Die richtigen Haftpflichtversicherung und Krankenversicherung für Hunde

Die wohl wichtigste Versicherung, die man als Halter für seinen Hund abschließen sollte, ist eine Haftpflichtversicherung, die es natürlich in einer eigens auf Tiere abgestimmten Form gibt. Schließlich ist als Frauchen oder Herrchen für all das verantwortlich, was der Hund einem Dritten zufügt, unabhängig davon, wie klein oder groß der Schaden letztlich ist.

Die Antwort auf die Frage, welche Versicherung man für seinen Welpen abschließen sollte, hängt auch davon ab, ob man selber Züchter ist oder „nur“ der Halter. Solange der Hundewelpe noch bei seiner Mutter lebt, ist er je nach Versicherungsvertrag bei der Hundemutter bis zu einem Alter von 6-12 Monaten mitversichert.

Labrador stubenrein bekommen
Labrador Retriever Welpe neu in der Familie, das stubenrein erziehen kann beginnen – Copyright: Sushytska bigstockphoto

Wie lange ein junger Hund als Welpe betrachtet wird, entscheidet sich nach der Police und dem Anbieter einer solchen Versicherung.

Merkmale einer guten Hundehaftpflichversicherung

Wenn ein Hundewelpe nicht mehr im gleichen Haus wie die Mutter wohnt, ist eine „Familienversicherung“ über das Muttertier nicht mehr möglich und der Halter muss nun eine eigene Police für das Jungtier abschließen.

Ein Welpe ist überaus verspielt und wenn er die ersten abenteuerlichen Exkursionen macht und beginnt, die Welt zu erobern, kann es schnell zu Kontakten mit Dritten kommen, die in einem versicherungsrechtlichen Schadensfall enden.

Für den Hundebesitzer ist es daher zwingend notwendig, sich intensiv mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, wenn er sich ein Tier zulegt, auch wenn er sich am Anfang vielleicht gar nicht vorstellen kann, dass der Hundewelpe überhaupt jemandem Schaden zufügen kann. Selbstverständlich ist nicht jedes Versicherungsunternehmen dazu verpflichtet, sogenannte Listenhunde in eine Haftpflichtversicherung aufzunehmen, also Tiere, die als besonders aggressiv und gefährlich gelten.

Viele Versicherungsunternehmen verfügen aber über (manchmal etwas teurere) Spezialpolicen, die es erlauben, dass auch der Hundewelpe einer gelisteten Rasse in den Genuss einer Haftpflichtversicherung kommen kann. Ganz allgemein stellt sich natürlich die Frage, wie hoch der Versicherungsschutz sein soll. Empfohlen wird hier üblicherweise eine Schadenssumme von mindestens 5.000.000.

Welche Schadensfälle sollte die Versicherung abdecken

Vergleicht man die entsprechenden Policen in der Absicht, seinen Welpen zu versichern, so sollte man als Halter dafür sorgen, dass diese Police möglichst die im Folgenden genannten Punkte abdeckt:

Führen ohne Leine:

Schließt man eine Versicherung ab, sollte gewährleistet sein, dass deren Schutz auch bei freier Bewegung des Hundes gilt.

Ein Hundewelpe und ein ausgewachsener Hund benötigen in jedem Fall manchmal einen Hundesitter und damit die Betreuung durch eine dritte Person. Eine Haftpflichtversicherung für das Tier macht nur dann wirklich Sinn, wenn sie auch bei Betreuung des Hundes durch Dritte gilt.

Der Hundewelpe soll eine artgerechte Entwicklung durchmachen können und daher sollte die Haftpflichtversicherung auch in den Momenten ihre Schutzfunktion behalten, in denen der Hund an einem Agility Training teilnimmt oder in der Hundeschule aktiv ist. Auch hier sollte die Police so abgeschlossen sein, dass in diesen Momenten der volle Versicherungsschutz besteht.

Für Halter die in ihrem Hund mehr sehen als nur einen Alltagsbegleiter, kann es interessant sein, mit dem Rassehund an Hundeschauen teilzunehmen oder sie in Rennen zu schicken und damit gleichzeitig fit zu halten. Hier ist es entscheidend, dass die Versicherung die Phasen des Trainings sowie die Hundeschauen und -rennen mit abdeckt.

Der Hundewelpe benötigt zwar noch keinen Versicherungsschutz vor ungewollten Deckakten, jedoch muss der Hundehalter hier an die Zukunft denken und sollte darauf achten, dass die Versicherung auch auf solche Eventualitäten eingerichtet ist.

Die bereits erwähnte Mitversicherung von Hundewelpen im 1. Lebensjahr ist eine Leistung, die in einer guten Police mit enthalten sein sollte und die natürlich besonders für Züchter relevant ist.

Sobald der Hundewelpe anfängt, sich ohne Leine zu bewegen können mobile Mietsachschäden und Mietsachschäden an Gebäuden als versicherungsrechtliche Schadensfälle vorkommen. Das Herrchen oder Frauchen sollte daher dafür Sorge tragen, dass der Schutz der abgeschlossenen Versicherung sich auch explizit auf die genannten Schäden bezieht. Sicher hat der Hundewelpe noch keine so große Zerstörungskraft, wie ein ausgewachsenes Tier, aber eine gute Versicherung spart auch bei kleineren Schäden viel Geld.

Krankenversicherung für Hunde

Die Frage, ob es sinnvoll ist für den jungen oder den ausgewachsenen Hund eine Versicherung abzuschließen ist sicherlich heute noch umstritten. Ein Hundehalter kann allerdings fast immer davon ausgehen, dass im Laufe der Jahre hohe Tierarztkosten auf ihn zukommen werden, aber auch hier gibt es natürlich Hunderassen, bei denen das gesundheitliche Risiko möglicherweise auf Grund von Überzüchtungen größer sein kann als bei den „Kollegen“.

Falls das Tier bereits als Hundewelpe über einen Versicherungsschutz verfügt ist der Beitrag zunächst niedriger und man kann durch die Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen dafür Sorge tragen, dass die Beiträge auch entsprechend niedrig bleiben.

Letztlich ist die Frage, ob ein Hund eine Krankenversicherung benötigt nur auf den individuellen Fall bezogen gut zu beantworten. Vermutlich hängt das auch von dem eigenen finanziellen Spielraum ab und man sollte sich als Halter überlegen, ob man lieber über einen längeren Zeitraum mit kleineren Beträgen vorsorgt oder lieber das Risiko eingeht und bei einer schwereren Erkrankung des Tieres den „Schaden“ trägt.