Ohrmilben und Ohrräude bei Katzen

Katzen leiden besonders häufig unter Ohrmilben. Diese gehören zu den häufigsten Milben, die direkt in der Innenmuschel des Katzenohrs sitzen und dort ein hartnäckiges und unangenehmes Jucken hervorrufen.

Kommt eine Katze in Kontakt mit einer anderen Katze, die an Ohrmilben leidet, können sich diese problemlos übertragen. Zudem ist der Befall mit Ohrmilben bei Kitten häufiger als bei erwachsenen Tieren.

Was du gegen Ohrmilben und Ohrräude tun kannst, um deinem Stubentiger Erleichterung zu verschaffen, erfährst du in dem folgenden Ratgeber.
Ohrmilben
Ohrmilben, Psoroptes cuniculi – wikimedia – Urheber: Joel Mills

Ohrmilben – Das Wichtigste im Überblick

  1. Ohrmilbenbefall ist an starkem Jucken zu erkennen
  2. Rötung der Ohrmuschel und schwarze krustenähnliches Sekret – ähnlich Kaffeesatz
  3. Übertragung der Milben durch andere befallene Katzen
  4. vorsichtige Ohrenpflege mit weichem Wattepad oder Taschentuch
  5. Tierarzt mit intensiver Ohrreinigung und Medikamente, um Milben abzutöten

Wie kann man Ohrmilben bei Katzen erkennen?

Die Ohrmilbe lässt sich der Familie der Räudemilben zuordnen, die nicht nur bei Katzen, sondern auch bei Hunden zuschlagen. Wobei dieses Ungeziefer nur das Ohr des Wirtes anfällt und sich dort von seinen Hautzellen und den Körperflüssigkeiten ernährt.

Trifft eine Ohrmilbe auf eine Katze, sucht sie schnellstmöglich den Weg zu ihrem Ohr. Ihre Kiefernklauen durchstechen die Haut, um die austretenden Sekrete aufzunehmen. Vorsicht: Ist die Katze mit den Milben befallen, können sich diese schnell fortpflanzen. Nur drei Wochen dauert es, bis aus einem Ei, eine Larve und eine erwachsene Ohrmilbe wird.

Wann handelt es sich um Ohrräude?

Tierärzte sprechen bei einem extremen Befall von einer so genannten Ohrräude. An dieser Stelle kannst du eine Veränderung der Haut direkt am Katzenohr sehen. Es bilden sich Sekrete, die eine Entzündung in Gang setzen und sich auf das gesamte Innenohr bis hin zur Hirnhaut ausbreiten.

Dabei können wir eine einzelne Milbe mit bloßem Auge gar nicht erkennen. Kein Wunder, kommt die Länge des Körpers auf gerade mal einen halben Millimeter. Seine Kiefernklauen befinden sich am Kopf.

Ohrmilben bei Katzen erkennst du zunächst an einer leichten Rötung der Haut im Gehörgang deiner Katze. Zudem beobachtest du, dass sich dein Stubentiger ungewöhnlich häufig am Ohr kratzt und sich anschließend Wunden oder eine leichte Krustenbildung zeigen. Doch dann ist es meist zu spät und es ist bereits von einem starken Befall die Rede. Leichte Beschwerden erkennen nur die wenigsten Katzenhalter.

Bei der oben erwähnten Ohrräude tritt ein schwarzes Sekret im Gehörgang Kauf. Dieses bildet sich in der Folge von fortschreitenden Entzündungsprozessen und einer intensiven Bildung von Ohrschmalz. Nimm dir ein weiches Stofftuch und tupfe die Ohrmuschel deiner Katze aus. Siehst du auf dem Tuch Krümel, die im entferntesten an Kaffeesatz erinnern, kannst du dir fast sicher sein, dass sich bei deiner Katze Ohrmilben eingenistet haben.

Was tun bei Ohrmilben bei Katzen?

Zunächst rate ich dir, mit den Ohrmilben bei Katzen zum Tierarzt zu gehen, denn dieser kann gerade bei einem starken Befall ein entsprechendes Präparat verschreiben. In den meisten Fällen reinigen sich unsere Stubentiger zuverlässig selber und verbringen damit einen Großteil ihres Tages.

Nur ihr Innenohr erreichen sie beim besten Willen nicht. Das ist auch der Grund, warum Ohrmilben bei Katzen eben genau an dieser Stelle auftreten. Wir als Katzenhalter sollten unsere Stubentiger bei der Pflege und Reinigung unterstützen, um die Ohrmilben schnellstmöglich loszuwerden.

Eine wöchentliche Ohrenpflege sollte dafür ausreichen. Nehmt einen weichen, sauberen Wattebausch oder ein Taschentuch. Mit einem Ohrstäbchen steigt die Gefahr, den empfindlichen Gehörgang deiner Katze zu verletzen. Im Fachhandel gibt es spezifische Pflegeprodukte, die auf rein pflanzliche Ursprünge zurückgehen und dir bei der Ohrenpflege helfen. So sollten Sie mit einem speziellen Ohrmilbenöl versuchen, die Schädlinge aus dem Ohr herauszuholen.

Starken Befall von Ohrmilben behandeln

Wer zuhause keinen Erfolg hat, der geht mit seinem Stubentiger zum Tierarzt. Der Fachmann unterzieht deiner Katze eine gründliche Reinigung der Ohren und der Ohrmuschel und verschreibt eine Salbe, die antiseptisch gegen die Entzündungen vorgeht.

In sehr hartnäckigen Fällen hilft nur noch ein Anti-Parasitika, das die Ohrmilben konsequent abtötet. Es ist zwingend notwendig, Ohrmilben bei Katzen folgerichtig zu behandeln, schlimmstenfalls kann eine unsachgemäße Behandlung weitere Schwierigkeiten hervorrufen.

So arbeiten viele Tierärzte zum Beispiel mit den Wirkstoffen Invermectin, Selamectin oder Doramectin lokal an den Katzenohren, um eine schnellstmögliche Verbesserung des Allgemeinzustands zu bewirken.

Einige Tierärzte raten dazu, auch deine anderen Katzen zu behandeln, damit du die lästigen Ohrmilben wirklich loswirst. Dafür eignen sich spezielle Umgebungssprays und eine gründliche Reinigung der gesamten Wohnung mit einem Tierfellstaubsauger.

Darüber hinaus gibt es wirkungsfähige Spot-On-Medikamente, die eine schnelle Verbesserung erzielen. Sie müssen nur auf die Haut der Katzen aufgetragen werden und können dann die Parasiten von deinem Stubentiger fernhalten.

Wie du eben bei Katzen auf Dauer loswirst

Grundsätzlich erkennst du die Ohrmilben bei Katzen erst dann, wenn es zu spät ist. Deine Katze beginnt sich stark zu jucken und es stellt sich eine Rötung der Ohrmuschel und eine verstärkte Sekretbildung ein. Suche in diesem Fall einen Tierarzt auf, der eine professionelle Ohrreinigung durchführt.

Durch die Beigabe von Medikamenten können die Parasiten konsequent abgetötet werden. Achte regelmäßig auf eine gründliche Ohrreinigung mit einem leichten Stofftuch oder Taschentuch, um deinem Stubentiger Erleichterung zu verschaffen.