Wie viel Wasser ein Hund pro Tag braucht, hängt von der Fütterung ab. Der Faktor des Körpergewichts spielt eine weitere Rolle. Fütterst Du Deinem Hund Trockenfutter, braucht er mehr Wasser zu trinken als bei Nassfutter.

Die Menge an Trinkwasser, die ein Tier benötigt, unterscheidet sich von Hund zu Hund. Eine Richtlinie bei der Fütterung von Trockenfutter sieht, wie folgt aus: 40 bis 50 Milliliter Wasser pro Kilogramm Gewicht des Tieres. Fütterst Du dem Hund Feuchtfutter, benötigt er 5 bis 10 Milliliter pro Kilogramm Körpergewicht weniger Wasser.

Ein Rechenbeispiel bei Trockenfutternahrung, ausgehend von einem Körpergewicht von 20 Kilogramm: 20 Kilogramm x 40 bis 50 Milliliter Wasser ergeben 800 bis 1000 Milliliter Trinkwasser pro Tag. Ist Dein Hund körperlich aktiv und die Außentemperaturen liegen bei über 20 Grad, erhöht sich der Wasserbedarf.

Ausgeschiedenes Wasser zuführen

Ein Hund scheidet 20 bis 50 Milliliter Wasser pro Kilogramm Gewicht über die Nieren aus. Setzt der Hund Kot ab, liegt die ausgeschiedene Wassermenge bei 6 bis 15 Milliliter. Zusätzlich verdunsten über die Haut und die Atmung des Hundes 25 bis 115 Milliliter Wasser. Um einen Ausgleich zu schaffen, dem Hund durchgehend Wasser zum Trinken zur Verfügung stellen.

Was tue ich, wenn der Hund nicht ausreichend trinkt?

Leidet Dein Hund unter einer Erkrankung oder es zeigen sich Auffälligkeiten, erhöhe die tägliche Wasseraufnahme Deines Tieres. Nachfolgend findest Du Tipps, um zu gewährleisten, dass Dein Tier genügend Wasser trinkt:

  • Füttere Deinem Hund Nassfutter. Dieses enthält 80 Prozent Wasser. Mag Dein Tier kein Nassfutter, mische Wasser unter das Trockenfutter.
  • Biete Deinem Hund an verschiedenen Stellen im Haus und Garten Trinkwasserstellen an.
  • Es gibt Hunde, die gerne „lebendiges“ Wasser trinken. Dies bedeutet, dass sie es trinken, wenn es abgestanden schmeckt. Wasser aus dem Teich oder der Regentonne eignet sich als Alternative zum normalen Trinkwasser. Scheue nicht davor zurück diese Art des Wassers im Haus Deinem Hund zur Verfügung zu stellen.
  • Manche Hunde bevorzugen fließendes Wasser aus dem Wasserhahn oder dem Trinkbrunnen. Die Hunde haben Spaß, über diese Art das Wasser aufzunehmen und der tägliche Bedarf deckt sich auf spielerische Art.
  • Trinkt Dein Hund nicht ausreichend, versuche es über die Zugabe von natürlichen Geschmacksstoffen. Koche Rind- oder Schweinefleisch aus und füge die Brühe dem Trinkwasser bei. Zusätzlich enthält dieser Sud wichtige Nährstoffe und Vitamine.
  • Alternativ besteht die Möglichkeit, Deinem Hund Thunfischsaft aus einer Dose anzubieten. Friere den Sud in einen Eiswürfelbereiter ein und gib die „Eiswürfel“ dem Trinkwasser bei.

Wie erkenne ich, ob der Hund zu wenig Wasser zu sich nimmt?

Es gibt Anzeichen, an denen Du erkennst, ob Dein Hund zu wenig Wasser trinkt. Mache den Hautfaltentest bei Deinem Tier. Hierzu ziehst Du die Haut des Hundes am Nacken nach oben.

Geht diese in die Ausgangslage zurück, leidet Dein Hund nicht unter Wassermangel. Verbleibt die Haut Deines Tieres oben, trinkt das Tier zu wenig. Ein weiteres Indiz für Flüssigkeitsmangel erkennst Du an der Mundschleimhaut. Drücke mit einem Finger auf die Schleimhaut und achte darauf, ob die Haut innerhalb von einer Sekunde die Farbe Rosa bekommt. Ist dies der Fall, leidet der Hund nicht unter einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr. Bleibt die Schleimhaut weiß, benötigt Dein Hund zusätzliches Trinkwasser.

Wie gehe ich bei einer Dehydrierung des Hundes vor?

Hunde leiden bei starkem Durchfall unter Dehydrierung. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, droht Lebensgefahr für Dein Tier. Achte bei Durchfall darauf, wie viel Wasser Dein Hund zu sich nimmt. Hunde nehmen nicht gerne Wasser zu sich, wenn sie unter einer Krankheit leiden.

In diesen Fällen hilft Brühe, um den Tieren das Wasser schmackhaft zu machen. Behalte Deinen Hund im Auge, wenn Du mit ihm spazieren gehst. Hunde trinken gerne aus Pfützen oder natürlichen Gewässern. Oft beinhalten diese Gewässer Dünger oder Pestizide, was für Hunde Gift bedeutet. Schlammiges Wasser enthält eine hohe Anzahl an Bakterien, die gefährlich für Tiere sind und Durchfall auslösen.

Halte Deinen Hund an solchen Stellen vom Trinken ab. Alternativen bieten Trinkflaschen für Hunde, die Du problemlos bei einem Spaziergang mitführst. Zeige Deinem Tier, dass es jederzeit Wasser aus der Falsche erhält. In diesen Fällen verzichten Hunde darauf aus Pfützen oder anderen verschmutzen Gewässern, zu trinken.

 

 

Mario Förster
Als Autor und Herausgeber von Tierischehelden.de helfe ich dir dein Haustier noch besser zu verstehen. Ich bin seit meiner Kindheit ein großer Tierliebhaber und teile meine Erfahrungen aus über 12 Jahren Hundehaltung und Katzenhaltung. Alle Artikel sind durch Fachexperten, Züchter oder Tiermediziner fachlich geprüft.