Frisst der Hund nicht, resultiert dieses Verhalten in vielen Fällen aus einer Erkrankung. Es kommen auch andere Ursachen infrage. Beispielsweise nimmt der Vierbeiner neues Futter nicht an.

Schmeckt die Futtermarke nicht, kommt es schnell zu einer Futterverweigerung bei dem besten Freund des Menschen. Depressionen führen ebenfalls dazu, dass das Tier weniger oder nicht frisst.

Die Gründe bestehen beispielsweise im Tod eines Artgenossen oder dem Verlust des geliebten Herrchens oder Frauchens.

Alter Hund beim Tierarzt
Alter Hund schlapp – Copyright: chalabala bigstock

Gründe für die Futter-Verweigerung beim Hund

Frisst der Hund nicht oder weit weniger als normal, sorgen sich die Besitzer. Kein Hund beginnt, freiwillig zu hungern. Um eine langfristige Schädigung zu vermeiden, versuchst Du, die Gründe für die Mangel-Ernährung herauszufinden. In einigen Fällen resultiert die Futter-Verweigerung aus banalen Ursachen. Der Vierbeiner mag die neue Futtermarke nicht. Er stellt sich stur. Den Fressnapf würdigt er keines Blickes mehr.

Nicht jeder Hund frisst jedes Futter. Bei der Wahl der richtigen Nahrung spielen der Geruch und die Konsistenz eine tragende Rolle. Hunde nehmen ihre Umgebung vorwiegend mit der Nase wahr. Riecht die neue Futtermarke unangenehm, hält sich der beste Freund des Menschen von seinem Futterplatz fern. Bettelt er bei Dir am Tisch, leidet er nicht an einer Erkrankung. Stattdessen verschmäht er die jeweilige Futterart. Hierbei bringt es nichts, einen Willenskampf mit dem Tier auszufechten.

Missbilligt der Hund sein Fressen am Morgen, bleibt es beispielsweise bis zum Mittag stehen. Rührt der Vierbeiner den Napf nicht an, wechselst Du das Futter aus. Steht es zu lange offen in der Wohnung, gelangen Fliegen oder andere Erreger auf die Nahrung. Somit entstehen im Ernstfall Erkrankungen, wenn der Vierbeiner später davon frisst. Zudem gibt es Hunde, die einzelne Inhaltsstoffe des Hundefutters nicht vertragen. Löst eine Geschmacksrichtung bei dem Tier Bauchschmerzen aus, verweigert es zukünftig die Nahrungsaufnahme.

Des Weiteren frisst der Hund seinen Napf nicht leer, weil er weniger Energie benötigt. Vorwiegend kleinere Tiere nehmen ausschließlich so viel Nahrung auf, wie sie für den täglichen Energiebedarf brauchen. Daher kommt es vor, dass Futter im Napf liegen bleibt. Am besten gibst Du Deinem Vierbeiner sein Fressen in mehreren, kleineren Portionen. Damit verhinderst Du das Zurückbleiben von Futterresten.

Bei neuem Futter brauchen die Tiere Zeit, um sich daran zu gewöhnen. Verschmäht der Vierbeiner die Nahrung über einen längeren Zeitraum, suchst Du nach einer Alternative im Hundefutter-Regal. Gönnt der Hund seinem Napf auch nach dem Futterwechsel keinen Blick, gibt es andere Gründe für die Verweigerung der Nahrungsaufnahme. In einigen Fällen leiden die Tiere unter psychischen Problemen.

Die psychischen Gründe für die Futter-Verweigerung

Frisst der Hund über einen langen Zeitraum wenig oder nichts, kommen psychische Ursachen als Gründe infrage. Einige Vierbeiner reagieren sensibel auf ihre Umgebung. Beispielsweise bedeutet ein Umzug für den Hund Stress.

Der Wechsel des Besitzers verursacht ebenfalls ein emotionales Ungleichgewicht. Der Hund reagiert mit einer temporären Futter-Verweigerung. In diesen Fällen endet die Appetitlosigkeit nach einem bestimmten Zeitraum von allein. Du achtest darauf, dass Dein Hund Flüssigkeit zu sich nimmt.

Frisst das Tier nach drei bis vier Tagen nichts, suchst Du mit ihm einen Tierarzt auf. Auch hormonelle Veränderungen haben eine Futter-Verweigerung zur Folge. Läufige Hündinnen verfügen in vielen Fällen über weniger Appetit. Ebenso wie die paarungsbereiten männlichen Hunde fressen sie kaum. Des Weiteren schlägt Stress den Vierbeinern auf den Magen. Silvester bedeutet für jedes Tier eine psychische Belastung. Vorwiegend der Lärm macht den Tieren zu schaffen.

Daher verweigern sie das Futter. Zuwachs in der Familie führt unter Umständen dazu, dass der Hund seinen Appetit verliert. Fühlt er sich weniger beachtet, macht er mit diesem „Hungerstreik“ auf sich aufmerksam. Liegen dem veränderten Verhalten weder Stress, noch anderes Futter zugrunde, leidet der beste Freund des Menschen möglicherweise unter einer Krankheit. Um eine genaue Diagnose zu erhalten, suchst Du mit Deinem Vierbeiner einen Veterinär auf.

Krankheiten sorgen für Verweigerung der Nahrung

Frisst ein Hund nicht, sprechen die Ärzte von einer Inappetenz. Diese tritt bei verschiedenen Erkrankungen auf. Beispielsweise leidet der Vierbeiner an:

  • Schmerzen,
  • einer Entzündung,
  • Verdauungs-Störungen
  • oder Übelkeit.

Weitere Krankheiten, welche die Appetitlosigkeit verursachen, sind Fehlfunktionen der Schilddrüse sowie verschiedene Organ-Erkrankungen. Die häufigste Ursache für die Futter-Verweigerung bildet der Schmerz im Maul. Abgebrochene oder von Erregern befallene Zähne peinigen den Hund bei der Nahrungsaufnahme. Daher verschmäht er sein Fressen immer häufiger. Auch eine Entzündung im Maul wirkt sich negativ auf das Fressverhalten des Vierbeiners aus.

Bei einem Parasitenbefall verweigern die Hunde ebenfalls das Futter. Vorwiegend Würmer verursachen Schmerzen im Darmtrakt des Tieres. Viele Besitzer bemerken bei hohen Temperaturen, dass ihre Hunde nicht fressen. Wie bei vielen Tieren schlägt die Hitze dem Hund auf den Magen. Nimmt der Vierbeiner vergiftete Substanzen oder andere Fremdkörper zu sich, kommt es im gleichen Fall zu der Ablehnung des Futters. Bemerken die Besitzer die Futter-Verweigerung bei ihrem Tier, beachten sie zwingend das Verhalten des Hundes. Wirkt er apathisch oder leidet Schmerzen, folgt umgehend der Besuch beim Tierarzt.

Wann ist die Futter-Verweigerung gefährlich?

Jeder Hund frisst von Zeit zu Zeit weniger. In den meisten Fällen stellt eine temporäre Appetitlosigkeit keine Gefahr dar. Trinkt das Tier ausreichend, hält es die Futter-Verweigerung bis zu zwei Tagen ohne Probleme durch.

Kommen jedoch andere Verhaltens-Auffälligkeiten hinzu, bringst Du Deinen Hund zu einem Spezialisten. Vorwiegend bei Krankheits-Symptomen wie Fieber, Durchfall, Entzündungen und Erbrechen zeigt sich der Besuch bei einem Veterinär notwendig.

Des Weiteren deuten blasse Schleimhäute sowie ein verhärteter Bauch auf eine Erkrankung hin. Existieren keine Krankheitszeichen, versuchst Du, Deinem Hund das Futter schmackhaft zu machen. Oftmals reicht es, die Nahrung kurz anzuwärmen. Dies intensiviert den Geruch und weckt den Appetit des Vierbeiners. Ebenso positiv reagieren Hunde auf das Zufügen von Naturjoghurt in das Futter. Bei kleineren Tieren verdünnst Du die Nahrung mit Wasser.

Sobald Hunde nicht fressen, beobachten die Besitzer ihren Vierbeiner intensiv. Ein verändertes Verhalten deutet bei der Futter-Verweigerung auf eine Erkrankung hin. Erbrechen sich die Tiere, leiden an Durchfall oder Fieber, suchst Du mit Deinem tierischen Freund einen Tierarzt auf.

In manchen Fällen verweigern Hunde ihr Futter, weil ihnen eine bestimmte Marke nicht behagt. Versuche dem Tier die Nahrung schmackhaft zu machen. Das gelingt Dir, indem Du das Futter anwärmst oder mit Naturjoghurt anreicherst.

Was Du wissen musst wenn Dein Hund nicht frisst:

Seitenanzahl: 128, Autor: Dr. Martin Bucksch, Verlag: Kosmos Verlag Noch vor 10 Jahren wurde über dieses Thema kaum gesprochen und geschrieben Fertigfutter lautete die Devise. Doch die Zeiten hab…

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