Durch das Bellen bringen Hunde zahlreiche Emotionen zum Ausdruck. Sie nutzen es als Drohgebรคrde oder als Aufforderung zum Spielen. In der Wohnung wรผnschen die meisten Besitzer nicht, dass das Haustier Laut gibt. Daher gibst Du Deinem Vierbeiner die Mรถglichkeit, im Freien nach Herzenslust zu bellen und zu jaulen. Spezielle Kommandos sorgen dafรผr, dass der Hund auf Aufforderung bellt. Durch dieses Training stellst Du sicher, dass Dein Haustier nicht bei fremden Menschen oder anderen Hunden Laut gibt.

Bellen auf Befehl โ wie geht das?
Das Bellen stellt bei Hunden einen natรผrlichen Instinkt dar. Du hรถrst es, wenn Dein Tier sich aufgeregt oder gestresst zeigt. Des Weiteren bildet diese รuรerung ein Zeichen von Freude oder Ausgelassenheit. Obwohl das Bellen eine normale Verhaltensweise ist, verhinderst Du das Anbellen anderer Menschen. Diese interpretieren das Verhalten Deines Hundes unter Umstรคnden falsch und halten ihn fรผr aggressiv. Um das zu verhindern, lehrst Du ihn, ausschlieรlich in bestimmten Situationen Laut zu geben.
In einem Hundepark oder auf einer Wiese bellt Dein Haustier nach Belieben. Hier bringst Du dem Vierbeiner ungestรถrt bei, auf ein bestimmtes Signal hin zu bellen. Dein tierischer Begleiter sieht das Training als Spiel an. Er genieรt die ausgelassene Zeit mit Dir. Damit der Hund auf Aufforderung bellt, nutzt Du am besten sein favorisiertes Spielzeug. Dieses hรคltst Du ihm vor die Nase und deutest ein paar Wรผrfe an. Vorerst gibst Du dem Hund das Objekt seiner Bedรผrfnisse nicht.
Nachdem das Interesse Deines Haustieres geweckt ist, gibst Du den Befehl: „Laut.“ Alternativ eignet sich die Aufforderung: „Gib Laut“. Wiederhole diese Worte in regelmรครigen Abstรคnden, wรคhrend Du das Tier mit dem Spielzeug reizt. Nach einer Zeit beginnt der Hund, seine Ungeduld zu zeigen. Dein Vierbeiner sehnt sich nach seinem Spielzeug und beginnt zu bellen. In diesem Moment lobst Du Dein Haustier. Du wirfst ihm sein Bรคllchen oder Stรถckchen zu, streichelst ihn oder verabreichst ihm ein Leckerchen.
Wiederholung sorgt fรผr Erfolge
Eine einmalige รbung merkt sich Dein Hund nicht. Daher erhรคlt die Wiederholung dieses Spiels Prioritรคt. Nimm Deinem Vierbeiner das Spielzeug ab und zรถgere ein Werfen erneut heraus. Auch diesmal begleitet der Befehl: „Gib Laut“ Deine Tรคtigkeit. Bellt der Hund, erhรคlt er das Objekt seiner Begierde. Nach mehreren Anlรคufen begreift Dein tierischer Freund, was Du mit dem Training bezweckst. Er bringt Deine Aufforderung zum Bellen automatisch mit seinem Spielzeug in Verbindung.
Nun reagiert der Hund auf den Befehl, selbst wenn sich sein Bรคllchen nicht in Reichweite befindet. Bei diesem Verhalten handelt es sich um eine klassische Konditionierung. Fachleute sprechen vom „Pawlowschen Effekt“. Nach der Verinnerlichung des Bell-Trainings vergisst Dein Hund den Befehl nicht.
Das ausgelassene Jaulen und Klรคffen sorgt bei vielen Hunden fรผr einen gesteigerten Adrenalin-Spiegel. Die Tiere verhalten sich aufgedreht und kommen unter Umstรคnden nicht mehr zur Ruhe. Daher benรถtigt Dein Vierbeiner ein Signal, auf das er mit dem Bellen aufhรถrt. Bestimmte Aufforderungen prรคgen sich Hunde schnell ein. Dazu zรคhlen:
- „Ruhe!“,
- „Aus!“
- oder „Still!.
Das Bellen in der Wohnung gewรถhnen Besitzer ihren Hunden ab. Trotzdem braucht der Vierbeiner die Mรถglichkeit, Laut zu geben. Diese bietest Du ihm in der freien Natur oder in einem Hundepark. Hier รผbst Du ein Bell-Training mit Deinem Haustier. Damit der Hund auf Aufforderung bellt, benutzt Du sein Lieblings-Spielzeug, das Du ihm vorerst vorenthรคltst. Dabei wiederholst Du den Befehl: „Gib Laut!“ Sobald der Hund bellt, lobst Du ihn. Danach beginnt die รbung von vorn.
Quellen und weiterfรผhrende Ressourcen
- Hans Rรคber: Brevier neuzeitlicher Hundezucht. 5. Auflage, Verlag Paul Haupt, Bern 1995, ISBN 978-3-258-04974-8








