Ohrentropfen für Hunde
Ohrentropfen für Hunde, Copyright: ADragan bigstockphoto

Wann werden Ohrentropfen für Hunde gebraucht?

Bei vielen Hunden gehören die Ohren zur charakteristischen Rassekennzeichnung. Unabhängig davon, ob sie hängen oder stehen, können in den Hörorganen Entzündungen entstehen. Ihr Tier leidet in diesem Fall unter einem Missempfinden sowie Hörstörungen. Ohrentropfen für Hunde behandeln Ohrenentzündungen schnell und schonend.

Eine gute Gesundheitsvorsorge für das Hundeohr

Einige Hunderassen zeichnen sich durch lange, hängende Ohren aus, andere durch spitze, stehende Hörorgane. Sind diese gesund, profitiert der Hund von einem außergewöhnlich guten Gehör. Entzündungen oder ein Erregerbefall stören diesen Sinn.

Das Tier fühlt sich nicht wohl. Beispielsweise bemerken Sie, dass es den Kopf schräg hält oder sich vermehrt an den Ohren kratzt. Gegen erste Entzündungsreize können Ohrentropfen für Hunde helfen. Diese träufeln Sie vorsichtig auf die zu behandelnde Stelle.

Fünf Fakten zu den Ohrentropfen für Hunde:

  • Bei den Ohrentropfen stehen verschiedene Präparate mit unterschiedlicher Intensität zur Auswahl.
  • Die Substanz kann dabei helfen, Entzündungen sowie Milbenbefall schnell zu behandeln.
  • Bei den Ohrentropfen empfiehlt sich die Anwendung erst nach einer Empfindlichkeitsprüfung beim Hund.
  • Keinesfalls kommen die Präparate bei Tieren mit einem perforierten Trommelfell zum Einsatz.
  • Oft bekämpfen Ohrentropfen nur Krankheitssymptome. Daher obliegt dem Tierarzt das Finden der grundlegenden Ursache der Ohrenschmerzen- oder Entzündung.

 

In der Regel empfinden die Hunde das Einführen der Ohrentropfen nicht als unangenehm oder schmerzhaft. Besitzt Ihr Haustier keine stark sensitiven Ohren, können Sie ihm die Tropfen ohne großen Aufwand verabreichen.

Damit sich ein ausgewachsenes Tier nicht dagegen sträubt, empfiehlt es sich, bereits Welpen an Berührungen an Ohren und Nase zu gewöhnen. Dadurch fühlt sich der Hund während der Behandlung sicher. Er droht nicht zu zappeln oder gar nach Ihrer Hand zu schnappen.

Grundlegende Informationen zu den hilfreichen Ohrentropfen

Ohrentropfen gelten in der Tiermedizin als Suspension für Hunde. Ihre Aufgabe ist es, Entzündungsherde zu bekämpfen, Schmerzen zu lindern und Erreger zu beseitigen. Daher beinhalten die Präparate entzündungshemmende sowie antibakterielle Inhaltsstoffe.

Einige Ohrentropfen erhalten Sie frei im Handel. Stärkere Arzneimittel verschreibt der Tierarzt im Bedarfsfall. Bei Hundeohren handelt es sich um sensible Organe. Daher empfehlen Veterinäre, die Ohrentropfen nur im Krankheitsfall zu verwenden.

Darreichungsform und Zusammensetzung der Ohrentropfen

Die Zusammensetzung der Ohrentropfen unterscheidet sich bei den unterschiedlichen Präparaten. Häufige Inhaltsstoffe nennen sich:

  • Marbofloxacin,
  • Clotrimazol
  • Dexamethasonacetat.

Des Weiteren beinhalten viele Tropfen das Propylgallat, das vorwiegend als Trägersubstanz dient. Bei den Ohrentropfen existieren Varianten, die gegen mehrere Krankheitsbilder helfen. Beispielsweise desinfizieren sie das Ohr, sorgen für eine Schmerzlinderung und bekämpfen eine bestehende Entzündung.

Alternativ finden sich mittel mit einem spezifischen Wirkmechanismus. Dieser kommt beispielsweise zum Einsatz, wenn Sie einen bestimmten Parasiten beseitigen.

Die Tropfen gelten als Suspension und kommen in flüssiger bis gelartiger Form vor. Die Farbe unterscheidet sich abhängig von Hersteller und Zusammensetzung. Oft weisen die Präparate einen starken Geruch auf. Der Name der Ohrentropfen verrät bereits das Einsatzgebiet sowie die empfohlene Verabreichung. Keinesfalls sollten Sie die Flüssigkeit auf andere Hautstellen oder in andere Körperöffnungen des Hundes geben. Nimmt dieser die Substanzen oral auf, besteht die Gefahr einer Vergiftung.

Für welche Anwendungsgebiete eignen sich die Ohrentropfen?

In der Regel empfehlen die Tierärzte Ohrentropfen, um Entzündungen des äußeren Ohrs zu behandeln. Diese resultieren beispielsweise aus einem Bakterien- oder Pilzbefall. Viele Präparate verfügen über Inhaltsstoffe, die antibakteriell wirken. Insbesondere Marbofloxacin bekämpft diese Erreger.

Gegen Pilzerkrankungen findet der Wirkstoff Clotrimazol Verwendung. Bei einem bestehenden Krankheitsbild hilft der Besuch beim Tierarzt, um die geeigneten Arzneimittel zu finden.

Bevor der Veterinär Ihrem Hund die Ohrentropfen verschreibt, untersucht er das Tier auf eine Allergie gegen einen der Inhaltsstoffe. Vorwiegend bei älteren sowie immungeschwächten Hunden kommt es unter Umständen zu unerwünschten Nebenwirkungen. Über diese klärt der Arzt Sie auf. Zusätzlich lohnt es, einen Blick auf den Beipackzettel des Medikaments zu werfen.

Empfehlungen gegen Ohrenentzündungen

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Was gibt es bei Ohrentropfen zu beachten?

Verwenden Sie bei Ihrem Hund Ohrentropfen, gibt es mehrere Faktoren zu beachten. Zunächst sollte ein fachkundiger Tierarzt das grundlegende Krankheitsbild bestimmen. Fühlen sich die Ohren ihres Haustiers warm und geschwollen an, gehen viele Besitzer von einer Infektion aus.

Die Symptome treten allerdings auch bei einem Othämatom, Blutohr genannt, auf. Dabei sammelt sich in der Ohrmuschel eine serosanguinöse Flüssigkeit an [Jeanette Bannoehr: „Blut im Ohr“ – Othämatome bei Hund und Katze (2016)].

Bevor Sie Ihr Haustier mit Ohrentropfen behandeln, erfolgt zudem beim Arzt eine Ohrenuntersuchung des Hundes. Keinesfalls sollten Sie die Tropfen anwenden, wenn sich im Trommelfell eine Perforation befindet.

Ebenfalls erweist sich eine bekannte Überempfindlichkeit gegen einen Inhaltsstoff als Gegenanzeige der Präparate. Viele Veterinäre warnen davor, die Arzneien bei trächtigen oder säugenden Hündinnen einzusetzen. Bei diesen besteht eine geschwächte Immunabwehr. Daher führen mögliche Nebenwirkungen unter Umständen zu weiteren gesundheitlichen Komplikationen.

Bevor Sie die Tropfen ins Ohr Ihres Hundes träufeln, erfolgt eine gründliche Reinigung des Gehörgangs. Anschließend sollten Sie Ohrmuschel vorsichtig trocknen. Vorzugsweise halten Sie den Kopf Ihres Haustiers fest, wenn Sie ihm die Ohrentropfen verabreichen. Wehrt es sich oder weicht aus, gelangt die Flüssigkeit unter Umständen in den Bereich der Augen. Dadurch entstehen gesundheitliche Risiken, die bis zur Erblindung reichen. Dringen die Tropfen versehentlich in die Augen ein, spülen Sie diese sofort gründlich mit klarem Wasser aus.

Wie oft wenden Sie die Ohrentropfen an?

Kommt es zu einem Krankheitsfall, beschreibt die Dosierungsempfehlung der Präparate, wann und wie lange Sie diese einsetzen. Tierärzte warnen davor, die Anwendung selbstständig zu verlängern.

Kommt es zum häufigen Einsatz der antibakteriellen Flüssigkeiten, entsteht unter Umständen eine bakterielle Resistenz. Des Weiteren beinhalten viele Ohrentropfen für Hunde Kortikosteroide. Gelangen diese dauerhaft in den Organismus Ihres Haustiers, kommt es zu langfristigen Nebenwirkungen. Beispielsweise unterdrücken die Substanzen bei einigen Tieren die Funktion der Nebennieren.

Weitere Folgen bestehen beispielsweise in einer Verdünnung der obersten Hautschicht sowie einer verzögerten Wundheilung. Enthalten die Tropfen Chinolone, führen sie bei jungen Hunden auf die Dauer zu einer Gewebeschädigung. Das betrifft vorwiegend die Knorpel der gewichtstragenden Gelenke. Ohrentropfen, die diesen Wirkstoff beinhalten, kommen daher nicht bei Jungtieren zum Einsatz.

Diese Vorsichtsmaßnahmen gelten für den Anwender

Nachdem Sie Ihrem Hund die Ohrentropfen verabreichten, reinigen Sie gründlich Ihre Hände. Alternativ empfiehlt es sich, bei der Behandlung Hygienehandschuhe zu verwenden. Vermeiden Sie zwingend den Augenkontakt mit dem Präparat. Einige Mittel verfügen über einen stechenden Geruch oder wirken sich unangenehm auf Haut und Augen aus. Gelangen diese auf Ihre Haut, spülen Sie sie mit klarem Wasser ab. Spüren Sie dauerhafte Schmerzreize, suchen Sie Ihren Hausarzt auf.

Wie verabreichen Sie Ihrem Hund die Ohrentropfen?

Damit Sie Ihrem Haustier die Ohrentropfen ins Ohr träufeln können, suchen Sie sich einen ruhigen, stressfreien Augenblick aus. Belohnen Sie Ihren Hund während und nach der Prozedur mit Zuspruch und Streicheleinheiten. Ebenfalls bewährt sich die Gabe eines Leckerchens. Dadurch verhindern Sie, dass der Hund negative Assoziationen mit der Behandlung in Verbindung bringt. Auf laute Geräusche sowie Hektik verzichten Sie, um das Haustier nicht unnötig aufzuregen.

Bei einigen Ohrentropfen für Hunde ist die mehrmalige Gabe am Tag notwendig. Damit sich das Tier nicht unwohl fühlt, können Sie die Flüssigkeit im Vorfeld leicht erwärmen. Dafür stellen Sie die Ohrentropfen in eine Schale mit erwärmten Wasser. Keinesfalls verdünnen Sie die Arznei ohne ausdrückliche Anweisung des Arztes. Dadurch verändert sich die Intensität der Inhaltsstoffe und diese verlieren unter Umständen ihre Wirkung.

 

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