Trockenfutter für Hunde
Trockenfutter für Hunde Copyright: chalabala bigstockphoto

Ohne Risiko Trockenfutter füttern – eine Anleitung

Keine Frage. Sprechen wir von einer artgerechten Hundeernährung, kommen die Meisten nicht auf das Trockenfutter. Frischfleisch und Feuchtfutter bilden für den Vierbeiner eine artgerechte Variante.

Das Trockenfutter nun vollkommen aus dem Speiseplan zu verbannen, wäre fahrlässig und ungerecht. Leider sind viele Trockenfutter überhaupt nicht gesund für den Hund und bergen in sich Gefahren, denen ich mich in diesem Beitrag widme.

Was steckt im Trockenfutter?

An dieser Stelle möchte ich nicht die Futtermittelhändler verteufeln. Im Prinzip gehen wir guten Gewissens in den Futtermittelhandel und entscheiden uns für

  • Welpenfutter,
  • Junior Futter,
  • Adult Futter oder
  • Senior Futter

im besten Gewissen, genau das Richtige für unseren Hund zu tun. Was wir nicht wissen, welches Fleisch eigentlich im Trockenfutter landet. Es sind nämlich nicht die besten Fleischbrocken, sondern Fleischteile, die mit Hormonen vollgestopft sind, verstorbene Tiere, Innereien, Zunge, Hirn oder Fleischteile, die von Krankheiten betroffen sind.

Fütterung Hund
Gefahren von Trockenfutter bei Hunden Copyright: chalabala bigstockphoto

Steht auf dem Trockenfutter, das Getreide enthalten ist, stecken oftmals nur die Schalen und die Abfallstoffe vom Getreide im Futtersack. Diese Bestandteile können die Tiere nicht verwerten.

Leider sind die gesetzlichen Grundlagen nicht eindeutig, was laut Futtermittelrecht als Fleisch gilt. Eines wissen wir, sobald Fleischmehl auf der Verpackung steht, haben wir es mit Fleischabfällen zu tun. Bei Geflügelmehl sind es Federn, Schnäbel, Borsten und Krallen in gemahlener Form. Das Ziel ist es, einen angenehmen Geschmack herbeizuführen, warum viele Hersteller künstliche Geschmacksstoffe einsetzen – gesund ist das aber nicht.

1. Trockenfutter – Gefahren durch Ersticken

Ich selbst habe drei Staffordshire Bullterrier, die dafür bekannt sind, hastig zu fressen. Das ist gerade beim Trockenfutter lebensgefährlich. Leider ist es mir schon zu Ohren gekommen, dass einige der Tiere am Trockenfutter erstickten, da sie es viel zu schnell gefressen und geschluckt haben. In diesem Fall rate ich unbedingt, das Futter ausreichend zu wässern oder einen der speziellen Futternäpfe einzusetzen, die wiederum die Vierbeiner zwingen, etwas langsamer zu fressen und die Brocken mit der Zunge aus dem Napf herauszusuchen.

2. Zu wenig Nährstoffe enthalten

Vielen Trockenfutter-Sorten fehlt es an ausreichend Nährstoffen. Das kann auf lange Sicht zu Verdauungsbeschwerden führen. Ich rate von daher zu einem gesunden Mix. Das bedeutet: Ich füttere nicht nur Trockenfutter, sondern auch Feuchtfutter. Außerdem empfiehlt es sich immer wieder frisches Fleisch, Pansen, Knochen oder Muskelfleisch direkt vom Fleischer zu besorgen, um den Hunden etwas Gutes zu tun.

3. Futtermittelhändler machen, was sie wollen

In einer Dokumentation, die bereits einige Jahre zurückliegt, habe ich mitbekommen, dass wir eigentlich gar nicht nachvollziehen können, wo unser Futter herkommt. So haben zum Beispiel Futtermittelhändler in einem Betrieb günstiges Futter für den Discounter hergestellt und Premiumfutter für einen weitaus höheren Preis. Wir sollten also nicht einfach nur auf den Namen der Packung sehen, sondern auch einen Blick auf die Identifikationsnummern. Gleichen sich diese, kommt das Futter aus einem Betrieb.

Nicht einfach machen es uns die Händler mit ihren Deklarationen, die wir auf dem Trockenfutter finden. Die Angabe frisches Fleisch gilt als besonders heimtückisch. Schließlich ist nur die reine Trockenmasse enthalten, 70 % kann man herunter rechnen. Dann kommt man auf den Gesamtanteil im Futter. Die extreme Form der Erhitzung, um das Futter haltbar zu machen und die Konservierungsmittel bekommen die Hunde gratis in den Futternapf. Zudem nutzen die Hersteller zahlreiche Umschreibungen, wie Glukose, Karamellsirup oder Gerstensaft. Was sie damit meinen, ist eigentlich nur Zucker, der eigentlich gar nichts im Hundefutter zu suchen hat.

4. Probleme mit Feuchtigkeit

Hunde sind einfach nicht dafür gemacht, nur Trockenfutter zu fressen. Das merken wir daran, dass sie nach der Mahlzeit starken Durst bekommen. Eine ausgewogene Hundefütterung geht auf rohes Fleisch zurück, dass bereits eine gewisse Menge an Feuchtigkeit mitgeliefert.

Bei Trockenfutter kommt der Feuchtigkeitsgehalt auf maximal 10 %. Das bedeutet im Gegenzug, dass im Verdauungstrakt zu wenig Feuchtigkeit enthalten ist. Die Folgen für die Organe bei einer permanenten Trockenfütterung sind verheerend, so dass die Organe auf Dauer einen Schaden nehmen können. Das mag vielleicht ein Grund sein, warum in den letzten Jahren immer mehr Hunde unter Lebererkrankungen leiden.

5. Schlechte Verwertbarkeit von Trockenfutter

Das Trockenfutter hat eine feste Konsistenz zusammengepresster Pellets. Diese sind in den meisten Fällen äußerst schwer verdaulich. Das Futter kann sich zu wenig im Magen ausdehnen, sodass die Nährstoffe nur unzureichend aufgenommen werden und der Rest dann wieder ausgeschieden wird. Wer einmal wissen möchte, wie hoch das Volumen vom Trockenfutter im Magen wird, versetzt es mit Wasser und lässt es über die nächsten Stunden stehen. Dann wird es sich um das 4-6-Fache an Volumen ausdehnen.

Nicht zuletzt die Menge, indem der Hund Kot absetzt, macht eine Aussage über die Verwertung des Hundefutters. So werden schwerverdauliche Bestandteile ausgeschieden. Bei Feuchtfutter mit einem Fleischanteil von 70 % können die Hunde bis zu 95 % verwerten. Beim Trockenfutter sind es nur 40 %.

Bei gegarten oder gekochten Fleisch sind es zwischen 80 und 90 %. Ich möchte auf das Trockenfutter bei der Fütterung meiner Vierbeiner nicht vollständig verzichten, habe aber auf die geläufigen Probleme reagiert und füttere auch frisches Fleisch vom Metzger.

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