Konjunktivitis beim Hund erkennen und behandeln

Hunde leiden sehr häufig unter einer Konjunktivitis. Die Bindehautentzündung beim Hund gehört zu den häufigsten Erkrankungen in Verbindung mit dem Auge. Auch wenn es sich hierbei um eine meist komplikationsfrei verlaufende Erkrankung handelt, ist diese für unsere Vierbeiner äußerst lästig und sollte auf gar keinen Fall unbehandelt bleiben. Gerade wenn die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beim Hund häufiger auftritt, besteht dringender Handlungsbedarf. Wir haben die häufigsten Anzeichen und Tipps zur Behandlung in diesem Beitrag zusammengestellt.

Augen beim Hund
Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beim Hund vranic / 123RF.com

 

Ein Blick in das Auge des Hundes: Aufbau und Funktion

Jeder Hund hat drei Augenlider. Wir unterscheiden in diesem Zusammenhang:

  • das obere und
  • das untere Augenlied sowie
  • die Nickhaut.

Die Funktion der Augenlider gleicht der bei Menschen. Sie schützen das Auge vor äußeren Umwelteinflüssen und vor einer Entzündung. Aus diesem Grund befindet sich im Inneren der Augenlider eine Schleimhaut, die auch als Bindehaut bezeichnet wird. Diese Bindehaut ist beim Hund äußerst empfindlich und kann sich von Zeit zu Zeit entzünden: die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beim Hund.

 

Die häufigsten Ursachen für die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beim Hund

Leider tritt bei einigen Rassen diese Form der Bindehautentzündung besonders häufig auf. Zu der Risikogruppe gehören vor allen Dingen Bulldograssen, die aufgrund ihrer großen Kulleraugen gezüchtet werden. Der negative und oft kranke Nebeneffekt: der Liedspalt bei vielen Tieren ist entweder zu klein oder zu groß. So öffnet sich das Lid zu weit oder wird zu fest verschlossen, was wiederum zu einem erhöhten Potenzial von Reizungen führt. Die folgenden Rassen sind sehr oft von der Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beim Hund betroffen:

  • Boxer,
  • Mops,
  • englische Bulldogge ,
  • französische Bulldogge

Andere rassespezifische Merkmale unterstützen behaarte und stark bewimperte Lidränder. Dies kann ebenfalls zu einem häufigen Auftreten der Bindehautentzündung führen. Auch ältere Hunde leiden unter dieser Augenerkrankung, da Nickhaut im Alter oftmals zu weit offen steht oder nicht mehr komplett verschlossen werden kann.

 

Die häufigsten Auslöser der Bindehautentzündung beim Hund

Handelt es sich nicht um rassespezifische Ursachen der Bindehautentzündung beim Hund, sind die folgenden Komponenten der Auslöser:

  • Fremdkörper und Pollen,
  • starke Zugluft,
  • Viren,
  • Bakterien,
  • Parasiten und Pilzsporen sowie

 

Vorsicht: Bindehautentzündung als Alarmsignal

Kommt es zu einer rezidivierenden Bindehautentzündung ist von einer auftretenden Abwehrschwäche die Rede. So leiden Hunde gerade infolge einer schweren Infektion unter einer Entzündung der Augen. Tatsächlich ist die Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beim Hund in diesem Fall ein Alarmsignal für einen sehr schlechten Allgemeinzustand Ihres Vierbeiners. Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, diese Entzündung nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sondern umgehend einen Tierarzt zu kontaktieren, um dem Vierbeiner einen allgemeinen Check-up zu unterziehen.

Bindehautentzündung beim Hund erkennen

In einem Anfangsstadium dieser Entzündung werden Sie beobachten, dass Ihr Hund immer wieder versucht, mit den Pfoten im Auge zu reiben und zu kratzen. Außerdem wird das betroffene Auge häufig krampfhaft zugekniffen oder der Vierbeiner neigt zu starkem Zwinkern. In einem nächsten Schritt kommt es zu einem zunehmenden Augenausfluss, der mit Intensität der Erkrankung auch gelblich und eitrig ausfällt. Seitlich unter dem Auge bildet sich ein Flüssigkeitskanal, der auch als Tränenstraße bezeichnet wird. Direkt nach dem Schlafen ist das Auge stark verklebt und Ihr Hund ist äußerst lichtempfindlich. Die Vierbeiner neigen zu einem enormen Ruhebedürfnis. Sie ziehen sich häufig zurück und lassen sich nicht mehr ganz so gern am Kopf streicheln. Über häufiges Scheuern, Kopfschütteln und Jaulen signalisiert Ihr Hund, etwas ist nicht in Ordnung.

 

Achtung: Beobachten Sie, dass die Nickhaut schlaff nach unten abfällt, handelt es sich keinesfalls um eine einfache Bindehautentzündung, denn dies sind erste Lähmungserscheinungen am Auge.

Die häufigsten Begleiterscheinungen bei der Bindehautentzündung

Zu den Begleiterscheinungen bei der Bindehautentzündung beim Hund treten zum Teil andere Beschwerden, wie zum Beispiel

  • Erbrechen,
  • Durchfall und Fieber,
  • Müdigkeit und

So leiden vor allen Dingen abgemagerte und ausgezehrte Hunde unter stark vereiterter Bindehaut. Hier sprechen wir von einem Nickhautvorfall. Tritt neben der Bindehautentzündung auch Schnupfen auf, handelt es sich um eine schwere Infektion, die sofort vom Tierarzt behandelt werden muss.

 

Fazit: Was hilft bei der Bindehautentzündung (Konjunktivitis) beim Hund?

Im Prinzip ist nicht schwer, eine Bindehautentzündung beim Hund zu diagnostizieren. Leider unterschätzen viele Hundehalter diese Entzündung und gehen erst viel zu spät zum Tierarzt. Ihr Tierarzt wird ein antiallergisches Mittel, Antibiotika oder Virostatika verschreiben, um dem Kern der Ursache auf den Grund zu gehen. Die Schulmedizin bietet uns eine reichhaltige Auswahl von Augensalben und Augentropfen sowie Gel, das dem Auge der Hunde Erleichterung verschafft. In den meisten Fällen verschreibt ein Tierarzt einen antibiotischen Komplex, der die Bakterien im Körper des Hundes bekämpft und eliminiert.

Erst wenn es zum Auftreten einer starken Verletzung oder zum Eindringen eines Fremdkörpers kommt, ist eine Operation unausweichlich. In extremen Fällen sind die Lider nach innen gedreht infolge einer Entzündung und Infektion. Auch hier kann ein chirurgischer Eingriff die einzige Möglichkeit sein, die Bindehautentzündung wieder loszuwerden. Unspezifische Entzündungen lassen sich auch homöopathisch behandeln, zum Beispiel mit einer Akutdosierung einer Tablette oder fünf Globuli der Euphrasia D6 oder C30.

 

weiterführenden Information

http://www.bellos-gesundheit.de/bindehautentzuendung-beim-hund.html

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