Trächtigkeit bei Hunden
Anzeichen bei Hunden erkennen Copyright: Maria Sbytova bigstockphoto

Wer mit seinen weiblichen Tieren züchten möchte, muss nicht nur über Läufigkeit beziehungsweise Rolligkeit informiert sein, sondern sich genau mit dem Ablauf der Trächtigkeit beim Hund beschäftigen. Nach dem erfolgreichen Deckakt benötigen Hündinnen Aufmerksamkeit und Pflege, damit der Nachwuchs gesund heranwachsen kann.Tierwissen weiterlesen

„Die meisten Tiere wissen instinktiv, wie sie sich während der Trächtigkeit und Geburt verhalten sollten, weshalb Besitzer und Tierärzte nur eine begleitende Funktion für Notfälle haben.“

Die Wurfplanung mit der Hündin

Nach der erfolgreichen Deckung sind Hündinnen circa 63 Tage trächtig. Zu Beginn ist wie bei der menschlichen Schwangerschaft noch keine Veränderung zu sehen. Allerdings wird der Hund häufig etwas ruhiger und stellt sich auf die Mutterschaft ein. Viele Besitzer bereiten frühzeitig eine Wurfkiste vor, was jedoch so früh für das Tier nicht notwendig ist. Hündinnen haben erst circa 20 Tage vor dem Wurftermin ein Interesse an diesem Rückzugsort.

„Wie viele Welpen heranreifen, hängt nicht nur von der Hunderasse ab, sondern ist auch von Tier zu Tier individuell.“

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So läuft die Trächtigkeit beim Hund ab

1. Die ersten 30 Tage wirken unscheinbar. Manche Hündinnen leiden an Übelkeit und Erbrechen, vergleichbar der Morgenübelkeit bei Schwangeren.

2. Erst nach einem Monat beginnt ein leichter Ausfluss aus der Scheide und ein sichtbares Schwellen der Zitzen. Nun beginnt auch der Uterus zu Wachsen und die Trächtigkeit macht sich beim Wiegen bemerkbar. Mancher Hund wiegt kurz vor dem Wurf das Doppelte.

3. Um den 40. Tag der Trächtigkeit zeigen viele Hündinnen einen enormen Appetit. In Absprache mit dem Tierarzt sollte das Futter spätestens jetzt auf Spezialfutter für trächtige Tiere umgestellt werden.

4. Rund eine Woche vor der Geburt sind am Bauch der Hündin viele Haare ausgefallen. Das ist natürlich, denn damit können die Welpen leichter an die Zitzen gelangen. Da nun der Uterus viel Platz im Körperinneren beansprucht, verdrängt er teilweise Magen und Darmtrakt. Daher ist es normal, wenn der Hund in kleineren Portionen frisst und öfter zur Erleichterung hinaus muss.

5. Beginnen die ersten Wehen, wird der Hund sein Futter verweigern und die Wurfkiste nicht mehr verlassen. Starkes Hecheln und Jaulen sind normale Zeichen der Schmerzen, die auch Hunde bei der Entbindung spüren.

Gut zu wissen: Beim Veterinär kann um den 20. Tag der Trächtigkeit ein Ultraschallbild gemacht werden, dass die Trächtigkeit bestätigt. Ab dem 56. Tag lässt sich auch die genaue Anzahl der Welpen zeigen. Das reine Abtasten erlaubt hingegen auch bei erfahrenen Tierärzten nur eine Schätzung.

Quellen:

  • Praxisbuch Hundezucht: Wegweiser für Züchter und Deckrüdenbesitzer Gebundenes Buch – 27. April 2018 von Sabine König (Autor), Sonja Umbach (Autor)