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Störungen im Verhalten bei Katzen

Zeigt sich die Katze aggressiv, bekommst Du als Besitzer einen Schreck. Plötzlich beißt und kratzt der sonst so friedliche Stubentiger. Für die Aggressivität bei Katzen gibt es immer einen Grund. Erkrankungen, Störungen oder Psychische Ursachen, wie Gewalt in der Vergangenheit, beeinflussen das Verhalten Deines Vierbeiners.Wenn Deine Katze plötzliche Agressivität an den Tag legt, kratzt und beißt musst Du die Ursachen finden.Tierwissen weiterlesen

Katze faucht
Warnheinweis – Fauchen © Ermolaev Alexandr – Fotolia.com

Aggressivität bei Katzen durch schlechte Erfahrungen

Es gibt keine Katze, die sich von Natur aus aggressiv verhält. Oftmals verursachen schlechte Erfahrungen das feindselige Gebaren des Tieres gegenüber dem Menschen oder einem Artgenossen. Bereichert eine sich aggressiv verhaltende ausgewachsene Katze Dein Zuhause, liegt das eventuell an schlechten Erfahrungen mit dem Vorbesitzer. Bei Stubentigern aus dem Tierheim kommt das Verhalten in manchen Fällen vor.

Familien mit kleinen Kindern leiden oftmals unter einer vermeintlich aggressiven Katze. Hierbei liegt das häufige Fauchen und Kratzen daran, dass sich der Stubentiger gestört fühlt. Vorwiegend Dein jüngerer Nachwuchs bemerkt nicht, wenn Deinem Haustier die Lust auf Streicheleinheiten vergeht. Verhindert das Kind die Flucht des Vierbeiners durch Festhalten, reagiert er mit Aggressionen. Besonders bei jungen Katzen zeigt sich dieses Verhalten stark.

Litt eine Samtpfote unter der Gewalt eines Vorbesitzers, hegt sie gegen alle Menschen ein begründetes Misstrauen. Hierbei versteckt sich hinter dem aggressiven Verhalten der Katze die Angst vor Verletzungen. Mit Drohgebärden und einem gefährlichen Fauchen versucht sich der Stubentiger, zu schützen. Reagierst Du laut oder ebenfalls aggressiv, verstärkt dies das Misstrauen Deiner Katze.

Copyright: koldunova bigstockphoto

Übertragene Aggressionen der Katze

In manchen Fällen reagiert die Katze aggressiv, ohne, dass Du einen Auslöser erkennst. In ihrem Buch „Wenn Katzen Kummer machen“ bezeichnet die Autorin Sabine Schroll dieses Verhalten als übertragene Aggression. Es gibt Situationen, die Deinen Stubentiger erschrecken oder ängstigen. Baut er seine Aggression nicht exakt in diesem Moment ab, überträgt sich die Feindseligkeit auf das nächste erreichbare Ziel. Dabei handelt es sich beispielsweise:

  • um den Menschen, der die Katze streicheln will,
  • eine andere Katze
  • oder einen Gegenstand.

Die übertragene Aggression beobachtest Du als Beispiel bei einer Wohnungskatze, die am Fenster sitzt. Sie sieht draußen eine andere Katze, die sich ihrem Territorium nähert. Das andere Tier erreicht sie durch die Scheibe nicht, daher faucht sie Dich an, wenn Du Dich ihr näherst. Des Weiteren handelt es sich um übertragene Aggressionen, wenn sich Dein Haustier erschreckt. Einen plötzlichen Laut weiß Deine Katze oftmals nicht zuzuordnen. Aus Verunsicherung und Angst reagiert sie bösartig.

Eine aus Furcht aggressive Katze beruhigt sich schnell, sobald sie ihre vertraute Umgebung erkennt. Deine Vorgehensweise erhält in diesen Situationen eine hohe Priorität. Um das Tier nicht weiter zu verängstigen, reagierst Du nicht wütend oder verschreckt. Stattdessen redest Du der Katze gut zu. Wirkt ihr Verhalten weniger drohend, streichelst Du sie. Läuft Dein Vierbeiner aus dem Zimmer, folgst Du ihm keineswegs. Dadurch fühlen sich die Tiere bedroht und steigern sich in ihre Aggressionen hinein.

Bestimmte Orte der Aggression

Einige Katzen reagieren an bestimmten Orten aggressiv. Hierbei nimmt die Ursachenforschung einen hohen Stellenwert ein. Gibt es in dem Zimmer, in dem Dein Weggefährte öfter faucht, einen Gegenstand, der ihm Angst macht? Ebenso besteht die Möglichkeit, dass Dein Stubentiger auf einen speziellen Geruch negativ reagiert. Um den Grund für das Verhalten Deiner Samtpfote herauszufinden, entfernst Du zunächst Duftstäbchen und Duftstecker aus dem jeweiligen Raum.

Funktioniert dies nicht, beobachtest Du, in welchen Situationen sich die Katze aggressiv verhält. Läuft sie gerade an einer spiegelnden Oberfläche vorbei, wenn sie faucht, erschreckt sie sich vor ihrem eigenen Spiegelbild. In der Regel sind die Umstände verantwortlich, wenn sich die Katze aggressiv zeigt.

Gegenstände wirken sich ebenfalls auf das Verhalten Deines Haustieres aus. Bringst Du eine Katzenbox in die Nähe Deiner Katze, ist es nicht ausgeschlossen, dass sie mit einem wütenden Fauchen ihre Furcht bekundet. Sie bringt den Gegenstand mit dem Besuch bei dem Tierarzt in Verbindung. Da die wenigsten Katzen den Veterinär gern aufsuchen, reagieren sie auf die Boxen scheu und abwehrend.

Ohne Grund reagiert keine Katze aggressiv

Stattdessen fauchen die Vierbeiner oftmals aus Angst. Schlechte Erfahrungen oder ein plötzlicher Schreckmoment wirken sich auf das Verhalten Deines Stubentigers aus. In solchen Augenblicken begegnest Du ihm am besten nachsichtig und geduldig. Reagierst Du wütend oder verschreckt, steigert sich die Aggressivität Deiner Katze. Benimmt sich das Tier in bestimmten Räumen feindselig, suchst Du nach der Ursache für ihr Unbehagen.

Buchtipp:

Buch – Sabine Schroll: Wenn Katzen Kummer machen

Wenn Katzen Kummer machen: Verhaltensprobleme verstehen und lösen (Cadmos Heimtierpraxis) (Broschüre)


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Quellen und vertiefende Ressourcen:

  • [PDF] Die Haltung von Katzen - Deutscher Tierschutzbund abrufen↑
Nachschlagewerke (Hintergrundrecherche)
  • Was Katzen wirklich wollen (GU Tier Spezial) Buch – 9. August 2014,von Dr.Mircea Pfleiderer, Birgit Rödder,Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; ISBN-10: 3833839457 abrufen↑