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Schwangerschaft wie lange

Trächtigkeit bei Katzen: Dauer und Verlauf

Schwangerschaft wie lange

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Wie lange sind Katzen schwanger? Diese Frage stellen sich Haustierbesitzer, wenn sie feststellen, dass sich der Bauch ihrer Katze merklich rundet. Doch resultiert die Gewichtszunahme aus einer Schwangerschaft oder einer übermäßigen Nahrungsaufnahme? Darüber geben begleitende Anzeichen Aufschluss.

In unserem Ratgeber erfährst Du die durchschnittliche Dauer der Trächtigkeit bei Katzen. Zudem informieren wir darüber, wann die Geschlechtsreife bei Katzen eintritt und welche ersten Anzeichen auf eine Schwangerschaft bei Katzen hinweisen können.

Tragezeit bei Katzen

Im Vergleich zum Menschen verläuft die Schwangerschaft bei Katzen schneller. Abhängig von der Katzenrasse vergehen von der Befruchtung bis zur Geburt zwischen 59 und 72 Tage. Das entspricht einem Zeitraum zwischen acht und zehn Wochen.

Zu den Faktoren, die auf die Tragzeit der Katze Einfluss nehmen, zählen:

  • Alter
  • Gesundheitszustand
  • Rasse
  • Anzahl der Kitten

Tendenziell dauert die Schwangerschaft bei jüngeren Katzen länger als bei ihren älteren Artgenossen. Eine deutliche Verkürzung oder Verlängerung der Trächtigkeit tritt auf, wenn das Muttertier unter Schwäche, Mangelernährung oder einer Krankheit leidet.

Ebenso wie bei Eintritt der Geschlechtsreife unterscheidet sich bei Katzen die Dauer der Schwangerschaft rasseabhängig. Kleine Katzenrassen neigen ab einem Alter von vier Monaten zur ersten Raunze. Gleiches gilt für Siamkatze und Heilige Birma. Bei diesen Tieren fällt die Tragzeit mit 59 bis 66 Tagen vergleichsweise kurz aus.

Bei größeren Katzenrassen, zu denen die Norwegische Waldkatze zählt, beginnt die Rolligkeit erst ab zwölf Monaten. Die Schwangerschaft dieser Haustiere dauert im Schnitt 69 bis mehr als 70 Tage.

Wann beginnt bei Katzen die Geschlechtsreife?

Ab der ersten Rolligkeit – Raunze genannt – liegt bei einer Katze die Schwangerschaft im Bereich des Möglichen. Wann das Tier geschlechtsreif ist, hängt von seinem Gesundheitszustand und der Rasse ab. Bei der Mehrzahl der Katzen tritt die Geschlechtsreife im Alter zwischen fünf Monaten und einem Jahr ein. Deckt ein zeugungsfähiger Kater eine nicht kastrierte Katze, kann diese nach der Geschlechtsreife Kitten bekommen.

Schwangerschaftsanzeichen bei Katzen

Wenige Tage nach der Befruchtung treten bei Katzen die ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft auf. Dazu gehören Verhaltensänderungen, deren Art vom Charakter der Haustiere abhängen. Auf Menschen bezogene Katzen suchen während der Trächtigkeit, vermehrt die Nähe ihrer Bezugspersonen. Dagegen ziehen sich scheue Tiere verstärkt zurück.

Ebenso kommt es vor, dass Katzen ähnlich wie Menschen an morgendlicher Übelkeit leiden. In einem solchen Fall verweigern diese die Futteraufnahme oder erbrechen kurze Zeit nach dem Fressen.

Sichtbare Veränderungen am Körper der schwangeren Katze tauchen rund 15 Tage nach der Befruchtung auf. Die Zitzen schwellen an. Ab der vierten bis fünften Schwangerschaftswoche beginnt sich der Bauch zu wölben. Ab diesem Zeitpunkt stellt der Tierarzt mit einem Ultraschallgerät fest, ob eine Schwangerschaft vorliegt.

Resultiert ein dicker Katzenbauch aus übermäßiger Nahrungsaufnahme, fühlt er sich weich an. Im Gegensatz dazu ist der Bauch einer schwangeren Katze prall und deutlich fester. Erwartet sie Katze Junge, reagiert diese auf Berührungsversuche in der Bauchgegend scheu bis aggressiv.

Im Verlauf der Schwangerschaft nehmen Katzen mehr Nahrung als gewöhnlich zu sich. Dadurch legen sie bis zur Geburt ein bis zwei Kilogramm an Gewicht zu.

Anzeichen einer Geburt bei Katzen: Das sollten Halter wissen

Unabhängig von der Rasse und anderen Faktoren unterscheidet sich bei Katzen individuell, wann die Geburt beginnt. Erste Anzeichen für das bevorstehende Ereignis erkennen aufmerksame Katzenhalter am Tag zuvor. Werfen sie einen Blick auf das Gesäuge ihres Haustiers, bemerken sie den Milcheinschuss. Die Zitzen scheinen anzuschwellen und an der Spitze können vereinzelt Milchtropfen austreten.

Steht die Geburt bevor, benimmt sich die Mehrzahl der Muttertiere unruhig bis aufgeregt. Die Katze frisst weniger oder verweigert die Futteraufnahme komplett. Sie läuft ziellos umher. Neben leichtem oder starkem Hecheln zählt das wiederholte Lecken des Genitalbereichs zu den Symptomen der baldigen Niederkunft.

Für die Geburt suchen sich die meisten Katzen einen geschützten Ort mit weicher, warmer Unterlage. Treten die Presswehen ein, legen sich die Tiere bequem hin. Ob sie dabei miauen oder die Gesellschaft anderer akzeptieren hängt vom Charakter der Katze ab.

Treten die Wehen in regelmäßigen Abständen von wenigen Minuten auf, dauert es im Schnitt eine halbe Stunde, bis das erste Katzenbaby zur Welt kommt.

Alter und Rasse bestimmen, wie viele Kitten die Katze gebiert. In der ersten Schwangerschaft bekommt das Haustier im Schnitt zwei bis drei Kitten. Ab der zweiten Trächtigkeit erhöht sich die Anzahl pro Wurf auf bis zu sechs Junge.

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