Meine Kartäuser Rassekatze

Bei der Kartäuser-Katze handelt es sich um eine kurzhaarige Rasse. Die Fellfarben variieren zwischen verschiedenen Blautönen. Bekannte Vertreter sind die Britisch-Kurzhaar-Katzen. Die Vierbeiner zählen zu einer mittelgroßen bis großen Katzenart. Im Normalfall ist das Fell zeichnungsfrei. Die französische Rassekatze besitzt eine blaugraue Farbe und Augen, die sich in einem hellen oder mittleren Bernsteinton zeigen.

Der ursprüngliche Name der Kartäuser-Katze lautet Chartreux. Ebenfalls existiert das Synonym Malteserkatze. Die französische Bezeichnung stammt vermutlich aus dem Mittelalter. In dieser Zeit züchteten Mönche des Klosters La Grande Chartreuse die Kartäuser-Katzen. Diese Rasse verfügt über einen ausgeglichenen Charakter. Die anhänglichen Tiere bevorzugen eine ruhige Umgebung. Aufgrund ihres Wesens zählen die Kartäuser zu den beliebtesten Kurzhaar-Katzen.

Kartäuser Katze
Kartäuser Rassekatze © xeniat100 – Fotolia.com

Die Herkunft der Kartäuser-Katzen

Die Fellstruktur der Kartäuser-Katzen legt nahe, dass sie ursprünglich aus dem Orient stammen. Der Tierchirurg und Autor David Taylor vermutet die Berge Syriens oder das Gebirge zwischen dem Irak und der Türkei als Ursprungsgebiet der Rasse. Durch den Handel gelangte die Kartäuser-Katze nach Frankreich. Bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts diente die Chartreux der Nahrungs-Gewinnung. Ebenfalls spielte die Rasse in der Pelzindustrie eine wichtige Rolle.

Im späten 19. Jahrhundert begannen die ersten Zuchtprogramme der Kartäuser-Katzen. In die ursprüngliche Katzenrasse kreuzten Züchter zunehmend Perserkatzen. An die aus dem Orient stammende Chartreux erinnert heute ausschließlich die graublaue Fellfarbe sowie die bernsteinfarbenen Augen.

 

Das Aussehen der Kartäuser Rassekatze

Bei den Kartäuser-Katzen handelt es sich um mittelgroße Stubentiger. Ihre Statur zeichnet sich durch einen kräftigen Körperbau aus. Die Vierbeiner zeigen sich muskulös, wobei die Kater größer sind als die weiblichen Tiere. Der Schädel und die Schnauzenform der Katzen besitzen eine gute Ausprägung. Die Nase präsentiert sich kurz und gerade. Neben ihrer typischen Farbe weisen die Augen eine runde Form auf.

Die Ohren der Kartäuser-Katze sind mittelgroß. Sie verfügen über abgerundete Spitzen. Ein weiteres Merkmal dieser Rasse stellt der kurze, dicke Schwanz dar. Wie das restliche Fell verfügt er über eine dichte Struktur. Züchter erkennen als Fellzeichnung ausschließlich die graublaue bis hellgrau-blaue Färbung an. Anzeichen einer Tabby-Zeichnung entsprechen nicht den Rassestandards der Kartäuser-Katzen.

Diese Katzenart verfügt über kurze, gut proportionierte Beine. Die Pfoten zeichnen sich durch eine rundliche Form aus. Sie sind groß mit blauen Ballen. Bei der Kartäuser-Katze zeigt sich zwischen Kater und Katze ein wesentlicher Unterschied in ihrem Äußeren. Dieser besteht in den Backen des männlichen Tiers. Sie umgeben das trapezförmige Gesicht Ihres Stubentigers wie eine Kapuze.

 

Die Haltung der Kartäuser-Katze

Bei den Kartäuser-Katzen handelt es sich um eine robuste Rasse. Daher halten Sie Ihre Tiere als reine Wohnungskatze oder als Freigänger. Die Vierbeiner gelten als intelligent und menschenbezogen. Ihre Stubentiger suchen häufig Ihre Nähe, um zu spielen oder zu schmusen. Die Katzen zeigen sich lernwillig, hören auf ihren Namen und beherrschen in einigen Fällen kleine Tricks wie das Apportieren. Daher trägt die Kartäuser-Katze in Frankreich den Beinamen Hunds-Katze.

 

Die Rassestandards der Kartäuser-Katzen

Unter Züchtern gelten bei diesen Katzen bestimmte Rasse-Standards. Sie spielen vorwiegend bei Ausstellungen oder bei der Zucht eine Rolle. Bei der Bewertung der Tiere achten die Züchter auf:

  • die Kopfform,
  • die Augen,
  • den Körperbau,
  • den Schwanz,
  • das Fell
  • und den allgemeinen Zustand.

Bei der Zucht der Kartäuser-Katzen kommt es unter Umständen zu Fehlern bei der Kreuzung. Durch diese entsprechen die Tiere nicht den Rasse-Standards. Mögliche Mängel stellen eine Stupsnase oder eine falsche Augenform dar. Auch bei der Farbe der Iriden kommt es bei einer fehlerhaften Züchtung zu Veränderungen. Zu trübe oder blasse Augenfarben sind bei Züchtern unerwünscht.

Weiterhin kommen bei den Kartäuser-Katzen in einigen Fällen Fellzeichnungen vor. Abhängig von der Züchtung entstehen Geisterzeichnungen. Dazu gehören beispielsweise Ringzeichnungen am Schwanz der Vierbeiner. Besitzt eine Chartreux eine braune oder rötliche Fellfarbe, weist dies auf eine Einkreuzung hin. Dies gilt im gleichen Fall für Tiere, deren Deck- und Unterfell eine zu starke Farbdifferenz erhält.

Die ursprünglich aus dem Orient stammenden Kartäuser-Katzen zählen heute zu den beliebtesten Kurzhaarkatzen. Ihr strapazierfähiges Fell sowie ihre Robustheit machen die Vierbeiner zu Haustieren, die sich für den Freilauf eignen. Aufgrund ihres ausgeglichenen Charakters stellt der Stubentiger eine ideale Wohnungskatze dar. Typisch für die Rasse zeigen sich das graublaue Fell und die bernsteinfarbenen Augen.

 

Quellen:

Buch – David Taylor: Mein großes Katzenbuch