Wie viel Beschäftigung braucht ein Hund?

Zahlreiche Hunderassen, wie Border Collie, Jagdhunde oder Australien Shepherd, lieben es, zu arbeiten. Diese Hunde benötigen täglich mehrere Stunden Beschäftigung. Im Gegensatz zu diesen gibt es Rassen, die weniger Beschäftigung benötigen. Hierzu gehören: der Mops, Zwergpinscher, Chinese Shar-Pei, Bulldogge und Basset.

Hunde haben, wie wir Menschen, unterschiedliche Charakterzüge und Wesensarten. Aus diesem Grund fällt es Hundebesitzern oft schwer, den richtigen Grad der Beschäftigung für ihren Vierbeiner, zu finden.

Wie viel Beschäftigung braucht ein Hund?

Wie viel Ruhe braucht ein Hund pro Tag?

Beobachte Deinen Hund und schätze ab, wie viel Beschäftigung er benötigt. Manche Hundebesitzer setzen alles daran, dass das Tier jeden Tag Stunden an der frischen Luft verbringt. Andere Hundefreunde gehen mit ihren Tieren zum Hundesport, in die Hundeschule oder suchen sich Sportarten, die sie gemeinsam mit ihrem Vierbeiner verbringen.

Merke Dir, dass Dein Hund pro Tag bis zu 20 Stunden schläft oder ruht. In den restlichen vier Stunden verlangt der Hund Beschäftigung, Spiel, Spaß, Spaziergänge oder Freilauf. Nicht alle Hunde sind in diesem Bereich gleich veranlagt. Manche Tiere lieben es, wenn sie fünf Kilometer laufen, anderen Hunden reichen ein bis zwei Kilometer aus.

Wie lange sollte man sich mit einem aktiven Hund beschäftigen?

Es gibt Hunde, die von Natur aus faul sind. Diese liegen gerne in der Sonne, auf dem Balkon oder drehen ihre Runde durch den Garten. Hast Du einen Hund dieser Art, zu Hause, zwinge ihm keine Beschäftigung auf. Die Gefahr der Überforderung durch zu viel Beschäftigung droht.

Eine allgemeine Aussage wie lange man sich mit seinem Hund beschäftigen und wie viel Aufmerksamkeit er braucht, gibt es zwar nicht, wir haben aber versucht verschiedene Rassen einzuordnen, da sollte man aber den Charakter einfließen lassen. Eine Englische Bulldogge braucht sicher nicht soviel Beschäftigung wie ein Schäferhund.

Aktive Minihunde Aktive mittlere Hunde Aktive große Hunde
Bsp. Chihuahua, Yorkshire, Bolonka, Malteser, Terrier, Spaniel, Mops Bsp. Bullterrier, Labrador Retriever, Australian Shepherd, Siberian Husky Bsp. Deutscher Schäferhund, Golden Retriever, Rottweiler,
mind. = 30 Minuten mind.= 60 Minuten mind. = 120 Minuten

Echte Sportskanonen und Arbeitstiere fordern Dich

Du hast eine richtige Sportskanone als Hund zu Hause? Dann fordere Deinen Hund! Folgende Möglichkeiten hast Du:

  • ausgiebige Spaziergänge mit und ohne Leine
  • ein großes Grundstück für den Freilauf
  • Ballspiele oder andere Wurfspiele, die Deinen Hund geistig und körperlich fordern
  • spezielles Hundespielzeug für zwischendurch
  • Hundeschule
  • Sport mit dem Hund
  • Spielplätze für Hunde
  • Treffen mit anderen Hundebesitzern zum gemeinsamen Spiel

Es gibt unter Hunden wahre Arbeitstiere. Diese bevorzugen es, Löcher zu graben, zu buddeln, Stöckchen oder kleine Baumstämme zu holen und zu tragen. Rassen oder Hunde mit diesen Charakterzügen benötigen täglich mehrmals ausgiebig Bewegung, um sich auszupowern. Hast Du einen Hund, der gerne schwimmt, lasse ihn in einem See oder Bach schwimmen und spielen.

Schmeiße Deinem Tier einen Stock oder Ball ins Wasser und mit Vergnügen holt Dein Vierbeiner die Dinge aus dem See/Bach heraus. Wichtig: Lasse Deinen Hund an heißen Sommertagen nicht überhitzt ins Wasser springen. Gehe mit ihm ans Ufer und gewöhne ihn langsam an das kühle Nass. Verzichte an kalten Wintertagen auf das Bad im See. Manche Rassen vertragen Kälte nicht gut und Krankheiten sind vorprogrammiert.

Stress bei zu vielen Anreizen

Jeder Hundebesitzer wünscht sich das Beste für sein Tier. Vor kommt, dass Hundefreunde die Anreize und das Beschäftigungsprogramm für ihren Hund übertreiben. Die Tiere leiden unter Stress, der sich durch diverse Verhaltensreaktionen zeigt:

  • Nervosität
  • Unruhe
  • Hecheln
  • übermäßiger Urin- und Kotabsatz
  • extreme Reaktionen auf Umweltreize

Erkennt der Hundebesitzer die Überreizung seines Hundes nicht, stellen sich Krankheiten ein. Das Immunsystem streikt, der Magen-Darm-Trakt gerät aus dem Gleichgewicht, Nierenerkrankungen, Herzerkrankungen oder Kreislauferkrankungen zeigen sich als Folge von zu viel Beschäftigung über einen längeren Zeitraum.

Psychische Leiden, wie Hyperaktivität, Aggressionen und Depressionen sind die Folgen von zu viel Stress durch zu viel oder die falsche Beschäftigungsform. Kennst Du Deinen Hund und lernst ihn einzuschätzen, brauchst Du Dir darüber keine Sorgen zu machen. Es ist wichtig, darauf zu achten, was der Hund braucht und was ihm guttut.

Wie gebe ich dem Hund die richtige Beschäftigung?

Beobachte, was Deinem Vierbeiner gefällt und Freude bereitet. Die Interessen Deines Tieres stehen im Vordergrund. Nicht alle Rassen eignen sich für Mantrailing oder Agility Training. Manchen Tieren reicht es aus, wenn sie Tricks lernen oder tägliche Spaziergänge mit dem Herrchen absolvieren. Bei jeder Art der Beschäftigung mit dem Hund steht die entspannte Atmosphäre an erster Stelle.

Dein Hund dankt es Dir, wenn Du den Ehrgeiz zu Hause lässt und allein den Spaß mit ihm zusammen genießt.