Katzen

Meine Katze frisst nicht mehr.

Warum frisst meine Katze nicht mehr?

Sobald die Katze nicht frisst, handelt es sich um eine Fressunlust. Diese bedingt sich nicht zwangsläufig durch eine Krankheit. Zu warme Temperaturen oder das falsche Futter sorgen dafür, dass der Stubentiger den Napf verschmäht. Die Fressunlust tritt bei vielen Katzen aus unterschiedlichen Gründen auf.

Katze

Warum frisst die Katze nicht mehr? © sonsedskaya – Fotolia.com

Um gesundheitliche Folgen zu vermeiden, stellen Sie schnell die Ursache der plötzlichen Appetitlosigkeit fest.

Verweigerung der Nahrungsaufnahme meiner Katze

Die Verweigerung der Nahrungsaufnahme kommt bei Katzen plötzlich und ohne Vorwarnung. Gestern leckte der Vierbeiner den Napf komplett aus, heute rührt er das Futter nicht an. Im Gegensatz zu den Hunden verfügen Katzen in ihrem Darmtrakt nicht über einen Vorratsspeicher. Das bedeutet, dass Unterernährung und Magenbeschwerden drohen, wenn die Katze nicht frisst. Um diese Komplikationen zu vermeiden, versuchen Sie herauszufinden, was die Appetitlosigkeit Ihres Vierbeiners auslöst.

 

Verweigert die Katze das Futter, steckt nicht in jedem Fall eine Krankheit dahinter. Oftmals nutzen Katzen die Fressunlust, um ihren Protest kundzutun. Die Vierbeiner kommen mit Veränderungen nur schwer klar. Bereits die Umstellung auf eine andere Futtermarke sorgt dafür, dass die Samtpfote das Fressen einstellt. Legt sich die Nahrungsverweigerung nach einem bis zwei Tagen, gewöhnt sich das Tier an das neue Futter. Um Schäden im Magen zu vermeiden, stellen Sie als Alternative die übliche Trockennahrung neben den Napf.

Nach Umzügen oder Stress bleibt der Futterplatz Ihrer Katze möglicherweise unberührt. Die Mehrzahl der Stubentiger gewöhnt sich langsam an eine neue Umgebung. Bis dahin schlägt ihnen das fremde Umfeld auf den Magen. Daher kommt es vor, dass speziell Kitten ihr Fressen kaum oder nicht anrühren.

 

Ablehnung des Futters aufgrund von Schmerzen

Im Alter von drei bis vier Monaten stellen zahlreiche Katzen zeitweise das Fressen ein. In diesem Zeitraum beginnt bei den Tieren das Zahnen. Dabei verlieren sie die weichen Babyzähnchen und das scharfe Raubtiergebiss bricht durch das Zahnfleisch. Die Fressunlust beschränkt sich auf mehrere Tage. Bei einigen Stubentigern kommt es bei dem Zahnen zu Komplikationen. In diesem Fall halten sie sich längere Zeit von ihrem Futterplatz fern. Damit das Tier nicht an Gewicht verliert, versuchen Sie das Futter zu pürieren.

Die Größe der Futterbrocken stellt manchmal bei älteren Katzen ein Problem dar. Zahnschmerzen oder ein Abszess im Maul verhindern, dass die Katze schmerzfrei Nahrung zu sich nimmt. Ab dem zehnten Lebensjahr verlieren die Vierbeiner zusätzlich ihre Reißzähne. Auch dadurch kommt es zeitweise zu einer Verweigerung der Nahrungsaufnahme. Frisst die Katze nicht, weil sie Schmerzen verspürt, macht sie in der Regel mit lautem Miauen auf sich aufmerksam. Ein verstärkter Speichelfluss ist ebenfalls ein Indiz für Zahnprobleme.

Fressunlust bedingt durch Krankheit

Stellen Sie an den Zähnen Ihrer Katze kein Problem fest, liegt die Appetitlosigkeit eventuell an einer Krankheit. Die Stubentiger zeigen nicht gern Schwäche. Daher bleibt eine Verletzung oder eine Infektion oftmals lange Zeit vor dem menschlichen Auge verborgen. Frisst die Katze nicht mehr, bedeutet dies eine größere Beschwerde. In diesem Fall suchen Sie mit Ihrem Vierbeiner einen Tierarzt auf. Begleitet Erbrechen die Appetitlosigkeit Ihrer Katze, leidet sie beispielsweise an Magenbeschwerden oder einer kranken Leber.

Schauen Sie sich die Augen Ihres Stubentigers an. Zeigt der Augapfel eine gelbliche Verfärbung, betrifft die Infektion die Leber der Katze. Dies geschieht, wenn das Tier über einen längeren Zeitraum zu fettige Speisen zu sich nimmt. Bemerken Sie stattdessen, dass sich im Katzenklo ausschließlich geringer Kotabsatz befindet, liegt möglicherweise eine Verstopfung vor. Auch in diesem Fall reagieren Katzen mit Appetitlosigkeit.

Vergiftungen führen ebenfalls dazu, dass der Vierbeiner das Fressen einstellt. Im Normalfall verschmähen Katzen Futter, dessen Geruch ihnen nicht behagt. Trotzdem ziehen sich vorwiegend Freigänger Vergiftungen zu. Dies geschieht beispielsweise durch verendete Ratten oder Mäuse, die vorher Rattengift zu sich nahmen. Wohnungskatzen vergiften sich an Pflanzen, an denen sie knabbern. Speziell Orchideen führen zu einer Vergiftung, die mit vermehrtem Speichelfluss, Fressunlust und Erbrechen einhergeht.

 

Harmlose Gründe für die Appetitlosigkeit bei Katzen

Nicht immer steckt hinter der Verweigerung der Nahrung eine Erkrankung. Folgende harmlose Gründe sorgen für die Fressunlust der Katze:

  • Das Tier frisst beim Nachbarn und verspürt zu Hause keinen Hunger,
  • die zu hohe Temperatur schlägt dem Stubentiger auf den Magen,
  • der Vierbeiner zeigt auf diese Weise seine Trauer, wenn ein langjähriger Gefährte stirbt,
  • die Katze befindet sich in der Phase der Rolligkeit.

Liegt eine Fressunlust vor, rechnen die meisten Besitzer mit dem Schlimmsten. Jedoch existieren viele Gründe, warum die Katze nicht mehr frisst. Neben Zahnproblemen oder Krankheiten gibt es harmlose Ursachen, die zu einer Verweigerung des Fressens führen. Dabei spielt beispielsweise der Gemütszustand der Katze eine Rolle.

 

Quellen:

Tierarzt Dr. Schrader (Tierklinik Bitterfeld)

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