Über die Entstehung der Rasse gibt es keine genauen Aufzeichnungen. Ursprünglich stammt der Australian Shepherd aus den USA, nicht, wie der Name besagt, aus Australien. Sein wissenschaftlicher Name ist „canis lupus familiaris“. Zu Beginn der Entstehung der Hunderasse kreuzten Züchter verschiedene Schäferhundtypen ein. Das Ziel der Züchtungen war es, einen Farmhund zu bekommen. Dieser war darauf ausgelegt: mit Menschen zu arbeiten, Situationen zu erfassen und eigenständig Entscheidungen zu treffen. Der Plan sah vor, dass die Hunderasse mit Rindern zurechtkommt und Bauernhöfe beschützt

Steckbrief Australian Shepherd

Namen Bologneser Aussie
FCI Gruppe FCI Nr. 342, Gruppe 1, Sektion 1
Gewicht 17 und 27 kg
Größe Rüde: 51 und 58 cm / Hündin 46 und 53 cm
Charakter kinderlieb, freundlich, charmant, anhänglich, wachsam, unternehmungsfreudig
Besonderheiten für Anfänger geeignet
Lebenserwartung 12 Jahre
Funktion Familienhund, Treibhunde, Hütehunde
Haltung leicht zu erziehen
Krankheiten Epilepsie, Augenkrankheiten
Fellfarbe Schwarz, Rot, Blue-Merle, Red-Merle, mit weißen oder kupferfarbenen Akzenten
Fell mittellanges, üppiges Fell, glatt, leicht gewellt, Unterwolle
Herkunft Tibet
Australian Shepherd
Australian Shepherd

Woher kommt der Name „Australian“

Warum der Begriff „Australian“ im Namen zur Anwendung kam, darüber gibt es zahlreiche Spekulationen. Am wahrscheinlichsten erhielt er diesen Namen, weil die eingekreuzten Schäferhunde, Schafe auf ihrer Reise von England nach Australien begleiteten. Beliebtheit erlangte der Australian Shepherd im Zweiten Weltkrieg, als das Westernreiten an Bedeutung gewann.

In den 1990er-Jahren gab es die ersten Hunde dieser Rasse in Deutschland. Unter der Abkürzung „Aussie“ gehört der Hund heute zu den beliebten Familienhunden.

Australian Shepherd
Australian Shepherd

Charakter und Wesen

Der Australian Shepherd zählt zu den Allroundern unter den Farmhunden. Oft verwechseln Menschen ihn mit einem Border Collie. Ein prägnanter Unterschied zum Collie zeigt sich im ausgeprägten Wach- und Schutztrieb des Aussies. Der Australian Shepherd ist von seiner Natur her ein Hütehund. Er reagiert auf kleinste Umwelteinflüsse. Möchtest Du diese Rasse als Familienhund halten, gibt es diverse Dinge zu beachten. Die Sozialisierung und die Umweltgewöhnung spielen bei dieser Hunderasse eine entscheidende Rolle. Auf diese Weise erhältst Du einen gelassenen und ruhigen Familienhund.

Der Australian Shepherd zählt zu den robusten Arbeitshunden, der Forderung braucht. Schnell erfassen die Tiere Situationen. Sie lieben es, Aufgaben zu übernehmen. Der Hund sucht sich Aufgaben, wenn Du ihm keine gibst.

Er zählt zu den leicht erziehbaren Rassen. Bei seiner Erziehung begegnest Du ihm ohne Härte oder Strenge. Die Tiere reagieren sensibel auf Anweisungen. Zeige Deinem Hund Konsequenz, Begeisterung und Souveränität.

Gibst Du Deinem Australian Shepherd eine Aufgabe, erledigt er diese ernst und loyal. Zu Beginn zeigt sich Dein Hund fremden Personen gegenüber scheu, schüchtern und reserviert.

Der Australian Shepherd zählt zu den Rassen mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Hast Du vor, dies unter Kontrolle zu bringen, achte auf die richtige Erziehung und Auslastung Deines Tieres. Auf diese Weise lässt sich der Jagdtrieb des Hundes kontrollieren.

Vergiss nicht, dass diese Rasse ihren eigenen Kopf hat und gerne auf stur schaltet! Geduld und Ausdauer sind bei der Erziehung gefragt.

Australian Shepherd Welpe
Australian Shepherd

Haltung und Pflege

Laste Deinen Aussie täglich aus. Körperliche und geistige Fitness sind für diese Hunde lebensnotwendig. Findest Du die Zeit, begeistere Deinen Hund für Sportarten. Dazu zählen:

  • Obedience,
  • Dogdance,
  • Agility.

Die Tiere eignen sich für die Begleitung mit Pferden oder zur Rettungshundeausbildung.

Langweilt sich Dein Australian Shepherd, neigt er zur Überwachung. Bei Langweile reagiert Dein Haustier unruhig. Er neigt in diesem Fall dazu, die Inneneinrichtung zu zerstören.

Hast Du einen Welpen zu Hause, bringe ihm im ersten Lebensjahr Ruhe und Gelassenheit bei. Zeige ihm auf, dass er nicht ständig im Mittelpunkt steht. Ein Fehler ist es, den Jungtieren zu viel Beschäftigung und Bewegung zu geben. Dies wirkt sich auf das Wesen des Australian Shepherd aus. Die Tiere reagieren ihr Leben lang aufgedreht.

Bei der Fellpflege gehört der Aussie zu den pflegeleichten Rassen. Befindet sich der Hund nicht im Fellwechsel, reicht es aus, wenn Du das Tier pro Woche bürstest.

Kontrolliere bei Deinem Hund wöchentlich die Zähne, Pfoten und Ohren. Eine Ohrenreinigung empfiehlt sich jede Woche bei Deinem Australian Shepherd. Auf diese Weise entfernst du Ablagerungen und verhinderst Ohrenentzündungen.

Erledigst Du diese Dinge regelmäßig, hat Dein Tier keine Angst vor der Pflege. Die Bindung zu Deinem Tier stärkt sich.

Die richtige Ernährung

Die richtige Ernährung Deines Hundes spielt eine große Rolle für die Gesundheit Deines Tieres. Achte beim Futter auf einen Fleischanteil von 70 Prozent. Der optimale Obst- und Gemüseanteil liegt bei 20 bis 30 Prozent. Getreide spielt bei der Ernährung des Aussies eine untergeordnete Rolle.

Vermeide bei der Auswahl des Futters, Nahrung mit Zuckeranteil. Kaufst Du das erste Mal Futter für deinen Australian Shepherd, lies die Zutatenliste aufmerksam durch.

Vermeide Futterkäufe mit Füllstoffen, Süßungsmitteln, Geschmacksverstärkern und chemischen Konservierungsstoffen. Diese wirken sich gesundheitsschädlich auf Dein Tier aus. Sie fördern Übergewicht und Krankheiten.

Ernährst Du Deinen Aussie richtig, neigt der Hund weder zu Übergewicht noch zu Allergien. Wichtig: Passe die Ernährung des Hundes an die Bedürfnisse an. Achte darauf, was der Hund bevorzugt und was er nicht verträgt.

Welpen benötigen ein anderes Futter als ausgewachsene Hunde. Auf den Verpackungen und Dosen befinden sich spezielle Hinweise, für welche Altersgruppe sich die Nahrung eignet. Senioren benötigen andere Futterzusammensetzungen als Jungtiere.

Bei der Wahl des Futters beachte:

  • das Gewicht,
  • das Geschlecht,
  • die Aktivität und
  • den Gesundheitszustand Deines Hundes.

Passe die Futtermenge an Dein Tier an. Welpen benötigen pro Tag vier Rationen Nahrung in kleinen Mengen, ausgewachsene Tiere zweimal täglich eine entsprechende Portion. Es empfiehlt sich, eine feste Essenszeit der Tiere festzulegen und den Hund anschließend ruhen zu lassen, um die Verdauung zu gewährleisten. Bei Hunden, die direkt nach der Fütterung Gassi gehen oder Beschäftigung erhalten, besteht die Gefahr einer Magendrehung.

Rassetypische Krankheiten

In den letzten Jahren zeigten sich beim Australian Shepherd rassespezifische Erbkrankheiten. Dies ist auf die unkontrollierte Zucht der Tiere zurückzuführen. Zu den häufigsten Krankheiten zählen:

  • Hüftgelenksdysplasie,
  • Ellbogendysplasie,
  • Gebiss- und Zahnfehler,
  • MDR1-Defekt.

In manchen Ländern ist die Zucht von zwei Merle-Typen verboten. Die Gefahr erwies sich als hoch, dass dieser Australian Shepherd Typ taub oder blind zur Welt kommt.

Planst Du den Kauf eines Welpen, achte auf einen seriösen Züchter. Auf diese Weise gibt es kein Risiko und Du erhältst Deinen Australian Shepherd in einem gesunden Zustand.

Mit dem Kauf eines Welpen aus einer kontrollierten Zucht leistest du einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit der Rasse.