Mauke
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Was ist die Mauke beim Pferd

Bei der Mauke handelt es sich um eine durch Bakterien hervorgerufene Entzündung, die sich an der Fesselbeuge der Pferde manifestiert.

Vorwiegend bei Tieren mit langem Behang tritt die gesundheitliche Komplikation auf. Bemerken Sie die Mauke beim Pferd, bieten sich medikamentöse Behandlungen sowie eine Therapie mit Naturheilmitteln an.

Die Mauke bei Pferden erkennen und behandeln

Vorwiegend in der Winterzeit erhöht sich das Risiko einer Infektion mit Mauke. Feuchtigkeit sowie Hautprobleme erleichtern es den Bakterien, in den Organismus einzudringen. Leidet die Haut unter einer Vorschädigung, entzündet sie sich. Zu den Risikofaktoren, die zu Mauke beim Pferd führen, gehören:

• Nässe,
• Tausalz auf der Haut,
• Urinflecken im Fell,
• Kotwasser, das an den Beinen herabläuft,
• mechanische Irritationen.

Bei der Erkrankung bildet sich über der wunden Hautstelle ein Sekret, das einen unangenehmen Geruch verströmt. Oftmals leiden betroffene Tiere unter einem starken Juckreiz. Bakterielle Sekundärinfektionen verstärken die bereits bestehenden Symptome. Bleibt die Mauke unbehandelt, tritt ein chronischer Verlauf ein.

Dieser führt zu einer deutlichen Verdickung der Haut im Bereich der Wundstelle. Schlimmstenfalls droht dadurch eine Bewegungseinschränkung des Gelenks unterhalb der Fesselbeuge.

5 Fakten über die Mauke beim Pferd:

  1. Kälte und Nässe begünstigen das Entstehen der bakteriellen Erkrankung.
  2. Ein typisches Anzeichen besteht in einem übelriechenden Sekret über der eigentlichen Hautschädigung.
  3. Durch die offene Wundstelle dringen weitere Erreger in den Organismus ein und führen zu Sekundärinfektionen.
  4. Eine unbehandelte Mauke führt zu schwerwiegenden Komplikationen, beispielsweise einer eingeschränkten Beweglichkeit des betroffenen Beins.
  5. Helfen Hausmittel sowie Wundreinigung nicht gegen die Symptome, sollten Sie den Tierarzt kontaktieren.

Pferde Mauke – eine Definition der Hauterkrankung

Die Mauke beim Pferd besteht als Hauterkrankung, resultierend aus einer Wunde und einem anschließenden Bakterienbefall. Tierärzte sprechen bei der gesundheitlichen Komplikation auch von einem Fesselekzem.

Vorwiegend tritt die Entzündung im Bereich der Fesselbeuge auf. Allerdings besteht die Möglichkeit, dass sich die Krankheit an weiteren sensiblen Hautpartien manifestiert. Speziell in den Wintermonaten erhöht sich das Risiko einer Mauke.

Durch die kalte Luft trocknet die Haut aus und verliert ihre Elastizität. Dadurch entstehen in der obersten Hautschicht winzige Verletzungen, durch die Bakterien in den Körper des Pferds gelangen. Eine zusätzliche Schwäche der körpereigenen Immunabwehr begünstigt die Entstehung des Phänomens. Dabei handelt es sich nicht um ein neues Krankheitsbild. Aufzeichnungen belegen, dass bereits im dritten Jahrhundert nach Christus Maukefälle bei Stallpferden auftraten.

Mehrere Umwelteinflüsse erleichtern es den Bakterien, die Mauke bei Ihrem Tier auszulösen. Beispielsweise erhöht sich das Entstehungsrisiko bei Pferden mit einem üppigen Fesselbehang. Unter diesem sammeln sich Feuchtigkeit und Schmutz. Beides greift die Hautbarriere an und ebnet den Erregern den Weg in den Organismus. Zusätzlich führt eine falsche Fütterung zu einer allgemeinen Schwäche des Immunsystems.

Dadurch fehlt den Pferden die Möglichkeit, die Erreger abzuwehren. Sobald Sie erste Symptome für die Mauke entdecken, sollten Sie Ihrem Reittier eine saubere Umgebung bieten. Feuchte Böden oder Schmutz verschlechtern den Hautzustand und tragen weitere Keime in die Wundstelle.

Verschiedene Arten der Mauke

Bei der Mauke handelt es sich nicht um ein einheitliches Krankheitsbild. Vielmehr unterteilt sich die gesundheitliche Komplikation in drei Arten. Am häufigsten manifestiert sich die ekzematöse Mauke, auch Eccema squamosum genannt. Weitere Formen heißen verruköse Mauke und Brandmauke. Bei diesen Erkrankungen schwillt das betroffene Gewebe an, anschließend verdickt sich die Haut. Des Weiteren kommt es bei vielen Tieren zu einer gestörten Verhornung.

Dadurch bildet die Haut vermehrt Schuppen [Geburek, Florian: Zur Entstehung des Warzenmauke-Syndroms der Kaltblutpferde (2002)]. Kommt es nicht zeitnah zu einer Behandlung, führt die Hautverdickung zu einer starken Bewegungseinschränkung der Gelenke. Dadurch droht die Lahmheit des Reittiers. Eine chronische Mauke zieht unter Umständen weitere Entzündungen nach sich. Sie erhöhen das Risiko einer Sepsis genannten Blutvergiftung. Breitet sich diese im Körper ihres Pferdes aus, herrscht Lebensgefahr.

Der grundlegende Krankheitsverlauf der Mauke

Erkrankt das Pferd an der Mauke, zeigen sich auf der betroffenen Hautstelle zunächst Rötungen. Unter dem Fell verborgen, bleiben sie oftmals lange Zeit unbemerkt. Ohne rechtzeitige Behandlung, fallen in diesem Bereich die Haare aus. Aufgrund der Alopezie bemerken viele Halter die Krankheit. Erfolgt weiterhin keine Therapie, bilden sich auf der Haut Krusten. Durch die Verdickung der Epidermis entstehen große und schorfige Flecken.

Auf den ersten Blick wirken diese wie Matsch oder Wundschorf. Im Gegensatz zu Letzterem fallen die Krusten jedoch nicht von der Haut ab. Sie verdicken sich zunehmend und nehmen an Härte zu. Die Entzündung breitet sich unterhalb dieser verdickten Schicht aus. Dadurch drohen großflächige Haut- und Gewebeschädigungen. Gleichzeitig erschwert die Kruste dem Pferd die Bewegung der Gelenke. Ein zusätzlicher Juckreiz schwächt den Gesundheitszustand des Reittiers.

Im fortgeschrittenen Verlauf führt die Mauke zu Bewegungsschmerzen bei Pferden. Sie sorgt für angeschwollene und erwärmte Haut. In einigen Fällen bildet sich unterhalb der Krusten Eiter, der eine Blutvergiftung auslösen kann.

Welche Symptome treten bei der Mauke auf?

Bereits im Anfangsstadium der Mauke bemerken Sie charakteristische Anzeichen der Krankheit. Zunächst sollten Sie auf leicht gerötete Hautstellen achten. Befinden sich diese im Bereich der Gelenke sowie unter dichtem Fell, erweist sich dies als erstes Warnsignal. In dem Fall gilt es, die Entwicklung der Hautirritation im Auge zu behalten. Sobald sich das Gewebe verdickt und sich die Temperatur erhöht, gilt eine Maukediagnose als wahrscheinlich.

Weitere Symptome bestehen in kleinen, hellen Krusten, die sich über die Wundstelle legen. Oftmals verströmen diese einen unangenehmen Geruch. Zusätzlich gehen an der betroffenen Hautstelle zunehmend die Haare aus. Die Epidermis des Pferdes wirkt angegriffen. Mit der Zeit bilden sich immer härtere Krusten. Darunter erscheint die oberste Hautschicht schwammig. Auf ihr entsteht ein zähflüssiger Belag, der unter Umständen Blasen wirft.

Sobald Sie die betroffene Stelle berühren, zieht das Pferd das Bein fort. Dies resultiert aus dem einsetzenden Schmerzreiz. Einige Tiere vermeiden das Auftreten mit dem jeweiligen Bein oder reagieren nervös. Im fortgeschrittenen Stadium der Mauke liegt die Schicht zwischen Epidermis und Lederhaut frei. Wucherungen erweisen sich als typische Krankheitszeichen in dieser Phase.

Wie erfolgt die Behandlung der Mauke?

Bei einer Therapie zielen Pferdehalter und Tierarzt auf eine verbesserte Hygiene der erkrankten Hautpartie ab. Hierbei kommt es darauf an, die entstandenen Krusten vorsichtig aufzuweichen. Neben einer sanften Säuberung mit einer milden Lösung bietet sich die Desinfektion an. Allerdings sollten Sie auf alkoholhaltige Mittel verzichten. Diese führen in der angegriffenen Epidermis zu Schmerzen und verschlimmern unter Umständen die Entzündung. Des Weiteren gilt es, auf eine saubere Aufstallung zu achten.

Zu den natürlichen Mitteln gegen die bakterielle Erkrankung zählen Umschläge mit Sauerkraut, die über Nacht auf der Hautstelle bleiben. Sie wirken entzündungshemmend und dämpfen den unangenehmen Juckreiz. Um die Heilung zu beschleunigen, cremen Sie die Epidermis Ihres Pferds beispielsweise mit Zinksalbe ein. Einen ähnlich antiseptischen Effekt besitzt Ringelblumensalbe.

Tritt die Mauke beim Pferd auf, versuchen unerfahrene Halter häufig, die entstehenden Krusten zu entfernen. Keinesfalls sollten Sie die Hautverdickung abkratzen oder daran ziehen. Dadurch sorgen Sie für eine weitere Hautschädigung, in der sich Bakterien und andere Erreger sammeln. Dadurch verschlimmert sich das Krankheitsbild und das Risiko einer Blutvergiftung steigt.