Katzen

Fellpflege bei Katzen

Warum ist Fellpflege für Katzen so wichtig?

Putzen Katzen ihr Fell, nimmt dieser Vorgang viel Zeit in Anspruch. Manchmal leckt und zupft der Stubentiger über Stunden an sich herum. Warum betreiben die Vierbeiner ihre Katzenwäsche derart intensiv? Speziell nach dem Streicheln verspüren die Tiere das Bedürfnis, sich zu reinigen. Berührst Du Deine Katze in diesem Moment, beginnt die Prozedur der Fellpflege bei Katzen von Neuem.

Katzenbild

Katzen lassen auch gerne pflegen © Telekhovskyi – Fotolia.com

Vorwiegend liegt das an dem Verlangen der Samtpfote nach Sauberkeit. Der eigene Geruch spielt dabei eine wichtige Rolle.

Was bedeutet das Putzen bei Katzen

Ein sauberes und glänzendes Fell stellt bei dem Stubentiger ein Zeichen von Gesundheit dar. Daher verwendet er viel Zeit auf seine Fellpflege. Im Schnitt putzt die Katze ihr Fell täglich über einen Zeitraum von dreieinhalb Stunden. Das entspricht bei den Tieren 30 Prozent ihres gesamten Lebens. Im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Großkatzen, beschränken sich Deine Haustiere nicht auf das Lecken der Vorderpfoten. Stattdessen untersuchen sie jeden Zentimeter ihres Fells auf mögliche Verunreinigungen.

Das Putzen des Fells der Katze dient nicht ausschließlich der Sauberkeit. Stattdessen zupfen und knabbern die Vierbeiner an ihrem Pelz, um die Durchblutung der Haut anzuregen. Auf diese Weise stimulieren sie die Talgdrüsen, die dadurch mehr Fett absondern. Aufgrund dessen wirkt das Fell seidig glatt und geschmeidig. Zudem dient die leichte Fettschicht auf dem Pelz dazu, diesen wasserdicht zu halten.

Parasiten entfernt Dein Stubentiger ebenfalls durch das stetige Lecken und Zerren an dem Fell. An der Zunge der Katze befinden sich winzige Häkchen, die dafür sorgen, dass sich die Katzenzunge leicht rau anfühlt. Lose Haare, Schädlinge und Kletten bleiben an den Häkchen hängen. Ohne Probleme schluckt der Vierbeiner sie herunter und säubert somit seinen Pelz. Durch die Reinigung gelangt der Speichel auf das Fell der Samtpfote. Dadurch erhält sie ihren individuellen Geruch. Auf ihre Artgenossen wirkt diese Duftnote wie ein Erkennungsmerkmal.

 

Das vermehrte Putzen bei sommerlichen Temperaturen

Besonders in den warmen Monaten putzen Katzen ihr Fell häufig und intensiv. Somit beugen sie dem Schwitzen vor. Bei Deinem Stubentiger bemerkst Du die dichte Fellschicht unter dem Deckhaar. Dabei handelt es sich um die Unterwolle, die den Wärmeschutz der Katze darstellt. Zusammen mit dem Deckhaar – den Leit- und Grannenhaaren – bewahren sie die Samtpfote vor einer Unterkühlung. Im Frühling beginnt der Fellwechsel der Katzen, wobei zahlreiche Härchen ausfallen. Dessen ungeachtet leiden die Tiere gerade im Sommer unter der Hitze.

Das ständige Putzen sorgt dafür, dass die Körpertemperatur Deines Vierbeiners nicht über 39 Grad steigt. Dies stellt die normale Temperatur der Samtpfote dar. Da nur wenige Katzen Schweißdrüsen an den Ballen oder am Kinn besitzen, lecken sie ihr gesamtes Fell ab. Sie verteilen dabei eine große Menge Speichel. Die entstehende Verdunstungskälte hilft den Stubentigern, sich abzukühlen.

 

Des Weiteren nehmen die Tiere im Sommer durch die Reinigung Vitamine zu sich. Infolge der Sonneneinstrahlung entsteht im Pelz und auf der Haut der Katze Vitamin D. Den Instinkt der Fellpflege besitzen die Vierbeiner von Geburt an. Dessen ungeachtet putzt das Muttertier ihre Kitten, bis diese die sechste Lebenswoche erreichen. Hierbei gilt das Putzen des Fells als Zeichen der Zugehörigkeit. Der Prozess stellt einen Liebesbeweis dar. Daher gibt es Stubentiger, die auch „ihren“ Menschen reinigen.

 

Putzen gegen Stress und Angst

Eine übermäßige Fellpflege weist bei Deinem Haustier auf einen Befall mit Parasiten hin. Zu den ungewollten Schädlingen gehören:

  • Flöhe,
  • Läuse,
  • Zecken
  • und Haarlinge.

Parasiten zeigen sich verantwortlich dafür, dass Deine Katze unter Hautreizungen leidet. Bei einem starken Befall kommt es vor, dass sich der Stubentiger einige Hautstellen kahl leckt. Stress spielt bei der Reinigung der Samtpfote ebenfalls eine tragende Rolle. Die enorm verstärkte Fellpflege zeigt bei Deinem Vierbeiner Angst oder Nervosität an. Dies geschieht in einigen Fällen bei Freigängern, die eine andere Katze in ihrem Revier bemerken. Hört die „Lecksucht“ nicht auf, suchst Du mit Deinem Tier den Veterinär auf.

Eine verminderte Fellpflege gilt bei Katzen als Krankheitszeichen. Der Tierarzt Dr. Helmut Schrader aus der Tierklinik Bitterfeld begründet die mangelnde Reinigung mit einer körperlichen Schwäche. Fühlen sich Katzen krank, stellen sie die Fellpflege ein, um Kräfte zu sparen.

Des Weiteren dient das Putzen den Katzen zum Stressabbau. Hierbei stehen die Übersprungs-Handlungen im Vordergrund. Besteht für den Stubentiger keine Möglichkeit, seinen Jagdtrieb auszuleben, putzt er sich intensiv. Auf diese Weise baut er die entstandene Spannung ab.

 

Katzen putzen ihr Fell täglich mehrere Stunden, um lose Haare und Parasiten zu entfernen. Gleichzeitig sorgen die Stubentiger für eine bessere Durchblutung ihrer Haut. Sie regen damit die Arbeit der Talgdrüsen an. Das entstehende Fett macht das Fell geschmeidig und wasserfest. Weiterhin stellt das Putzen einen Weg zum Stressabbau dar.

Quellen:

Tierarzt Dr. Schrader (Tierklinik Bitterfeld)

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