Woran erkennst Du Blasensteine bei Katzen?

Der Fachbegriff für die Blasensteine bei Katzen lautet Urolithiasis. Sie entstehen durch spezielle Mineralien im Urin, die als Kristalle ausfallen. Auf die Dauer sammeln sich diese Elemente und bilden sich zu kleinen bis großen Harnsteinen aus. Bei einigen Tieren bleibt die gesundheitliche Komplikation symptomlos. Häufig führt sie jedoch zu charakteristischen Anzeichen, beispielsweise Nierenproblemen oder Harnverhalt. Eine Folge von Blasensteinen stellt eine Blasenentzündung des Haustiers dar.

Blasensteine bei Katzen
Blasensteine bei Katzen Copyright: 4 PM production bigstockphoto

Blasensteine bei Katzen

  • Blasensteine bilden sich aus mineralischen Ablagerungen im Harn und treten häufig bei älteren Tieren auf.
  • Zu den charakteristischen Symptomen der Blasensteine bei Katzen gehören Nierenprobleme, verringertes Urinieren sowie häufige Entzündungen der Blase.
  • Um die Harnsteine aufzulösen, verschreibt der Tierarzt der Katze spezielle Medikamente sowie eine Diäternährung.
  • Verstopfen die Blasensteine die Harnröhre der Katze, bedarf es eines operativen Eingriffs.
  • Um einer erneuten Harnsteinbildung vorzubeugen, eignen sich Arzneien, die den Urin der Katze ansäuern und das Verklumpen der Kristalle verhindern.

Warum bilden sich Blasensteine bei Katzen?

Nicht in jedem Fall findet der Tierarzt die Ursache für die Harnsteinbildung heraus. Einige Katzen besitzen bereits eine Veranlagung für die gesundheitliche Komplikation. In der Regel resultiert die Bildung der Blasensteine bei Katzen aus dem Zusammenspiel verschiedener Ursachen.

Ausschlaggebend sind beispielsweise der pH-Wert des Harns – der Säuregrad – sowie die über die Nahrung aufgenommenen Mineralien. Vorwiegend treten die Harnsteine bei älteren Katzen auf. Kitten und Jungtiere leiden selten unter dem Phänomen. Die Intensität der Beschwerden hängt von mehreren Faktoren ab, beispielsweise:

  • Größe,
  • Anzahl,
  • Lage
  • und Zusammensetzung der Steine.

Vorwiegend Mineralstoffe wie Oxalat und Kalzium erhöhen das Risiko der Harnsteinbildung. Die Mehrzahl der bei Katzen auftretenden Blasenstein-Arten bestehen aus Kalziumoxalat oder Struvit. Eine 2001 von Markwell & Hurley veröffentlichte Studie belegt, dass die Gabe von Trockenfutter die Entstehung der Kalziumoxalat-Steine erhöht.

Ebenso kommt es vor, dass abgestorbenes Gewebe aus Harnleitern, Blase und Niere mit den ausgefallenen Kristallen verkleben. Weitere Zusammensetzungen der Harnsteine existieren, kommen im Vergleich jedoch selten vor.

Welche Symptome treten bei Katzen mit Blasensteinen auf?

Zu Beginn entwickeln sich die Blasensteine bei Katzen ohne Symptome. Erst wenn sich Größe oder Anzahl der Steine steigern, erleiden die betroffenen Tiere Beschwerden. Häufig äußern sich die Harnsteine in wiederholten Blasenentzündungen.

Dabei uriniert die Katze vermehrt, scheidet aber wenig Harn aus. Bei Freigängern bemerkst Du beispielsweise die typische Haltung beim Wasserlassen, ohne dass eine Harnabgabe erfolgt. Zudem kommt es vor, dass das Haustier zur Unsauberkeit neigt. In dem Fall erleichtert es sich außerhalb der Katzentoilette.

Der abgegebene Urin weist eine blutige Verfärbung auf. Bei großen Blasensteinen pressen die Katzen den Harn, scheiden aber nur wenige Tröpfchen aus. Dabei erweist sich das Urinieren für das erkrankte Tier als schmerzhaft. Folglich schreit oder jault die Katze während des Wasserlassens. Seltener versuchen die Haustiere die Harnabgabe zu reduzieren, indem sie die Flüssigkeitsaufnahme verweigern.

Tipps, um Blasensteinen bei Katzen vorzubeugen

Die Möglichkeit, Harnsteinen bei Katzen vorzubeugen, existiert nur bedingt. Weißt Du, dass Dein Haustier zur Harnsteinbildung neigt, solltest Du eine Beratung beim Tierarzt in Anspruch nehmen. Dieser erklärt beispielsweise, welche Futterzusammensetzung die Bildung der Blasensteine verhindert.

Zu dem Zweck empfiehlt er spezielle Diätfuttermittel. Sobald Du bemerkst, dass Deine Katze Beschwerden beim Urinieren aufweist, konsultierst Du ebenfalls den Tiermediziner. Dieser bringt Anzahl und Größe der Steine in Erfahrung und leitet eine frühzeitige Behandlung ein.

Wann sollte man zum Tierarzt erfolgen?

Sobald die Besitzer Blasensteine bei ihrem Haustier vermuten, empfiehlt es sich, einen Tierarzt aufzusuchen. Dieser fragt nach den vorliegenden Symptomen und bemüht sich, die Ursachen für das erschwerte Wasserlassen in Erfahrung zu bringen.

Diagnostiziert er Harnsteine, leitet er frühzeitig eine gezielte Behandlung ein. Dadurch beugt er möglichen Komplikationen wie dem gefährlichen Harnverschluss vor. Sobald die Harnwege verstopfen, bedarf es eines operativen Eingriffs. Eine langfristige medikamentöse Behandlung kommt zum Einsatz, wenn die Blasensteine die Funktion der Nieren beeinträchtigen.

Wie erfolgt die Diagnose bei Harnsteinen?

Um die Blasensteine bei Katzen festzustellen, kommt es zunächst beim Tierarzt zu einer körperlichen Untersuchung des betroffenen Haustiers. Zudem nimmt dieser eine Urinprobe. Bereits im Harn befinden sich oftmals sichtbare Kristalle, die sich zu einem Blasenstein zusammensetzen. Der Nachweis dieser ausgefallenen Kristalle erfolgt in der Regel unter dem Mikroskop. Indem der Tiermediziner die Zusammensetzung des Harnsteins ermittelt, diagnostiziert er dessen Art.

Anhand dieser Diagnose klärt er ab, ob eine medikamentöse Behandlung die Auflösung der Blasensteine ermöglicht. Bei schweren Beschwerden beim Wasserlassen vermuten die Tierärzte größere Blasensteine. Diese setzen sich in der Harnblase oder in den Harnwegen auf. Um sie sichtbar zu machen, führen die Mediziner eine Untersuchung mittels Ultraschall oder Röntgenstrahlen durch.

Sonderfall: Struvitsteine bei der Katze: Symptome und Behandlung

 

Die empfohlene Blasensteinbehandlung bei Katzen

Handelt es sich bei den Blasensteinen um Struvit-Steine, empfehlen die Tierärzte eine medikamentöse Behandlung. Dabei kommen Präparate, die den Stein auflösen, zum Einsatz. Bei einem Harnstein aus Kalziumoxalat besteht keine Möglichkeit, ihn durch Auflösen zu entfernen. Rutscht er in die Harnröhre, droht ein Harnwegsverschluss. Hierbei verstopft der Blasenstein die Harnröhre und verhindert die Ausscheidung von Harn. Bei diesem Notfall bedarf es einer zeitnahen Operation.

Nach dem Entfernen des Harnsteins setzen es sich Veterinär und Tierbesitzer zum Ziel, die Bildung weiterer Steine zu verhindern. Daher erhalten die Katzen in der Regel Diätfuttermittel, die das Aussetzen von Kristallen im Urin verhindern. Eine prophylaktische Behandlungsmöglichkeit besteht zudem in speziellen Medikamenten, die den Harn ansäuern. Sie gelten als empfehlenswerte Vorbeugung gegen eine weitere Harnsteinbildung.

Das gibt es über Blasensteine bei Katzen zu wissen

Speziell bei älteren Katzen erhöht sich das Risiko der Harnsteinbildung. Der Behandlungserfolg hängt maßgeblich von der Anzahl und der Größe der Steine ab. Zudem bestimmt deren Lage, wie schwerwiegend die Beschwerden des betroffenen Tiers ausfallen. Kleine Strutiv-Steine löst der Tierarzt im Normalfall unter Zuhilfenahme spezieller Medikamente auf. Bei Blasensteinen aus Oxalat empfiehlt er einen operativen Eingriff.

Verstopfen die Blasensteine bei Katzen die Harnröhre, läuft der Urin zurück bis in die Nieren. Dadurch drohen Nierenschäden sowie schlimmstenfalls der Funktionsverlust der Organe. Elemente, die ein gesunder Organismus über den Harn ausscheidet, gelangen ins Blut. In der Folge entsteht eine Urämie genannte Harnvergiftung.

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 4 Bewertungen
Loading...