Fütterung Pferd im Stall - Copyright: HalfPoint bigstockphoto

Zum Kraftfutter für Pferde gehören vorwiegend Getreide und Pferdemüsli, die der Energiezufuhr dienen. Sobald Ihr Reittier seinen täglichen Energiebedarf nicht durch die normale Ernährung decken kann, kommt das nährstoffreiche Futter zum Einsatz. Beispielsweise brauchen Arbeitspferde sowie Leistungspferde Kraftfutter.

Kraftfutter
Kraftfutter für Pferde // Urheber: worei / pixabay.com

Das gibt es über Kraftfutter für Pferde zu wissen:

  • Die Bezeichnung Kraftfutter steht für Pferdenahrung mit einem hohen Energiegehalt.
  • Die entsprechenden Futtermittel enthalten in hohem Maß Proteine, Fette sowie Kohlenhydrate.
  • Hafer gilt als beliebtes Kraftfutter und ergänzt beispielsweise Pferdemüsli und Pellets.
  • Das Kraftfutter für Ihr Pferd sollten Sie dosieren, um ein hitziges Verhalten Ihres Reittiers zu verhindern.
  • Ausschließlich Kraftfutter in hoher Qualität ist der Gesundheit Ihres Pferds zuträglich.

Wie viel Kraftfutter brauchen Pferden?

Damit Pferde, die körperlicher Belastung unterliegen, ihre Energiereserven auffüllen, eignet sich das Kraftfutter. Oftmals handelt es sich um Getreidekörner, die Speicherorgane vieler Getreidepflanzen. Des Weiteren verwenden zahlreiche Pferdehalter Heu und Hafer. Letzterer fungiert als beliebtes Kraftfutter für Pferde. Er enthält Proteine, Fett und Stärke. Diese Zusammensetzung erlaubt einen schnellen Energienachschub, sodass Ihr Tier leistungsfähig bleibt.

Die Kraftfuttermenge sollte sich nach der Arbeitsintensität des Pferdes richten

Pro Tag 0,5 bis 1 Kilogramm Kraftfutter je 100 Kilogramm Gewicht des Pferdes ist empfohlen wenn das Pferd wenig bis mittel beansprucht wird und von einer leichten Arbeitsleistung auszugehen ist. Dies gilt für die meisten Pferde, zb. wenn das Pferd täglich einige Stunden geritten wird.

Es gilt also folgende Futtermenge an Kraftfutter:

Ein Warmblutpferd mit 500 Kilogramm Körpergewicht erhält 4 bis 5 kg Kilogramm Kraftfutter pro Tag erhalten.

Kraftfutter richtig zufüttern

Bei der Fütterung kommt es darauf an, das Kraftfutter zu dosieren. Bekommt das Pferd das nährstoffreiche Futter in hoher Konzentration, neigt es zum Übermut. Einige Reittiere reagieren darauf hitzig. Alternativ entscheiden sich viele Halter, ihre Tiere mit einer Mischung aus Gerste und Leinsamen zu füttern.

Vorher kochen Sie beide Nahrungsmittel ab. Sie sorgen bei Ihrem Pferd für ein seidig glänzendes Fell. Zu den favorisierten Kraftfuttern zählen zudem Fertigfuttermittel, Pellets und Pferdemüsli.

Macht das Zufüttern von Kraftfutter Sinn?

Körperliche Arbeit sowie Leistungssport fordern das Pferd, sodass es seine täglichen Energiereserven verbraucht. Bleiben diese niedrig, verliert das Tier unter Umständen Gewicht. Dieser Vorgang beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit. Um den Energiebedarf zu decken, füttern viele Halter nährstoffreiches Futter zu. Beispielsweise eignet sich Kraftfutter für Pferde und Nutztiere, sofern diese eine körperliche Belastung erleben. Steht Ihr Reittier viel Zeit auf der Weide oder in seiner Box, erweist sich eine Fütterung mit nährstoffreichem Getreide als nachteilig.

Ohne Bewegung bleibt die aufgenommene Energie unverbraucht. In der Folge setzt das Pferd unter Umständen Gewicht an. Bei einer dauerhaften Überfütterung kommt es zu:

  • Übergewicht,
  • Koliken,
  • Hufrehe.

Wann kommt das Kraftfutter zum Einsatz?

Im Normalfall nehmen Pferde ganztägig kleine Mengen energiearmen Futters zu sich. Daher braucht das Tier regelmäßig Futtergaben. Durch lange Futterpausen kommt es unter Umständen zu Verdauungsschwierigkeiten, die sich zu einer Kolik entwickeln.

Kraftfutter Pferd Menge
Kraftfutter Urheber: hhach/ pixabay.com

Gleiches geschieht, wenn Sie Ihrem Reittier auf die Dauer stark nährstoffreiches Futter zufüttern. Dieses belastet den Dünndarm der Pferde und zieht gesundheitliche Komplikationen nach sich.

Dennoch gibt es Situationen, in denen eine Nahrungsergänzung für die Tiere Sinn macht.

Erwartet das Tier körperlicher Stress, bereiten Sie es mit einer kräftigenden Fütterung darauf vor. Zu dem Zweck eignen sich Struktur- und Kraftfutter für Pferde.

Um einer körperlichen Belastung standzuhalten, brauchen diese eine hohe Eiweißzufuhr. Das gilt beispielsweise für Sport- und Turnierpferde. Ebenfalls kann sich das kräftigende Futter für trächtige Stuten und Zuchtstuten eignen.

Trainieren Sie Ihr Pferd oder nimmt es an einem Turnier teil, braucht es am gleichen Tag Kraftfutter. Reiten Sie das Tier ausschließlich in der Freizeit, verzichten Sie auf das nährstoffreiche Zusatzfutter. Wünschen Sie dennoch eine ausreichende Nährstoffversorgung, kombinieren Sie die tägliche Heugabe beispielsweise mit Mineralfutter.

Kraftfutter für Pferde – diese Arten gibt es

Wählen Pferdebesitzer Kraftfutter für ihre Tiere, entscheiden sie sich oftmals für Hafer. Für Pferde gilt er aufgrund seiner Zusammensetzung magenverträglicher als Roggen oder Weizen. Gleichzeitig enthält er relevante Inhaltsstoffe. Die Stärkemoleküle spalten die Enzyme im Dünndarm des Pferdes. Das geschieht zeitnah, sodass der Organismus schnell eine neue Energiequelle erhält. Demnach erweist sich Hafer als favorisiertes Getreide beim Kraftfutter und innerhalb des Pferdemüslis.

Um dem Reittier die Energie in konzentrierter Form zuzuführen, eignet sich Mais. Allerdings fällt es Pferden schwer, die gelben Körner mit den Zähnen zu knacken. Daher besteht das entsprechende Kraftfutter aus Maisflocken. Häufig kombinieren die Hersteller diese mit Gerste. Diese beinhaltet ebenfalls viele Proteine. Der Nachteil besteht in einem hohen Stärkegehalt. Unbehandelt führt diese zu Verdauungsproblemen und beeinträchtigt die Dickdarmfunktion des Tiers. Eine gute Alternative stellen hydrothermisch vorbehandelte Gerstenflocken dar. Diese erlauben einen problemlosen Stoffwechsel.

Als Kraftfutter kommen zudem Pellets infrage. Aufgrund ihrer servierfertigen Form treffen sie bei vielen Pferdehaltern auf Wohlwollen. In der Regel bestehen sie aus unterschiedlichen Substanzen, die gleichzeitig verdauungsfördernd und energiereich wirken. Beispielsweise verarbeiten die Hersteller in den Pellets Hafer, Leinschrot, Mais und Gerste.

Vorteile von Pellets Futter

Zu den großen Vorteilen der Pellets gehört die Möglichkeit, sie einfach zu lagern und zu dosieren. Des Weiteren entscheiden sich viele Halter für das Pferdemüsli, um ihren Tieren energiereiche Kost vorzusetzen. Dieses Kraftfutter trägt seinen Namen aufgrund seines Aussehens. In ihm kommen ebenfalls verschiedene Energielieferanten zum Einsatz. Im Gegensatz zu den Pellets erfordert es einen längeren Kauvorgang. Daher eignet sich das Müsli für Pferde, die hastig fressen oder einen sensiblen Magen aufweisen.

Darauf sollten Sie beim Zufüttern achten

Bei Kraft- und Strukturfutter handelt es sich um eine hochenergetische Nahrung für Pferde. Um den Magen des Tiers nicht zu belasten, kommt es auf eine langsame und schonende Umstellung an. Gleichzeitig bieten Sie das Kraftfutter ausschließlich in kleinen Mengen an. Die Verdauung eines Pferds ist an energiearme Kost gewöhnt. Daher führt eine starke Zufütterung mit Proteinen und Stärke unter Umständen zu Magenproblemen. Um das zu verhindern, achten Sie auf die Zusammensetzung des Futters. Eine gute Wahl stellen Produkte mit einem hohen Anteil an Rohfasern dar.

Diese sorgen für ein langes Kauen bei der Futteraufnahme und wirken sich positiv auf Speichelfluss und Magenfüllung aus [Van Ost, Saskia: Eine Feldstudie zu Energiebedarf und Rationsgestaltung bei Hochleistungsspringpferden (2015)]. Damit das Pferd die ideale Menge an Kraftfutter bekommt, hilft ein Blick auf die Herstellerangaben. Besitzen Sie ein Sport- oder Turnierpferd, sollten Sie dieses zwei Stunden vor und nach der Prüfung nicht füttern.

Kraftfutter unterstützt Arbeitspferde bei der Aufrechterhaltung ihrer Energiereserven. Allerdings gehört es nicht zur natürlichen Ernährung der Pferde. Um Ihr Reittier gesund zu halten, bieten Sie ihm das Futter daher ausschließlich im Bedarfsfall an. Bekommt Ihr Tier die nährstoffreiche Nahrung, braucht es zudem Futter, das zur Vitaminisierung und Mineralisierung beiträgt.

Die richtige Verwendung von Kraftfutter

Bei der Fütterung von Kraftfutter achten die Pferdehalter darauf, dass die Nahrung staub- und schimmelfrei bleibt. Für eine gesunde Verdauung Ihres Pferdes kommt es auf eine hohe Qualität der Futtermittel an. Zudem sollten Sie bedenken, dass es sich bei Kraftfutter nicht um ein Alleinfuttermittel handelt. Vielmehr stellt es eine Nahrungsergänzung oder ein Zusatzfutter dar.

Raufutter für Pferde

Kraftfutter ergänzen Sie mit einem hochwertigen Raufutter, beispielsweise Heu oder Silage. Ebenfalls erweist sich Gras als beliebtes Alltagsfutter.

Das Raufutter besteht als Grundlage der Pferdenahrung und ermöglicht eine funktionierende Verdauung. Um die richtige Menge für Ihr Reittier zu ermitteln, existiert eine einfache Faustregel.

Auf 100 Kilogramm Körpergewicht kommen 1,5 Kilogramm Heu. Füttern Sie gleichzeitig Kraftfutter für Pferde, füllen Sie dieses erst nach dem Raufutter in die Tröge. Zusätzlich gilt es, das nährstoffreiche Futter über den Tag in kleinen Mengen anzubieten. Bei einer Mahlzeit eines Großpferds sollte die Ration zwei Kilogramm nicht überschreiten.

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