Alles über Zahnpflege, Milchzähne und Zahnwechsel beim Hund

Ebenso wie der Mensch kommt ein Hunde Welpe zahnlos auf die Welt. Langsam brechen die Milchzähne durchs Zahnfleisch. Sie ermöglichen den jungen Tieren den Verzehr fester Speisen.

In der Regel bekommen Hunde sie im Alter zwischen vier und zehn Monaten das richtige Gebiss. Sobald dieses durchbricht, fallen die Milchzähne der Hunde aus. Während dieser Zeit reagiert Ihr Haustier unter Umständen mit einer geringen Nahrungsaufnahme.

Zahngesundheit bei deinem Hund

Damit Ihr Hund kräftig zubeißt, erhält seine Zahngesundheit einen hohen Stellenwert. Durch die falsche Ernährung können bereits bei den Milchzähnen Zahn- und Zahnfleischerkrankungen auftreten.

Wann zeigen sich die Milchzähne bei Hunden?

Erblicken die Welpen das Licht der Welt, befinden sich keine Zähne im Maul. Erst drei bis sechs Wochen nach der Geburt brechen die Milchzähne der Hunde nacheinander durch. Insgesamt bilden 28 Zähne das Milchgebiss Ihres Haustiers. Im Unterkiefer befinden sich jeweils:

  • sechs Schneidezähne,
  • sechs Backenzähne
  • und zwei Fangzähne.

Im Vergleich zu den richtigen Zähnen zeigen sich die Milchzähne der Welpen spitz. Einen weiteren Unterschied gibt es bei der Anzahl der Hundezähne. Beispielsweise fehlen vor dem Zahnwechsel der erste Prämolare (Vormahlzahn).

Gleiches gilt für die Molaren. Diese treten erst beim bleibenden Hundegebiss auf.

Folglich beinhaltet dieses 42 statt 28 Zähne. Der Austausch des Gebisses erweist sich als komplizierter Vorgang. Zudem geht er bei den Junghunden mit Schmerzen einher. Immerhin verfügen bereits die Milchzähne über eine vollständig ausgebildete Zahnwurzel.

Wie kommt es zum Zahnwechsel bei Hunden?

Unterhalb eines Milchzahns befindet sich der zum bleibenden Zahn gehörende Zahnkeim. Sobald dieser wächst, drückt er von unten gegen das Milchgebiss. Durch den anhaltenden Druck, den er auf die Wurzelspitze ausübt, kommt es zur Drucknekrose.

Dementsprechend stirbt die zum Milchzahn gehörende Zahnwurzel ab. Nach der kompletten Resorption der Wurzel löst sich der Zahnrest aus dem Zahnfleisch.

Damit bleibt ausreichend Platz für den bleibenden Hundezahn. Ein reibungsloser Zahnwechsel setzt eine korrekt positionierte Zahnanlage voraus.

Der Zahnwechsel bei Hunden beginnt vier bis sieben Monate nach der Geburt. Wann der komplette Wechsel vom Milchgebiss zum bleibenden Gebiss abschließt, hängt von mehreren Faktoren ab. Beispielsweise spielen die Hunderasse und der allgemeine Gesundheitszustand Ihres Haustiers eine Rolle. Im Schnitt durchlaufen große Rassen den Prozess schneller als kleine Hunde.
Milchzähne bei deinem Hund
Wann fallen die Milchzähne beim Welpen aus? Wir klären alles rund um die Milchzähne bei deinem Hund. Foto: www.tierischehelden.de

Wie bemerken Hundehalter den Wechsel der Zähne?

Bei Tieren, die zu den großen Hunderassen zählen, beginnt der Zahnwechsel eher. Der gesamte Prozess dauert bis zu drei Monate. Obgleich einige Hunde in der Zeit weniger Futter konsumieren, bemerken wenige Besitzer den Wechsel von den Milchzähnen zum bleibenden Gebiss. Da viele Hunde die ausgefallenen Milchzähne verschlucken, bleiben kaum Spuren des Phänomens zurück.

Welche Probleme treten beim Zahnwechsel bei Hunden auf?

Selten geht der Zahnwechsel mit charakteristischen Symptomen einher. Manche Hunde reagieren auf den körperlichen Stress mit Müdigkeit oder einem verminderten Spieltrieb. Bei anderen Tieren kommt es zu Beschwerden während der Zahnwechselperiode.

Beispielsweise leiden sie an:

  • Zahnschmerzen,
  • Durchfall
  • oder einer erhöhten Temperatur.

Um die Pein zu verringern, knabbern die Tiere beispielsweise an Holz oder Möbelstücken. Seltener kommt es vor, dass ein Milchzahn trotz Durchbrechen des bleibenden Zahns nicht ausfällt.

Hierbei sprechen die Mediziner von einem persistierenden Milchzahn. Sie erkennen ihn als Doppelzahn im Hundemaul. Damit der richtige Zahn gerade wächst, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.

Dieser zieht den Milchzahn. Oftmals lindert dieser Prozess den im Maul befindlichen Druck, der beim Hund zu anhaltenden Schmerzen führen kann.

Was gibt es beim Zahnwechsel zu beachten?

Damit Ihr Hund von einer guten Zahngesundheit profitiert, sollten Sie ihm nährstoffreiche Kost vorsetzen. Verzichten Sie auf Nahrungsmittel, die viel Zucker oder Säure enthalten. Beides schädigt Milchzähne ebenso wie das bleibende Gebiss.

Zudem gilt es, die Bildung von Plaque und Zahnstein zu minimieren. Neben speziellen Leckerlis helfen beispielsweise diätetische Mahlzeiten, die Hundezähne gesund zu halten (Jensen, L., et al.: Reduction in accumulation of plaque, stain, and calculus in dogs by dietary means (Dezember 1995).

Tipps für Dich, um deinem Hund den Zahnwechsel zu erleichtern

Während des Zahnwechsels vermeiden Sie Zerr- und Apportierspiele. Diese fügen dem Hund Schmerzen zu. Ebenso besteht das Risiko, die bleibenden Zähne zu beschädigen.

Um Ihrem Haustier den Wechsel vom Milch- zum bleibenden Gebiss zu erleichtern, bieten sich Kauartikel an. Neben speziellen Kauspielzeugen existieren beispielsweise Naturkauartikel. Alternativ erhält der Hund einen Kong, gefüllt mit klarem Eis oder gefrorenem Joghurt. Beide Inhalte kühlen das Gebiss.

Bieten Sie Ihrem Tier Kauartikel an, sollten Sie den empfohlenen Nährstoff- und Energiebedarf nicht überschreiten. Ansonsten führt ein überschnelles Wachstum des Haustiers zu gesundheitlichen Komplikationen. Um den Zahnwechsel des Hundes zu kontrollieren, gewöhnen Sie ihn frühzeitig an die Zahnkontrolle. Dafür öffnen Sie dem Tier bereits im Welpenalter kurz den Fang. Geschieht dies gewalt- und stressfrei, gewöhnt sich das Jungtier problemlos an den Routinegriff.

 

 

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