Mundgeruch

Zahnfleischentzündung bei Katzen: Symptome, Ursachen und Behandlung

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Inhalt nach redaktionellen Leitlinien verfasst und von unserem Expertenteam fachlich geprüft.

Eine Zahnfleischentzündung bei Katzen wird als Gingivitis bezeichnet. Typische Anzeichen sind gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, vermehrter Speichelfluss und Probleme beim Fressen. Für die Katze kann eine Entzündung im Maul sehr schmerzhaft sein – auch wenn sie sich Schmerzen zunächst kaum anmerken lässt.

Hinter entzündetem Zahnfleisch können unterschiedliche Ursachen stecken. Neben Zahnbelag und Zahnstein kommen beispielsweise erkrankte oder beschädigte Zähne, Zahnresorption und weitere Erkrankungen infrage. Deshalb sollte eine anhaltende oder ausgeprägte Zahnfleischentzündung tierärztlich untersucht werden.

Wichtig: Hausmittel ersetzen bei einer Zahnfleischentzündung keine Diagnose und Behandlung durch einen Tierarzt. Vor allem bei Schmerzen, Futterverweigerung, Blutungen oder starkem Speichelfluss sollte die Katze zeitnah untersucht werden.

Was ist eine Gingivitis bei Katzen?

Bei einer Gingivitis ist das Zahnfleisch rund um die Zähne entzündet. Häufig beginnt der Prozess mit Plaque. Dieser bakterielle Zahnbelag lagert sich auf den Zähnen ab und kann sich bis zum Zahnfleischrand und darunter ausbreiten.

Mineralisiert Plaque, entsteht Zahnstein. An dessen rauer Oberfläche können sich weitere Beläge festsetzen. Die Reaktion des Immunsystems auf die Bakterien kann schließlich zu gerötetem, geschwollenem und schmerzhaftem Zahnfleisch führen.

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann aus einer Gingivitis eine Parodontitis entstehen. Dabei werden auch Strukturen geschädigt, die den Zahn im Kiefer halten.

Empfehlenswerte Mittel bei Zahnfleischentzündungen

FeliMove Dental-Liquid mit Omega-3, Propolis und Zink

Das FeliMove Dental-Liquid ist eine flüssige Ergänzung für die Maul- und Zahnpflege bei Katzen.

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Die Rezeptur enthält Omega-3 (EPA), Propolis, Zink und einen Vitalpilz-Komplex. Das Produkt kann die Versorgung der Maulhöhle unterstützen und wird in Deutschland hergestellt.

Mikrosilber-Zahngel für Hunde und Katzen

Das Canina Mikrosilber-Zahngel ist ein Zahnpflegegel zur regelmäßigen Anwendung bei Hunden und Katzen.

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Canina Mikrosilber-Zahngel, 50 ml
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Die Rezeptur enthält Mikrosilber, Grapefruitkern-Extrakt und Vitamin C. Das Gel soll Zahnbelag lösen, der Neubildung von Zahnstein entgegenwirken und die Pflege des Zahnfleisches unterstützen.

Zahnpulver mit Meeresalgen

Das ProDen PlaqueOff Zahnpulver wird täglich über das Futter gegeben und ist für Hunde und Katzen geeignet.

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ProDen PlaqueOff Zahnpulver für Hunde & Katzen 180 g, Zahnputzflocken Hund, Hunde Zahnpflege bei Plaque...
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Das Pulver besteht aus der Meeresalge Ascophyllum nodosum und soll bei regelmäßiger Anwendung Zahnbelag, Zahnstein und Mundgeruch reduzieren. Laut Hersteller ist das Produkt VOHC-zertifiziert und nicht für Tiere geeignet, die wegen einer Schilddrüsenüberfunktion behandelt werden.

Zahnpflegegel mit Chlorhexidin

Das Alfavet HexoCare Zahnpflegegel ist für die Zahn-, Zahnfleisch- und Maulpflege bei Katzen, Hunden und Nagern gedacht.

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Alfavet HexoCare Zahnpflegegel 50 ml, für Hund, Katze und Nager
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Die Rezeptur enthält Chlorhexidin, Tris-EDTA, Petersilienextrakt und Katzenminzeöl. Das Gel wird direkt in die Maulhöhle beziehungsweise auf das Zahnfleisch gegeben und kann die Maulhygiene sowie einen frischen Atem unterstützen.

Kräutertropfen für Katzen

Die Kräutertropfen sind ein flüssiges Ergänzungsfuttermittel zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens von Katzen.

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Natürliche Antibiotika für Katzen, Katzen-Antibiotika für Infektion, Unterstützt Immunsystem...
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Die Rezeptur enthält unter anderem Apfelessig, Pau d’Arco, Goldenseal und Echinacea. Trotz der Produktbezeichnung handelt es sich nicht um ein Antibiotikum im medizinischen Sinne und es ersetzt keine tierärztliche Behandlung bei Zahnfleischentzündungen oder Infektionen.

Wie erkenne ich eine Zahnfleischentzündung bei meiner Katze?

Katzen zeigen Zahnschmerzen häufig erst spät deutlich. Veränderungen beim Fressen oder Verhalten sollten deshalb ernst genommen werden.

Mögliche Anzeichen sind:

  • gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Blutungen am Zahnfleisch
  • unangenehmer Mundgeruch
  • vermehrtes Speicheln
  • Probleme beim Fressen
  • Bevorzugung von weichem Futter
  • ungewöhnliche Kopfbewegungen beim Fressen
  • weniger Appetit oder Futterverweigerung
  • Gewichtsverlust
  • Rückzug oder verändertes Verhalten

Diese Beschwerden können auch bei anderen Zahn- und Maulerkrankungen auftreten. Eine sichere Diagnose allein anhand der sichtbaren Symptome ist deshalb nicht möglich.

Wann sollte die Katze zum Tierarzt?

Gerötetes Zahnfleisch sollte besonders dann untersucht werden, wenn die Veränderungen nicht schnell verschwinden oder weitere Beschwerden hinzukommen.

Ein Tierarztbesuch ist insbesondere wichtig bei:

  • deutlich gerötetem oder geschwollenem Zahnfleisch
  • Blutungen
  • starkem Mundgeruch
  • Speichelfluss
  • Schmerzen beim Fressen
  • einseitigem Kauen
  • Futterverweigerung
  • Gewichtsverlust
  • sichtbaren Veränderungen an den Zähnen

Gerade Futterverweigerung sollte bei Katzen nicht über längere Zeit beobachtet werden, ohne tierärztlichen Rat einzuholen. Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches können erhebliche Schmerzen verursachen.

Häufige Ursachen einer Zahnfleischentzündung

Eine Gingivitis kann verschiedene Ursachen haben. Deshalb reicht es nicht aus, lediglich das entzündete Zahnfleisch zu behandeln.

Plaque und Zahnstein

Plaque ist ein Belag auf der Zahnoberfläche, in dem sich Bakterien befinden. Wird er nicht regelmäßig entfernt, kann er sich weiter am Zahnfleischrand ausbreiten und verkalken. Die mit Plaque und Zahnstein verbundenen Bakterien können eine Entzündungsreaktion auslösen. Eine regelmäßige Zahnpflege kann deshalb zur Vorbeugung beitragen.

Zahnresorption

Eine wichtige Zahnerkrankung bei Katzen ist die Zahnresorption, früher häufig als FORL bezeichnet. Dabei wird Zahnsubstanz abgebaut. Die Erkrankung kann sehr schmerzhaft sein und lässt sich ohne eingehende Untersuchung und Zahnröntgen nicht immer zuverlässig erkennen.

Beschädigte oder erkrankte Zähne

Abgebrochene Zähne, entzündete Zahnwurzeln oder andere Zahnerkrankungen können ebenfalls Entzündungen im Maul hervorrufen. Auch deshalb ist es wichtig, nicht nur das sichtbare Zahnfleisch zu betrachten.

Infektionen und andere Erkrankungen

Gingivitis kann auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten. Cornell nennt unter anderem FIV, FeLV, Caliciviren sowie bestimmte systemische Erkrankungen als mögliche Zusammenhänge.

Gingivostomatitis

Eine ausgeprägte Entzündung kann neben dem Zahnfleisch auch weitere Bereiche der Maulschleimhaut betreffen. Diese sogenannte Gingivostomatitis kann mit starken Schmerzen, Blutungen, Speichelfluss und Problemen bei der Futteraufnahme verbunden sein.

Wie stellt der Tierarzt die Diagnose?

Zunächst wird der Tierarzt Zähne, Zahnfleisch und Maulhöhle untersuchen.
Für eine vollständige Beurteilung ist bei ausgeprägten Zahnproblemen häufig eine Untersuchung unter Narkose notwendig. Dabei können die Zahnfleischtaschen untersucht und die einzelnen Zähne genauer beurteilt werden.
Dentalröntgen ist besonders wichtig, weil Veränderungen an Zahnwurzeln oder unterhalb des sichtbaren Zahnfleischs von außen nicht zuverlässig erkannt werden können. Das gilt beispielsweise bei Zahnresorption.

Wie wird eine Zahnfleischentzündung bei Katzen behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schwere der Erkrankung.

Bei Zahnstein und Plaque kann eine professionelle Zahnreinigung unter Narkose erforderlich sein. Dabei werden Ablagerungen oberhalb und unterhalb des Zahnfleischrandes entfernt und die Zähne anschließend poliert.

Sind Zähne oder Zahnwurzeln stark geschädigt, können einzelne oder mehrere Zähne gezogen werden müssen. Besonders bei Zahnresorption oder fortgeschrittener Parodontitis kann eine Extraktion notwendig sein.

Je nach Befund können zusätzlich Medikamente zur Schmerz- und Entzündungsbehandlung oder in bestimmten Fällen Antibiotika eingesetzt werden. Eine Behandlung allein mit Antibiotika beseitigt die Ursache einer Gingivitis jedoch in der Regel nicht.

Was kann ich bei Gingivitis zu Hause tun?

Bei einer bereits bestehenden Zahnfleischentzündung sollte zunächst geklärt werden, was die Entzündung verursacht.

AniCura rät ausdrücklich davon ab, die Gingivitis einer Katze mit Hausmitteln selbst behandeln zu wollen. Häufig liegen konkrete Zahnprobleme oder andere Erkrankungen zugrunde, die dadurch nicht beseitigt werden.

Sinnvoll ist zu Hause vor allem:

  • Fressverhalten beobachten
  • Veränderungen am Maul dokumentieren
  • auf Speichelfluss oder Blutungen achten
  • Gewicht kontrollieren
  • vom Tierarzt verordnete Medikamente genau nach Vorgabe geben
  • empfohlene Nachkontrollen wahrnehmen
  • Zahnpflege nach der Behandlung mit dem Tierarzt abstimmen

Welche Hausmittel sollte ich nicht verwenden?

Von einer eigenständigen Behandlung mit Aloe Vera, Bikarbonat, beliebigen Tees oder selbst hergestellten Salzwasserspülungen würden wir abraten.

Bei Aloe Vera kommt ein zusätzliches Problem hinzu: Die ASPCA führt die Pflanze aufgrund bestimmter Inhaltsstoffe als giftig für Katzen. Produkte können sich in ihrer Zusammensetzung stark unterscheiden, weshalb Aloe-Vera-Saft oder selbst hergestellte Präparate nicht in das Maul einer Katze gegeben werden sollten.

Auch bei anderen vermeintlichen Hausmitteln ist unklar, welche Konzentration sicher wäre und ob das Mittel überhaupt gegen die Ursache der Entzündung wirkt.

Die bessere Maßnahme ist deshalb die tierärztliche Abklärung.

So könnt Ihr Zahnfleischentzündungen vorbeugen

Katze früh ans Zähneputzen gewöhnen

Die regelmäßige Entfernung von Plaque ist eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung. Am einfachsten gelingt die Gewöhnung, wenn bereits junge Katzen schrittweise mit Zahnbürste und Zahnpflege vertraut gemacht werden.

Nur Zahnpasta für Katzen verwenden

Menschliche Zahnpasta gehört nicht in das Katzenmaul. Verwendet ausschließlich Produkte, die ausdrücklich für Katzen vorgesehen sind.

Zähne regelmäßig kontrollieren lassen

Regelmäßige tierärztliche Kontrollen helfen dabei, Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und andere Zahnprobleme frühzeitig zu erkennen. AniCura empfiehlt ebenfalls regelmäßige Zahnkontrollen zur Vorbeugung.

Veränderungen ernst nehmen

Mundgeruch sollte nicht einfach als normale Begleiterscheinung einer Katze angesehen werden. Zusammen mit gerötetem Zahnfleisch, Speichelfluss oder verändertem Fressverhalten kann er auf eine Zahnerkrankung hinweisen.

Vorteile regelmäßiger Zahnpflege

  • Plaque wird regelmäßig entfernt
  • Zahnfleisch kann besser kontrolliert werden
  • Veränderungen fallen früher auf
  • das Risiko einer plaqueassoziierten Gingivitis kann sinken
  • Mundgeruch aufgrund von Zahnbelag kann reduziert werden
  • Katzen werden an Kontrollen im Maul gewöhnt

Unser Fazit

Eine Zahnfleischentzündung bei Katzen ist mehr als ein kosmetisches Problem. Gerötetes Zahnfleisch, Mundgeruch, Speichelfluss oder Veränderungen beim Fressen können auf schmerzhafte Erkrankungen der Zähne und des Zahnfleisches hinweisen.

Statt Gingivitis mit Hausmitteln zu behandeln, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Je nach Befund reichen die Maßnahmen von professioneller Zahnreinigung bis zur Entfernung erkrankter Zähne. Regelmäßige Zahnkontrollen und eine geeignete Zahnpflege können anschließend helfen, neue Probleme früh zu erkennen oder ihnen vorzubeugen.

Regelmäßige Zahnpflege ersetzt dennoch keine tierärztliche Zahnkontrolle.

Leserfragen zur Zahnfleischentzündung bei Katzen

Was hilft bei einer Zahnfleischentzündung bei Katzen?

Die richtige Behandlung hängt von der Ursache ab. Zahnstein und Plaque können eine professionelle Zahnreinigung notwendig machen. Erkrankte oder resorbierte Zähne müssen unter Umständen entfernt werden. Medikamente können je nach Befund ergänzend eingesetzt werden.

Kann eine Zahnfleischentzündung bei Katzen von allein verschwinden?

Eine leichte Gingivitis kann grundsätzlich reversibel sein, wenn ihre Ursache beseitigt wird. Ohne Behandlung kann eine durch Plaque verursachte Entzündung allerdings fortschreiten und in eine Parodontitis übergehen.

Welche Hausmittel helfen bei Gingivitis?

Eine eigenständige Behandlung mit Hausmitteln wird nicht empfohlen. Hinter einer Zahnfleischentzündung können Zahnstein, Zahnresorption, geschädigte Zähne oder andere Erkrankungen stecken, die durch Hausmittel nicht behandelt werden.

Ist Mundgeruch bei Katzen normal?

Starker oder dauerhaft unangenehmer Mundgeruch kann auf Erkrankungen von Zähnen oder Zahnfleisch hinweisen und sollte nicht einfach ignoriert werden. Besonders zusammen mit gerötetem Zahnfleisch oder Problemen beim Fressen empfiehlt sich eine tierärztliche Kontrolle.

Wie sieht entzündetes Zahnfleisch bei Katzen aus?

Typisch sind Rötung und Schwellung am Zahnfleischrand. Bei stärkerer Entzündung kann das Zahnfleisch auch bluten.

Kann FORL eine Zahnfleischentzündung verursachen?

Zahnresorption – früher häufig als FORL bezeichnet – ist eine häufige und teilweise sehr schmerzhafte Zahnerkrankung der Katze. Veränderungen können mit Entzündungen des umgebenden Zahnfleisches verbunden sein. Für die Diagnose ist häufig Dentalröntgen erforderlich.

Sollte ich bei entzündetem Zahnfleisch die Zähne putzen?

Nicht ohne Rücksprache mit dem Tierarzt. Bei stark entzündetem Zahnfleisch kann Zähneputzen schmerzhaft sein. Nach erfolgreicher Behandlung ist regelmäßige Zahnpflege dagegen eine wichtige Möglichkeit zur Vorbeugung.

 

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