Was Katzen trinken dürfen und sollen:

Dürfen Katzen Leitungswasser trinken? Oder soll man lieber auf stilles Mineralwasser zurückgreifen? Soll man seiner Katze Milch anbieten? Kann Milch das Wasser ersetzen? Katzen decken ihren Flüssigkeitsbedarf zu einem Großteil über das Futter. Dennoch solltet ihr eurer Katze den Zutritt zum Trinken nicht verwehren. Insbesondere wenn ihr Trockenfutter gebt, ist ein frisches Schälchen mit Wasser absolutes Muss.

Fragt ihr euch, was Katzen trinken sollten? Antwort: Wir raten wir euch zu Wasser, das bei besonderen Sensibelchen mit etwas Thunfischwasser angereichert wird, um den Geschmack zu verbessern. Keinesfalls darf eine Katze Kuhmilch trinken, sie kann die Laktose nicht verdauen. Gebt alternativ Katzenmilch, diese bekommt ihr mittlerweile in jedem Supermarkt und natürlich auch im Fachmarkt.

Was trinken Katzen
Was Katzen trinken Urheber: borzywoj / 123RF

Welche Getränke dürfen Katzen trinken?

Um überleben zu können, sind Hauskatzen jeder Rasse darauf angewiesen, zusätzlich zur Nahrung Flüssigkeit zu sich zu nehmen – das gilt explizit selbst für Katzen, die mit Nassfutter ernährt werden, da es den Tieren nicht möglich ist, die notwendige Menge an Wasser alleine aus dem Futter zu gewinnen.

Während manche Katzen sicherlich auch ungewöhnlichere Getränke ausprobieren würden, falls das Herrchen oder Frauchen sie ihnen anbietet, gilt grundsätzlich, dass Katzen nur Wasser trinken sollten. Die eigentlich entscheidenden Fragen, die sich im Rahmen dieser Thematik stellen sind daher folgende:

Dürfen Katzen Leitungswasser trinken?

Ob Leitungswasser für Katzen geeignet ist oder nicht hängt vor allem von der Qualität und den eventuell beigefügten Zusätzen ab. Für Deutschland gilt grundsätzlich, dass das kühle Nass, das aus den Leitungen kommt Trinkwasserqualität hat.

Insofern ist es ganz allgemein weder für Menschen noch Tiere schädlich. In manchen – vor allem südlicheren – Ländern sieht das auf Grund der hohen Mengen des aus hygienischen Gründen zugesetzten Chlors etwas anders aus.

Andernorts ist auch die sogenannte Fluoridierung des Trinkwassers üblich, die bei Menschen zur Kariesprophylaxe hilfreich sein kann, die aber umstritten ist. Leitungswasser mit zugesetztem Fluorid ist für den Körper der Katzen nicht geeignet, so dass man in Gegenden mit dieser Art von Trinkwasserzusätzen auf stilles Mineralwasser zurückgreifen sollte. In Deutschland hat man sich gegen eine solche Fluoridierung des Leitungswassers entschieden.

Zusätze sind nicht nur bei Leitungswasser, sondern selbstverständlich auch bei gekauftem Mineralwasser ein zentrales Thema. Als Faustregel kann man sagen, dass der Rückgriff auf das kühle Nass aus der Leitung meistens für die Hauskatze sogar risikoärmer ist, als das Mineralwasser aus der Flasche.

Insbesondere bei Mineralwasser aus Plastikflaschen besteht immer auch die Gefahr von Rückständen, die man als Mensch dauerhaft gut verkraften kann, die aber bei Katzen möglicherweise gesundheitliche Probleme hervorrufen. Nierenerkrankungen sind bei Katzen wohl eines der häufigsten Probleme, daher sollte man als Halter darauf achten, dass diese empfindlichen Organe des Stubentigers keinen Schaden nehmen.

Eine relativ eindeutige Antwort auf die Frage „Was dürfen Katzen trinken?“ ist also in den meisten Fällen: Leitungswasser.

 

Zur Frage „Was dürfen Katzen trinken“ gehören allerdings auch Überlegungen zu den besten Möglichkeiten der Bereitstellung von Trinkwasser. Dieses sollte in einem pflegeleichten Keramik- oder Edelstahlgefäß immer für das Tier bereitstehen und aus hygienischen Gründen mehrmals täglich ausgewaschen und wieder mit Leitungswasser gefüllt werden.

Da insbesondere unter der Hitzeeinwirkung des Sommers das Wasser einen schnellen Geschmacks- und Qualitätsverlust erlebt und die Katze dann möglicherweise einen solchen Trank eher meidet, kann in dieser Jahreszeit eine sehr häufige Reinigung und Neubefüllung (etwa alle drei Stunden) nötig und sinnvoll sein. Üblicherweise sollte der Trinknapf in der Nähe des Futternapfes stehen, da die Aktionen des Essens und Trinkens bei Katzen häufig miteinander verbunden sind.

Dürfen Katzen Milch trinken?

Die Allgemeinheit neigt dazu, auf die Frage „Was dürfen Katzen trinken?“ mit Milch zu antworten, was allerdings ein Trugschluss ist. Zwar schmeckt Milch den Stubentigern sehr gut und sie würden jederzeit an einen Milchnapf gehen, jedoch ist insbesondere die handelsübliche Kuhmilch aus dem Supermarkt für die Tiere nicht geeignet und führt zu Verdauungsstörungen wie Durchfall, was mit dem Laktosegehalt zusammenhängt.

Eigentlich bilden nämlich nur die Katzenkinder das Enzym Laktase, das die in der handelsüblichen Milch vorhandene Laktose spalten und abbauen kann. Die Fähigkeit zur Verarbeitung dieses Stoffes geht bei den Vierbeinern nach einer Weile verloren und sie reagieren daher ähnlich auf Milch, wie ein laktoseintoleranter Mensch.

Als Alternative erhält man in Fachgeschäften, Supermärkten und Drogeriemärkten auch Katzenmilch, die laktosefrei, bzw. laktosearm. Diese ist auch häufig mit Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminen angereichert, was bei einer ausgewogenen Fütterung des Tieres nicht unbedingt notwendig ist.

Vermutlich ist in Bezug auf „Milch“ schon die Frage „Was dürfen Katzen trinken?“ unpassend, da es sich bei Milch gar nicht im eigentlichen Sinne um eine Getränk, sondern eher um ein proteinreiches Nahrungsmittel in flüssiger Form handelt.

Das bedeutet, dass auch laktosefreie Katzenmilch keinesfalls die einzige Flüssigkeit sein sollte, die ein Halter seinen Tieren anbietet. Katzen müssen auf jeden Fall den Zugriff auf Leitungswasser oder stilles Mineralwasser haben. Hat die Katze sich an laktosefreie Milch gewöhnt, kann man sie durch schrittweise Verdünnung der bereitgestellten Flüssigkeit mit Hilfe von Wasser auch wieder entwöhnen.

Wieviel sollte meine Katze trinken?

Der jeweilige Bedarf an Flüssigkeit ist vom Futter und von der Aktivität der Katzen abhängig. Gerade an sehr warmen Tagen müssen die Samtpfoten jede Menge Flüssigkeit aufnehmen. Eine Katze benötigt am Tag zwischen 60-80 ml Wasser, allein für 1 kg Körpergewicht. Doch keine Sorge: Keine Katze nimmt diese Flüssigkeit einzig und allein über das Wasser auf.

Gerade das Futter deckt einen erheblichen Anteil. Gehen wir zurück an den Anfang der Urahnen, so haben die Katzen ihren Flüssigkeitsbedarf fast ausschließlich über ihre Beutetiere gedeckt. Ein Grund, warum viele Vierbeiner noch heute das Saftfutter oder das Feuchtfutter vorziehen. Mithilfe dieser Futtersorte ist es den Vierbeinern möglich, bis zu 80 % ihres Feuchtigkeitsbedarfs einzig und allein über das Futter abzudecken.

Woraus trinken Katzen am liebsten?

Anders sieht es aus, wenn ihr euch für die Trockenfuttervariante entscheidet. Hier müssen Samtpfoten beträchtlich mehr trinken. Euch wird aufgefallen sein, dass Katzen gerade im Bereich der Getränke einen ganz eigenen Kopf haben. So hält die eine Katze ihren Kopf unter den Wasserstrahl und springt auf das Waschbecken, eine andere trinkt immer wieder aus einem Blumentopf im Garten oder der Regentonne. Habt ihr eure Katze vielleicht schon einmal im Bad mit dem Kopf in der Toilette entdeckt? Was bringt unsere Katzen dazu, solch ungewöhnliche Wege für die Flüssigkeitsaufnahme zu gehen, wenn doch das frische Wasser immer parat steht?

Im Grunde genommen können wir euch diese Besonderheiten nicht vollends erklären. Schließlich ist jeder Vierbeiner ein Individuum und mit seinen ganz persönlichen Eigenheiten ausgestattet. Die eine Katze liebt ihr Wasser frisch und die andere am liebsten abgestandenen.

Gerade für die Samtpfoten, die nur mit Mühe Wasser aufnehmen, empfiehlt sich der Trinkbrunnen. Der plätschernde Brunnen für Katzen macht den Vierbeinern jede Menge Lust auf das Trinken. Da kann es nicht passieren, dass eure Katze zu wenig Wasser aufnimmt.

Was Katzenhalter beim Trinken beachten sollten?

Wir empfehlen euch, gleich mehrere Wasserquellen in der Wohnung oder im Garten anzubieten. Dann sinkt die Gefahr, dass sich Katzen an den verbotenen Quellen bedienen.

Tipp: In puncto Toilette – klappt immer den Toilettendeckel nach unten. Es ist sehr gefährlich, wenn Katzen Toilettenwasser trinken. Schließlich sind zumeist Chemikalien über die Reiniger und die Duftsteine darin enthalten.

Darüber hinaus haben viele Katzenhalter keinen großen Erfolg, wenn der Wassernapf direkt neben dem Futter steht. Er wird niemals gegen das duftende und wohlriechende Futter ankommen. Zudem steigt die Gefahr, dass ein paar Futterbrocken im Wasser landen.

Die Sensibelchen unter den Samtpfoten stört es sogar, wenn sie mit ihren Schnurrhaaren am Rand des Gefäßes anstoßen. Der perfekte Wasserlauf ist breit, einladend und macht Lust auf einen Drink. Um die optimale Flüssigkeitsaufnahme gerade an heißen Tagen sicherzustellen, gibt es einen Trick. Gebt einfach etwas Katzenmilch oder Thunfischwasser in die Schälchen und ihr werdet sehen, da fliegt jede Katze drauf.

Katzen dürfen keine Kuhmilch trinken!

Ganz klassisch verbinden wir Katzen eigentlich mit Milch. Dabei ist Kuhmilch gar nicht gut für unsere Samtpfoten. Gerade der Milchzucker bzw. die Laktose können nicht verdaut werden. So kommt es im Nachhinein zu Durchfall und Magenproblemen. Anders sieht es bei Hüttenkäse, Quark und Naturjoghurt aus. Hier sinkt der Anteil an Laktose – so können diese Lebensmittel besser verdaut werden. Wobei die Fütterung nicht auf diese Bestandteile aufbauen sollte. Wenn ihr auf das milchige Vergnügen auf keinen Fall verzichten wollt, gebt eurer Katze am besten Katzenmilch vom Fachmarkt. Diese ist bekömmlich und führt nicht zu Magenproblemen.

Zum Trinkverhalten von Katzen:

Bietet eurer Katze zu jeder Gelegenheit frisches Wasser an. Ihr werdet mit der Zeit mitbekommen, welche Vorlieben euer Vierbeiner hat. Gerade wenn mehrere Katzen im Haushalt leben, ist ein Katzenbrunnen eine optimale Anschaffung. Hier wird in einem Gefäß immer wieder frisches Wasser appetitlich präsentiert und motiviert eure Samtpfoten zum Trinken.

Fazit

Die Frage „Was dürfen Katzen trinken“ sollte eigentlich immer nur mit „Wasser“ beantwortet werden. Falls man sich über die Qualität des Leitungswassers in seiner Wohngegend nicht im Klaren ist, kann man selbstverständlich beim örtlichen Wasserwerk anrufen und sich informieren, ob dieses ausreichend unbelastet ist.

Vorsichtig muss man eventuell sein, wenn man in einem Haus mit alten Rohren wohnt und sich selber nicht traut, dieses Wasser zu sich zu nehmen. Wenn es für den Menschen nicht verträglich ist, sollte es natürlich auch keinesfalls dem Vierbeiner angeboten werden. In diesem Fall muss man auf gekauftes Mineralwasser zurückgreifen. Es sollte sich dabei um stilles Wasser handeln, da Kohlensäure bei den Katzen ebenfalls Verdauungsstörungen hervorrufen kann.

Die Frage „Was dürfen Katzen trinken“ sollte eher nicht mit „Milch“ beantwortet werden. Handelsübliche Kuhmilch ist für Katzen nicht verträglich und die laktosereduzierte Katzenmilch ist weniger ein Getränk als ein Nahrungsmittel. Diese kann angeboten werden, ist aber kein Ersatz für Wasser.

⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster

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Quellen und vertiefende Ressourcen:

  • Katzen richtig ernähren, Deutscher Tierschutzbund, 2017 abgerufen↑
Nachschlagewerke (Hintergrundrecherche)
  • Klinische Diätetik für Kleintiere Hand/ Thatcher/ Remillard/ Roudebush (Hrsg.) ISBN-10: 3877068936 erreichbar↑
  • Tierernährung, Leitfaden für Studium, Beratung und Praxis, Kirchgessner, Manfred, ISBN-10: 3769007034
  • Allgemeine Tierernährung, Prof. Dr. Josef Kamphues,Supplemente zur Tierernährung für Studium und Praxis, Philatelie Verlag; Auflage: 12, ISBN-10: 9783794402403
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