Die Birmakatze – Charakter der einzigartigen Orientalen

Die geheimnsivolle Schöne aus dem Orient

Um den Charakter der Heilige Birma als Rasse zu beschreiben, eignet sich der Begriff „orientalische Schönheit“. Die ursprünglich aus Birma – dem heutigen Myanmar – stammende Katzenrasse überzeugt mit ihrem unverwechselbaren Äußeren.

Ihr weißes bis goldfarbenes Fellkleid zeichnet sich durch dunklere Stellen ab, die dem Tier eine Ähnlichkeit mit der Siamkatze verleihen.

Die Heilige Birma Katze zählt zu den mittelgroßen Halblanghaar-Katzen, wobei sie eine Stellung als Teilalbino einnimmt. Dieser Umstand erklärt das leichte, dünne Fellkleid, dem die Unterwolle fehlt. Aufgrund ihres anhänglichen Wesens sucht die Birmakatze den Kontakt zu ihrem Besitzer und eignet sich als Zweitkatze. Anderen Menschen gegenüber benimmt sie sich vertrauensvoll. Sie lässt sich problemlos streicheln.
Heilige Birma
Heilige Birma Rasse (Überblick, Rasse, Historisches) Urheber: isselee / 123RF.com

Die Heilige Birma Charakter der Rasse

Die Heilige Birma als Rasse aus dem Orient zu identifizieren, fällt nicht schwer. Ihr unverkennbares Fellkleid ähnelt in seiner Länge dem Pelz einer Perserkatze, während die Färbung an eine Siamkatze erinnert. Im Gegensatz zu diesen Rassen zeichnet sich die Birma aufgrund ihrer unkomplizierten Fellpflege aus. Das regelmäßige Bürsten des weichen Pelzes reicht aus, um die Haare am Verfilzen zu hindern.

Zudem besteht die Notwendigkeit, das Fell in der Zeit des Fellwechsels auszudünnen, damit Deine Point-Katze die Härchen nicht frisst. Um einem drohenden Darmverschluss vorzubeugen, verabreichst Du ihr Malzpaste, welche die Haare problemlos zersetzt. Des Weiteren achtest Du bei der Birmakatze auf eine ausgeglichene Ernährung, da das Tier zu einer raschen Gewichts-Zunahme neigt.

Heilige Birma Rasse
Heilige Birma Rasse (Überblick, Rasse, Historisches) Urheber: isselee / 123RF.com

 

Die Birmakatze liebt Gesellschaft

Die als Birmakatze bezeichnete Rasse gehört nicht zu den als Einzelgänger bekannten Katzenrassen. Stattdessen bevorzugt die Heilige Birma Kontakt zu ihren Menschen oder anderen Tieren. Du hältst sie problemlos als Familien- oder Zweitkatze. Mit Kindern kommt sie ohne Schwierigkeiten zurecht, da sie die Zuwendung und Streicheleinheiten genießt.

Heilige Birma als Rasse
Heilige Birma Urheber: A.Mandel /Ettlingen

Wie sieht die Birmakatze aus?

Die mittelgroße Heilige Birma erreicht ein Gewicht von drei bis sieben Kilogramm. In der Regel sind die Kater deutlich kräftiger als die weiblichen Tiere. Die Rassekatze verfügt über ein seidiges Fell, das Point-Farbschläge aufweist. Hierbei zählt die Birmakatze zu den Teilalbinos, wobei das weiße Körperfell eine besondere Rolle spielt. Es fühlt sich weich und vergleichsweise dünn an, da keine Unterwolle existiert.

In „Mein großes Katzenbuch“ erklärt der Tierchirurg David Taylor die unterschiedlichen Rasse-Standards der europäischen und der amerikanischen Birmakatzen. Die unverkennbare Point-Katze verfügt laut den englischen Standards über ein weißes bis goldenes Fellkleid. Züchter in den Vereinigten Staaten von Amerika achten dagegen auf eine bläulich-weiße Nuance des Pelzes. In beiden Fällen stehen die saphirblauen Augen der Rassekatze im Vordergrund.

Die Form der Augen erweist sich als rund, wobei sie weit auseinanderstehen. In der Regel liegen sie leicht schräg, was zu einem geheimnisvollen Aussehen der Birmakatze führt. Zusätzlich besitzt die Heilige Birma als Rasse mittelgroße Ohren mit abgerundeten Spitzen. Der runde Kopf Deines Haustiers zeichnet sich durch volle Wangen und einen Nasenrücken aus. Im Normalfall zeigt sich die Stirn des Stubentigers gewölbt.

Was macht das Fell der Heiligen Birma besonders?

Neben seiner weichen, dünnen Struktur zeichnet sich das Fellkleid der Birmakatze mit einer speziellen Färbung aus. Das weiße bis goldfarbene Körperfell unterbrechen dunkle Abzeichen, die sich im Bereich der Akren, der kühleren Körperstellen, befinden.

Zu diesen zählen beispielsweise:

  • die Ohren,
  • der Schwanz,
  • die Beine
  • und das Gesicht.

Des Weiteren kommt es bei der orientalischen Rasse zu verschiedenen Varietäten. Bei dem Farbschlag Seal-Point entstehen hauptsächlich sealbraune Abzeichen auf weißem Fell. Die Chocolate-Point-Birma besitzt schokoladenbraune Färbungen auf elfenbeinfarbenem Fell. Zudem existiert die beige Blue-Point-Birma, die über blaugraue Abzeichen verfügt. Seltener findest Du die Lilac-Point-Birma mit milchweißem Körperfell und dunklen Stellen, die an ein rosa überhauchtes Grau erinnern.

Heilige Birma
Heilige Birma / Urheber: A.Mandel /Ettlingen

Vorwiegend bei den Rassekatzen mit dem milchweißen Hauptfell kommt es in 20 Prozent der Fälle zu einer angeborenen Taubheit. Diese Aussage belegt die 2009 veröffentlichte Studie “ Congenital sensorineural deafness in client-owned pure-breed white cats“. Zusätzlich leiden die Birmakatzen oftmals unter Entzündungen der Augen sowie einem angeborenen Schielen. Ebenso zu den rassespezifischen Krankheiten gehört die Hypomyelination.

 

Wie entwickelte sich die Birmakatze Rasse?

Wann die Geschichte der Birmakatze ihren Anfang nahm, ist nicht bekannt. Eine Legende besagt, dass die unverkennbare Rasse bereits im alten Orient als Tempelkatze fungierte. Zu dieser Zeit verfügten die Tiere über ein einheitlich braunes Fell und bernsteinfarbene Augen. Erst Kreuzungen mit anderen Rassen führten zu dem charakteristischen Aussehen der Katzenart. Die offizielle Züchtung der Birmakatze begann in Frankreich, wo vermutlich Händler das Tier importierten. Im Jahr 1925 erlangte der Stubentiger seine Anerkennung als offizielle Rasse.

 Heilige Birma / Urheber: A.Mandel /Ettlingen
Heilige Birma / Urheber: A.Mandel /Ettlingen

Der Charakter der  Heiligen Birma Katze

Der Charakter der Birmakatze ist freundlich und sanftmütig. In der Regel zählt sie zu den anhänglichen und menschenbezogenen Haustieren. Sie bevorzugt den Kontakt zu ihren Besitzern und braucht deren Zuwendung. Überlegst Du, Dir eine Birmakatze zu kaufen, kontrollierst Du zunächst Deine zur Verfügung stehende Freizeit. Die orientalische Rassekatze benötigt ausreichend Aufmerksamkeit. Fehlt ihr diese, besteht die Gefahr, dass die Katze vereinsamt.

Daher hältst Du die Birma vorrangig als Zweitkatze. Aufgrund ihres geduldigen und fügsamen Charakter der Heiligen Birma lässt sich die Rassekatze leicht erziehen. Auf diese Weise passt sie sich einem neuen Haushalt problemlos an. Am besten eignet sich Dein Haustier als reine Wohnungskatze, da sie in ihrer zutraulichen Art auch Fremden Vertrauen entgegenbringt. Als Freigänger besteht somit die Gefahr, dass das Tier Passanten folgt.

Im Normalfall verfügt die aus Birma stammende Rassekatze über ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen. Sie bevorzugen Gesellschaft, wobei sie sich für ältere und jüngere Besitzer gleichermaßen eignen. Ihrer unkomplizierten Art verdanken es die Stubentiger, dass sie sich problemlos in große Familien oder einen Single-Haushalt integrieren. Befinden sich zahlreiche Kinder in Ihrem Zuhause, benötigt Dein Haustier ausreichend Möglichkeiten zur Flucht. Das bedeutet, dass Du der Katze einen ruhigen Rückzugs-Ort bietest. Auf diese Weise steht der artgerechten Haltung der Birma nichts im Wege.

weiter zur Rasse:

Heilige Birma Charakter – Rasse Überblick
Heilige Birma Haltung und Pflege
Heilige Birma Ernährung und gesundes Futter