Selkirk Rex Katzen

Ursprung, Historie und Geschichte der Rasse – Wesen und Charakter

Die Selkirk Rex ist eine mittelgroße Katzenrasse. Die Tiere haben langes, lockiges oder kurzes Haar. Verfolgen wir den Ursprung dieser Rasse bis an seine Anfänge zurück, treffen wir zunächst auf die Perserkatzen und eine glückliche Fügung in einem Tierheim.

Über die Einkreuzung einer Rex Mutation entstand über die Generationen hinweg der Gendefekt des lockigen Fellkleids. Die systematische und durchdachte Zucht findet seinen Anfang vermutlich in den USA. Vereinzelt begann man auch in Großbritannien und in Deutschland die immer beliebter werdende Katzenrasse zu züchten. Wir zeigen in diesem ausführlichen Rassepotrait mehr zu dieser tollen Katzenrasse.

Selkirk Rex Katzen

Die Besonderheit der Selkirk Rex Katzen

Bis zum heutigen Tage gibt es keinerlei Dokumentationen über die verschiedenen Einkreuzungen, so dass Katzenzüchter und Fans dieser Rasse im Dunkeln tappen. Da neben den Langhaarkatzen immer wieder Kurzhaarkatzen auftreten, hat die Rasse von der Fédération Internationale Féline (FiFe) bisher nur eine provisorische Anerkennung erhalten.

Die Katzenrasse Selkirk Rex ist noch äußerst jung und wurde eigentlich erst 1987 entdeckt. Das hat einen sehr großen Vorteil: Wir es bei der Selkirk Rex mit einer Rassekatze zu tun hat, die äußerst gesund und noch nicht überzüchtet ist. Viele Allergiker, die das Fellkleid der Katze nicht vertragen, können mit der Selkirk Rex zusammenleben, da sie weniger Allergene haben.

Auf den ersten Blick ähneln sie den Britisch Kurzhaar Katzen. Sie besitzen ein seidig weiches Fell, von dem man nur schwerlich seine Hände lassen kann. Ihre intelligente und anfängliche Art macht sie zu liebevollen Teddybären, die sich in Familien, mit Kindern und mit Haustieren pudelwohl fühlen.

Charakter und Wesen der Selkirk Rex Katzen

Außergewöhnliche Fellstruktur und sensibler, anfänglicher Charakter

Das Besondere an dieser Katzenrasse ist eine spontane, dominante Mutation. Diese Mutation sorgt dafür, dass die Leit- und Grannenhaare der Katze ganz sanft gelockt sind. Die mittleren bis großen Katzen bringen schwere Knochen mit. Sie sehen der Britisch Kurzhaar zum Verwechseln ähnlich und machen einen kraftvollen Eindruck.

Die Katzen sind im Vergleich zu den Katern etwas zierlicher gebaut. Im Prinzip sind alle Farben in dieser Rasse erlaubt ebenso wie alle Farbkombinationen. Das Fell sollte plüschig weich sein und die offensichtlichen Locken aufweisen.

Doch seit Kurzem haben es auch die glatten Rassevertreter geschafft, eine Anerkennung zu bekommen. Die Fans dieser Rasse lieben das lockige und außergewöhnliche Fellkleid der putzigen Tiere.

 

Selkirk Rex

Die erste Selkirk Rex Katze der Welt

Das erste besondere Kätzchen erblickte 1987 das Licht der Welt im Tierheim For Pet’s Sake. Gelockte Barthaare und gelocktes Feld zu grünen Augen brachten dem Kätzchen den Namen Cyrly-Q ein.

Dieses außergewöhnliche Jungtier hatte eine Blaucreme-Färbung und ein außergewöhnliches Fell. So etwas hatte es vorher noch nie gegeben. Zunächst wurde das Kitten wahrscheinlich etwas zu früh in eine Familie vermittelt.

Dort kam es nicht zurecht und wurde kurze Zeit später wieder zurück in das Tierheim gegeben.

Es war eine Angestellte des Tierheims, die aufmerksam auf diese besondere Katze wurde. So brachte Peggy Vorrhees die kleine Katze zu ihrer Freundin nach Livingston. Das sollte sich für die neue Katzenrasse als großes Glück herausstellen.

Einige behaupten, der Name stammt von den Selkirk Mountains. Das kann aber nicht sein, denn diese Berge liegen im westlichen Kanada. Jeri Newmans Stiefvater hatte den Namen Selkirk. Und Rex lässt sich wohl von der Fellstruktur ableiten.

Der erste Wurf Selkirk Rex Kitten

Ohne das Wissen, etwas ganz besonderes in den Händen zu halten, kam Cylry-Q zu ihrer neuen Besitzerin – der Perserzüchterin Jeri Newman. Diese nahm die Katze in ihre Zucht auf und gab ihr den Namen Miss Depesto of Noface. Aus einer ersten Verpaarung mit ihrem schwarzen Perserkater Ch. Photo Finish of Deckay entstanden sechs Kitten – wovon drei Babys die Locken ihrer Mutter erbten. Dieser erste Wurf fiel am 4. Juli 1988.

Auch ein kleiner Kater mit Locken war dabei und erhielt den Namen Noface Oscar Kowalski. Eine Rückverpaarung mit der Mutter ergab ein dominant vererbtes Gen KRT71, das zu einer lockigen Fellbildung bei den Katzen führt.

Die Rückdeckung erfolgte am 5. Juli 1989. Bis zum heutigen Tage tauchen bei den älteren Rassevertretern immer wieder Namen wie Noface Oskar Kowalski oder Miss DePesto of Noface in der Ahnentafel auf. Mit Recht können wir hier von den Ureltern dieser Rasse sprechen.

 

Historie der Selkirk Rex in Deutschland

Wie der Großvater nannte Jeri Newman diese Katzenrasse Selkirk Rex.

1992 kamen die ersten Nachkommen in Deutschland an und erhielten 1994 ihre Anerkennung. Heute unterscheiden sich Langhaar von Kurzhaar Katzen und „straight haired“ – die Rassekatzen mit glattem Fellkleid. Vom reinen Erscheinungsbild gleicht diese Katzenrasse der Britisch Kurzhaar oder der Britisch Langhaar. Öffentlich wird diese Katzenrasse oftmals als Britisch Kurzhaar deklariert.

Neu ist die Anerkennung der glatten Tiere als reine Selkirk Rex Katzen seit dem Jahr 2015.

 

Verwandschaft der Selkirk Rex und Britisch Kurzhaar

Dank des dominant vererbten gehen Merkmals ist es vollkommen ausreichen, wenn einer der beiden Eltern gelocktes Fell hat. Auch wenn es der Name vermuten lässt, ist diese Rasse nicht mit anderen Rex-Arten verwandt.

Schließlich erfolgt die Vererbung der kurzen Locken der Devon oder Cornish Rex rezessiv. Über die vielen unterschiedlichen Verpackungen entstehen mannigfache Jungtiere, wohingegen Verpaarungen aus Britisch Kurzhaar und Selkirk Rex kurzhaarige Löckchen bringt.

Die verschiedensten Paarungspartner sorgen derzeit für ein gemischtes Rassebild. Wohingegen die Bemühungen alle in Richtung Britisch Kurzhaar gehen. So bekommen wir eine kräftige, stämmige Katze mit einem gedrungenen Körperbau, einem runden Kopf und einer kurzen Nase mit großen, runden Augen.

Ausgehend vom Wesen ähnelt die Selkirk Rex der Britisch Kurzhaar. Sie ist sehr kommunikativ und verschmust. Sie verträgt sich mit anderen Rassen, ist kuschelig wie ein kleiner Teddy und äußerst anhänglich. Wer sich eine Selkirk Rex nachhause holt, hat einen ständigen Begleiter an seiner Seite. Die Züchter selbst sprechen von der Hundskatze, die ihrem Besitzer auf Schritt und Tritt folgt.

 

Verweise:
jhered.oxfordjournals.org/content/early/2012/07/26/jhered.ess039

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