Katzen

Wie alt werden Katzen?

Die Lebenserwartung von Wohnungskatzen

Die Besitzer eines Stubentigers fragen sich häufig, wie alt ihre Katzen werden können. Auf die Lebenserwartung des geliebten Haustiers nehmen verschiedene Faktoren Einfluss. Das Alter des Vierbeiners hängt beispielsweise von der Art seiner Haltung ab. Zudem leben einige Rassen länger als andere.

Die Lebenserwartung reiner Wohnungskatzen zeigt sich weiterhin höher als bei Katzen mit Freigang. Dabei spielt der gesundheitliche Zustand des Tieres eine tragende Rolle. Damit Ihre Katze alt wird, gibt es verschiedene Tricks, um die Lebenserwartung zu steigern.

Katze

Wie alte werde ich? © prextimize – Fotolia.com

Das Durchschnittsalter von Katzen

Im Schnitt erreichen Katzen ein Alter von 14 Jahren. Jedoch variiert diese Spanne in der Regel zwischen acht und 20 Jahren. Mit der richtigen Pflege und bei einem guten gesundheitlichen Zustand leben die Vierbeiner bis zu 25 Jahren. Bei Straßenkatzen liegt die Lebenserwartung deutlich niedriger. Sie erreichen ein durchschnittliches Alter von bis zu fünf Jahren. Die Gründe hierfür liegen in den Krankheiten, die vorwiegend frei lebende Katzen befallen.

Leben die Vierbeiner mit Menschen zusammen, hängt ihr Alter von der jeweiligen Pflege ab. Dabei spielen das gesundheitliche und das seelische Wohl der Katze eine wichtige Rolle. Erhalten alte Katzen genügend Zuwendung und bei Bedarf ärztliche Betreuung, verfügen sie über einen guten Gesundheitszustand. In diesem Fall sinkt beispielsweise das Risiko von Alterskrankheiten bei den Stubentigern.

In der Regel hängt das Alter der Katzen von ihren Lebensumständen ab. Reine Wohnungskatzen verfügen gewöhnlich über die höchste Lebenserwartung. Somit stellt es keine Seltenheit dar, dass diese Haustiere ihr 20. Lebensjahr in einem ausgezeichneten Zustand erreichen. Das hohe Alter der reinen Stubentiger liegt an ihrer sicheren Umgebung. Innerhalb des Hauses sind die Tiere nicht der Witterung ausgesetzt. Das Risiko einer gefährlichen Erkältung entfällt.

Des Weiteren kommen die Hauskatzen nicht oder ausschließlich selten mit Krankheits-Erregern in Kontakt. Zu den tödlichen Viren, die beispielsweise Freigänger befallen, gehören:

  • FIP,
  • FIV
  • und FeLV.

Diese Erreger übertragen Katzen durch Speichel oder Kot. Bei Wohnungskatzen besteht das Risiko einer Infektion nicht. Ein weiterer Grund für das hohe Alter der Katzen ist die intensive Pflege durch den Menschen. Die Vierbeiner erhalten in der Regel alle wichtigen Impfungen. Daher verringert sich das Risiko eines Befalls durch Endo- oder Ektoparasiten. Eine geringere Anzahl Parasiten bedeutet für die Katze gleichzeitig weniger Stress. Dieser Umstand wirkt sich ebenfalls positiv auf die Lebenserwartung der Tiere aus.

Reine Wohnungskatzen kommen nicht mit anderen Vierbeinern in Kontakt. Somit besteht ausschließlich eine geringe Gefahr von Wunden, die etwa durch Rangkämpfe entstehen. Der regelmäßige Besuch bei einem Tierarzt steigert die Lebenserwartung der Stubentiger ebenfalls. Die stetigen Kontrollen auf beispielsweise Tumore, die vorwiegend bei alten Katzen auftreten, gewährleisten eine zeitnahe Behandlung.

 

Wie alt werden Freigänger Katzen?

Katzen, die in der Natur stromern, erreichen mitunter ebenfalls ein hohes Alter. Freigänger leben mit dem Menschen zusammen, sodass auch sie von den Besuchen bei dem Tierarzt profitieren. Aufgrund dieser Pflege rechnen Sie als Halter damit, dass der Vierbeiner Ihre Familie zehn bis zwölf Jahre begleitet. Hierbei zeigt es sich, dass die weiblichen Tiere länger leben als die Kater. Während frei laufende Kater ein Alter bis zu acht Jahren erreichen, liegt das Durchschnittsalter bei weiblichen Katzen bei zwölf Jahren.

In der freien Natur steigt das Risiko von Unfällen. Rivalisierende Katzen und Autos stellen die zwei größten Gefahren für die Stubentiger dar. Zudem leiden die frei laufenden Tiere vermehrt an einem Parasitenbefall. Durch das Fressen von Vögeln oder Mäusen gelangen verschiedene Würmer in den Darmtrakt der Katzen. Zu diesen gehören:

  • Bandwürmer,
  • Spindelwürmer
  • und Spulwürmer.

 

Jeder Befall durch die Erreger senkt die Lebenserwartung der Tiere. Bei Katzen ohne Bezug zu dem Menschen kommt es dadurch bedingt schnell zum Tod. Zudem verenden die Vierbeiner aufgrund verschiedener Verletzungen, die sich ohne Pflege entzünden. Laut der schwedischen Studie „Das Alter frei laufender Katzen“ sterben Kater ohne Pflege in einem Alter von 1,4 bis 3,2 Jahren. Das Alter der Katzen (weibl.) beträgt ausschließlich 3,3 bis 4,2 Jahre.

 

So steigern Sie die Lebenserwartung der Katze

Damit sich Ihre Katze zu einem alten Vierbeiner entwickelt, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Lebenserwartung des Tieres zu steigern. Dabei spielen vorwiegend die richtigen Impfungen eine große Rolle. Mit den Schutzimpfungen gegen die Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut steigt die Chance Ihres Stubentigers, das 20. Lebensjahr zu erreichen. Des Weiteren erhalten die Kastration und die Sterilisation eine erhöhte Priorität.

Kastrierte Kater und Katzen bleiben von Krankheiten verschont, welche die Vierbeiner sich gegenseitig durch den Geschlechtsakt übertragen. Dazu gehört beispielsweise die Erkrankung „Katzen-Aids“, die tödlich verläuft. Züchten Sie mit Ihrem Stubentiger nicht, empfehlen Tierärzte die Kastration, um die gesundheitlichen Risiken zu vermeiden. Neben der richtigen Pflege stehen bei Katzen die Gene im Mittelpunkt. Stark überzüchtete Katzenrassen besitzen eine niedrigere Lebenserwartung als Naturrassen oder Mischlinge. Daher nehmen auch beispielsweise vererbte Krankheiten auf das Alter einer Katze Einfluss.

Eine weitere Rolle spielt die alters- und wesensgerechte Haltung der Tiere. Katzen reagieren stark auf Stress. Bei einigen Rassen führen beispielsweise Lärm und Hektik zu Stress-Attacken, die zu einem Herzstillstand führen. Damit Ihre Katze ein hohes Alter erreicht, beachten Sie bei der Haltung den Charakter des Stubentigers. Braucht ein Tier viel Ruhe, wirkt sich viel Trubel negativ auf den gesundheitlichen Zustand der Katze aus. Ähnlich verhält es sich mit geselligen Tieren, die alleine vereinsamen. Das seelische Befinden der Vierbeiner nimmt einen direkten Einfluss auf ihre Lebenserwartung.

Die Bewegung spielt für das Alter der Katze eine bedeutende Rolle. Viel davon, Beschäftigung und das richtige Futter sorgen bei Ihrem Haustier für die notwendige Robustheit. Eine dem Tier angemessene Haltung steigert die Lebenserwartung Ihres Stubentigers deutlich, wie die älteste Katze der Welt beweist. Diese stammte aus den USA. Sie starb im Jahr 2005 im Alter von 38 Jahren.

 

Wie alt eine Katze wird, hängt von vielen Faktoren ab. Dabei erhalten die Gene, die Haltung, die Rasse und die Pflege eine wesentliche Bedeutung. Im Schnitt lebt eine Hauskatze bis zu 20 Jahre. Frei laufende Stubentiger erreichen ein Alter von bis zu zwölf Jahren. Dabei zeigen sich die weiblichen Katzen in der Regel älter als die Kater. Streuner besitzen eine Lebenserwartung von fünf Jahren. Dies liegt an der hohen Unfallgefahr in der freien Natur, den drohenden Krankheiten und dem Fehlen wichtiger Impfungen.

 

Quellen:

Tierarzt Doktor Schrader (Tierklinik Bitterfeld)

 

 

 

 

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