Katzen

Zahnwechsel bei Katzen

Zahnwechsel – Symptome und Ablauf bei Katzen

Wie funktioniert der Zahnwechsel bei Katzen?

Bei der Geburt sind die Katzenbabys nicht nur taub und blind, sondern auch zahnlos. Im Babyalter wächst ihnen zunächst das Milchgebiss und ab dem vierten Lebensmonat beginnt der Zahnwechsel bei der Katze. Hierbei lösen sich die Milchzähnchen und ein bleibendes Gebiss entsteht. In der Regel geht der Prozess schnell vonstatten und die Tiere verschlucken die Milchzähne. Den Zahnwechsel der Katze erkennst Du an verschiedenen Anzeichen. Beispielsweise fließt ihr vermehrt Speichel aus dem Mund oder sie leckt sich über das Zahnfleisch.

Zahnwechsel bei der Katze

Gebiss und Zahnwechsel bei der Katze Copyright: Ohotnik, Bigstockphoto

In einigen Fällen halten die Haustiere ihren Kopf leicht schräg, da sie Schmerzen auf einer Seite des Kiefers verspüren. Hierbei lohnt es sich, der Katze den Zahnwechsel zu erleichtern. Beispielsweise funktioniert dies mit besonderen Leckerchen, die antiseptische Ingredienzien beinhalten.

Spätestens wenn ihr auf dem Teppich oder auf dem Sofa die kleinen Zähnchen findet, wisst ihr, eure Katze steckt mitten im Zahnwechsel. Eigentlich lassen sich die Ausbildung und die Entwicklung der Zähne bei Katzen mit denen von uns Menschen vergleichen. Die kleinen Kätzchen entwickeln zunächst ihr Milchgebiss, bevor nach dem Zahnwechsel bei Katzen dann die festen Zähne folgen. Was ihr gerade bei der Fütterung beachten solltet, erfahrt ihr in diesem Ratgeber.

Wann bekommt meine Katze ihre Zähne?

Habt ihr die Möglichkeit, eine Katzenaufzucht zuhause selbst zu begleiten, werdet ihr spätestens an der Mutterkatze mitbekommen, wann ihre Junge mit dem Zahnen beginnen. Schließlich wird sie weniger begeistert aus dem Gesicht beim Säugen blicken, da die Kitten nicht gerade zimperlich mit ihrer Mama umgehen.

Zahnwechsel bei Katzen

Zahn Gebiss bei Katzen Urheber: tankist276 / 123RF Lizenzfreie Bilder

 

Eigentlich bekommen alle Katzen zwischen der zweiten und dritten Lebenswoche ihre kleinen ersten Milchzähne. Bis zur achten Woche dürften alle Milchzähne vollständig ausgebildet sein. So könnt ihr im Prinzip mit der zweiten Woche beginnen, etwas pürierte Nahrung zu geben. Ihr werdet sehen, gerade wenn die Mutterkatze nicht genügend Milch hat, haben die Kleinen einen ordentlichen Appetit.

Das nächste Angebot einer kleinen Katze besteht aus stattlichen 26 Zähnen, die äußerst spitz sind. Das macht sich gerade beim Spielen bemerkbar, denn die kleinen Stubentiger testen sich gern auch an eurer Hand oder an eurem Arm aus. Wer einmal eine kleine Katze hat, wird die Spuren am ganzen Körper sehen.

Wann erfolgt der Zahnwechsel bei Katzen?

Auch wenn wir keinen festen Monat angeben, pendelt der Zahnwechsel bei Katzen zwischen dem vierten und dem sechsten Monat. Zunächst einmal fallen vereinzelte Milchzähne aus. Parallel dazu wächst das Katzengebiss nach, das euer Vierbeiner bis zum Ende seines Lebens tragen wird. Eigentlich bekommen Katzenhalter von dem Zahnwechsel nur sehr wenig mit, da sie nur selten in den Genuss vorkommen, ein kleines Zähnchen auf den Teppich zu finden. Die Milchzähne sind einfach viel zu klein. Seid besonders aufmerksam, dann könnt ihr zum Beispiel Doppelzähne mitbekommen. Diese treten bei Jungkatzen sehr häufig auf, wenn der Milchzahn noch im Gebiss sitzt und der nächste Zahn nachrückt.

 

In welchem Alter verlieren Katzen ihre Milchzähne

Spätestens mit acht Monaten sind auch die Nachzügler durch den Zahnwechsel durch. Von diesem Zeitpunkt geht man aus, dass die Katzen eigentlich erwachsen sind. Sie besitzt 30 Zähne, mit der sie ihre Beute fangen. Diese Zähne sind unheimlich resistent und fest.

Gerade im Zahnwechsel bei Katzen empfehlen wir, euren Vierbeiner Leckerlies oder eine möglichst unterschiedliche Substanz Futter anzubieten. Leider haben wir nicht die Gelegenheit, mit Kauknochen und Kauspielzeug den Zahnwechsel wie beim Hund zu unterstützen. Hier müssen sich die Katzenhalter einiges einfallen lassen. Denn so manches Mal kann der Zahn erst einmal schmerzen, bevor er endlich ausfällt. Bekommt ihr mit, dass euer Vierbeiner sogar Zahnschmerzen hat, greift erst einmal zu püriertem und weichem Futter, sodass eure Katze zumindest ordentlich fressen kann.

 

Was stellt der Zahnwechsel dar?

Verlieren die Kitten ihre Milchzähne, bezeichnen die Tierärzte den Prozess als Zahnwechsel. Im Normalfall bemerken die Katzenhalter den Beginn der Phase nicht. Die ersten Milchzähnchen wachsen den Katzenbabys im Alter von zwei bis drei Wochen. Nach zwei Monaten zeigt sich das Milchgebiss in der Regel vollständig. Es besteht aus 26 Zähnen, die sich aufgrund ihrer spitzen Form zum Jagen eignen. Jedoch verfügen sie über eine weichere Konsistenz als das normale Gebiss. Speziell beim Zerbeißen harter Beute kommt es darum zu Komplikationen. Des Weiteren unterliegen die Milchzähne einem stärkeren Kariesbefall.

Aus dem Grund kommt es ab dem vierten Lebensmonat bei den Katzen zum Zahnwechsel. Bei einigen Rassen setzt er erst in einem Alter von einem halben Jahr ein. Die Milchzähne fallen nicht gleichzeitig aus. Sie lösen sich nacheinander aus dem Zahnfleisch. Der Ursache liegt am finalen Gebiss, dass gegen die Wurzeln der Milchzähnchen drückt, sodass diese sich auflösen. Sobald die ersten Zähne ausfallen, verschluckt das Kitten sie. Jedoch kommt es vor, dass Milchzähne und finale Zähne gleichzeitig im Zahnfleisch stecken, sodass das Haustier ein „Doppelgebiss“ aufweist.

 

Die Doppelzähne führen unter Umständen zu unangenehmen Schmerzen und Entzündungen, demnach lohnt sich der Besuch beim Tierarzt. Verschluckt die kleine Katze beim Zahnwechsel die gelösten Milchzähne, bemerkst Du die Veränderung des Gebisses kaum. In seltenen Fällen findest Du ein Zähnchen im Futter oder im Bereich des Schlafplatzes. Ab dem achten Lebensmonat verfügen die Haustiere über ein komplettes Raubtiergebiss, das aus 30 Zähnen besteht. Der Unterschied zum Milchgebiss besteht in vier weiteren Backenzähnen, die das Zerlegen der Beute erleichtern. Zudem erhält die Katze auf die Weise die Möglichkeit, auch dünne Knochen zu zerbeißen.

 

Der Katze den Zahnwechsel erleichtern

Nicht in jedem Fall verändert sich das Gebiss Deines Haustiers ohne Komplikationen. Es kommt vor, dass die Katze unter starken Schmerzen leidet. Ebenso besteht die Gefahr, dass Bakterien in wunde Stellen eindringen. Dadurch entsteht eine Entzündungsreaktion, die mit einer Eiterbildung einhergeht. Oftmals bemerkst Du, dass der Atem des Vierbeiners unangenehm oder sogar faulig riecht. Konsultierst Du einen Tierarzt, findet dieser die Ursache des Mundgeruchs heraus und behandelt die Entzündung, sodass sie schnell abheilt. Oftmals geht der Zahnwechsel bei Katzen mit charakteristischen Symptomen einher. Beispielsweise

  • speichelt das Haustier vermehrt,
  • verzehrt es das Futter langsamer,
  • verweigert es die Nahrungsaufnahme zeitweise,
  • kaut es an harten Gegenständen
  • oder bekommt eine leicht erhöhte Temperatur.

 

Speziell wenn Du bemerkst, dass das Tier unter Schmerzen leidet, gilt es, den Wechsel des Gebisses angenehmer zu gestalten. Beispielsweise bewährt es sich, der Katze vermehrt Nassfutter anzubieten. Aufgrund seiner weichen Konsistenz kauen es die Kitten ohne Probleme. Zudem überzeugt es durch die leichte Verdaulichkeit. Zusätzlich stellst Du eine Schale mit Trockenfutter an den Futterplatz der Jungkatze. Die harten Stücke helfen dabei, dass bereits lockere Milchzähne ausfallen. Des Weiteren eignet sich ein harter Stock oder Kauspielzeug, um den Katzen beim Zahnwechsel Erleichterung zu verschaffen.

Zahnwechsel

Gebiss der Katzen nach dem Zahnwechsel – Copyright: Johnnie Runner, Bigstockphoto

 

Symptome des Zahnwechsel bei Katzen:

  • Eure Samtpfoten beginnen, vermehrt zu speicheln und
  • kauen immer wieder auf anderen Gegenständen herum.
  • Darüber hinaus fressen Katzen im Zahnwechsel um ein Vielfaches langsamer oder neigen zum Mäkeln. Dann haben sie Zahnschmerzen.
  • Besonders unangenehm fällt Herrchen und Frauchen ein übler Geruch aus dem Mund auf, wenn zum Beispiel ein Milchzahn schon schlecht geworden ist und kurz vor dem Herausfallen steht.

 

Zahnwechsel bei Katzen: Muss meine Katze zum Tierarzt?

Eigentlich kommt jede Katze problemlos allein durch den Zahnwechsel. Nur wenn es zu hausgemachten Problemen beim Füttern kommt, solltet ihr euch den Rat des Tierarztes holen. Bei einigen Katzen stellt sich eine Entzündung des Zahnfleisches ein, die oftmals mit Fieber und Durchfall einhergeht. Hier verschreibt der Tierarzt Antibiotika, die den Viren und Infekten entgegenwirken. Darüber hinaus gibt es ein paar homöopathische Heilmittel und Tropfen, die Katzen den Zahnwechsel erleichtern.

 

Was tun, wenn die Milchzähne nicht ausfallen?

Es kann schon einmal vorkommen, dass einige Milchzähne bestehen bleiben. Diese solltet ihr unbedingt von einem Tierarzt behandeln lassen. Andernfalls riskiert ihr eine Fehlstellung des Gebisses.

Stehen zum Beispiel die Zähne zu eng zusammen, haben es Zahnbelag und Essensreste leichter, sich in den Zwischenräumen festzusetzen. Auf diese Weise riskiert ihr von Anfang an üblen Zahnstein und später aufwändige Zahnsteinbehandlungen.

 

Wann treten Schwierigkeiten auf?

Selten bekommen die Katzen beim Zahnwechsel ernste Probleme. Jedoch kommt es vor, dass die Milchzähne sich schwer lösen. Dadurch bilden sich im Bereich des Mauls Abszesse, die das Tier am Fressen hindern. Ebenfalls besteht das Risiko, dass das Kitten unter Fieber oder starkem Durchfall leidet. Speziell Letzteres führt bei jungen Haustieren schnell zu einer akuten Lebensgefahr. Durch den Flüssigkeitsverlust dehydrieren die Vierbeiner. Aus dem Grund stellst Du Dein Haustier bei gesundheitlichen Komplikationen während des Gebisswechsels besser dem Tierarzt vor.

Beispielsweise verabreicht dieser dem Tier homöopathische Mittel, die zur Schmerzlinderung beitragen. Alternativ stehen entzündungshemmende Medikamente oder im Bedarfsfall Antibiotika im Mittelpunkt. Bei einigen Katzen bleiben die persistierenden Milchzähne im Gebiss, wodurch eine Fehlstellung der Zähne droht. Um das zu verhindern, zieht der Veterinär die verbleibenden Zähnchen. Geschieht das nicht, bildet sich in den zu engen Zahnzwischenräumen Zahnstein, der Zahnfleischentzündungen begünstigt.

Leiden die Katzen beim Zahnwechsel unter heftigen Schmerzattacken, bemerkst Du das am kläglichen Miauen der Tiere. In dem Fall träufelst Du pflanzliche Mittel auf ihr Futter, das die unangenehmen Symptome lindert. Zu den empfehlenswerten Substanzen zählt beispielsweise Osanit. Die Präparate erhältst Du in der Online-Apotheke oder im Fachhandel. Gleichzeitig hilft es, Dein Haustier während des Zahnwechsels positiv zu bestärken. Das gelingt mit ausgiebigen Streicheleinheiten oder Spielen. Zudem ergibt sich der Vorteil, dass das aufregende Toben das Kitten von den Schmerzen ablenkt.

 

Weitere nützliche Ratschläge für Katzenbesitzer

Nach dem Zahnwechsel überlegst Du besser, die Nahrung Deines Haustiers umzustellen. Statt dem speziellen Futter für Jungtiere erhält die ausgewachsene Katze das handelsübliche Katzenfutter. Hierbei bewährt es sich, auf eine qualitativ hochwertige Futtermarke zu achten. Vorrangig in günstigen Produkten stecken eine Menge Zucker oder Zuckerersatzstoffe, die den Geschmack verbessern sollen. Jedoch greifen die Zusatzstoffe das Gebiss an und erhöhen das Risiko von Karies oder Zahnfleischreizungen.

 

Beim finalen Gebiss kommt es schnell zur Bildung von Zahnbelag, der ebenfalls einen Entzündungsprozess begünstigt. Daher bietest Du der Katze neben Trockenfutter vermehrt harte Leckerchen an. Sie unterstützen das Abreiben des Belags und beugen gesundheitlichen Komplikationen im Maul vor. Am Tag reicht eine Handvoll der Leckereien, da der übermäßige Verzehr zu Gewichtsproblemen führen kann.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Deinem Haustier Katzengras anzubieten. Dieses verzehrt die Mehrzahl der Tiere mit Vorliebe, da es die Verdauung fördert. Gleichzeitig verbessert es den Atem. Kaut der Vierbeiner auf der Pflanze, kommt es zur Freisetzung antibakterieller Stoffe.

 

Tipps zum Zahnwechsel für Katzen Halter:

Mit zwei Wochen bekommen Katzen ihre ersten Milchzähne und können püriertes und weiches Futter aufnehmen. Mit acht Monaten hat die junge Katze ihr finales Gebiss. Folglich macht sie ca. zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat den Zahnwechsel durch. Dieser kann manchmal mit üblen Zahnschmerzen einhergehen.

Gebt eurer Katze von daher Weichfutter. Darüber hinaus helfen hartes Katzenspielzeug und Leckerlies, den Schmerzen und dem Druckgefühl ein Ventil zu geben. Erst wenn eine Katze gar kein Futter mehr aufnimmt oder noch dazu Fieber und Durchfall auftreten, solltet ihr den Rat eines Tierarztes einholen und eure Katze untersuchen lassen. Die meisten Katzen kommen aber ohne Probleme durch den Zahnwechsel, ohne dass ihre Halter es überhaupt mitbekommen.

 

 

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