Viele Katzen schmusen gerne, darum gehört der Stubentiger zu den beliebtesten Haustieren. Ihre Zuneigung drücken die Samtpfoten mit intensiven Liebkosungen aus. Sie reiben ihr Gesicht an der Hand „ihres“ Menschen, rollen sich auf den Rücken und schnurren. In einigen Momenten nutzt die Katze ihren gesamten Körper, um diesen an andere Stubentiger, Personen oder Gegenstände zu drücken.Tierwissen weiterlesen

Katze auf dem Arm
Katzen schmusen gerne © mma23 – Fotolia.com

Katzen schmusen untereinander bei vielen Gelegenheiten. Wie dies aussieht, zeigt folgendes Video:

Besitzen Sie zwei der Tiere, beobachten Sie das gegenseitige Ablecken während der Fellpflege. Ein lustiges Spiel unterbrechen sie, wenn ihnen der Sinn nach Zärtlichkeiten steht. Noch lieber als andere Tiere, nimmt der Stubentiger den Menschen als Schmusepartner an. Es existieren mehrere Gründe, warum die Mäusefängerin sich als sprichwörtliche Schmusekatze entpuppt.

Schmusen stärkt die Beziehungen innerhalb eines Rudels. Dieses Verhalten kennen Sie von anderen Tieren wie beispielsweise dem Hund. Katzen gelten als Einzelgänger, besitzen jedoch ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie suchen die Nähe ihrer „Rudelmitglieder“ und festigen durch zärtliches Stupsen und Reiben ihre Beziehungen. Lebt der Vierbeiner unter Menschen, nimmt er diese als solche an.

Die Katze schmust gern und intensiv. Trotzdem bestimmt sie von sich aus, ob und wann ihr nach Streicheleinheiten zumute ist. Dazu Macht sie mit dem Schleichen um die Beine „ihres“ Menschen auf sich aufmerksam. Ein ähnliches Verhalten zeigt das Tier, wenn es um Futter bettelt. Streicheln Sie Ihren Stubentiger, streckt und reckt er sich vor Wonne. Typische Anzeichen, dass der Vierbeiner die Zärtlichkeiten genießt, sind:

  • Das Zukneifen der Augen,
  • das Spreizen der Zehen,
  • das Dehnen des gesamten Körpers,
  • das Rollen
  • und das Präsentieren des Bauches.

Das Schmusen gilt für Katzen als Vertrauensbeweis

Speziell der Hals und der Bauch gehören zu den Körperstellen, die Katzen in der freien Natur selten zeigen. Sie schützen diese Regionen. Vertraut Ihnen Ihr Stubentiger, präsentiert er mit Wonne sein Kinn und die empfindliche Bauchgegend. Diese Bereiche gelten bei den Vierbeinern als lustbetonte Zonen. Duldet die Katze, dass Sie sie dort kraulen und streicheln, zeigt sie Ihnen ihr Vertrauen.

Das Schmusen als Territorial-Verhalten

Die verschmusten Vierbeiner reiben mit Vorliebe ihren Kopf an der liebkosenden Hand oder anderen Dingen. Unter lautem Schnurren schmiegt das Tier seine Wangen an Ihre Finger. Das stellt ein unmissverständliches Zeichen dar: Du gehörst zu mir. In der Nähe ihrer Schnurrhaare besitzen Katzen Duftdrüsen. In bestimmten Situationen – beispielsweise dem Schmusen – setzen diese einen Geruch frei, der andere Katzen vertreiben soll. Auf diese Weise markiert der Stubentiger alles, was er für sein Eigen hält.

Aus verschiedenen Gründen schmusen Katzen gerne und häufig. Die sozialen Vierbeiner festigen durch den Austausch von Zärtlichkeiten ihre Beziehungen in einer Gemeinschaft. Das Schmusen dient als Vertrauensbeweis. Zudem markieren sie durch das Reiben mit dem Kopf ihr Revier.

zum Thema:

http://www.katzenkitten.com/katzensprache-katzenverhalten

Meine Buchempfehlung:

Anzeige
Was Katzen wirklich wollen (GU Tier Spezial)
43 Bewertungen
Was Katzen wirklich wollen (GU Tier Spezial)
  • 208 Seiten - 09.08.2014 (Veröffentlichungsdatum) - GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (Herausgeber)

Anzeige* Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand, Aktualisierung 6.12.2019 / Links und Bilder Amazon-Partner. Preis kann verändert sein.  

Quellen und vertiefende Ressourcen:

  • [PDF] Die Haltung von Katzen - Deutscher Tierschutzbund abrufen↑
Nachschlagewerke (Hintergrundrecherche)
  • Was Katzen wirklich wollen (GU Tier Spezial) Buch – 9. August 2014,von Dr.Mircea Pfleiderer, Birgit Rödder,Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; ISBN-10: 3833839457 abrufen↑