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Autofahren mit dem Hund

Hunde richtig im Auto transportieren

Autofahren mit dem Hund

Inhalt nach redaktionellen Leitlinien verfasst und von unserem Expertenteam fachlich geprüft.

Für mich ist es selbstverständlich, dass meine Hunde regelmäßig Autofahren. Ob es darum geht, zum Pferd in den Reitstall zu gelangen, einen Spaziergang im Wald zu unternehmen, Freunde zu besuchen, in den Urlaub zu fahren oder meine Mutter zu besuchen – mindestens einer meiner drei Hunde ist immer an meiner Seite. Von Anfang an war es mir wichtig, meine Hunde bereits im Welpenalter an das Autofahren zu gewöhnen.

Neben der Eingewöhnungsphase gibt es jedoch klare Richtlinien, die beachtet werden müssen, um Hunde sicher im Auto zu transportieren. Andernfalls setzen wir das Leben unserer geliebten Tiere aufs Spiel und riskieren bei einer möglichen Polizeikontrolle eine empfindliche Strafe. Fahrlässiges Verhalten ist also keineswegs akzeptabel. In diesem Beitrag erfährst du, worauf du beim Autofahren mit deinem Hund achten solltest, um die Sicherheit und das Wohlbefinden deines Vierbeiners zu gewährleisten.

Das Wichtigste in der Übersicht:

  • Transportbox, Kofferraum mit Absperrgitter oder Anschnallgurt
  • niemals ungesicherte Hunde im Auto transportieren
  • Kein Hund darf auf dem Beifahrersitz sitzen
  • auf langen Fahrten regelmäßige Pause, frisches Wasser
  • 30 €/60 € Bußgeld für ungesicherte Hunde

Umfragen haben ergeben, dass sogar ein Viertel der Hundehalter ihre Tiere überhaupt nicht richtig sichert dem Auto. Dabei haben ADAC Crash-Tests die desaströsen Ausmaß erfunden, wenn es zu einem Autounfall kommt und die ungesicherten Tiere durch das Fahrzeug fliegen. Aus einem kleinen Hund kann Steinwurfgeschoss werden, dass auch für die Passanten zur Lebensbedrohung wird.

Schritt 1: Die Eingewöhnung

Die Eingewöhnungsphase ist entscheidend, besonders wenn dein Hund noch nie im Auto war oder es unangenehme Erfahrungen damit gemacht hat.

  1. Sanftes Heranführen: Beginne damit, deinen Hund sanft an das Auto zu gewöhnen, indem du ihn einfach in das Auto setzt, ohne es zu starten. Lass ihn die Umgebung im Inneren erkunden.
  2. Positive Assoziationen: Belohne deinen Hund mit Leckerlis und lobenden Worten, wenn er sich im Auto wohl fühlt. Dies hilft ihm, positive Assoziationen mit dem Auto zu entwickeln.
  3. Kurze Fahrten: Starte kurze Fahrten, um deinen Hund allmählich an das Gefühl des Fahrens zu gewöhnen. Steigere die Dauer der Fahrten schrittweise.

Schritt 2: Die richtige Transportmöglichkeit wählen

  1. Hundebox: Eine sichere Option, die deinem Hund Schutz bietet. Sie verhindert Ablenkungen während der Fahrt und schützt den Hund im Falle eines Unfalls.
  2. Sicherheitsgeschirr und Sicherheitsgurt: Falls du deinen Hund auf dem Rücksitz transportierst, verwende ein spezielles Sicherheitsgeschirr und einen Sicherheitsgurt, um ihn zu sichern.
  3. Rücksitz-Abdeckung: Wenn dein Hund auf dem Rücksitz sitzt, schützt eine Abdeckung vor Schmutz und Kratzern.

Schritt 3: Sicherheit während der Fahrt

  1. Fenster geschlossen: Lass deinen Hund nicht aus dem geöffneten Fenster hängen, da dies gefährlich sein kann.
  2. Kein freier Zugang: Lass deinen Hund nicht im Auto herumlaufen. Er sollte sicher in seiner Transportmöglichkeit sein.
  3. Pausen: Plane regelmäßige Pausen, damit dein Hund sich lösen kann und frische Luft schnappen kann.
  4. Futter und Wasser: Biete deinem Hund während der Fahrt kein Futter an, um Übelkeit zu vermeiden. Wasser sollte in kleinen Mengen verfügbar sein.

Schritt 4: Rücksicht auf das Wohlbefinden des Hundes

  1. Vermeide Stress: Spiele beruhigende Musik und vermeide laute Geräusche während der Fahrt, um Stress zu reduzieren.
  2. Beobachtung: Halte während der Fahrt ein Auge auf deinen Hund und achte auf Anzeichen von Unwohlsein.
  3. Notfallausrüstung: Packe eine Erste-Hilfe-Ausrüstung und wichtige Unterlagen für deinen Hund ein, falls es zu Notfällen kommt.

Schritt 5: Gesetzliche Vorschriften beachten

Informiere dich über die örtlichen Gesetze und Vorschriften für das Autofahren mit Hunden. In einigen Ländern und Bundesstaaten gelten spezielle Regeln für die Sicherung von Tieren im Auto. Mit dieser Anleitung kannst du sicherstellen, dass das Autofahren mit deinem Hund sowohl angenehm als auch sicher ist. Denke daran, dass die Sicherheit und das Wohlbefinden deines Hundes oberste Priorität haben sollten.

Wo ich meine Hunde richtig im Auto transportieren kann?

Im Prinzip entscheidet erst die Transportart, ob er nun wirklich sicher ist. Auf keinen Fall sollte er sich frei im Auto bewegen können.

Du hast verschiedene Möglichkeiten, deinen Hund richtig im Auto zu transportieren, zum einen in einer stabilen und verkehrssicheren Hundebox, über eine Abtrennung vom Kofferraum und über einen speziellen Gurt direkt im Auto. Letzteres ist gerade für kleinere oder leichte Hunde gut geeignet.

Die Kurzschlüsse würden die Kräfte von großen Hunden gar nicht aushalten. Dabei sollte die Transportbox am besten quer zur Fahrtrichtung und direkt am Ende der Lehne der Rücksitzbank aufgestellt werden. Im Falle eines Aufpralls würden die Kräfte dann seitlich gleichmäßiger wirken.

Bußgelder und Strafen bei ungesichertem Transport

Wer seinen Hund ungesichert im Auto transportiert, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 30 €. Kommt es dann zu einer Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer, steigt das Bußgeld auf 60 € und der Fahrzeugführer kassiert einen Punkt in Flensburg. Darüber hinaus bekommst du Probleme mit deiner Versicherung, wenn einmal etwas passiert und sich herausstellt, dass die Hunde nicht gesichert waren.

Die richtige Hundebox für das Auto

Nun kannst du nicht einfach jede Hundebox für das Auto verwenden. Es gibt spezifische Hundeboxen, die auch laut Straßenverkehrsordnung für die Fahrzeuge zugelassen sind. Im Prinzip bildet die Transportbox eine der sichersten und komfortabelen Lösungen. Ich habe mich von daher auch dafür entschieden, meine Hunde richtig im Auto zu transportieren und für jeden eine eigene Transportbox angeschafft.

Dennoch ist es nicht ausreichen, die Boxen einfach nur am Auto zu platzieren, sie müssen stabil und fest verankert werden. Dafür eignet sich der Rücksitz und der Kofferraum. Doch einen Nachteil haben die festen Boxen auch, denn sie nehmen eigentlich jede Menge Platz im Auto ein. Bei mir können zum Beispiel nur die Hunde mitfahren. Danach passt weder eine Einkaufstasche noch andere Fahrer in meinen Polo.

Wer also mehrere Hunde hält, der sollte ein entsprechend großes Auto anschaffen oder improvisieren können. Für die Schlafplätze im Raum habe ich mich für so genannte Softboxen entschieden. Diese eignen sich nicht für den Transport im Auto, sondern sind nur auf Reisen, unterwegs oder in der Wohnung praktisch. Die Kräfte, die bei einem Unfall wirken würden, wären viel zu stark. Die Softbox würde nicht standhalten.

Platziere deine Box richtig im Auto

Bei zwei Hunden finde ich gerade die Doppelboxen sehr praktisch. Wir haben es ja eigentlich nur mit einer großen Box zu tun, die in der Mitte eine Trennwand aufweist. Du solltest die Transport Boxen so auswählen, dass sie eigentlich dem Hund nur so viel Platz bieten, damit er sich bequem hinlegen kann.

Ist die Box zu, steigt für den Vierbeiner auch das Verletzungsrisiko im Inneren. Der Hund sollte womöglich keinen direkten Blickkontakt nach draußen haben, denn so kann er sich viel schneller im Inneren der Box beruhigen. Meine Hündin kann zum Beispiel kein Auge zumachen, wenn Sie die vielen Bäume an sich vorbeiziehen sieht, das macht sie nervös. In ihrer Transportkiste jedoch findet sie schnell in den Schlaf, denn hier fühlt sie sich sicher und geborgen aufgehoben.

Ich rate vielen meiner Welpen Käufer dazu, mit dem Welpen gleich eine Kiste anzuschaffen. Damit meine ich nicht, den Hund den ganzen Tag in der Kiste einzusperren. Er soll hier einen sicheren und ruhigen Rückzugsort finden und lernen, regelmäßig zu schlafen, zur Ruhe zu kommen und bei deiner Abwesenheit nicht die gesamte Wohnung zu zerstören.

Trennwand für den Kofferraum

Ein wirklich differenziertes Thema sind die Trennwände, die den Fahrgastraum vom Kofferraum trennen. Leider haben viele Tests ergeben, dass gerade die Gitter aus Stoff die enormen Kräfte überhaupt nicht aushalten. Von daher rate ich euch, nur stabile Gitter, die ihr im Inneren des Fahrzeugs verankern könnt zu benutzen.

Wenn du gerade große und mittelgroße Hunde hast, ist es ratsam, diese im Kofferraum zu transportieren. Hier könnte zum Beispiel eine Kunststoffschale ganz unten hinlegen und Decken. Dadurch fühlen sich die Hunde gut aufgehoben und bewegen sich in einem sicheren Bereich im hinteren Auto.

Bei kleinen und mittelgroßen Kunden macht es Sinn, sie einfach wie einen Menschen im Auto anzuschnallen. Dafür gibt es spezifische Gurtsystem und ein Geschirr, dass du deinem Hund anziehst. Wenn du deine Polster schonen möchtest, solltest du einen Blick auf die schon Bezüge in Kombination mit den Gurten werfen.

Du solltest auf jeden Fall nur zugelassene Geschirr für das Auto verwenden, denn nur sie sind wirklich sicher. Einen entscheidenden Vorteil haben die Hunde Gott, sie sind recht einfach zu handhaben und sehr leicht. Kein 100 etwas auf dem Beifahrersitz zu suchen, auch nicht mit einem Hundegurt. Die Hunde sitzen immer auf der Rückbank im Auto.

Reisen und Urlaub: Deinen Hund richtig im Auto transportieren

Wer innerhalb der EU mit dem Auto unterwegs ist, muss seinen und nicht nur richtig platzieren, sondern auch den Heimtierpass mitführen. Diesen gibt es beim Tierarzt und er führt die Mikrochipnummer ebenso wie alle laufenden Untersuchungen, Ungezieferbehandlungen und Impfungen. Achtung: bei einigen Ländern musste zum Beispiel eine spezifische Bandwurmbehandlung fünf Tage vor der Einreise durchführen. Hier ist der Zeitpunkt entscheiden.

Wir haben schon mal auf dem Weg zur Crufts – der weltgrößten Hundeausstellungen Birmingham – mit einer dreißigköpfigen Reisegruppe Stunden an der Veterinärstation zugebracht, weil einem Hund ein Stempel im Pass gefiltert. Vor dieser Erfahrung möchte ich euch bewahren, denn die Kontrolleure am Eingang haben kein Erbarmen. Sie lassen sich einfach nicht einreisen, wenn euch eine Behandlung fehlt. Alternative Entscheidungen 100 immer in Quarantäne geben, doch wer möchte seinem gemeinsam geplanten Urlaub dann alleine antreten?

Praktische Tipps für den Transport der Hunde in den Urlaub

Lange Fahrten sollten wir Hunde nicht zumuten und immer wieder Pausen einlegen. Dann kann sich der Hund lösen, kurz entspannen oder Tuben. Zudem solltest du regelmäßig frisches Wasser hinzugeben. Gerade vor einer längeren strapaziösen Autofahrt solltest du nehmen und wenn möglich nicht allzu viel füttern.

Andernfalls stellt das Gefahr, dass sich immer wieder übergeben muss. Trainieren von Anfang an mit einem jungen Hund das Autofahren, so wirst du später keine Probleme bekommen. Gerade in den heißen Sommermonaten sollte dir entweder in der Nacht oder direkt am Morgen fahren, das schont den Kreislauf der Vierbeiner.

Auch auf die Gefahr, Überstunden im Stau zu landen, ist es manchmal die bessere Wahl, den längeren Weg über die Landstraßen zu wählen, euch aber die Fahrten dadurch angenehmer zu machen.

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