Insektenstich beim Pferd

Bremsenstiche & Mückenstiche beim Pferd

Für Reiter erhalten die Gesundheit und das Wohlergehen des Reittiers oberste Priorität. Kommt es zu einem Insektenstich beim Pferd, leidet dieses unter Hautreizungen, Juckreiz und Unruhe.

In der Sommerzeit bis zum Herbst tummeln sich zahlreiche Insekten auf der Koppel und im Pferdestall. Im Gras lauern Zecken, an warmen Orten sammeln sich Pferdebremsen und Mückenschwärme. Die unliebsamen Krabbeltiere ernähren sich vom Blut ihrer Wirte.

Insektenstiche beim Pferd beeinträchtigen die Gesundheit und Leistung des Tiers und führen unter Umständen zu einer langwierigen Entzündung. Wir zeigen was bei einem Mücken, Zecken oder Pferdebremsen Stich beim Pferd zu tun ist.
Pferdebremse Insektenstich beim Pferd

Was gibt es beim Insektenstich beim Pferd zu beachten?

  • Vorwiegend von Frühling bis Herbst drohen Insektenstiche bei Pferden.
  • Mücken, Zecken und Pferdebremsen ernähren sich vom Blut der Reittiere.
  • Bleibt ein Insektenstich unbehandelt und dringt Schmutz in die Wundstelle, droht eine Entzündung.
  • Gegen die Hautreizungen beim Pferd helfen Naturheilmittel oder Kühlspray.
  • Bildet sich an der Einstichstelle eine Entzündung aus, konsultieren die Pferdebesitzer den Tierarzt.

Schnelle Hilfe bei Insektenstichen bei Pferden

Pferdebremsen und andere Insekten haben es speziell auf Pferdeblut abgesehen.

Stechen sie in die Haut des Reittiers, reagiert dieses unter Umständen mit Unwohlsein. Häufiger bemerken Pferde die Stiche allerdings nicht. Bleibt der Insektenstich beim Pferd unentdeckt und unbehandelt, können Entzündungen auftreten.

Bei Wärme leiden Mensch und Tier unter lästigen Insekten und deren Stichen. Einige Lästlinge verursachen durch ihre Beißwerkzeuge vergleichsweise große Einstichstellen. Aus diesen tritt beispielsweise Blut aus. Die Sommerhitze verhindert einen schnellen Verschluss der Wundstelle. Daher bleibt Bakterien und anderen Erregern Zeit, sich an dieser anzulagern. In der Folge drohen Reizungen, Infektionen sowie Entzündungsprozesse.

Der Insektenstich beim Pferd ist keine Kleinigkeit

Im Jahr 2017 gaben laut einer Statistik 0,94 Millionen Menschen an, ein Pferd zu besitzen [Statista: Anzahl der Personen in Deutschland, die persönlich ein Pferd besitzen, von 2013 bis 2017 (Personen in Millionen) (2017)]. Für viele Laien klingt ein Insektenbiss bei einem Pferd nach einer Lappalie.

Jedoch zieht dieser unter Umständen schwere Komplikationen nach sich. Entwickelt sich aus dem Stich eine unbemerkte Entzündung, leidet das Reittier schlimmstenfalls an einer Sepsis. Damit Sie den Insektenstich frühzeitig erkennen und behandeln, gilt es, erste Symptome zu entdecken. Dafür kontrollieren Sie das Verhalten des Pferds und gehen möglichen Schmerzquellen auf den Grund.

Wie äußert sich ein Insektenbiss bei einem Pferd?

Insektenstiche stammen von unterschiedlichen Lästlingen. In den Abendstunden bemerken Sie auf der Koppel und im Pferdestall zahlreiche Mücken. Laben sich die Fluginsekten am Blut der Reittiere, hinterlassen sie juckende bis schmerzende Einstichstellen. Unter dem Fell von Pferden erkennen Sie einen Mückenstich zunächst kaum. Schwillt er jedoch an, entwickelt sich eine rötliche Hautreizung. Sie ähnelt dem Mückenstich auf menschlicher Haut.

Neben den Mücken gibt es weitere Insekten, die Ihr Pferd stechen und beißen können:
• Bienen,
• Wespen,
• Bremsen,
• Zecken,
• Flöhe.

Kommt es bei Ihrem Tier zu einem Bienen- oder Wespenstich, droht nicht selten eine allergische Reaktion. Zudem geht der Einstich mit Schmerzen einher. Pferde reagieren darauf mit ihrem natürlichen Fluchtinstinkt. Beispielsweise laufen sie mehrere Meter über die Koppel oder sie scheuen.

Ein lautes Wiehern oder Schnauben weist unter Umständen auf den Schmerzreiz hin. Neigt Ihr Pferd zur Panik, treten ebenfalls rollende Augen sowie plötzliches Bocken auf.

Liegt der Insektenstich einige Zeit zurück, gibt das Verhalten des Pferdes Aufschluss über die Stichstelle. Diese belecken und beknabbern die Tiere. In der Regel schwillt das umliegende Gewebe deutlich an, sodass Sie die Einstichstelle erkennen. Seltener kommt es vor, dass Insektenstiche im Maul Ihres Reittiers entstehen. Beispielsweise passiert dies, wenn das Pferd versehentlich eine Biene oder Wespe mit dem Gras oder Heu aufnimmt. Sticht das Fluginsekt in Mundhöhle oder Rachen, führt die entstehende Schwellung schlimmstenfalls zur Atemnot beim Pferd.

Neben einer örtlich begrenzten Allergiereaktion führt ein Insektenstich unter Umständen zu einem anaphylaktischen Schock. Diesen erkennen Sie anhand charakteristischer Symptome. Neben einer flachen Atmung weisen ein rasender Puls sowie blasse Schleimhäute auf das Phänomen hin. Leidet Ihr Pferd darunter, rufen Sie umgehend den Tierarzt.

Erste Hilfe beim Insektenstich?

Vermuten Sie, dass Ihr Pferd unter einem Insektenstich leidet, suchen Sie zunächst nach der Einstichstelle. Mit einem Kühlelement oder einem nassen Lappen kühlen Sie die entstandene Schwellung. Hierbei hilft es, das Pferd zu beruhigen. Auf ungewohnte Situationen reagieren die Tiere schnell unruhig oder ängstlich. Versuchen Sie zu verhindern, dass Ihr Reittier die Stichstelle beleckt. Ebenfalls führt das Knabbern an der betroffenen Hautstelle schnell zu Reizungen und Infektionen.

Benutzen Sie zum Kühlen der Wundstelle einen Eisbeutel oder ein gefrorenes Kühlelement, legen Sie dieses nicht direkt auf die Haut des Pferdes. Durch die plötzliche Kälte drohen Erfrierungen. Damit das nicht geschieht, wickeln Sie das Kühlmaterial in ein sauberes Tuch. Bei einem Insektenstich im Maul Ihres Pferdes verzichten Sie auf das Kühlen.

Hausmittel gegen den Insektenstich beim Pferd?

Um den Insektenstich bei Ihrem Tier zu behandeln, eignen sich verschiedene Arzneien. Viele Pferdebesitzer greifen auf bewährte Hausmittel zurück, um das Reittier vor Nebenwirkungen chemischer Produkte zu bewahren. Schließlich reagieren Pferde sensibel auf jede Art der Veränderung. Wie das Tier auf die Heilmittel reagiert, hängt von mehreren Faktoren ab. Unerfahrenen Haltern bleibt oft nichts anderes übrig, als verschiedene Mittel auszuprobieren. Hierbei gilt: Überfordern Sie Ihr Pferd nicht.

Bemerken Sie, dass das Reittier auf ein Heilmittel mit Scheu oder Abneigung reagiert, suchen Sie nach einer Alternative. Schlimmstenfalls sorgt die Angst des Tieres für eine Schockreaktion, die sein Immunsystem weiter belastet. Des Weiteren vermeiden Sie es, die Einstichstelle zu kratzen. Leiden Menschen an einem Insektenstich, bekämpfen sie das Jucken mit Kratzbewegungen. Ebenso versucht das Pferd, sich auf die Weise vom Juckreiz zu befreien. Allerdings besteht die Gefahr, dass sich die Wundstelle durch den Druck öffnet. Dadurch dringen Erreger ein und lösen eine Entzündungsreaktion aus.

Durch die Entzündung kapselt sich der Stich unter Umständen vom restlichen Gewebe ab. Dabei bildet sich eine Hautveränderung, die lebenslang bestehen bleibt. Damit Ihr Pferd den Juckreiz nicht spürt, helfen unterschiedliche Hausmittel. Vorzugsweise behandeln Sie die Hautstelle mit antibakteriellen Wirkstoffen. Dazu gehört der frische Saft einer Zwiebel. Alternativ verreiben Sie den gelartigen Pflanzensaft der Aloe vera auf der Einstichstelle. Durch die Kühle betäubt dieser die Haut und nimmt dem Pferd den Schmerz.

Des Weiteren empfiehlt es sich, den Insektenstich zu desinfizieren. Hierfür eignet sich Alkohol. Besitzen Sie klaren Schnaps, träufeln Sie ein paar Tropfen auf einen sauberen Lappen und drücken diesen vorsichtig auf den Insektenstich. Halten Sie Ihr Pferd dabei ruhig. Der Alkohol brennt unter Umständen auf der Wundstelle, sodass das Tier unruhig oder ängstlich reagiert.

 

Insektenstichen bei Pferden vorbeugen – geht das?

Einem Insektenstich vorzubeugen, gestaltet sich oft als unmögliches Unterfangen. Im Stall sowie im Freien tummeln sich lästige Mücken, Zecken und Wespen. Jedoch besteht die Möglichkeit, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen. Wissen Sie, dass es auf Ihrem Grundstück Wespennester oder Bienenstöcke gibt, halten Sie Ihr Pferd davon möglichst fern. Um die Bisse von Flöhen und Zecken zu verhindern, bieten sich Arzneien aus der Naturheilkunde an. Vorwiegend Schwarzkümmel- und Kokosöl vertreiben die unliebsamen Blutsauger.

Ebenso schrecken Pferdebremsen vor dem intensiven Duft zurück. Damit die vorbeugenden Maßnahmen helfen, sollten Sie das Kokosöl täglich im Stallbereich verstreichen. Zudem gilt es, bei Ihrem Pferd auf ein gesundes Hautmilieu zu achten. Das verhindert, dass bakteriell verursachte Gerüche Fliegen und Bremsen in großer Zahl anziehen. Zu dem Zweck versorgen Sie Ihr Tier mit zuckerfreier und raufaserhaltiger Nahrung. Für eine optimale Hautversorgung der Pferde sorgen Bierhefe sowie das Schüßler Salz Nr. 11.

Zusätzlich finden sich homöopathische Mittel, um den Insektenstich beim Pferd zu vermeiden. Zu diesen gehören beispielsweise Ledum und Nosode Ixodes rizinus.

 

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