Gesundheit

Mundgeruch bei Katzen – Ursachen & Entfernen von schlechtem Atem

Warum entsteht Mundgeruch bei Katzen?

Leiden die Katzen an starkem Mundgeruch, kann im Ernstfall eine Erkrankung zugrunde. Müffelt Dein Katze aus dem Maul nach Katzenfutter, gibt es in der Regel keinen Grund zur Sorge. Erst, wenn Du gleichzeitig einen fauligen oder eitrigen Geruch wahrnimmst, stehen weitere Nachforschungen im Mittelpunkt.

Der ungesunde Mundgeruch bei Katzen resultiert beispielsweise aus einer Zahnkrankheit oder einer Entzündung. Besteht für Dich keine Möglichkeit, dem Haustier ins Maul zu schauen, konsultierst Du besser den Tierarzt. Innerhalb kurzer Zeit diagnostiziert er das Problem und bietet eine schonende Lösung an, die Deiner Katze Erleichterung verschafft.

Mundgeruch bei Katzen

Katzen riechen nach dem Fressen oft aus dem Maul – Stockfoto-ID: 177477319 Copyright: Yastremska, Bigstockphoto

 

 

Ursachen von Mundgeruch bei Katzen

In der Regel handelt es sich bei dem üblen Mundgeruch bei der Katze um das Symptom für eine Grunderkrankung. Speziell bemerkst Du den unangenehmen Duft, wenn Dein Haustier herzhaft gähnt oder sein Kopf beim Kuscheln nah an Dein Gesicht gerät.

In dem Fall gilt es, vorsichtig einen Blick in das Maul des Tieres zu werfen. Liegt dem Gestank eine Entzündung im Mundbereich oder im Rachen zugrunde, erkennen die Besitzer unter Umständen eine Rötung. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass der Entzündungsprozess mit der Eiterbildung einhergeht. Das gelbliche Sekret hebt sich deutlich von den rosafarbenen Schleimhäuten ab.

 

Zu den harmlosen Ursachen von Mundgeruch bei Katzen gehört das Katzenfutter. Nach dem Fressen bleiben in einigen Fällen Futterreste zwischen den Zähnen. Aus dem Grund bildet sich der Geruch, der aus dem Mäulchen strömt. Riecht der Atem Deines Haustiers ausschließlich nach dem Nassfutter, besteht kein Grund zur Sorge. Um das schlechte Odeur zu vertreiben, reicht es in der Regel, der Katze Wasser anzubieten. Die Flüssigkeit spült die Futterreste aus den Zahnzwischenräumen. Stört Dich der Mundgeruch weiterhin, bewährt es sich, die Futtermarke zu wechseln. Speziell hochwertige Produkte überzeugen durch einen angenehmeren Duft.

Mundgeruch

Mundgeruch bei Katzen durch Zahnkrankheiten Copyright: happymay, Bigstockphoto

 

Zahnprobleme führen zu schlechtem Atem

Nicht nur beim Menschen sorgen faulige Zähne für Mundgeruch. Bei Katzen resultiert der Gestank ebenfalls aus einer Entzündung des Zahnfleischs oder eines eitrigen Zahns. Die Zahnprobleme treten bei Tieren aus unterschiedlichen Gründen auf.

Beispielsweise beißen sie auf einen harten Gegenstand, sodass ein Stück des Zahns abbricht. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass das Haustier unter Karies leidet. Vorrangig tritt der Fall ein, wenn Du der Katze zuckerhaltige Lebensmittel – beispielsweise gesüßte Milch – anbietest. Gleichzeitig führt der reichhaltige Genuss von Sahne zu schlechten Katzenzähnen.

Erkennst Du im felinen Atem einen eitrigen oder fauligen Unterton, weist dieser als Beispiel auf eine Zahnentzündung hin. Zudem bemerkst Du die gesundheitliche Komplikation, wenn sich der Mundgeruch der Katze grundlos ändert. Wechselst Du das Futter des Tieres nicht und dennoch kommt es zu schlechtem Atem, empfiehlt sich der Besuch beim Tierarzt. Eine weitere Ursache des unangenehmen Geruchs stellt Zahnstein dar. Diesen entfernt der Veterinär ohne großen Aufwand. Deine Katze profitiert in der Folge von einer gesunden Mundflora und einem kräftigen Gebiss.

 

 

Lockere Zähne verursachen den Mundgeruch

Vorwiegend leiden junge und ältere Katzen an Mundgeruch. Die Jungkatzen – Kitten genannt – verlieren im Alter von vier bis sieben Monaten ihre Milchzähne. Während des Zahnwechsels besteht die Möglichkeit, dass sich eine Entzündung des Zahnfleischs entwickelt. Dadurch verströmen die Tiere einen schlechten Atem. Spezielle Leckerchen erleichtern den jungen Haustieren den Wechsel des Gebisses. Bleibt der Mundgeruch über einen längeren Zeitraum erhalten, suchst Du ebenfalls besser den Tierarzt auf.

Beispielsweise löst sich ein Milchzahn nicht aus dem Zahnfleisch, sodass der Entzündungsprozess mit einer Eiterbildung einhergeht. Der Veterinär zieht den Zahn und nimmt Deiner Katze auf die Weise die Schmerzen. Auch bei Seniorkatzen kommt es unter Umständen zu schweren Komplikationen im Mundraum. Ab dem neunten Lebensjahr verlieren die Tiere ihre Fangzähne. Hierbei handelt es sich um einen natürlichen Prozess, der im Normalfall ohne Schwierigkeiten vonstattengeht. Dringen jedoch Bakterien in die kurzzeitig offene Wunde, folgt eine Entzündungsreaktion.

 

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass der Mundgeruch bei Katzen aus einer Verletzung im Rachenraum resultiert. Leidet das Haustier an einem Abszess, bemerkst Du den Gestank innerhalb kurzer Zeit. Ebenso deutet er auf einen unerkannten Tumor hin. Bereits bei den ersten Anzeichen lohnt sich der Gang zum Tierarzt. Findet dieser die Wucherung, erhöht eine schnelle Entfernung die Genesungschancen des Haustiers.

 

Welche Krankheiten verursachen den Mundgeruch?

Leidet die Katzen an starkem Mundgeruch, deutet dieser unter Umständen auf eine Erkrankung der Organe oder eine Stoffwechselstörung hin. Riecht der Atem des Tiers tranig oder nach Galle, liegt es beispielsweise an einem Magen-Darm-Problem. Süßlicher Duft deutet auf die Krankheit Diabetes hin.

 

Hilfsmittel gegen Mundgeruch und schlechten Atem bei Katzen

Resultiert der Mundgeruch der Katze aus günstigem Futter, enthält dieses Zucker oder besondere Zuckerersatzstoffe. Der Sinn besteht darin, den Geschmack zu verbessern, wobei jedoch gesundheitliche Komplikationen wie Zahnprobleme drohen. In dem Fall hilft es, dem Haustier zusätzlich Trockenfutter zur Verfügung zu stellen. Dieses verfügt über eine abrasive Wirkung und unterstützt somit die Reinigung des Mundraums. Weitere Maßnahmen bestehen in:

  • Kauröllchen,
  • Zahngel
  • oder Katzengras.

 

Die Kauröllchen enthalten im Regelfall antiseptische Ingredienzen, die einer Entzündung im Maul vorbeugen. Gel und Katzengras nimmt die Mehrzahl der Katzen mit Begeisterung an. Beide Mittel verbessern den Mundgeruch und überzeugen ebenfalls aufgrund eines entzündungshemmenden Effekts.

 

Praktische Tipps gegen Mundgeruch bei Katzen

Leidet Deine Katze an Mundgeruch, ergibt sich für Dich die Möglichkeit, ihr aktiv bei der Zahnpflege zu helfen. Akzeptiert es Dein Haustier, unterstützt Du es beim Putzen des Gebisses. Zu dem Zweck verwenden die Besitzer eine kleine Kinderzahnbürste, die sie in angenehm temperiertes Wasser tauchen. Auf Zahncreme verzichtest Du besser, da der Geschmack das Tier abstoßen könnte. Zudem enthalten die Produkte für Menschen Zusatzstoffe, die für Katzen eine gesundheitliche Gefährdung bedeuten. In Fachgeschäften oder im Internet findest Du dagegen spezielle Pflegeprodukte für Katzen.

Die Zahnbürste schiebst Du der Katze in keinem Fall direkt in den Schlund, da Du sonst den Brechreiz auslöst. Stattdessen reibst Du die Borsten sanft über die Fangzähne des Haustiers. Ein weiterer positiver Effekt besteht in der verbesserten Durchblutung des Zahnfleischs. Dadurch heilen kleine Wunden im Regelfall schneller. Das Risiko einer Zahnfleischentzündung sinkt.

Freilebende Katzen fressen Mäuse sowie andere Kleintiere. Sie knabbern an Gegenständen und trinken das Wasser aus Pfützen. Daher verwundert es ihre Besitzer nicht, dass ihr Atem manchmal unangenehm riecht.

 

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