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Blutbestandteile Hund & Katze: Die Erythrozyten

Erythrozyt beim HundErythrozyten bei Hund / Katze: (rote Blutkörperchen) sind Hauptbestandteil des Blutes und versorgen die Zellen des Körpers mit Sauerstoff über die Blutbahn in jeden Winkel des Körpers. Nur dank ihnen können die Organe und Zellen der Tiere mit dem Sauerstoff aus der Lunge versorgt werden.

Erythrozyten bei Hund und Katze

„Die Erythrozyten beim Hund geben ebenso wie beim Menschen Aufschluss darüber, wie gut der Sauerstofftransport durch den Körper funktioniert.“

Erythrozyten Werte im Blut

Wird eine Blutprobe beim Veterinär abgenommen, schaut der Tierarzt sich im Labor je nach Diagnose verschiedene Blutwerte an. Die Erythrozyten (roten Blutkörperchen) beim Hund bzw. bei der Katze geben Aufschluss über die allgemeine Gesundheit des Organismus und werden daher im Regelfall immer mitbestimmt.

Erythrozyten T/l 4,51 – 9,84

Die Erythrozyten – kleine Zellkörper im Blut

Das Blut besteht sowohl aus flüssigen Stoffen als auch aus festen Zellkörpern. Die Erythrozyten zählen in die zweite Kategorie. Sie bilden diese Gruppe gemeinsam mit den Leukozyten und den Thrombozyten.

Erythrozyt beim HundUnter dem Mikroskop betrachtet, sind Erythrozyten im gesunden Zustand rundlich und flach. Sie erinnern damit an eine Scheibe, meist mit einer kleinen Einbuchtung in ihrer Mitte. Verändert sich ihre Form, ist das ein Hinweis auf Krankheiten.

Umgangssprachlich werden die Erythrozyten auch „rote Blutkörperchen“ genannt, denn sie enthaltenen einen Farbstoff, der sie rot färbt: das Hämoglobin. Dieser Blutfarbstoff ist lebensnotwendig, denn nur mit seiner Hilfe können die Erythrozyten ihre eigentliche Aufgabe erfüllen und Sauerstoff durch das Gefäßsystem im gesamten Körper verteilen.

Blutbestandteile bei Tieren

Wie entstehen Erythrozyten?

Die Lebensdauer jeder Zelle ist begrenzt. Bei roten Blutkörperchen liegt sie bei gerade einmal 120 Tagen. Danach wandern die „verbrauchten“ Erythrozyten in die Milz und in die Leber. Dort werden sie abgebaut.

Es muss also im Abstand von circa vier Monaten Nachschub produziert werden. Die meisten Körperzellen können sich durch Zellteilung vermehren. Erythrozyten beim Hund besitzen jedoch keinen eigenen Zellkern und können sich daher nicht auf diese Weise erneuern. Dies ist beim Menschen im Übrigen ebenso.

Damit der Körper neue Erythrozyten bilden kann, ist das Knochenmark gefragt. Es sorgt für die Produktion sogenannter Retikulozyten. Das sind „junge“ Zellen, die noch heranreifen müssen. Fertig ausgebildet sind sie funktionsfähige rote Blutkörperchen.

Entstehung der Erythrozyten
Entstehung der Blutzellen: _differentiation_chart.jpg: パタゴニア derivative work: Furfur (Blood_cells_differentiation_chart.jpg) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

Wann bestimmt der Tierarzt die Erythrozyten beim Hund?

In jedem „kleinen Blutbild“ wird die Anzahl der roten Blutkörperchen mitbestimmt. Das bedeutet, dass keine Krankheit vorliegen muss und der Veterinär schlicht für eine allgemeine Gesundheitskontrolle auf die Erythrozyten-Zahl sieht.

„Bei einem gesunden Hund liegt die Anzahl der roten Blutkörper zwischen fünf und zehn Millionen auf einem Mikroliter Blut.“

De Idealwert für einen Hund kann unterschiedlich ausfallen, je nach Größe und Gewicht des Tieres. Daher klärt der Tierarzt im Einzelfall darüber auf, ob ein vierbeiniger Patient die Normwerte einhält oder nicht.

Erythrozyten im Blut

Was passiert, wenn die Werte abnormal sind?

Sind die Erythrozyten zu niedrig oder zu hoch, ist das ein Hinweis auf eine Krankheit. Eine zu geringe Anzahl bedeutet, dass der Sauerstofftransport nicht optimal ist. Das kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden. Auch zu viel Erythrozyten deuten auf Fehlfunktionen, etwa im Knochenmark, hin.

Folgende Krankheiten können in Betracht gezogen werden:

  • Fehlfunktion der Lunge
  • Anämie (Blutarmut durch Eisenmangel)
  • Leukämie (Krebserkrankung im blutbildenden System)
  • Blutungen (äußerlich oder auch im Körperinneren)
  • Erkrankungen der Nieren
  • Vitaminmangel

Nur weitere Untersuchungen durch den Tierarzt können klären, welche Krankheiten vorliegen. Das Blutbild ist lediglich ein Baustein des Diagnoseverfahrens.

Quellen und Literatur