflikt, wenn Dein Vierbeiner einen anderen Hund fixiert oder stehen bleibt. In diesem Fall änderst Du die Richtung, um dem gefürchteten Tier auszuweichen.

    Einige Tricks helfen Dir, die Konflikt-Situation zwischen Deinem und einem anderen Tier zu vermeiden. Erhält Dein Hund beispielsweise jedes Mal etwas zu fressen, wenn er den Artgenossen erblickt, lernt er, dass die Begegnung mit anderen Tieren nichts Bedrohliches, sondern etwas Schönes ist. Wichtig ist, den Hund nur während des Vorbeigehens an dem Artgenossen zu füttern. Ist das Tier außerhalb des Blickfeldes, gehst Du wie gewohnt weiter. Hat es das gewünschte Verhalten erlernt, verzichtest Du nach und nach auf das Füttern während des Spazierganges.

    Falls Dein tierischer Freund unterwegs einen anderen Hund anbellt, helfen folgende Tipps dabei, die Situation zu lösen:

    • Rede ruhig mit ihm.
    • Gehe langsam an dem anderen Tier vorbei.
    • Vermeide es, an der Leine zu ziehen.
    • Füttere Deinen Hund mit einem kleinen Leckerbissen.

    Falls Du ihn nicht zu beruhigen vermagst, wechselst Du die Laufrichtung. Auf diese Weise lenkst Du die Aufmerksamkeit Deines Hundes auf andere Dinge.

    Hund bellt andere Hunde an: So reagierst Du richtig

    Hunde bellen aus unterschiedlichen Gründen. Neugierde, Unsicherheit und Kontaktbereitschaft führen dazu, dass sich der Hund einem anderen Tier gegenüber laut verhält. Ein gelassenes und sicheres Verhalten des Besitzers wirkt sich in diesem Fall beruhigend auf den Hund aus. Bellt er einen Hund an, ist es wichtig, auf Schimpfen und Zerren zu verzichten. Vielmehr gelingt es, durch ruhiges Zureden, das Ändern der Laufrichtung und der Gabe von Futter, die Konflikt-Situation zu lösen.

    weiterführend:

    https://www.tierischehelden.de/katzen-und-hunde.html

    http://www.planethund.com/hundeerziehung/leinenpoebler-leinenhexen-trainingsmethoden-hunde-0901.html

    ⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster, Redaktion
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