Harnsteine bei Katzen

Struvitsteine bei der Katze sind äußerst unangenehm. Dahinter verbergen sich kleine, hartnäckige Harnsteine, die erhebliche Entzündungen und Schmerzen nach sich ziehen. Das Ganze kann zu einer Verstopfung der Harnwege führen.

Katzenhalter sind angeraten, Struvitsteine durch eine spezielle Diätfütterung und Ergänzungsfutter vom Tierarzt zu beseitigen. Zunächst geht es aber darum, die entscheidenden Symptomen der Harnsteine bei Katzen zu erkennen, um folgerichtig handeln zu können.

Röntgenbild Katze mit Struvitstein in der Blase. gemeinfrei via Wikimedia Commons, Bludwar, BladderStone

Struvitsteine  – Das Wichtigste in der Übersicht:

  • Harnsteine können Harnwege verstopfen
  • Katzen haben Schmerzen beim Urinieren und zeigen Druckschmerzen
  • spezielles Ergänzungsfutter löst die Harnsteine auf
  • Katzen müssen ausreichend trinken und regelmäßig die Katzentoilette besuchen
  • fehlerhafte Fütterung, genetische Ursachen oder das Geschlecht als häufigste Ursachen

Wie erkennen Katzenhalter Struvitsteine?

Struvitsteine bei der Katze und die Symptome der Harnsteine bei Katzen stehen in einem direkten Zusammenhang. Die Tiere laufen mit gekrümmtem Rücken, Miauen beim Urinieren, zeigen deutlich ihr Unwohlsein und verweigern die Nahrungsaufnahme. Hat eure Katze einen prallen Bauch, der berührungssensibel ist, solltet ihr sofort zum Tierarzt fahren!

Was sind Struvitsteine bei Katzen?

Die Harnsteine bestehen aus Mineralien. Unter dem Mikroskop lagern sich kleinste Kristalle ab und verbinden sich zu einem Stein. Mit der Zeit beginnen diese Mineralien zu wachsen und an Größe zu gewinnen. Sie entwickeln sich zu sandartigem Harngrieß und zu einem größeren Hanstein.

In der Fachsprache wird dieser als „Urolith“ bezeichnet. Eine Voraussetzung für die Entwicklung der Harnsteine ist eine entsprechend hohe Menge Mineralstoffe im Urin. Die Katzen sind von dieser Konzentration besonders gefährdet. Sie produzieren in kleinsten Mengen hochkonzentrierten Harn.

Was ist die häufigste Ursache der Struvitsteine bei Katzen?

Im Katzenalltag führen häufige Entzündungen der Harnwege und ein unausgewogenes Katzenfutter, zu wenig Bewegung und Übergewicht zu Harnsteinen bei Katzen. Kreisen wir diese Problematik etwas genauer ein und befassen uns mit der chemischen Zusammensetzung, kommen wir auf die Struvitsteine bei der Katze. In einigen Fällen handelt es sich um ein Gemisch aus Kalziumoxalat und Struvit.

Eine der häufigsten Ursachen führt direkt in den Futternapf unserer Samtpfoten. Ist im Katzenfutter eine zu hohe Konzentration an Ammonium Magnesium Phosphatskristallen enthalten, steigt die Gefahr für die Harnsteine. Phosphat und Magnesium sind die Verursacher für die Entwicklung der Kristalle. Sie würden sich mit dem Eiweiß im Urin der Katzen verbinden und größere Kristalle bilden, die sich in die Harnleiter legen und diese verstopfen. Eine der ersten Vorstufen ist ein zu hoher pH-Wert im Urin, der sich durch regelmäßige Blasenentzündungen ankündigt.

In den meisten Fällen müssen sich die Katzenhalter keine Vorwürfe machen, wenn ihre Tiere an Harnsteinen erkranken. Das kann nämlich auch genetische Ursachen haben, sodass einige Rassen besonders häufig zu Struvitsteinen neigen. Darüber hinaus bilden Kater akuter als Katzen die Harnsteine aus. Nicht zuletzt die Kastration steht im Verdacht, die Entwicklung der Struvitsteine bei Katzen zu fördern.

Das sind die häufigsten Symptome für Harnsteine bei Katzen

Tatsächlich verbleiben Struvitsteine über eine längere Zeit in der Blase. Nur in den wenigsten Fällen verursachen sie im Anfangsstadium Probleme und werden erkannt. So kommt es dazu, dass Katzenhalter zufällig eine vorliegende „Urolithiasis“ feststellen. Gemeint ist eine Erkrankung der Hansteine. Erst wenn die Struvitsteine zu einer Reizung der Blasenschleimhaut führen, äußert sich das Ganze in einer unangenehmen Blasenentzündung.

Es kommt zu den folgenden Symptomen:

  • Die Tiere setzen besonders häufig Urin ab.
  • Beim Urinieren Miauen die Katzen und signalisieren Schmerzen.
  • Der Urin ist blutig: Es liegt Hämaturie vor.
  • Die Katzen können den Urin nicht halten. Wir sprechen von der Inkontinenz.
  • Struvitsteine, die in der Nierengegend sitzen, führen zu Rückenschmerzen.
  • Es kommt zu einer Verstopfung der Harnwege. Die Katze kann nicht urinieren.
  • Der Bauch des Tieres wird dick.
  • Eure Katze ist apathisch und schlapp und nimmt kein Futter mehr auf.
Achtung: Sobald die Struvitsteine bei Katzen die Harnröhre belegen und den Durchgang verstopfen, liegt ein lebensbedrohlicher Zustand vor. Ihr solltet mit eurem Tier zum Tierarzt fahren.

Diagnose der Struvitsteine bei Katzen

Angekommen beim Tierarzt erfolgt erst einmal eine gründliche Anamnese. Angesichts der zunehmenden Anfälligkeit der Tiere und Unwissenheit der Katzenhalter in Bezug auf die Fütterung, nimmt auch der Anteil der Neuerkrankungen zu. So wissen viele Tierärzte relativ zielsicher, was das eigentliche Problem des Tieres ist. Eine besonders starke Beeinträchtigung liegt vor, wenn die Katze zu den Beschwerden hohes Fieber ausbilden.

Die einfachste Möglichkeit ist der Urintest. Alles, was man dafür braucht, ist ein Teststreifen, der über den pH-Wert Entzündungen anzeigen kann. Darüber hinaus diagnostiziert ein Urintest krankhafte Erreger im Urin sowie Blut. Damit könnt ihr Kristalle unter dem Mikroskop feststellen. Es ist nicht einfach, unter dem Röntgenbild die Harnsteine zu erkennen. In einigen Fällen erfolgt eine Untersuchung mit Kontrastmittel, und folgerichtig zu diagnostizieren, wo sich die Struvitsteine im Körper der Katze befinden.

Therapie und Behandlung der Struvitsteine bei Katzen

In einigen Fällen müssen die Harnsteine operativ entfernt werden. Das ist immer dann der Fall, wenn sie tief in der Blase sitzen und die Harnwege verstopfen. Für die Tierärzte ist diese Operation ein Routineeingriff. Anschließend werden die Struvitsteine der Katzen an das Labor gesandt, um weitere Untersuchungen vorzunehmen.

Erscheinen die Harnsteine als Ablagerungen der Kristalle, erreicht ein spezielles Diätfutter vom Tierarzt eine nachhaltige Verbesserung. Ihr könnt also durch die Fütterung weitere Struvitsteine im Körper beseitigen.

Es handelt sich hierbei um ein Ergänzungsfutter, das den Urin ansäuert und die vorliegenden Struvitsteine allmählich auflöst. Einzig und allein in akuten Fällen und bei besonders großen Harnsteinen kommt ihr mit dem Futter nicht sehr weit. Hier kann nur der Tierarzt durch die Operation alle Struvitsteine bei der Katze gründlich beseitigen.

Achtung: Die speziellen Diätfutter und Ergänzungsfutter dürfen nur so lange gegeben werden, bis sich die Harnsteine der Katze vollständig aufgelöst haben. Danach stellt ihr euren Liebling wieder auf ein spezielles Diätfutter um.

Prävention: Wie kann ich zukünftig Struvitsteine bei Katzen vermeiden?

Achtet zukünftig darauf, dass eure Katzen ausreichend trinken. Viele Stubentiger nehmen zu wenig Flüssigkeit auf. Ihr macht eurer Katze die Wasseraufnahme durch einen Katzenbrunnen schmackhaft. Diese kleinen Geräte sprudeln unentwegt frisches Wasser und animieren die Tiere zum Trinken.

Zudem sollte die Katze regelmäßig Urin absetzen, um die Harnwege immer wieder durchzuspülen. So können sich nicht wieder die schmerzhaften Struvitsteine bei der Katze bilden.

 

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