Katzen erziehen – so klappts mit der Mietze?

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    Erziehungstipps – Tipps zu Ihrer Katze

    Katzen besitzen ihren eigenen Kopf. Sie zwingen sie zu nichts. Das macht den Charme dieser Tiere aus. Manchmal schleichen sich Verhaltensweisen ein, die das Zusammenleben stören oder sich für die Tiere als gefährlich erweisen. Für ein harmonisches Beisammensein helfen folgende Tipps zur Erziehung Ihrer Katze.

    Verstehen Sie das Verhalten Ihres Mitbewohners und respektieren es, ist es leichter, Regeln durchzusetzen. Erfüllen Sie auf jeden Fall die Grundbedürfnisse des Tieres:

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    Katze richtig erziehen
    Zusammenleben mit der Katze © Светлана Валуйская – Fotolia.com

    Grundregeln für das gelungene Zusammenleben

    • Fressen: Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt, entsprechen der Katze mehr als eine große Mahlzeit.
    • Schlafen: 12-15 Stunden verschläft ein Stubentiger am Tag. Stören Sie ihn nicht dabei!
    • Beschäftigung: Langeweile ist häufig die Ursache für schlechtes Benehmen. Fordern und fördern Sie Ihre

    Die wichtigsten Tipps für die Erziehung Ihrer Katze sind Konsequenz, Geduld und Ruhe.

     

    Erziehung Ihrrer Katze – Konsequenz von Anfang an

    Bei kleinen und niedlichen Katzen ist es schwierig, konsequent zu sein. Der Stubentiger versteht nicht, warum sein „Dosenöffner“ ihm von einem Tag zum anderen etwas verbietet. Überlegen Sie sich vor dem Einzug Ihres tierischen Mitbewohners, wo die Grenzen sind.

    Konsequenz heißt, den längeren Atem zu haben. Verabscheuen Sie es, wenn Ihre Katze auf der Küchenplatte sitzt, nehmen Sie sie herunter. Bieten Sie Ihr Alternativen: Entfernen Sie die Samtpfote von der Arbeitsfläche und setzen Sie sie auf eine Aussichtsplattform. Liegt hier eine kuschelige Decke und wartet ein Leckerli als Belohnung, bevorzugt die Katze diesen Platz schnell.

    Sprechen Sie die Regeln für das Zusammenleben mit Ihrer Katze mit allen Familienmitgliedern ab. Das Tier lernt nicht, wenn Sie gegensätzlich handelt. Das bedeutet: Ihr Partner toleriert es ebenso wenig wie Sie, dass der Stubentiger auf der Küchenplatte sitzt. Alle Familienmitglieder handeln konsequent im abgesprochenen Sinn.

     

    Positive Verstärkung unterstützt die Katzenerziehung

    Schläge oder Schreien bilden keine geeigneten Erziehungsmittel für die allgemein sensiblen Haustiere. Der wichtigste Tipp bei der Erziehung Ihrer Katze ist, erwünschtes Verhalten zu verstärken, nicht erwünschtes zu ignorieren oder durch ein klares „Nein!“ zu markieren. Verhält sich das Tier von alleine richtig, belohnen sie das sofort mit begehrtem Futter.

    Bleiben wir bei dem Beispiel: Geht die Katze von alleine auf die Aussichtsplattform, loben Sie sie und geben ihr ein Leckerli. Sitzt sie auf der Arbeitsplatte, heben Sie das Tier wortlos herunter und tragen es auf seinen Platz. Bleibt es dort, belohnen Sie es sofort. Die Katze lernt auf diese Weise, dass die Plattform viel angenehmer ist. Das Kommando „Nein!“ verstärkt den Lerneffekt. Es reicht, wenn Sie es in einem strengen Ton sagen. Schreien Sie das Tier nicht an und reden Sie nicht auf es ein.

    Um das Vertrauensverhältnis nicht zu belasten, strafen Sie nur im absoluten Ausnahmefall und ohne, die Maßregelungen direkt mit dem Menschen zu verknüpfen. Ein Erziehungstipp für Katzen: in die Hände klatschen oder eine sanfte (!) Dusche aus der Pflanzenspritze. Wenden Sie diese Maßnahmen bitte nur an, wenn Sie nicht mehr weiterwissen und alle anderen Versuche fehlschlagen.

     

    Müßiggang ist aller Laster Anfang

    Ausgelastete und beschäftigte Mitbewohner der tierischen Art, kommen nicht so leicht auf dumme Gedanken. Wohnungskatzen langweilen sich schnell, vor allem, wenn sie viel alleine sind. Sorgen Sie daher für Beschäftigung! Verstecken Sie Futter an verschiedenen Plätzen: Während Sie bei der Arbeit sind, jagt Ihr Raubtier nach Beute und hält Abstand von Ihren Gardinen. Leere Kartons, ein katzensicherer Balkon oder ähnliche Orte machen Ihrer Samtpfote großen Spaß. Mehrere Katzen beschäftigen sich miteinander und langweilen sich nicht.

    Ein hilfreicher Tipp bei der Erziehung Ihrer Katze: Spielen Sie mit ihr. Dabei lernt sie, in den Transportkorb zu gehen oder auf ihren Namen zu hören. Beschäftigten Sie sich ausgiebig mit Ihrem Tier, bettelt es nicht um Aufmerksamkeit, wenn Sie schlafen oder zu arbeiten beabsichtigen.

     

    Probleme der unerzogenen Katze im Alltag

    Ein stubenreines Tier erhalten Sie mit folgendem Erziehungstipp für Ihre Katze: Sorgen Sie stets für ein sauberes Katzenklo. Samtpfoten zeigen sich reinlich und benutzen ein Unsauberes nicht. Damit Ihr Stubentiger nicht auf den Teppich oder ein Handtuch ausweicht, reinigen Sie die Kisten regelmäßig. Da Katzen instinktiv verschiedene Orte für Kot und Urin aufsuchen, stellen Sie zwei Katzentoiletten auf. Besitzen Sie mehrere Stubentiger, bieten Sie Ihnen eine mehr an, als Sie Tiere besitzen.

    Das Verhältnis zu aggressiven oder ängstlichen Katzen verbessern Sie, indem Sie:

    • Geduld zeigen und ruhig bleiben,
    • sich nicht aufdrängen, sondern sich dem Stubentiger nur so weit nähern, wie er es zulässt,
    • das Tier belohnen, wenn es von alleine kommt und
    • einen aggressiven Stubentiger immer ruhig und liebevoll behandeln.

    Falls diese Erziehungstipps bei Ihrer Katze nicht helfen oder ein ausgeglichenes Tier plötzlich sein Verhalten ändert, suchen Sie sich professionelle Hilfe.

    Beabsichtigen Sie, lange und gut mit Katzen zusammenleben, ist Geduld und Respekt für ihr Verhalten das Wichtigste. So verwandeln sich selbst eigensinnige „Rabauken“ in umgängliche Schmusekatzen.

     

     

    ⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster, Redaktion
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