Die norwegische Waldkatze

Sie gehört zu den natürlich entstandenen Katzenrassen. Das bedeutet, dass sie sich nicht aus einer Züchtung entwickelte. Kurz heißt sie auch Norweger. Im Norwegischen nennt sich der große Stubentiger Norsk Skogkatt, wobei ihr ursprünglicher Name Trollkatze lautet.

Ihre hauptsächlichen Merkmale bestehen in ihrem buschigen Schwanz, den Stulpen und der erkennbaren Halskrause. Seit dem Jahr 1930 kommt es zur Redomestizierung der Waldkatzen.

Die Katzenrasse ist bereits so alt, dass ihr Bild auf Wikingermünzen auftauchte. Die norwegische Waldkatze zählt zu den Halblanghaarkatzen.
Waldkatze
Norwegische Waldkatze / lembrechtsjonas / 123RF.com

Merkmale der kühlen Norwegerin

Die Samtpfote aus dem kalten Norden verfügt über deutliche Merkmale. Speziell ihre Halskrause, der Schwanz und die Stulpen machen sie zu einem außergewöhnlichen Anblick. Bei der Halskrause handelt es sich um eine deutliche Verdichtung des Fells im Bereich zwischen Schultern und Kinn.

In den Wintermonaten verdichtet sich der Pelz zusätzlich, sodass die Katze über eine „Mähne“ verfügt. Die Stulpen und die Schneeschuhe gelten ebenfalls als typische Charakteristika der norwegischen Waldkatze. Zwischen den Gelenken und den Pfoten weist das Tier einen dichten Pelz auf.

Dieser verstärkt sich im Winter zusätzlich. Die Schneeschuhe benötigt der Stubentiger, um sich in den Wäldern Norwegens zu bewegen. Zwischen den Zehen der Rassekatze befinden sich lange Haarbüschel. Sie halten die Pfoten warm und verhindern gleichzeitig das Einsinken in den Schnee.

Das Rassemerkmal bildete sich im Laufe der Zeit nicht zurück, sodass Du es auch bei Deiner Norwegerin erkennst. Bei der norwegischen Waldkatze kommen beinahe alle Fellfarben vor. Die Ausnahmen zeigen sich in Form von:

  • Chocolate,
  • Lilac,
  • Fawn
  • und Cinnamon.

Siehst Du bei Deiner Trollkatze eine dieser Fellfarben, schließt Du daraus die Kreuzung mit einer anderen Rasse. In der Regel handelt es sich bei den Stubentigern um große, robuste Tiere. Die Kätzinnen wiegen ausgewachsen zwischen vier und sechs Kilogramm. Die Kater bringen es auf ein Gewicht von fünf bis acht Kilogramm. Dabei spielt speziell die Körperform der Rassekatzen eine relevante Rolle. Der Stubentiger zeigt sich kräftig. Trotz seiner Größe beweist er eine besondere Wendigkeit. Beispielsweise gehört die norwegische Waldkatze zu den wenigen Tieren, die kopfüber von einem Baum hinabklettern.

Das verdanken die Katzen ihrem Körperbau und der biegsamen Wirbelsäule. Der Körper der norwegischen Waldkatze wirkt kompakt und stämmig. Ihre Pfoten sind kurz, sodass das Tier scheinbar leicht geduckt läuft. Diese Besonderheit gibt der Norwegerin das Aussehen eines Fuchses. Ihr buschiger Schwanz unterstützt den Eindruck. Bei der Augenfarbe sind bei der Trollkatze sämtliche Varianten vertreten.

Rassebeschreibung der Norwegischen Waldkatze

Der kräftige Leib der norwegischen Waldkatze zeigt sich lang gestreckt. Dabei erkennst Du deutlich, dass die Hinterbeine länger als die Vorderbeine sind. Diese Eigenheit sorgt dafür, dass die Waldkatze mühelos auf hoch gelegene Plätze springt. Auch die Kopfform der norwegischen Waldkatze weist einige Besonderheiten auf.

Seine Form ähnelt einem gleichschenkligen Dreieck. Somit sieht das Profil des Tieres vollkommen gerade aus. Die Ohren sind groß und spitz zulaufend. Des Weiteren befinden sich längere Härchen auf deren Spitze.

Junge Norwegische Waldkatze / evdoha / 123RF.com
Junge Norwegische Waldkatze / evdoha / 123RF.com

Das außergewöhnlichste Merkmal der norwegischen Waldkatze ist ihr besonderes Fell. Das Tier besitzt eine dichte Unterwolle und Wasser abweisendes Deckhaar. Dazwischen befinden sich lange Grannenhaare, die den Stubentiger vor Kälte schützen. Das Deckhaar der Norwegerin wirkt leicht fettend. Auf diese Weise gelangt keine Feuchtigkeit zu der dicken Unterwolle. Der lange Schwanz der Waldkatze reicht bis zu ihren Schultern, wenn Du ihn dem Tier auf den Rücken legst. Setzt sich die Samtpfote, bedeckt dieser ihre Vorderbeine problemlos. Somit hält sich der Vierbeiner warm.

Die norwegische Waldkatze haart ausschließlich zweimal im Jahr. Im Frühling stößt sie ihre dichte Unterwolle ab, im Herbst verschwindet das Sommerfell.

In diesem Zeitraum verliert das Tier viele Haare. Das restliche Jahr über zeigt sich der Pflegeaufwand gering. Du bürstest das Fell Deines Stubentigers regelmäßig, um ein Verfilzen zu vermeiden. Speziell im Bereich des Schwanzes und der Hinterbeine erhält die Pflege eine hohe Priorität. Bleiben Kotreste im Fell kleben, kommt es im schlimmsten Fall zu Entzündungen.

Die Rassestandards der norwegischen Waldkatze

Die norwegische Waldkatze gehört zu den Rassekatzen. Unter Züchtern existieren daher bestimmte Rassestandards. Dazu gehören die Fellfarben. Bei der Norwegerin gibt es zwei von ihnen, die bei keiner anderen Katzenart vorkommen. Sie nennen sich Amber und Lightamber. Ein weiteres wichtiges Rassemerkmal stellt die Kopfform dar. Die Züchter achten auf die dreieckige Form.

Dabei zeigt sich der Kopf von allen Seiten gleich lang. Die norwegische Waldkatze verfügt über ein hohes Profil. Ihre Stirn weist eine leichte Rundung auf, jedoch gibt es in ihm keinen Stop.

Das Kinn des Stubentigers ist von kräftiger Ausprägung. Ihre Ohren sind an der Basis breit und laufen spitz zu. Eine besondere Priorität erlangen die Luchs-Pinsel auf der Spitze. Die Augen der Samtpfote besitzen eine ovale Form und sind groß. Im Gesicht der Waldkatze präsentieren sie sich in einer leicht schrägen Stellung. Dies verleiht dem Tier ein intelligentes Aussehen. Die Beine der Katze wirken kräftig. Ihre Pfoten zeigen sich groß und rund. Dabei erhalten die Schneeschuhe einen hohen Stellenwert.

Der Schwanz der norwegischen Waldkatze erreicht eine Länge, die einem Dreiviertel der Körperlänge entspricht. Seine flauschige Form gilt als bedeutendes Merkmal der Rassekatze. Bei ihrem Fell erhält die halblange Struktur Wichtigkeit. Die Züchter achten darauf, dass eine voll im Fell stehende Norwegerin über eine ausgeprägte Hemdbrust, den Kragen und die Stulpen verfügt. Bei der Trollkatze gibt es bei jeder Fellfarbe die Möglichkeit einer weißen Färbung. Beispielsweise besitzen die Tiere ein weißes Medaillon, eine weiße Flamme oder weiße „Hausschuhe“.

 

Besonderheiten und Charakter der Trollkatze

Die norwegische Waldkatze zählt zu den Katzenrassen, die erst spät auswachsen. Ihre endgültige Größe erhält die Samtpfote im Alter von vier Jahren. Diese Besonderheit sorgt dafür, dass Du Deine Norwegerin am besten erst mit neun Monaten dem Tierarzt zur Kastration vorstellst. Die Wahl eines früheren Zeitpunktes führt bei den Tieren unter Umständen zu einer Organschädigung.

Der Charakter der norwegischen Waldkatze macht sie als Haustier beliebt. Die Norwegerin zeigt sich stark sozialisiert.

Das bedeutet, dass sie den häufigen Kontakt zu „ihrem“ Menschen sucht. In vielen Fällen besitzt sie ausschließlich eine Bezugsperson. Dieser beweist sie eine enorme Treue. Bevorzugt hält sich das Tier in der Nähe dieser Person auf. Andere Familienmitglieder streicheln sie jedoch problemlos. Die norwegische Waldkatze kommt in der Regel gut mit Kindern zurecht. Die Tiere besitzen bis ins hohe Alter einen ausgeprägten Spieltrieb.

Des Weiteren verfügt die Trollkatze über ein starkes Temperament. Ihr Bewegungsdrang ist sehr hoch. Sie springt mit Vorliebe auf hohe Plätze und benötigt viel Auslauf. Im Gegensatz zu anderen Katzen miaut die norwegische Waldkatze selten. Stattdessen kommuniziert sie mit einem Gurren, das beinahe wie ein Schnurren klingt. Die Gurrlaute schenkt die Katze ausschließlich ihrem Menschen. Norwegische Waldkatzen untereinander verständigen sich kaum mit diesen Lauten.

Die Rassekatze besitzt ein sanftes, gutmütiges Wesen. Somit gehört das Tier zu den unkomplizierten Katzenarten. Seine Verspieltheit macht den Vierbeiner zu einem ausgezeichneten Jäger. Zudem gilt die enge Bindung, welche die Waldkatze zu einem Menschen aufbaut, als Besonderheit. Die Trollkatzen sind gesellige Samtpfoten. Sie akzeptieren andere Katzen ohne Probleme in ihrem Revier.

Die Haltung und die Pflege der Norwegerin

Die Waldkatzen gehören zu den geselligen Tieren. Daher hältst Du sie am besten nicht als Einzelkatze. Speziell in der Zeit, die Du auf Arbeit verbringst, braucht der Stubentiger ausreichend Beschäftigung. Die Rassekatze spielt mit Vorliebe und benötigt dafür viel Platz. Ihr temperamentvoller Charakter sorgt dafür, dass das Tier viel rennt und springt.

In engen Wohnungen gehen dabei unter Umständen Gegenstände zu Bruch. Daher sorgst Du dafür, dass Dein Vierbeiner viel Auslauf erhält.

Die norwegische Waldkatze hältst Du ohne Probleme als Freigänger. Die Tiere beanspruchen ein großes Revier, sodass sich Deine Samtpfote unter Umständen den gesamten Tag auf Streifzügen befindet. Darf die Katze ins Freie, kümmerst Du Dich anschließend um die richtige Fellpflege. In den langen Haaren verfangen sich oftmals Kletten, Schmutz oder Kotreste. Dieses bürstest Du vorsichtig aus. Zudem untersuchst Du Dein Tier regelmäßig auf Zecken oder Wunden. Beides übersiehst Du auf den ersten Blick schnell aufgrund der üppigen Haarpracht.

Als Wohnungskatze brauchen die Vierbeiner ausreichend Optionen zum Klettern und Kratzen. Hierfür eignet sich ein deckenhoher Kratzbaum. Während des Fellwechsels kämmst Du Deine Katze am besten täglich.

Somit beugst Du der Bildung von Knoten vor. Hierfür nutzt Du einen Kamm mit spitzen Zinken, damit sich die Härchen nicht verfangen. In entsprechenden Onlineshops findest Du rotierende Kämme. Dies macht die Fellpflege für Deinen Stubentiger zu einem angenehmen Vorgang. Des Weiteren erhältst Du im Handel Kämmhilfe-Spray.

Möchtest Du nicht, dass sich Deine Norwegerin zu weit vom Haus entfernt, stellst Du Ihr ein Katzenschutznetz für den Balkon zur Verfügung. Ein Außengehege befriedigt ebenfalls den Bewegungsdrang der Tiere. Gibst Du Deinem Stubentiger die Möglichkeit, sich in den kalten Monaten im Freien aufzuhalten, bemerkst Du schnell einige Besonderheiten. Beispielsweise entwickeln die Vierbeiner rasch ein langes und dichtes Fellkleid.

Praktische Tipps zur Haltung norwegischer Waldkatzen

Auch wenn du nicht die Möglichkeit hast, deiner Katze im Garten oder hinterm Haus Freilauf zu gewähren, kannst du problemlos eine norwegische Waldkatze in der Wohnung halten. Die Voraussetzung ist eine ausreichende Beschäftigung. Bestenfalls hast du einen Balkon. Diesen solltest du unbedingt mit einem Katzenschutznetz sichern, da einige der Waldkatzen mutig schon einmal vom Balkon springen. Selbst in städtischer Umgebung ist es möglich, in einem kleinen Garten sicher deine Katzen zu halten, wenn du dort ein Außengehege installierst. Die norwegische Waldkatze hält sich sehr gern im Freien auf und nutzt in der kalten Jahreszeit die Gelegenheit, nach draußen zu gehen. Besonders wichtig ist die geistige Beschäftigung deiner Katze. Du solltest für eine ausreichend kognitive Förderung sorgen, damit sich keinerlei ungewöhnliche Verhaltensweisen ausbilden.

Unterschätze niemals die Sprungkraft einer norwegischen Waldkatze. Sie benötigt einen sehr stabilen und hohen Katzenbaum, an dem sie ausgiebig klettern, kratzen, springen und toben kann.

Nun haben wir es mit einer Katzenrasse zu tun, die ein sehr langes Fell hat. Das wasserabweisende, lange Deckhaar sitzt auf einer dichten Unterwolle. Das Fell deiner Katze musst du regelmäßig pflegen. Gerade im Zuge der Abhaarzeit muss eine Katze tagtäglich gekämmt werden. So hilfst du deinem Tier beim Haarwechsel.

Ist eine Erziehung möglich?

Auch wenn jede norwegische Waldkatze einen eigenen Sinn für sich hat und uns oftmals wie ihr Personal behandelt, sollten wir auf eine konsequente Erziehung setzen. Die norwegische Waldkatze ist intelligent und orientiert sich an ihren Besitzern. Wer alles richtig gemacht hat und bei einem seriösen Züchter eine kleine Waldkatze gekauft hat, wird sie bestens sozialisiert übernehmen.

Die kleinen Katzen gewöhnen sich mit Leichtigkeit an die neue Familie und den neuen Wohnplatz. Viele der Kitten sind bereits sauber und kennen die Katzentoilette. Da die Tiere erst mit 3-4 Jahren vollständig ausgewachsen sind, haben wie es mit den echten Spätzündern zu tun, die für ihre Entwicklungsschritte etwas länger als die anderen Katzen brauchen.

Die Herkunft der norwegischen Waldkatze

Der Ursprung der Waldkatze aus dem hohen Norden ist weitgehend unerforscht. Einige Wissenschaftler vermuten, dass Seefahrer Perserkatzen als Schiffskatzen nach Europa einführten. Diese mischten sich mit normalen Hauskatzen, sodass die norwegische Waldkatze entstand. Für diese Theorie existieren keine Beweise. Die Norwegerin entwickelte sich möglicherweise aus Hauskatzen, die in den dichten Wäldern Norwegens verwilderten.

Die Rasse entstand nicht durch eine Zucht. Jedoch bemühten sich Züchter seit den 1930er-Jahren, die besondere Katzenart zu erhalten. Damals begann ein gezieltes Zuchtprogramm der norwegischen Waldkatze. Das erste Mal auf einer Ausstellung befand sich die Rasse im Jahr 1938. 1972 erhielt die Trollkatze erstmals ihre eigenen Rassestandards. Die Vereine akzeptierten die Art als eigenständige Rassekatze.

Im gleichen Jahr wählten die Gremien das Tier zu der Norwegischen Nationalkatze. Damit erhielt der Vierbeiner die offizielle Bezeichnung Norsk Skogkatt.

Die erste Registrierung als Zuchtkatzen erfolgte bei den Norwegerinnen im Jahr 1975. Zwei Jahre später erhielt ein norwegischer Waldkater namens Pans Truls einen vollständigen Zertifikatsstatus bei der FIFé. Daraufhin interessierten sich Menschen aus anderen Ländern für die besondere Rasse. Mehr und mehr Liebhaber der Trollkatze fanden sich. Seit den 1980er-Jahren des 19. Jahrhunderts erlangte die norwegische Waldkatze in ganz Europa Beliebtheit.

Fragen & Antworten

Wann sollte ich meine norwegische Waldkatze kastrieren lassen?

Eigentlich sollte man eine Katze noch vor der ersten Geschlechtsreife kastrieren lassen. Das empfiehlt sich vor allem Katzenhaltern, die nicht vorhaben, mit ihrer norwegischen Waldkatze zu züchten, sondern sie nur zur Freude halten. Das anhängliche, kuschelbedürftige Wesen dieser Rasse ist nicht geschlechtsabhängig.

Kommt es nicht zur Produktion der Sexualhormone, vermeiden Sie auch das unangenehme Markierverhalten oder eine gefährliche Gebärmutterentzündung. Nicht zu vernachlässigen ist der Stress, dem ein potentes Tier ausgesetzt ist. Diese Nebenwirkungen können Sie über eine Kastration vollkommen ausschließen.

Der Ratschlag, eine Katze einmal Junge werfen zu lassen und sie danach erst zu kassieren, ist ein Ammenmärchen und vollkommen falsch. Gerade die Dauerrolligkeit der norwegischen Waldkatzen kann ernste gesundheitliche Konsequenzen für das Tier haben. Ein Männchen in der Geschlechtsreife kannst du an einem starken, stechenden Uringeruch erkennen.

Die Frühkastration ist Ansichtssache. Sie wird von einigen Züchtern eingesetzt. Andere halten gar nichts davon. Durch die Frühkastration möchte man vermeiden, dass die späteren Besitzer mit einer Rassekatze züchten.

Wann werden Waldkatzen geschlechtsreif?

Im Alter von 6-8 Monaten kommt es bei den Hauskatzen zur Geschlechtsreife. Bei einigen Rassen kann die Rolligkeit schon etwas eher mit vier Monaten auftreten. Im Vergleich zur norwegischen Waldkatze wird die Perserkatze zum Beispiel erst mit 12 Monaten zum ersten Mal rollig.

Wie alt wird eine norwegische Waldkatze?

Das Alter der Katzen steht in Verbindung mit der Haltung und der Gesundheit. Grundsätzlich solltest du auf eine ausgeglichene Ernährung und reichlich Bewegung achten. Hältst du die norwegische Waldkatze als reine Wohnungskatze, sollte sie unbedingt Spiel- und Klettermöglichkeiten haben.

Das lastet eine Katze aus und sorgt für ein langes, zufriedenes Leben. Auch wenn wir es mit einer sehr alten Katzenrasse zu tun haben, ist auch das Leben der gesündesten Katze irgendwann einmal beendet. Leider lassen sich dazu keinerlei zuverlässige Aussagen von Züchtern finden. Nicht selten erreichen norwegische Waldkatzen ein Alter weit über zehn Jahre und leben sehr lange bei Herrchen und Frauchen. Eine Lebensdauer von ca. 13-15 Jahren solltest du bedenken, wenn du dir ein Tier anschaffst.

Wer ist größer: die norwegische Waldkatze oder die Main Coon?

Mit 3-4 Jahren ist eine norwegische Waldkatze ausgewachsen. Im direkten Vergleich zur Main Coon erscheint der Norweger etwas kräftiger und hat längere Krallen. Du tust deiner Katze einen großen Gefallen, wenn du ihr reichlich Gelegenheit zum Klettern und Kratzen gibst. Drehen wir nun die Pfoten nach oben, sehen wir einen dichten Haarbüschel. Im Winter wirken die Katzenpfoten wie Schneeschuhe, weshalb diese Katzen ohne weiteres durch den Schnee stapfen.

Von der Schulterhöhe her gesehen erreichen Sie 40-45 cm bei einer Länge von 1 m bis 1,30m , wenn wir von der Nasenspitze bis zum Schwanz messen. Gewöhnlicherweise sind die Kater etwas kräftiger mit einem Gesamtgewicht von bis zu 9,5 kg. Katzen hingegen können schmaler sein, mit 3,5 kg bis 7 kg. Was beide gemeinsam haben, ist der buschige Schwanz.

Was kostet eine norwegische Waldkatze?

Ich kann euch nur eindringlich davor warnen, eine Rassekatze aus einer Vermehrung zu kaufen. Hierbei handelt sich um kleine Katzen oder Kitten, die ohne einen Stammbaum vermittelt werden. Viele Katzenhalter schütteln kräftig mit dem Kopf, wenn ich sie nach der Ahnenstafel frage. „Wir wollen doch nicht züchten und auch nicht ausstellen“, lautet meistens die Antwort. Dabei ist diese Ahnenstafel eigentlich kein Prestigeobjekt, sondern vielmehr der Nachweis über die Reinrassigkeit und die Qualität der Generationen.

Nur anerkannte Züchter im FIF sind dazu angehalten Zuchttauglichkeitsprüfungen und Zuchtabnahmen zu absolvieren, damit ihre Kitten eine Ahnenstafel erhalten. Gefährliche Erbkrankheiten, die wir einer kleinen Katze gar nicht ansehen, können sich später zu einer echten Kostenfalle entpuppen. Wer von Anfang an etwas mehr ausgibt und sich eine echte Rassekatze kauft, wird im Endeffekt mit einem gesunden und gut sozialisiert Kitten belohnt.

Dann gibt es noch unter den Züchtern enorme Unterschiede. Es macht einen Unterschied, ob du dich für ein Liebhabertier oder für eine Zuchtkatze entscheidest. So genannte Liebhaber-Tiere werden mit einer Auflage verkauft, dass sie nicht in die Zucht gehören. Diese Katzen gibt es bereits für 500-750 EUR. Grundsätzlich solltest du mit Anschaffungskosten zwischen 800 und 1300 EUR rechnen, wenn du dir eine norwegische Waldkatze zulegen möchtest.

Damit verantwortungsbewusste Züchter dir ein bestens sozialisiertes und gesundes Kitten mit ca. 10-12 Wochen übergeben.

Was frisst eine norwegische Waldkatze?

Katzen sind oftmals recht eigensinnig, wenn es um ihre Ernährung geht. Leider machen sich viele Katzenhalter sehr wenig Sorgen und füttern ihren Vierbeinern Essenreste. Dabei ist eine ausgewogene Ernährung eine Basis für ein langes Leben. Zu einer gesunden Fütterung gehören

  • Fette,
  • Proteine,
  • Kohlenhydrate,
  • Vitamine,
  • Ballaststoffe ebenso wie
  • Phosphor,
  • Calcium und
  • Mineralstoffe.

Darüber hinaus benötigt jede Katze Jod, Eisen, Kupfer, Zink und Mangan. Andernfalls kann es auf Dauer zu Mangelerscheinungen kommen, die sich auf die Gesundheit eines Tieres niederschlagen. Ich empfehle Katzenfutter mit einem äußerst hohen Fleischanteil. Minderwertige Katzenfutter verwenden besonders viele synthetische Zusätze und zum Teil sogar Zucker, damit die Katzen das Futter schneller frisst. Soja, Mais und Tiermehl ebenso wie tierische oder pflanzliche Füllstoffe haben in gutem Katzenfutter nichts zu suchen. Hier macht es Sinn, vor dem Kauf die Büchse oder die Katzenfuttertüte umzudrehen, um sich ganz genau die Zutatenliste anzusehen.

Ich empfehle dir, bei der Katzenfütterung auf hochwertige Futtersorten zurückzugreifen. Viele Katzenfuttersorten der Supermarktketten oder Discounter haben bei der Stiftung Warentest nur mangelhafte Ergebnisse erfahren. Andere Markenprodukte konnten ebenfalls nicht überzeugen.

Grundsätzlich unterscheiden wir Trockenfutter von Feuchtfutter. Wer sich für eine alleinige Fütterung auf Grundlage von Trockenfutter entscheidet, sollte sehr viel Wasser bereitstellen. Das aufgenommene Trockenfutter quillt im Magen auf und verursacht starken Durst. Ich selbst empfehle eine Mischfütterung bestehend aus Trockenfutter und Feuchtfutter. Zudem gebe ich meinen Katzen immer etwas frisches Fleisch dazu.

Ich halte drei Freigänger, die aktiv in unserer Umgebung unterwegs sind. Sie benötigen energiereiches und proteinreiches Futter, das ihnen die Nährmittel liefert, die sie benötigen. Zudem fressen die meisten norwegischen Katzen im Herbst und im Winter eindeutig mehr als im Sommer und im Frühjahr. Nicht selten futtern sich einige Kater und Katzen ein kleines Fettpolster über die kalten Monate an. Das ist vollkommen normal und kein Grund zur Sorge.

Welches Futter soll ich für meine norwegische Waldkatze kaufen?

Im Prinzip bekommst du schon ein sehr gutes Futter vom Züchter mit nachhause. Besprich die weitere Fütterung deiner norwegischen Katze mit anderen Katzenhaltern oder mit dem Züchter. Im ersten Jahr bekommen die kleinen Katzen zunächst ein Kittenfutter, das noch eine andersartige Zusammensetzung der Nährstoffe als das Futter für ausgewachsene Katzen liefert.

Erst ab einem Alter von 8 Jahren ist es ratsam, auf Seniorfutter umzusteigen. Es reduziert den Fettgehalt und schützt eine Katze vor Übergewicht. Leider ist Übergewicht ein wichtiges Thema für alle Stubentiger, mit weniger Auslauf als die Freigänger. Kontrolliere unbedingt die Futterzufuhr. Du tust deinem Vierbeiner nichts Gutes, wenn du ihn über die Maßen hinweg fütterst.

Darüber hinaus solltest du deiner Katze Gras oder Petersilie anbieten. Das hilft den Mageninhalt und das gesamte Futter auszugleichen. Zudem werden sich die Katzen neben dem Futter über Stunden am Tag putzen und ganz automatisch Katzenhaare aufnehmen, die im Magen zu Haarballen zusammenkommen. Alle paar Tage kommt es dann dazu, dass du deine Katze würgen siehst. Petersilie und Katzengras helfen, die Haarballen hochzuwürgen.

Achtung: Auch wenn ich es gut finde, dass Katzen frisches Fleisch bekommen, solltest du niemals Schweinefleisch füttern. Auch bei Schokolade droht Vergiftungsgefahr. Rohes Eigelb kann Salmonellen übertragen. Davon kann deine Katze auf Dauer eine Gefahr für die Gesundheit mitnehmen.

Wann sind norwegische Waldkatzen ausgewachsen?

Egal welche Farbe, welches Geschlecht und von welchem Züchter du deine norwegische Katze gekauft hast: Mit 3-4 Jahren sollte sie endgültig ausgewachsen sein. Das ist eine besonders lange Entwicklungsspanne, die eine Katze vom Kitten bis hin zum Erwachsenen durchläuft.

Können Allergiker eine norwegische Waldkatze halten?

So genannte Katzenhaarallergiker reagieren gar nicht auf die Katzenhaare, sondern auf die Proteine. Das sind die Allergene, die direkt in den Talgdrüsen deiner Katze sitzen. Von einer bestimmten Rasse in Verbindung mit der Allergie auszugehen, wäre schlichtweg falsch. Wer unter einer Allergie leidet, sollte zunächst die Katzen besuchen und die eigenen Reaktionen abwarten. Diese können sich nämlich maßgeblich voneinander unterscheiden. Bei ungewöhnlichen Reaktionen, die du nur schwerlich einschätzen kannst, solltest du am besten einen Allergietest machen.

Gibt es rassetypische Krankheiten?

Je nach Region und Population kann es zur Inzucht im Genpool der norwegischen Waldkatze kommen. Das begünstigt natürlich eine Reihe unterschiedlicher Krankheiten, wie zum Beispiel Gelenkprobleme, Herzkrankheiten oder die Hypertrophe Kardiomyopathie. Eine der gefährlichsten Krankheiten ist die glykogene Speicherkrankheit GSD4.

Sie endet schon für die Jungtiere tödlich. Von daher ist es Vorschrift ausgehend vom Katzenverband, jede norwegische Waldkatze vorab testen zu lassen, um nur mit gesunden Linien zu züchten und diese Krankheit vollends zu verbannen.

Worauf Züchter achten, um eine gesunde norwegische Waldkatze zu bekommen

Mittlerweile müssen die Züchter ausgehend vom Verein und der FIF auf GSD4 testen lassen. Das Ergebnis wird im Stammbaum der Katze eingetragen. Damit möchte man sicherstellen, dass nur mit gesunden Linien gezüchtet wird. Kater mit einem Hoden müssen ebenso aus der Zucht herausgenommen werden. Das gilt auch für die Katzen mit einem Knickschwanz. Sie werden später nur als Liebhaberkatzen abgegeben und erhalten keine Zuchttauglichkeit.

Grundsätzlich solltest du Rassekatzen wie die norwegische Waldkatze nur beim anerkannten Züchter kaufen, der über eine Ahnentafel die Reinrassigkeit nachweisen kann und über seine Auslese und Zucht ausschließlich gesunde Elterntiere miteinander verpaart, die dem Rassestandard besonders nahe kommen.

Wer auf diesen einen Nachweis verzichtet, geht das Risiko ein, dass ungetestete Elterntiere wahllos miteinander verpaart werden oder sich in der Ahnenstafel andere Rassen wiederfinden.

 

Zusätzliche Informationen über die Trollkatze

Bei der norwegischen Waldkatze existieren erkennbare Unterschiede zwischen den kastrierten und den nicht kastrierten Tieren. Besonders das Fellkleid verändert sich bei den unkastrierten Vierbeinern deutlich. Im Sommer zeigt sich die Unterwolle kaum vorhanden. Die Samtpfoten wirken nach dem Fellwechsel sehr dünn. Dagegen verdichtet sich das Winterfell stark. Bei kastrierten Tieren wirkt der Pelz auch im Sommer dicht und wollig.

Die norwegische Waldkatze gehört zu den Rassen, die auf natürliche Weise entstanden. Der genaue Ursprung ist nicht erforscht, jedoch stammen die Tiere aus Norwegen. Zuchtprogramme, um die Rassestandards zu erhalten, gibt es seit den 1930er-Jahren. Die Waldkatze präsentiert sich robust, kräftig und groß.

Mit durchschnittlich sechs bis acht Kilogramm zählt sie zu den drei größten Katzenrassen weltweit. Die Norwegerin schützen drei Fellschichten mit den charakteristischen halblangen Haaren vor der Kälte. Die Halskrause, der lange Schwanz und die Stulpen prägen das Äußere der Rassekatze.