Hunde

Hundefutter selber machen, so einfach gehts:

Anleitung: Selbst hergestelltes Hundefutter: Das ist wichtig!

Immer wieder lesen und hören wir von erschreckenden Berichten, die bedenkliche Zustände der Hundefutter und ihrer Herstellung aufdecken. Da ist nicht verwunderlich, dass sich Herrchen und Frauchen mit dem Gedanken tragen, ihr Hundefutter selber zu machen.

Doch solltet ihr diese Herstellung von eigenem Hundefutter auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen. Ihr benötigt ein paar Basics, um den Nährstoffbedarf und die spezifischen Vitalstoffe für euren Vierbeiner abzudecken. Hier findet ihr alles Wissenswerte und eine Anleitung für das selbermachen von Hundefutter:

barfen

Zutaten um Hunde richtig barfen zu können: Urheber: guesswho / 123RF.com

Unkompliziert und kinderleicht: Hundefutter selber machen

Eines der größten Vorteile, mit dem sich Herrchen und Frauchen herumschlagen, die ihr Hundefutter selber machen, ist die Zeit, die sie investieren. Dabei gehen die einzelnen Handgriffe sehr leicht von der Hand, wenn ihr euch erst einmal mit den einzelnen Rezepten auskennt. Dann wisst ihr, was ihr auf jeden Fall euren Vierbeinern geben dürft und was auf der roten Liste steht. Zudem ist jeder Hund ein Individuum und verträgt die Lebensmittel auf unterschiedliche Art und Weise.

Wir sind der Meinung, es dauert nicht viel länger Hundefutter selber zu machen, als den Beutel zu öffnen, die Menge an Hundefutter abzumessen und in den Napf zu geben. Probiert es doch einfach mal aus.

 

Achtung: Wer Berührungsängste mit rohem Fleisch hat, sollte auf keinen Fall sein Hundefutter selber machen.

Anleitung zum Fütter: Hunde barfen

Schließlich ähneln die Mahlzeiten nicht mit dem, was bei uns auf den Tisch kommt. Doch auch für die ängstliche Zielgruppe hat mittlerweile der Hundefuttermarkt vorgesorgt und bietet abgepackte und vakuumierte Mahlzeiten, die einfach auftauen und sauber im Napf landen.

Vorsicht bei diesen Nahrungsmitteln: Das verträgt kein Hund!

Von Anfang an solltet ihr euch eine Rote Liste für all die Lebensmittel anlegen, die ihr auf keinen Fall zu Hundefutter verarbeiten dürft. Eines der klassischen Beispiele ist Schokolade, mit dem lebensgefährlichen Inhaltsstoff Theobromin. Leider gehen viele Hundehalter hier viel zu unbedarft mit der Leckerei um.

 

  • Auch Avocados beinhalten einen Inhaltsstoff, der unserem Hund gar nicht gut bekommt.
  • Gebt Eier niemals roh in das Hundefutter, sondern kocht sie vorab, andernfalls gerät die Eiweißverdauung aus dem Gleichgewicht.
  • Auch Knoblauch, Lauch und Zwiebeln haben nichts im Hundefutter zu suchen.
  • Möchtet ihr eurem Hund einen Knochen geben, sollte dieser auf keinen Fall gekocht oder gekocht werden. Im Zuge des Kochens verändert sich die innere Struktur und wird unberechenbar.

 

Hundefutter selber machen und für Abwechslung sorgen

Zu den Hauptzutaten gehören Gemüse und Fleisch. Sie bilden die unweigerliche Basis für jede einzelne Mahlzeit. Haferflocken und Reis sind die perfekte Sättigungsbeilage, die für ein Rundum-Wohlbefinden sorgt.

Tatsächlich könnt ihr auch bei Verdauungsbeschwerden mit selbst gemachten Hundefutter Abhilfe leisten. Hat euer Hund zum Beispiel Durchfall, solltet ihr etwas Milchreis in der doppelten Menge Wasser kochen, ein paar Möhren hineingeben und mit Hüttenkäse vermengen. Den perfekten Abschluss bildet ein Esslöffel Leinsamen, der beruhigend auf den gesamten Magen- und Darmtrakt wirkt.

 

Eines der einfachen und leckeren Lieblingsrezepte für Hunde setzt auf mageres Rindfleisch in Kombination mit Hundeflocken und pflanzlichem Öl.

Hundefutter und Snacks selber machen

Wer schon beim Hundefutter eigene Wege geht, sollte dies auch bei den Leckereien fortsetzen. Es gibt so viele verschiedene Rezepte, wie ihr in ein paar Handgriffen leckere Hundekekse für eure Vierbeiner backen könnt.

 

  • Rezept für Hundekuchen: 150 g Quark, 5-6 Esslöffel Sonnenblumenöl mit einem Eigelb und 6 Esslöffel Milch verarbeiten. Hundeflocken aus dem Fachmarkt hinzugeben: 200 g.
  • Je nach Geschmack den Hundekuchen mit etwas Schinken, Speck oder Honig aufpeppen.
  • Das Ganze auf ein Backblech geben und für 30 Minuten bei 200°C knusprig backen.

 

Leberwurst Kekse

Gibt es für Hunde etwas Verführerischeres als Leberwurst? Ich glaube nicht. Von daher widmet dieses Rezept der Lieblingswurst der Vierbeiner einen ganz besonderen Keks. AIhr braucht nur ein paar Minuten, dann ist der Leckerbissen schon fertig:

  • Leberwurst mit Vollkornmehl, einem Ei und etwas Wasser in den Topf geben. Aus diesem zähen Teig lässt sich wenig später eine Rolle formen.
  • Kleine Scheiben abschneiden und bei 180° ca. 80 Minuten backen. Bei diesem Rezept kommen auf 125 g Leberwurst 500 g Vollkornmehl.
  • Die Scheiben müssen ganz hart werden und bieten auch für die Zähne reichlich Abwechslung.

 

Eure Hunde werden schon bald nicht mehr genug von diesen leckeren Hundekuchen bekommen. Wie wir finden, das passende Geschenk für Freunde und Bekannte mit einem Hund.

 

Wie viel Hundefutter für meinen Vierbeiner?

Zugegeben, eine schwierige Frage, die sich aus der Distanz gar nicht so einfach beantworten lässt. Zunächst einmal gebt ihr einem großen Schäferhund zum Beispiel viel weniger als einem kleinen Terrier. Dabei solltet ihr euch Stück für Stück ausprobieren.

Als pauschale Leitformel verfüttert ihr ca. 2 % in Bezug auf das Körpergewicht eures Hundes als Tagesportion. Das ist ein erster Ausgangswert. Solltet ihr über längere Zeit feststellen, dass euer Hund nicht satt wird, gebt etwas mehr. Im Gegenzug reduziert ihr die Futtermenge, wenn ihr Übergewicht feststellt.

 

Wie viel Fleisch darf mein Hund fressen?

Achtet bei der Fütterung darauf, dass ungefähr 20 % der Mahlzeit aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehen. Ein Hund sollte niemals zu 100 % nur auf Fleischbasis gefüttert werden.

 

Beschäftigen wir uns etwas mit der Welt des Fleisches, wird deutlich, da gibt es jede Menge zu entdecken:

  • Knorpel und Innereien
  • Blut und Knochen
  • Fisch und Fleisch

 

Gebt eurem Vierbeiner die Chance, die gesamte Palette zu kosten. Gerade die Innereien und die Knochen liefern die wichtige Nährstoffe, Vitamine und Mineralien für den Organismus. Äußerst sensible und allergische Hunde sprechen oftmals gut auf außergewöhnliche Fleischsorten wie zum Beispiel Känguru oder Strauß an. Hier bietet der Handel mittlerweile einen wirklich praktischen Versandservice von vorgearbeitetem und gefrostetem Frischfleisch.

 

Zudem solltet ihr eure Umgebung erkunden. Vielleicht findet ihr eine Fleischerei oder einen Schlachter. Fragt vor Ort nach zweiter Wahl Produkte, die ihr für euren Hund mitnehmen wollt. Hier lässt sich vielleicht eine Kooperation über ein ganzes Hundeleben lang schließen.

 

Warum es sich lohnt, Hundefutter selber zu machen?

Es dauerte weder länger noch ist es aufwändiger Hundefutter selber zu machen. Am besten ihr legt euch eine Liste der gefährlichen Lebensmittel und Zutaten an, die Unverträglichkeiten bei eurem Hund hervorrufen. Entwickelt einen Speiseplan.

 

Habt ihr in der Woche sehr viel Stress und nur wenig Zeit, das Hundefutter jeden Tag frisch vorzubereiten, könnt ihr es auch auf Vorrat herstellen und portionsgerecht einfrieren. Die Gesundheit, die Vitalität und das Wohlbefinden eures Vierbeiners belohnen eure Mühen.

 

 

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