Streit und Revierkämpfe zwischen Katzen

Ich lebe gemeinsam mit drei Hunden und drei Katzen. Da bleiben Streitereien nicht aus. Wenn meine Katzen streiten, fühle ich mich recht hilflos und muss das wilde Treiben beobachten. Wenn es gar nicht mehr geht, schreite ich ein. Warum streiten sich Katzen überhaupt? Wie streiten die Katzen? Und was ist die Ursache für die Streitereien? Ich möchte in diesem Artikel den Fragen auf den Grund gehen, um die Konflikte schneller schlichten zu können.

Streit
Streit unter Katzen

Was Du über Katzenstreitigkeiten wissen musst:

  • Anzeichen für Streit: Buckel, aufgestelltes Fell, waagerechte Rute, starrer Blick
  • Ungewöhnliche, schreiende Laute als Verteidigung
  • Ursachen für streitende Katzen: Revierkämpfe, Neid und Eifersucht, Rangfolge
  • Neue Katze im Haus führt oftmals zu Streit
  • Gerechte Aufteilung der Ressourcen und Aufmerksamkeit auf alle Tiere

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Was tun, wenn Katzen streiten?

Nehmen die Streitsituationen Überhand, müssen die Katzenhalter unbedingt aktiv werden. Gebt der gemobbten Katze die Möglichkeit, sich zurückzuziehen. Darüber hinaus solltet ihr das geschundene Tier nach allen Regeln der Kunst verwöhnen, um das Selbstbewusstsein zu stärken. Eure Bemühungen sollte der Tyrann nicht mitbekommen, das würde die Eifersucht weiter befeuern.

Bei zusammenlebenden Katern bleibt oftmals keine andere Wahl, als die Tiere zu kastrieren. Schließlich gehen die häufigsten Ursachen auf Revierkämpfe und Streitigkeiten in der Rangfolge zurück.

Sorgt unbedingt dafür, dass genügend Ressourcen für alle Katzen vorhanden sind. Demnach braucht jedes Tier einen eigenen Startplatz und eine Katzentoilette. Andernfalls kann es sehr schnell zu Streitigkeiten unter Katzen, zum Neid oder zu Missgunst kommen.

Woran erkenne ich streitende Katzen?

Stehen sich zwei streitende und wütende Katzen gegenüber, werdet ihr die Laute kaum überhören. Ich beobachte diese Situation mehrere Male im Jahr. Oftmals kann ich es gar nicht einschätzen, warum sich meine Kater untereinander streiten oder in bestimmten Monaten besonders streitfreudig sind.

In den meisten Fällen stehen die Ursachen in Verbindung mit der Geschlechtsreife und dem Zyklus, der sich über das Jahr hinweg entfaltet. Dabei können die Ursachen vielfältig sein und von Revierkämpfen bis hin zu Streitigkeiten um das Futter reichen.

Aber nicht nur die lauten Schreie, die wie das Gebrüll eines Babys klingen oder wie lautes jähzornige Miauen, sind ein Anzeichen für streitende Katzen. Die Tiere versperren sich den Laufweg, drängen sich vom Futter weg und vertreiben den anderen aus der Katzentoilette.

Katze Streit – die Körpersprache richtig lesen

Am besten lässt sich immer noch die Körpersprache der Katzen lesen. Sie sträuben in den Streitsituationen das Rückenfell und den Schwanz, den sie waagerecht halten. Streitende Katzen machen einen Buckel und starren sich wie gebannt an. Das sind die deutlichsten Signale für Angriffslust und Aggressivität unter Katzen, die sich gar nicht verstehen.

Stellst du bei einer Katze in deinem Haushalt ein auffälliges Bedürfnis zu schlafen fest oder ein Zwang, sich ständig zu putzen, leiden die Tiere vermutlich unter permanentem Stress. Gemeint ist der Verteidigungsschlaf. Die Katze verfällt in absolute Passivität, um dem anderen keinen Ansatzpunkt für das Mobbing oder einen Angriff zu bieten.

Katze: Einzelgänger oder Gruppentier?

Entgegen der Ansichten vieler Laien sind unserer Hauskatzen keine Einzelgänger. Selbst die wilden Katzen würden sich Gruppen zusammenschließen und leben lieber in einem differenzierten sozialen Gefüge. Hier zeigt sich ein ausgeprägtes Territorialverhalten, sodass Eindringlinge in die eigene soziale Gruppe verjagt werden. Tritt eine Katze in das fremde Revier ein, ist das der häufigste Konfliktherd, der zu Streitereien führt. Schließlich wird eure Katze immer versuchen, den fremden Eindringling aus seinem Revier zu verjagen.

Diese territorialen Kämpfe können sich auch in der eigenen Wohnung abspielen. Besonders häufig lässt sich der Katzenstreit beobachten, wenn eine neue Katze ins Haus kommt. Schließlich werden die Katzen, die schon im Haus leben, den neuen Besucher nicht mit offenen Armen empfangen. Sie sehen ihn zunächst als Eindringling. Von daher solltet ihr bei der Einführung einer neuen Katze in die Familie äußerst vorsichtig und langsam vorgehen, um die Nerven der anwesenden Tiere nicht überzustrapazieren.

Streit vorbeugen: Auswahl der richtigen Katze

Eigentlich können wir einem Katzenstreit von Anfang an aus dem Weg gehen, wenn ihr euch für charakterlich ähnliche Tiere entscheidet. Habt ihr bereits eine Katze zuhause, sollte ein anderes Tier einziehen, dass euer Rudel ergänzt und keinen totalen Gegensatz darstellt. Lebt zum Beispiel eine ältere Katze zuhause, wird sie wohl nicht begeistert auf einen Jungspunt reagieren. Hier kommt es über kurz oder lang zu Streitigkeiten.

Wer keine Katze zuhause hat, sollte gleich zwei Tieren aufnehmen. Ich bin ein Befürworter der Gruppenhaltung. Ihr könnt euch nicht ausmalen, unter welchen Höllenqualen eine einzelne Katze leidet, deren Herrchen und Frauchen das Haus verlassen. Sie sind darauf angewiesen, über Stunden und Tage auf ihre Rudelmitglieder zu warten. Schließlich bietet sich „solitären“ Katzen kaum Gelegenheit, in Kontakt mit anderen Artgenossen zu treten, gerade wenn sie in der Wohnung leben.

Quellen und Literatur

  • Tierarzt Dr. Schrader (Tierklinik Bitterfeld)
  • Katzenverhaltensberatung mehr lesen↑
  • Welt.de Wenn die Katze plötzlich eine Vollmeise hat mehr lesen↑
⏲ Letzte Aktualisierung am von Mario Foerster

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Quellen und vertiefende Ressourcen:

  • [PDF] Die Haltung von Katzen - Deutscher Tierschutzbund abrufen↑
Nachschlagewerke (Hintergrundrecherche)
  • Was Katzen wirklich wollen (GU Tier Spezial) Buch – 9. August 2014,von Dr.Mircea Pfleiderer, Birgit Rödder,Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; ISBN-10: 3833839457 abrufen↑
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