Impfplan oder Impfempfehlung – Halter sollten individuell entscheiden

Es gibt einen festen Ablauf für die wichtigsten Impfungen, die in einem Impfpass dokumentiert werden.

Für uns Hundehalter ist schon erstaunlich, dass wir jedes Jahr unsere Vierbeiner impfen müssen, unser eigener Impfstoff aber über viele Jahre bestehen bleibt.

Woran liegt das? In diesem Beitrag gehe ich näher darauf ein, wie oft und wie regelmäßig wir unsere Hunde impfen sollten.

Hunde impfen
Impfplan: Wie oft sollte man Hunde impfen? Copyright: shatchaya bigstockphoto

 

Hunde impfen – das musst Du wissen:

  1. Grundimmunisierung der Welpen mehrmals von 10-20 Wochen
  2. Tollwutimpfung möglichst erst nach dem Zahnwechsel
  3. Immunschutz bis zu 9 Jahre haltbar
  4. wie oft sollte man Hunde impfen – alle 2-3 Jahre Titerbestimmung
  5. Ausstellungen und Auslandsreisen: Auffrischung der Impfungen notwendig

Wie oft sollte man Hunde impfen?

Jeder möchte, dass er seinem Hund gut geht. Die Impfung und Entwurmung legt eine optimale Basis für ein langes und beschwerdefreies Leben. Somit ist unser Hund vor allen Infektionskrankheiten geschützt, denen er in seiner Umgebung ausgesetzt ist.

Impfplanung für Hunde

Impfplan: Wie oft sollte man Hunde impfen?

  • Welpen mit 10 bis 12 Wochen: Staupe + Parvovirose + Hepatitis
  • Welpen mit 14 bis 16 Wochen: Staupe + Parvovirose + Hepatitis + Leptospirose
  • Junghunde mit 18 bis 20 Wochen: Leptospirose
  • mit 6 Monaten oder nach dem Zahnwechsel: Tollwutimpfung
  • Tollwut bei Hunden die oft im Wald unterwegs sind: alle 3-4 Jahre

Gerade die schwersten Krankheiten führen unweigerlich zum Tode des Hundes und können vom Arzt gar nicht behandelt werden. Die Vorbeugung und der Impfschutz sind also die einzige Behandlung und Vorsorge.

Wie oft sollte man Hunde impfen? Was sagt der Weltverband?

Studien haben herausgefunden, dass der Impfschutz bei Hunden über mehrere Jahre hält. Zu diesem Thema hat sich auch der Weltverband der Kleintierärzte – kurz WSAVA – eingehender geäußert.

Derzeit gehören mehr als 180.000 Tierärzte aus der ganzen Welt zu einem der 93 Mitgliedsverbände. Seit 2013 gibt es neue Richtlinien für die Impfung von Welpen. Davon ausgehend hat die Organisation ein neues Impfschema herausgebracht. Daraus wird ersichtlich, dass einzelne Impfungen über mehrere Jahre oder über das Leben lang halten.

Grundsätzliches ist abhängig vom Alter, welche Impfungen dein Hund braucht. Jeder Hund bekommt Antikörper von der Mutterhündin mit. Diese sind bis zur 10. Lebenswoche aktiv. Demnach sollte ein Welpe mit 10 Wochen zum ersten Mal zum Tierarzt gehen, um seine Kombinationsimpfung zu bekommen.

Der 10 Wochen alte Welpen bekommt beim Tierarzt eine Kombination aus Staupe, Parvovirose und Hepatitis.

Dann muss der kleine Kerl wieder nach vier Wochen zur Auffrischungsimpfung. Der Tierarzt verabreicht dem Welpen eine Kombinationsimpfung aus Staupe, Parvovirose und Hepatitis. Dazu kommt Leptospirose. Bei der nächsten Auffrischungsimpfung nach vier Wochen muss nur noch die Leptospirose verabreicht werden.

Wie oft sollte man Hunde impfen gegen Tollwut?

Mittlerweile gilt Deutschland als tollwutfrei. Dennoch empfehlen die Tierärzte eine Tollwutimpfung. Es gibt mittlerweile keine generelle Pflicht in Deutschland. Einzig und allein Hundebesitzer, die mit ihrem Vierbeiner auf eine Hundeausstellung gehen, sollten diese Impfung vorweisen.

Schließlich besteht die Möglichkeit, mit Hunden aus dem Ausland in Kontakt zu kommen. Der frühestmögliche Termin für eine Tollwutimpfung ist 3 Monate. Empfohlen wird erst eine Impfung gegen Tollwut nach Abschluss des Zahnwechsels.

Wie oft sollte man Hunde impfen – auf Reisen und Hundeausstellungen? Wenn du später Zuchtshows mit deinem Vierbeiner besuchen möchtest oder ins Ausland reist, muss diese Impfung alle drei Jahre wiederholt werden. Eigentlich hält sie aber ein Leben lang.

Wer sich an das Impfschemata gehalten hat, der kann davon ausgehen, dass sein Hund grundimmunisiert ist. Tatsächlich halten die Impfungen bis zu 9 Jahre und du musst mit deinem Vierbeiner nicht mehr zum Tierarzt.

Es ist aber sinnvoll, alle 2-3 Jahre eine so genannte Titerbestimmung vorzunehmen. Der Tierarzt nimmt dem Hund nun Blut ab und bestimmt die Menge der Antikörper. Ist der Wert in Ordnung, ist es nicht notwendig, den Hund wieder zu impfen. Erst bei einem zu niedrigen Titerwert ist eine Impfung bzw. eine Auffrischung sinnvoll.

 

Wie oft sollte man Hunde impfen: jährlich oder einmal?

Welcher Hundehalter kommt schon auf die Idee, sich selbst immer wieder jedes Jahr gegen alle möglichen Krankheiten impfen zu lassen? Der Impfstoff für Tiere und Menschen ist ähnlich aufgebaut, kommt er doch zumeist sogar von den identischen Herstellungsfirmen. Von daher raten viele Tierärzte fälschlicherweise, die Kombinationsimpfungen jährlich zu wiederholen. Das ist aber gar nicht notwendig.

Ausnahmen bilden die Hundehalter, die mit ihren Tier ins Ausland reisen, züchten oder Hundeausstellungen besuchen. Hierbei gilt ein strenger Regelkatalog, der die jeweiligen Impfungen vorschreibt.

Ab sofort können wir die Frage ganz selbstbewusst beantworten – Wie oft sollte man Hunde impfen – und eine individuelle Beratung vom Tierarzt einfordern.

Konkrete Informationsmaterialien gibt es direkt auf der Webseite der Weltorganisation oder bestenfalls direkt in der Tierarzt-Sprechstunde.

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