Katzen

Zahnwechsel bei Katzen

Zahnwechsel Symptome und Ablauf bei Katzen

Spätestens wenn ihr auf dem Teppich oder auf dem Sofa die kleinen Zähnchen findet, wisst ihr, eure Katze steckt mitten im Zahnwechsel. Eigentlich lassen sich die Ausbildung und die Entwicklung der Zähne bei Katzen mit denen von uns Menschen vergleichen.

Die kleinen Kätzchen entwickeln zunächst ihr Milchgebiss, bevor nach dem Zahnwechsel bei Katzen dann die festen Zähne folgen. Was ihr gerade bei der Fütterung beachten solltet, erfahrt ihr in diesem Ratgeber.

Zahnwechsel bei Katzen

Zahn Gebiss bei Katzen Urheber: tankist276 / 123RF Lizenzfreie Bilder

Wann bekommt meine Katze ihre Zähne?

Habt ihr die Möglichkeit, eine Katzenaufzucht zuhause selbst zu begleiten, werdet ihr spätestens an der Mutterkatze mitbekommen, wann ihre Junge mit dem Zahnen beginnen. Schließlich wird sie weniger begeistert aus dem Gesicht beim Säugen blicken, da die Kitten nicht gerade zimperlich mit ihrer Mama umgehen.

Eigentlich bekommen alle Katzen zwischen der zweiten und dritten Lebenswoche ihre kleinen ersten Milchzähne. Bis zur achten Woche dürften alle Milchzähne vollständig ausgebildet sein. So könnt ihr im Prinzip mit der zweiten Woche beginnen, etwas pürierte Nahrung zu geben. Ihr werdet sehen, gerade wenn die Mutterkatze nicht genügend Milch hat, haben die Kleinen einen ordentlichen Appetit.

 

Das nächste Angebot einer kleinen Katze besteht aus stattlichen 26 Zähnen, die äußerst spitz sind. Das macht sich gerade beim Spielen bemerkbar, denn die kleinen Stubentiger testen sich gern auch an eurer Hand oder an eurem Arm aus. Wer einmal eine kleine Katze hat, wird die Spuren am ganzen Körper sehen.

Wann erfolgt der Zahnwechsel bei Katzen?

Auch wenn wir keinen festen Monat angeben, pendelt der Zahnwechsel bei Katzen zwischen dem vierten und dem sechsten Monat. Zunächst einmal fallen vereinzelte Milchzähne aus. Parallel dazu wächst das Katzengebiss nach, das euer Vierbeiner bis zum Ende seines Lebens tragen wird. Eigentlich bekommen Katzenhalter von dem Zahnwechsel nur sehr wenig mit, da sie nur selten in den Genuss vorkommen, ein kleines Zähnchen auf den Teppich zu finden. Die Milchzähne sind einfach viel zu klein. Seid besonders aufmerksam, dann könnt ihr zum Beispiel Doppelzähne mitbekommen. Diese treten bei Jungkatzen sehr häufig auf, wenn der Milchzahn noch im Gebiss sitzt und der nächste Zahn nachrückt.

 

In welchem Alter verlieren Katzen ihre Milchzähne

Spätestens mit acht Monaten sind auch die Nachzügler durch den Zahnwechsel durch. Von diesem Zeitpunkt geht man aus, dass die Katzen eigentlich erwachsen sind. Sie besitzt 30 Zähne, mit der sie ihre Beute fangen. Diese Zähne sind unheimlich resistent und fest.

Gerade im Zahnwechsel bei Katzen empfehlen wir, euren Vierbeiner Leckerlies oder eine möglichst unterschiedliche Substanz Futter anzubieten. Leider haben wir nicht die Gelegenheit, mit Kauknochen und Kauspielzeug den Zahnwechsel wie beim Hund zu unterstützen. Hier müssen sich die Katzenhalter einiges einfallen lassen. Denn so manches Mal kann der Zahn erst einmal schmerzen, bevor er endlich ausfällt. Bekommt ihr mit, dass euer Vierbeiner sogar Zahnschmerzen hat, greift erst einmal zu püriertem und weichem Futter, sodass eure Katze zumindest ordentlich fressen kann.

 

An welchen Anzeichen erkenne ich den Zahnwechsel bei Katzen?

 

  • Eure Samtpfoten beginnen, vermehrt zu speicheln und
  • kauen immer wieder auf anderen Gegenständen herum.
  • Darüber hinaus fressen Katzen im Zahnwechsel um ein Vielfaches langsamer oder neigen zum Mäkeln. Dann haben sie Zahnschmerzen.
  • Besonders unangenehm fällt Herrchen und Frauchen ein übler Geruch aus dem Mund auf, wenn zum Beispiel ein Milchzahn schon schlecht geworden ist und kurz vor dem Herausfallen steht.

Zahnwechsel bei Katzen: Muss meine Katze zum Tierarzt?

Eigentlich kommt jede Katze problemlos allein durch den Zahnwechsel. Nur wenn es zu hausgemachten Problemen beim Füttern kommt, solltet ihr euch den Rat des Tierarztes holen. Bei einigen Katzen stellt sich eine Entzündung des Zahnfleisches ein, die oftmals mit Fieber und Durchfall einhergeht. Hier verschreibt der Tierarzt Antibiotika, die den Viren und Infekten entgegenwirken. Darüber hinaus gibt es ein paar homöopathische Heilmittel und Tropfen, die Katzen den Zahnwechsel erleichtern.

 

Was tun, wenn die Milchzähne nicht ausfallen?

Es kann schon einmal vorkommen, dass einige Milchzähne bestehen bleiben. Diese solltet ihr unbedingt von einem Tierarzt behandeln lassen. Andernfalls riskiert ihr eine Fehlstellung des Gebisses.

Stehen zum Beispiel die Zähne zu eng zusammen, haben es Zahnbelag und Essensreste leichter, sich in den Zwischenräumen festzusetzen. Auf diese Weise riskiert ihr von Anfang an üblen Zahnstein und später aufwändige Zahnsteinbehandlungen.

 

 

Tipps zum Zahnwechsel für Katzen Halter:

Mit zwei Wochen bekommen Katzen ihre ersten Milchzähne und können püriertes und weiches Futter aufnehmen. Mit acht Monaten hat die junge Katze ihr finales Gebiss. Folglich macht sie ca. zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat den Zahnwechsel durch. Dieser kann manchmal mit üblen Zahnschmerzen einhergehen.

Gebt eurer Katze von daher Weichfutter. Darüber hinaus helfen hartes Katzenspielzeug und Leckerlies, den Schmerzen und dem Druckgefühl ein Ventil zu geben. Erst wenn eine Katze gar kein Futter mehr aufnimmt oder noch dazu Fieber und Durchfall auftreten, solltet ihr den Rat eines Tierarztes einholen und eure Katze untersuchen lassen. Die meisten Katzen kommen aber ohne Probleme durch den Zahnwechsel, ohne dass ihre Halter es überhaupt mitbekommen.

 

 

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